Vom Musiker zum Produzenten, was wird benötigt?

von Musiker-Board, 21.03.11.

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  1. Musiker-Board

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    Erstellt: 21.03.11   #1

    Musik produzieren: Hilfe auf dem Weg vom Musiker zum Produzenten

    Einführung und First-Step-Guide in die Welt des Recordings

    Musik Produzieren

    Wenn sich die Digitalisierung positiv für Musikerinnen und Musiker ausgewirkt hat, dann ist wohl die Entwicklung der Aufnahmetechnik und die Vereinfachung der Recording-Prozesse beispielhaft für eine Weiterentwicklung. Wo früher hohe Studio Mieten gezahlt und teure Bandmaschinen genutzt wurden, spricht man heute von Home-Recording und meint damit die Aufnahme von Musik mit z.T kostenlosen Programmen und günstiger Hardware. In diesem Workshop stellen wir die basalen Komponenten des Recordings vor und präsentieren im Anschluss einen weiteren Workshop zur ersten Arbeit mit einer kostenlosen DAW (Digital Audio Workstation).
    Wie der Computer die Aufnahmetechnik verändert hat, seht ihr hier:



    Input: Welche Instrumente möchtest du aufnehmen?!

    Mit der Frage des aufzunehmenden Instrumentes ergibt sich eine erste Antwort auf die Anforderung des zusätzlichen Equipments, welches du für den Aufnahmeprozess benötigst. Wer ein Schlagzeug aufnehmen möchte, braucht je nach Mikrofonierung mehr “Inputs”. So nennt man die Eingänge am Interface, welches dein Instrumentensignal in ein digitales Aufnahmesignal wandeln. Für Aufnahmen von Vocals, Gitarre, Bass, Blas- und Streichinstrumenten genügt in der Regel ein Eingang der mit einem XLR- oder einem Klinkeneingang gelöst werden kann. Hier entstehen folglich neben der Investition für ein Interface nur Kosten für ein hochwertiges Kabel.

    Unser Tipp: Spart nicht an der Übertragung des wichtigsten Signals! Ein gutes Kabel zur Aufnahme ist sehr wichtig, denn der Ton kommt aus euren Fingern und aus dem Instrument, was ihr spielt! -> Online-Ratgeber zum Thema Kabel

    Interface - die Eintrittskarte in die Recording-Welt

    Das sogenannte Audio-Interface, kurz Interface ist im Prinzip die Eintrittskarte für deine Aufnahmen, da hier das Signal deines Instrumentes eingefangen wird und deinem Rechner ermöglicht, das Instrument oder die Stimme aufzunehmen und in einer Audiospur anzuzeigen.

    Interfaces für Anfänger

    Es gibt zahlreiche Modelle verschiedenster Hersteller im Bezug auf Interfaces. Tatsächlich kann man bereits unter 100€ neue Interfaces bekommen, die sich für die ersten Aufnahmen eigenen. Wir haben hier mal die gängigsten Hersteller und deren Einsteiger-Modelle für euch gelistet:
    Diese Modelle sind allesamt in der unteren Preisklasse und mit einem einfachen USB-Eingang jeweils unkompliziert für den Home-Recording Gebrauch geeignet und kompatibel mit allen bekannten Software-Systemen.

    Wer sich bezüglich der Auswahl des richtigen Interfaces noch einmal ein hilfreiches Tutorial anschauen möchte, dem sei dieses Video hier ans Herz gelegt:


    Du hast noch Fragen zur Wahl eines passenden Interfaces?!

    Kaufentscheidungen lassen sich besser treffen, wenn man die Einschätzungen von anderen Musikern gehört hat. Deshalb gibt es in unserem Forum zum Thema Recording immer wieder Threads, in denen User nach der Wahl des richtigen Equipments fragen. Poste einfach hier deine Frage zu Interfaces und unsere große Community wird dir helfen!

    Du willst ein Interface gebraucht kaufen?! Dann check unseren Flohmarkt!

    In unserem großen Musiker-Flohmarkt verkaufen Musiker an Musiker. Das hat den Vorteil, dass keine übertrieben hohe Preise gefordert werden und man gegebenenfalls sogar eigenes Equipment direkt an einen Musiker-Kollegen tauschen kann. Hier geht es zum Flohmarkt…

    Software - das Programm zur Aufnahme deiner Musik

    Mit der Wahl der Software, die du zur Aufnahme wählst triffst du die erste Entscheidung die dich in den Recording-Prozess zieht. Es gibt kostenlose Software, die sich für den ersten Start eignet und natürlich kostenpflichtige Modelle. Hier sind schon einmal 5 kostenloses Versionen in einer Übersicht dargestellt:

    Software - so machst du deine ersten Aufnahmen

    Mit deiner Recording-Software triffst du eine Entscheidung, die von großer Bedeutung für den weiteren Verlauf deiner Recording-Karriere sein kann. Viele Musiker starten hier zunächst einmal mit kostenloser Aufnahmesoftware. Je nachdem wie ambitioniert man im Bezug auf die Sounds und die Bearbeitung der entsprechenden Signale ist, muss irgendwann vermutlich eine professionelle Software her. Für kostenlose Einsteiger empfehlen wir an dieser Stelle einen Blick in den folgenden Workshop zu werfen: Die gängigsten kostenpflichtigen Modelle mit entsprechenden Plug-Ins für speziellere Sounds und einen professionelleren Arbeitsablauf sind diese hier:
    • Cubase Weltweit bekanntes AUfnahmeprogramm der Hamburger Firma Steinberg.
    • Samplitude Software für Audio-Aufnahmen des Herstellers MAGIX.
    • Logic Das Aufnahmeprogramm des IT-Giganten Apple.
    • Pro Tools Eine der bekanntesten DAWs, Hersteller ist die Firma AVID.
    • Tracktion Freeware - insbesondere für Sparfüchse interessant!
    • Sequel Ebenfalls aus dem Hause Steinberg - laut Hersteller extra für Einsteiger!
    • Ableton Live DAW der Firma Ableton aus Berlin.
    • Nuendo Ein weiteres Programm der Firma Steinberg.

    Cubase - Beliebte Recording-Software seit 1989

    Das Hamburger Unternehmen Steinberg hat im JAhre 1989 mit Cubase einer der beliebtesten und bekanntesten Marken der Recording-Industrie ins Leben gerufen. Dieses Tutorial zeigt den Einstieg in die Software und man kann sich schon einmal eine Übersicht der Oberfläche machen:

    DAW Ableton Live

    Die Berliner Firma Ableton ist ebenfalls für viele Produzenten und Aufnahme-Experten seit Jahren eine der beliebtesten Software-Lösungen im Bereich der Aufnahmetechnik. Um sich ein ersten Überblick über den Workflow mit Ableton Live machen zu können, empfehlen wir den folgenden Workshop:

    Recording-Equipment für kleines Budget

    Nachdem ihr euch einen Überblick über die wesentlichen Komponenten des Home-Recordings verschaffen konntet, lohnt sich ebenfalls ein Blick in dieses Tutorial um zu zeigen, mit welchem Budget man bereits problemlos ins semiprofessionelle Recording starten kann: https://www.youtube.com/watch?v=XLXSqan3Jcs Abschließend empfehlen wir einen Blick in unsere Recording Knowledge-Base. Hier findet ihr eine tolle Übersicht zu hilfreichen Themen für Einsteiger und Fortgeschrittene im Bereich Recording. Gut aufbereitet und inhaltlich gut strukturiert findet man hier Workshops, Kaufempfehlungen und weitere Tipps und Tricks zum Thema Home-Recording. -> Recording Knowledge Base
     
  2. AlecCedricXander

    AlecCedricXander Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.11   #2
    Hallo an alle :)

    Bin Neu hier und hoffe, dass ich im richtigen Forum gelandet bin.

    Ich möchte endlich Musik produzieren - keine billige Musik mit Standart Beats usw.

    Nachdem produzierten Titel möchte ich natürlich auch noch Gesang drüber legen.

    Sprich: ich brauch eine Menge oder?

    Ich kenne eine Software, Name fällt mir gerade nicht ein, kam knapp 100 Eur, diese Software hatte nicht wirklich viel zu bieten. Ich brauche richtig coole Beats und Synt. - Musikstilrichtung Pop, Rock, R´n´B (Britney Spears, Kings Of Leon, Mariac Carey, Alicia Keys) - welche Software gibt es da?
    Hab da eine gesehen für über 1000 Eur, also ersnthaft - da muss man ja vorher im Lotto gewonnen haben :-)

    Abgesehen davon benötige ich dann ja auch noch eine Software für den Gesang. Es gibt doch solche Programme, die auch die Stimme verändern kann - sowas wie Autotune oder so :gruebel:

    Mikrophon?
    Was für eien Soundkarte brauche ich denn?
    Hab Aureon 5.1 PCI

    Windows Xp müsste ausreichen oder?

    Ach so viele Fragen :rofl:

    Wäre cool, wenn mir da mal jemand weiterhelfen könnte.
    Egal wie teuer es ist, man findet es irgendwo immer billiger :rolleyes:
     
  3. sir stony

    sir stony Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 21.03.11   #3
    Man kann auch mit Homestudio Mitteln schon viel machen, aber von nichts kommt auch nichts. Wenn dein Anspruch ernsthaft lautet gleich auf "professionellem" Niveau einzusteigen, dann hättest du selbst für nur eine Grundausstattung an Software, Interface, Mikrofon, Monitoring und Vocal/Amping Booth mit einer Investition jenseits der 10k Eu Marke zu rechnen. Das wäre dann ein minimalistisches Homestudio, das professionellem Anspruch gerecht wird.
    Irgendwas sagt mir aber, dass du dir das ganze dann doch eher ein paar Nummern kleiner vorstellst, also streichen wir mal das professionelle Niveau aus der Rechnung und sagen stattdessen ambitioniertes Homerecording, dann kann man so mit 2-3k Eu schon etwas sehr ordentliches zusammenstellen.
    Wenn das immernoch zuviel ist, dann streichen wir das ambitioniert auch noch aus der Rechnung und reden dann lieber über ein kleines Homerecording Setup, das kannst du so mit 800-1500.- veranschlagen, drunter ist nur der Einstiegsbereich, und damit würden sich deine musikalischen Vorgaben nichtmal ansatzweise erfüllen lassen.
    Soviel zu den groben Umrissen.

    Dann ist da der Punkt mit der Software und dem "brauche richtig coole Beats und Synths" - die kommen aber nicht per Knopfdruck aus der Software, jedenfalls keine, die als professionell verwertbares Material gelten könnten. Die Musik (Beats?) musst du schon entweder selbst machen, oder aber du kaufst fertige Beats von anderen Producern. Wenn das professionelles Material sein soll, bist du aber schnell schon wieder einige hundert bis tausende Euros los, und einen Hit hast du dann noch lange nicht in der Tasche.
    Also nochmal zusammengefasst: überleg dir erstmal ganz genau, was du willst, was du tatsächlich kannst, ob du eine realistische Perspektive hast, das auch zu finanzieren und technisch wie auch künstlerisch umzusetzen.
     
  4. Rescue

    Rescue Registrierter Benutzer

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  5. chrisderock

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    Erstellt: 21.03.11   #5
    Professionell und Billig gleichzeitig? Tut mir leid, aber da können wir Dir nicht weiterhelfen. Besorg Dir folgendes:
    * einen anständigen Rechner
    * ein gutes Audiointerface (nein, die Aureon ist nicht geeignet)
    * ein Pärchen Monitore
    * ein gutes Großmembranmikro + Stativ + Popschutz + Kabel
    * eine anständige DAW
    * die Plugins, die Du brauchst (Synths, Effekte, etc.)
    * Literatur

    Dann liess die Bücher, die Du Dir besorgt hast und weil Du ganz sicher nicht alles beim ersten Mal verstanden hast liess sie noch einmal. Danach fängst Du an, mit der DAW und den Plugins zu experimentieren. Wenn Du dann damit firm bist (das dauert natürlich ein Weilchen), dann probierst Du mal, etwas Gesang aufzunehmen (Und wirst warscheinlich feststellen, dass Gesangsstunden was ganz praktisches sind). Danach kannst Du die Sounds und den Gesang zusammenbringen. Und in 2-3 Jahren kommt sicher etwas aus deinen Monitoren, das man als Musik bezeichnen kann.

    Und jetzt viel Spass beim Musikmachen.

    Gruss
    -Chris
     
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  6. turko

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    Erstellt: 21.03.11   #6
    Ist nicht ganz ON TOPPIC, aber ein kleiner Einwurf meinerseits: Was immer Du Dir unter einem "Standardbeat" vorstellst ... die Alternative heißt wohl "selber machen". Und um DAS professionell hinzukriegen, gehört vor allem eine ganze Menge an WISSEN, sowohl musikalischer wie (sound-)technischer Natur ...

    Vielleicht liegt es ja aber auch nur an dem Wörtchen "professionell", dem hier wohl verschiedene inhaltliche Bedeutungen zugemessen werden ...

    Viel Spaß,
    Thomas
     
  7. AlecCedricXander

    AlecCedricXander Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.11   #7
    Ah haut alle auf mir drauf :(
    Ich will kein "STUDIO" finanzieren sondern zu Hause aufnehmen.
    Habe da was gefunden von Avid Vocal Studio, Melodyne und Pro Tools - M Powered 8 ...

    Das mit dem Gesangsunterricht habe ich mal überlesen, denn die Zeiten in denen ich meine Stimme Schulen muss sind schon vorbei :D

    Natürlich werde ich im Nachhinein mit einem Produzenten zusammen arbeiten (hab da auch schon einen) nur um meine Vorstellungen, meine Ideen 100 % zu verwirklichen, benötige ich halt eine Software womit ich den Groben Teil eines Liedes schon einmal erstellen kann. Ob Pro Tools - M Powered 8 das Richtige ist? :gruebel:

    ---------- Post hinzugefügt um 09:31:21 ---------- Letzter Beitrag war um 09:29:32 ----------

    Mit Standartbeats meinte ich, dass die Software die ich mal hatte absolut Sch**** war - es muss ja Beats wie zum Beispiel von den Liedern "Hold It Against Me", "Stronger" etc. geben ...
     
  8. chrisderock

    chrisderock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.11   #8
    Ja, was willst Du denn? Wie im Titel angesprochen, professionell aufnehmen? Das wäre dann die Liga von ProTools HD + Avid-Interface. Oder willst Du nur ein bisken Homerecording machen? Das wäre dann Logic, Cubase oder von mir aus auch ProTools M-Powered + irgend ein kleines USB-Interface.
    Was Du brauchst, um Beats zu produzieren? Keine Ahnung. Wie willst Du denn Instrumentieren? Synths? Drums? Gitarren? Orchester? Dafür gibts ne riesige Auswahl an Plugins, die sich in fast jede DAW integrieren lassen.

    Gruss
    -Chris
     
  9. AlecCedricXander

    AlecCedricXander Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.11   #9
    OK nehmen wir jetzt mal ein Lied als Beispiel:

    HOLD IT AGAINST ME - Britney Spears (Youtube) oder INSIDE OUT (Britney Spears) - so soll es sich später anhören (also nicht genauso sondern von der Art) - die Frage ist nur, ob ein programm wie Pro Tools M Powered 8 solche oder ähnliche Beats etc. beinhaltet.

    ---------- Post hinzugefügt um 09:54:35 ---------- Letzter Beitrag war um 09:52:49 ----------

    Ein gutes Programm hat halt viele Drums, Synths, Bass etc.
     
  10. turko

    turko Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.03.11   #10
    Naja, EINEN Bassdrum-Schlag pro Beat kriegt man zur Not mit eigener Programmierung ja auch hin ... daß allerdings etwas musikalisch so Fragwürdiges und Lächerliches dennoch so "imposant" klingt, dafür ist enormes Wissen im Mixing-Bereich gefragt ...

    LG, Thomas

    PS: Im übrigen hat der Standard nix zu tun mit der Standarte ... :)
     
  11. Pars_ival

    Pars_ival Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.11   #11
    Wenn das Dein Kriterium ist, wäre etwas aus der Musikmaker-Familie, Fruityloops oder Sequel die richtige Wahl (damit will ich jetzt diese Programmgattung nicht schlecht reden :D). Ob das allerdings "professionell" ist, wage ich mal zu bezweifeln.

    Dir ist schon klar, dass man Drums, Synth usw. schon selber programmieren muss, um an die Sachen, die Du Dir vorstellst, ansatzweise heran zu kommen ? Wenn Du jetzt meinst, die arbeiten alle mit vorgefertigten Beats, Bassspuren und Synthlines, hast Du eine ziemlich falsche Vorstellung vom Musikproduzieren. Da sitzen Programmierer Stunden und tagelang, um sowas hinzubekommen.

    Abgesehen davon: Die Menge der von Dir beschriebenen Sounds hat nichts, aber auch gar nichts, mir der Qualität der Software zu tun :cool:
     
  12. AlecCedricXander

    AlecCedricXander Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.11   #12
    Lassen wir das Wort Professionell doch einfach mal weg :D

    Um einen änlichen Sound wie die genannten Lieder hinzubekommen - reicht da das Pro Tools M-Powered 8 - wäre wohl eine Bessere Fragestellung gewesen - es geht ja nur um das Grobe im ganzen :rolleyes:
     
  13. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 21.03.11   #13
    Das sollte nochmal unterstrichen werden. Ich glaube nämlich, du wirfst ein paar Dinge durcheinander, die nicht direkt was miteinander zu tun haben.

    Das eine ist das aufnehmen von Gesang. Dazu braucht man grob gesagt zunächst mal ein Mikrofon, ein Audiointerface, und eine Aufnahmesoftware. Um brauchbar einzusteigen solltest du für Mikrofon und Audiointerface zusammen schon mindestens 300€ rechnen. Die Aufnahmesoftware selbst hat zunächst mal keinen Einfluss auf die Aufnahmequalität, wenn dann nur die Bearbeitungeffekte. Aber auch da ist deren Qualität am Anfang eigentlich zu vernachlässigen, weil du ja mit diesen umgehen musst. Also du musst z.B. wissen, wie man einen Kompressor oder einen Equalizer richtig einstellt, damit es gut klingt. Ob dieser Kompressor oder EQ dann der ist, der bei einer günstigen Software dabei ist, oder ein teures PlugIn, ist fast egal. An Eqipment braucht man dann auch noch Stduiomonitore (also gute Lautsprecher) um ordentlich abmischen zu können. Und die Raumakustik spielt sowohl bei der Aufnahme, wie auch beim abmischen eine wichtige Rolle.

    Dann kommen wir zu dem, was du "produzieren" nennst. Denn wir reden hier ja vom Musik machen. Ich komme jetzt eher aus der "handgemacht"-Ecke (bitte jetzt nicht als Wertung interpretieren), ich nehme also "richtige" Instrumente auf. Und das läuft dann eben so wie oben beschrieben für den Gesang. Nur da man vielleicht mehr oder andere Mikrofon braucht. Du willst jetzt ja eher elektronisch arbeiten. Das hat man früher mit Hadrware gemacht, also Keyboards, DrumComputer etc. Und hat diese dann aufgenommen. Heute dagegen arbeitet man meist in Software. Also das ganze passiert per MIDI, und der Sound wird von Software-Klangerzuegern,. Software-Synthsizern, Software-Drumsampler etc. gemacht. Und da nutzt man dann in der Regel PluGins, die man ins Aufnahmeprogramm einbindet. Also mit dem gleichen Programm, mit dem du auch den Gesang aufnimmst, machst du auch die MUsik per MIDI. Und diese Klangerzeuger kann man dann extra kaufen. Bei den meisten Sequenzern (so nennen man solche programme, um Audio und MIDI-Spuren aufnehmen und mischen zu können) sind zwar schon mehr oder weniger dabei, aber das ist eigentlich kein Kriterium für die Software. Gerade wenn es professioneller werden soll, kauft man sich gezielt die Software-Instrumente, die man haben will. Unabhängig vom Sequenzer.

    Aber auch wenn das im Computer passiert reden wir hier ja dennoch vom Musik machen. Ein Programm wie ProTools enthält keine fertigen Beats (und speziell ProoTools kommt sogar eher aus dem Audiobereich, und hatte mit MIDI früher nichts am Hut). Auch bei Britney Spears sind es Musiker, die die Musik machen. Auch wenn da keine natürlichen Instrumente aufgenommen werden, so werden da in der Regel die erwähnten Softwareinstrumente mit einem MIDI-Keyboard gespielt. Oder zumindest programmiert, also sozusagen die "Noten" geschrieben.
     
  14. Laguna

    Laguna Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.03.11   #14
    Der Sound hängt wenig bis garnicht von der verwendeten Software ab. Im besten Fall "klingt" eine DAW nämlich garnicht, sondern recorded, speichert und spielt die Tracks lediglich ab -- gerade ohne Einfluss auf den Sound zu nehmen.
    Viel wichtiger ist an allererster Stelle die Performance und die Idee hinter dem Song. (Insofern ist der Tipp "Nimm dir Unterricht" weder böse noch sinnlos, sondern absolut ernst gemeint. Auch Top Acts nehmen professionellen Unterricht) Dann kommt der Raum (und hier kann man sehr viel Geld investieren, leider auch sehr viel falsch) und dann die Bearbeitung. Für das Grundwissen Bearbeitung ist nicht viel von nöten, wie ein EQ und ein Kompressor funktioiert, wie man mit Synthesizern einen Sound erstellt, wie man mit einem Drumsampler einen Beat zusammenklickt -- kurz gesagt halt, welcher Regler welchen Einfluss hat -- all das ist schnell gelernt und verstanden.
    Bis dann aber das erste wiklich hörbare Ergebnis entsteht, bis man verstanden hat, wie die einzelnen Sachen, gerade in guten POP-Produktionen (und in dem Genre kenn ich mich mal sowas von nicht aus) ineinandergreifen, bis man weis, wo man Streicher wie dazuarrangiert, dass es passt und nicht eben "oh da drückt aber einer auf die Tränendrüse, bis man die Erfahrung und das Wissen hat, so zu produzieren, das das große ganze passt UND bis man weis, AN WELCHEM Drehrädchen oder Fader man jetzt zupfen muss, damits geil wird ... da vergehen gut und gerne ein paar Jahre.

    Die wahl der DAW steht ganz am Anfang. Prinzipiell kannst du mit fast allen DAWs fast alles machen. Allerdings gibt es DAWs, die bestimmte Dinge besser können, mit denen der Workflow bei bestimmten Sachen besser, bei bestimmten Sachen schlechter ist. (ich persönlich komme mit Cubase ausgezeichnet zurecht) Niemand hier wird dir sagen können, was _DIE_ Software für dich ist, weil niemand weis, wie du arbeitest bzw arbeiten möchtest.

    Deshalb such dir die Demoversion der Programme und versuche dich dort. Letztendlich ist es mit allen der genannten Softwares möglich, einen Nummer1 Hit zu produzieren. Woran es scheitern kann, ist Wissen, Erfahrung und dem Rohmaterial.

    In diesem Sinne,
    Laguna
     
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  15. Reflex

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    Erstellt: 22.03.11   #15
    Talent und Musikalität hat hier interessanterweise noch niemand erwähnt.
    Scheint so, dass diese Dinge in der modernen Musikproduktion eine immer kleinere Rolle spielen? :gruebel:
    Wichtig ist, dass man weiß, an welchen Knöpfen man drehen muss. Weit ist die Musikbranche gekommen :rolleyes::(
     
  16. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 22.03.11   #16
    Auch wenn ich diese Begriffe nicht verwendet habe, so wollte ich das mit meinen Beitrag durchaus ausdrücken :)
     
  17. Down Under

    Down Under Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.11   #17
    Ich stell jetzt mal ein paar Fragen die mir nicht klar geworden sind und von denen ich denke dass sie essentiell sind um dir helfen zu können.

    1. Spielst du ein Instrument, wenn ja, welches?
    2. Was hast du schon alles?
    3. Wie stellst du dir den Arbeitsprozess vor?
    4. wie groß ist dein Budget?
    5. wie viel Erfahrung hast du mit Musik?

    Es gibt so viele verschiedene Ansätze, das wir prinzipiell nur ins blaue raten. Bis auf die grundlegende Empfehlung dass du eine DAW, ein Interface und ein Mikro benötigst und dazu noch ein paar Plugins und virtuelle Instrumente.

    Man kann auch wunderbar mit MPCs arbeiten, speziell zum Beats machen finde ich das eine feine Sache. Andere können Klavier oder Keyboard spielen, das ergibt dann völlig andere Möglichkeiten und Ansätze.

    Also lass uns mal ein wenig mehr von dir wissen, am Ende werden wir dir geholfen haben, wenn du dir helfen lässt.

    PS: Standard schreibt man in allen mir bekannten Sprachen am Ende mit D, oder reden wir von der Art eines Standes? :D
     
  18. Laguna

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    Ich geh ganz archeypisch von meinem Standpunkt als "Ich drück den Rec-Button"-Mensch aus und da versucht man halt, das beste rauszuholen. die drei oben genannten Sachen kann ich persönlich direkt beeinflussen, aber es gibt (leider) kein noch so teueres Gerät der Welt, das einen "Talent"-Regler bietet. :D

    Nein im Ernst, natürlich hast du recht, aber selbige von dir genannte Begriffe sind für mich noch weniger Greifbar als die von mir genannten.


    So Far...
    Laguna
     
  19. MLippkeDus

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    Erstellt: 24.03.11   #19
    Naja, kein Wunder, dass im Zeitalter von Melodyne & Co. das eigentliche Talent gar nicht mehr erwähnt wird bzw. vernachlässigt werden kann. Eine traurige Entwicklung. Es gibt wohl tatsächlich Menschen, die absolut keine Ahnung von Instrumenten bzw. Harmonielehre haben, sich vor einen Sequenzer setzen und sagen: "Ich mache jetzt Musik." Naja, viele Programme (z. B. M....X) laden ja auch mit ihren Loops etc. dazu ein. Was muß man dann schon von der Theorie wissen??! Außerdem ist es ja mühselig, das Universum der Musik zu verstehen und sich mit einer fremden und eigenen Sprache auseinander zu setzen. Viel leichter ist es, fertige Samples zu haben und aneinanderzureihen. Toll! :-( Dabei ist es sooo spannend, Musik auch wirklich zu verstehen. Ein Analphabet kommt doch auch nicht auf die Idee, ein Buch zu schreiben, oder?! ;-)

    Gruß, Mic
     
  20. Pars_ival

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    Erstellt: 24.03.11   #20
    Ich habe auch nicht das Thema Talent angesprochen. Ganz einfach, weil man das nicht kaufen oder erlernen kann. Höchstens bei sich entdecken. Ich gebe MLippkeDus und allen Vorrednern, die das Thema angesprochen haben zwar recht, bin aber bei der "gewünschten" Musikrichtigung auch nicht sonderlich von tiefgreifenden Talent (bezogen auf die Musik und nicht die Produktion) ausgegangen :D Die Typen, die sowas produzieren haben zum Grossteil vielleicht Ahnung von Harmonielehre (im Gegensatz zu mir als Autodidakt an meinen Instrumenten), aber mich spricht die meiste Musik aus der Ecke kaum an, da sie ziehmlich aus der Dose klingt. Und damit meine ich wie aus dem Baukasten, leb und lieblos. Daher wohl auch die Idee vom Threadsteller, man könnte das einfach auch so "zusammenbauen" ;)
     
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