PRS SE CUSTOM SEMI-HOLLOW NT - Oktavreinheit

von mYa, 26.06.08.

  1. mYa

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    Erstellt: 26.06.08   #1
    Hallo,

    mir ist klar, dass das Thema tausendmal durchgekaut wurde. Möchte aber einfach nochmal fragen.
    Habe am Ebay diese tolle Gitarre ersteigert/Sofortkauf für 739 € (und ein kleiner Marshall 10-Watt Verstärker war auch dabei [naja, hab den zwar schon mit 15 Watt :rolleyes: ]) bei "All 4 Music". Hab mich weng gewundert, weil beim großen T kostet die ja 825 € oder so OHNE Amp. :screwy: Aber bisher konnte ich keinen wirklichen Haken finden.

    Problem ist die Oktavreinheit. Die hohe E und H-Saite, sowie die D-Saite sind soweit oktavrein (eigentlich perfekt eingestellt), G-, A- und E-Saite nicht. Kennt ihr das System von den PRS-Gitarren? Also 1. darf das sein, 2. wie muss ich vorgehen das sinnvoll umzustellen ohne alles zu "versauen". Bei meiner Les Pauls-Kopie ließ sich das meiste ja mit den Saitenreiterchen beheben. Aber hier is das ja an einem Stück (jaja, ich weiß, dafür mehr Sustain :great: ).

    Also die Gitarre ist seit gestern hier, es sind noch die Saiten vom Werk drauf, ich nehm vermutlich die Gitarre nächsten Dienstag zu meinem Gitarrenlehrer mit, der wollte die eh mal anspielen, also falls da jetzt dochn riesen Haken dran wäre, könnte ich noch zurück schicken....

    Weiß auch wer was das für Saiten drauf sind? vermutlich 009er oder? Könnte ich das "Problem" schon mit 010ern beheben (spiel normalerweise 010er von GHS Boomers, die mit den dickeren tiefen Saiten)? Ich find die Gitarre sonst megageil. Klingt total schön, liegt supi in der Hand und sieht klasse aus. Aber eben Barrégriffe klingen halt scho übel und bei dem Preis darf man doch etwas..."Stimmigkeit" warten =)
    Außerdem: Wenn ich jetzt Saiten wechsel und weng was an der Brücke/Hals verstellen würde, darf ich die Gitarre einfach noch so zurückschicken? Oder ist dann Rücksenderecht quasi "erloschen"?

    Vielen Dank!
    mYa
     
  2. Re-Paul

    Re-Paul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.08   #2
    Also, das Erste, was man eigentlich bei werksneuen Gitarren macht, ist die Saiten wechseln!
    Wenn die gewechselt sind, hat sich oft schon "viel erledigt"!

    Und die meisten Hersteller machen werksseitig 009er drauf!

    Dann schaut man wie die Saitenlage ist, bzw. ob der Hals richtig eingestellt ist.

    Wenn das alles passt und die Oktavreinheit immer noch nicht in Ordnung ist, geht man da ans Einstellen.
    Das Problem bei PRS-Gitarren ist, daß die keine Reiter zum Einstellen haben, weil eine Brücke fehlt.
    Leider habe ich damit keine Erfahrungen, wie man das da macht!

    Vielleicht können PRS-User dazu mehr sagen!

    Aber erstmal andere Saiten drauf usw., dann wirst Du ja sehen bzw. hören!

    Vernünftige Musikfachgeschäfte mit Gitarren-Werkstatt können Dir dann mit Sicherheit weiterhelfen!

    Wenn das alles nichts nützt und man tatsächlich keine Oktavreinheit hinbekommt und es definitiv ein "Baumangel" ist, was ich mir aber bei PRS-Gitarren nicht vorstellen kann, dann kannst Du sie natürlich ohne Probleme zurücksenden!

    Gruß, Matthias
     
  3. mYa

    mYa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.08   #3
    Vielen Dank für deine Antwort! :great:
    Noch kleine Frage, welche Saiten soll ich aufziehen? Ich mein, klar, Geschmackssache, aber für erstes "Checking" und das Vermeiden vom umstellen der Gitarre.
    Hab hier GHS Boomers 10-46 und Ernie Ball Super Slinky 09-42. Sinnvoller wären dann ja eigentlich die Ernie Ball oder? Weil eben 9ner. Vielleicht könnte da wer noch bestätigen. :)

    Saitenlage finde ich übrigens eigentlich klasse eingestellt. Generell liegt die voll toll in der Hand. Im Musikladen hatte ich mal ne Strat in der Hand und kam gar net zu Recht und die hier...fast wie meine Les Pauls-Kopie, nur das es noch einfacher geht. :great:

    Wie finde ich am besten heraus ob der Hals richtig eingestellt ist? Doch im Zusammenspiel von Saitenlage und Oktavreinheit. Wenn beides gut ist, müsste der Hals ja korrekt eingestellt sein!? Optisch wird man das ja net erkennen. :cool:

    Danke nochmal!
     
  4. Re-Paul

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    Erstellt: 27.06.08   #4
    Sinnvoller ist nur das, was Du bevorzugst!
    Wenn Du 10er bevorzugst, dann mache sie drauf! Es nützt Dir nichts für einen Check 9er draufzumachen, die dann wieder abzumachen um dann doch 10er draufzumachen!

    Wenn die Saitenlage Dir zuspricht und kein Schnarren der Saiten auftritt (beim starken Anschlagen der Saiten kann es immer mal ein bißchen schnarren), dann sieht es gut aus mit dem Hals!

    Und auch optisch kann man was feststellen!
    Setze Dich hin und stell die Gitarre vor dir zwischen Deinen Beinen (mit Korpusrückseite zu Dir). Dann schau direkt an der E-Saite entlang von oben nach unten zum Korpus.
    Der Hals sollte nicht stark verkrümmt sein, was man gut sehen könnte. Man kann den Hals da gut mit der E-Saite vergleichen, weil Saiten sind nun mal absolut gerade gespannt (wie ein Lot)!
    Eine sehr leichte, gerade sichtbare Krümmung nach innen (vom Griffbrett her gesehen) bis gerade so "kerzengerade" ist absolut in Ordnung!

    Gruß, Matthias
     
  5. mYa

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    Erstellt: 27.06.08   #5
    Ohje, hab jetzt 010er Satz drauf und ich hab das Gefühl als ob es eher schlechter als besser geworden ist und als ob sie mehr schnarrt (gut, da bin ich mir net ganz sicher). Aber jetzt sind alle Saiten mehr oder minder OktavUNrein. :confused:
    Naja, hab nächsten Dienstag Gitarrenunterricht, werde dann wohl die Konzertgitarre eben daheim lassen und meinen Lehrer streßen. Ich lass lieber die Finger vom Hals weg. :(
    Gitarren sind ja ne tolle Sache, aber diese blöde Stimmerei und Einstellerei :screwy:

    Vielleicht könnte wer von den PRS-Gitarrenbesitzer etwas dazusagen. :rolleyes: :)

    Vielen Dank Dir!
     
  6. Re-Paul

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    Erstellt: 27.06.08   #6
    Nun gut, 10er Saiten sind natürlich etwas dicker als 9er, dadurch ist die Zugkraft der Saiten natürlich höher!

    Aber keine Panik, dementsprechend muß man den Hals halt wieder entgegen der Kraft einstellen!
    Ich hoffe Dein Gitarrenlehrer hat da Ahnung und Erfahrung, weil die sollte man da schon haben!
    Zur Einstellung der Oktavreinheit braucht man übrigens ein Meßgerät!

    Ich gebe meine Gitarren, falls es mal nötig wird, immer in mein Stamm-Musikgeschäft! Der Schwerpunkt liegt dort bei Gitarren, und die haben auch eine eigene Gitarrenwerkstatt!

    Aber gut ist es trotzdem, daß Du Deine bevorzugten 10er neu draufgemacht hast, denn wenn Du jetzt 9er draufgemacht hättest, die Du eigentlich nicht bevorzugst und alles wäre in Ordnung und dann später doch 10er aufgezogen hättest, dann wäre doch wieder alles "Käse"!
    So wird es dann gleich richtig mit der richtigen Saitenstärke, die Du haben willst, eingestellt!

    Noch was am Rande, ich hoffe Du hast beim Saitenwechsel nicht alle Saiten auf einmal abgemacht so daß die Gitarre völlig ohne Saiten war und dann eine Saite nach der anderen aufgezogen!

    Wenn doch, ist normalerweise nicht schlimm und macht normalerweise auch nichts, aber man wechselt Saiten immer einzelnd eine nach der anderen!
    Grund ist, daß, wenn man alle Saiten auf einmal abzieht, der Hals natürlich von je nach dem einer Zugkraft von 50-80 Kg (je nach Stärke der Saiten) plötzlich auf null Kraft entlastet wird.
    Der Halsstab ist aber so eingestellt, daß er der Zugkraft von eben ca. 70 Kg entgegen wirkt, und das natürlich auch wenn die Saiten alle ab sind!

    Klar, wenn man alle Saiten gleicher Stärke wieder draufmacht, müßte es eigentlich wieder passen und passt auch meistens in der Praxis wieder!

    Aber um doch eventuelle Differenzen vorzubeugen, wechselt man Saiten einzelnd aus!

    Das mal noch am Rande!

    Gruß
     
  7. peter55

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    Erstellt: 27.06.08   #7

    Hi Re-Paul,

    das ist eine "urban legend", die sich hartnäckig hält. Wenn man die Saiten einzeln langsam entspannt (mit einer Saitenkurbel z.B.), ist es kein Problem alle Saiten auf einmal zu entfernen. Wie sollte man auch sonst das Griffbrett reinigen und ölen? ;)

    Man sollte es nur vermeiden, die Saiten z.B. mit einem Saitenschneider in gestimmtem Zustand durchzuknippsen ... diese plötzliche Entspannung kann dem Hals durchaus schaden.

    Ich wechsle meine Saiten auf meinen weit über 3 Gitarren seit über 35 Jahren auf diese Weise und alle Hälse sind noch in Ordnung ;)

    Greetz :)
     
  8. Re-Paul

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    Erstellt: 27.06.08   #8
    Schon klar, ich habe ja geschrieben, daß es normal nichts ausmacht.

    Mit dem einzelnd wechseln hat mir mal jemand gesagt, da habe ich noch nicht lange gespielt! Ist so ca. 28 Jahre her, da war ich so 16 und derjenige war fast wie ein Vorbild, da er schon jahrelang erfolgreich mit seiner Band aufgetreten ist, und der konnte und kann auch wahrscheinlich noch richtig gut spielen (heute wahrscheinlich noch besser)!

    Seit dem habe ich es eigentlich immer so gemacht mit einzelnd wechseln!
    Habe mich auch nie so richtig damit beschäftigt!

    Gruß
     
  9. mYa

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    Erstellt: 28.06.08   #9
    "Aber keine Panik, dementsprechend muß man den Hals halt wieder entgegen der Kraft einstellen!
    Ich hoffe Dein Gitarrenlehrer hat da Ahnung und Erfahrung, weil die sollte man da schon haben!"

    Ich glaube und hoffe, dass er die hat. :)

    "Zur Einstellung der Oktavreinheit braucht man übrigens ein Meßgerät!"

    Abgesehn vom Stimmgerät, welches Meßgerät?

    Saiten habe ich nicht komplett abgemacht, dass mach ich nur bei meiner Western oder wenn ich die Gitarre putzen will und einfach abknipsen tu ich die Saiten eh net. Hab Angst um mich selber und dem Korpus der Gitarre. Saiten "schneppern" ja schon wengele schnelle weg. ;)

    Ach, bin einfach verpeilt was Gitarren angeht. :screwy: Spiele seit 2 1/2 Jahren und wechsel Saiten wies erste Mal, krieg da keine Routine und generell was das Einstellen der Gitarre angeht.... :eek: Hab immer Angst das was kaputt geht oder es nachher schlimmer is als zuvor. :rolleyes:

    Naja, danke euch :)

    Hier mal ein Foto von ihr :) Wie ihr seht hab ich die Saiten noch etwas überstehen, ich knips die immer erst Tage später komplett ab (Aberglaube!)
     

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  10. Re-Paul

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    Erstellt: 28.06.08   #10
    Stimmgerät ist OK!

    Am 12. Bund dämpft man die Saite ab (genau über den zwölften Bund)! Also NICHT richtig greifen, sondern praktisch mit dem Finger nur berühren!
    Es entsteht ein Ton, der an dieser Stelle nur da entsteht! 2 Millimeter weiter rechts oder links entsteht dieser Ton nicht. Die Saite ist dann praktisch tot!
    Dieser Ton nennt sich Flageolett-Ton!
    Mit einem Stimmgerät wird dieser Ton dann auf die richtige Tonhöhe eingestellt!
    Dann wird dieser Ton (also bei gedämpfter Saite) mit den normal gegriffenden Ton am 12. Bund verglichen! Wenn sie identisch sind, ist die Oktavreinheit gegeben!

    Diese Flageolett-Töne entstehen bei Berührung der Saite mit dem Finger auch an anderen Stellen, z.B. 5. Bund und 7. Bund!

    So kann man übrigens eine Gitarre sehr schnell stimmen auch ohne Meßgerät! Mit Meßgerät kann man die tiefe E-Saite auf richtige Tonhöhe einstellen und dann mit dem Flageolett-Verfahren weiterstimmen.
    Ohne Meßgerät stellt man die tiefe E-Saite Pi X Daumen nach Gehör ein und stimmt den Rest dann mit diesen Verfahren!
    Dazu berührt man den 5. Bund der E-Saite und vergleicht den Ton, der da entsteht, mit den Ton der A-Saite, der bei Berührung über den 7. Bund entsteht.
    Sie stimmen perfekt überein, wenn beide absolut gleichmäßig ohne "Wellen-Schwingungen" (hört sich so ähnlich an wie Tremolo) schwingen. Das kann man ganz leicht hören! Auch ohne Verstärker. Und so stimmt man dann weiter, also die A-Saite am 5. Bund gedämpft wieder mit der D-Saite am 7.Bund usw.! Die H-Saite ist da die Ausnahme, da die zur G-Saite ja nur vier Töne höher ist, sonst sind es ja immer fünf Töne. Da stimmt man dann halt klassisch mit gegriffenden vierten Bund auf der G-Saite im Vergleich zur leeren H-Saite! Die hohe E-Saite kann man dann wieder mit dem Flageolett-Verfahren stimmen.

    Hört sich kompliziert an, ist aber ganz einfach. Ein paar Mal gemacht, und es geht blitzschnell. Geht schneller und genauer als das "klassische" Verfahren ohne Meßgerät mit 5. Bund spielen und mit der nächsten leeren Saite vergleichen!

    Das mal noch als Stimmtipp, falls noch nicht bekannt!

    Gruß
     
  11. mYa

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    Erstellt: 28.06.08   #11
    Ja, Flageolett-Töne kenne ich, allerdings erkenne ich keinen Unterschied ob ich nun die Leeresaite greife oder den Flageolett-Ton "greife".

    "Dann wird dieser Ton (also bei gedämpfter Saite) mit den normal gegriffenden Ton am 12. Bund verglichen! Wenn sie identisch sind, ist die Oktavreinheit gegeben!"

    Weil ich hier irgendwo gelesen habe, dass die beiden Töne von der Stimmung genau gleich ist. Ob ich also den Ton am 12. Bund mit Leersaite oder Flageolett-Ton vergleiche, ist ja dann letztendlich wurscht.

    Aber danke übrigens bzg. dem Stimmen. Ich stimme immer über gegriffene Töne, weil ich nicht wusste wie das jetzt konkret mit dem Flageolett-Tönen funzt. Jetzt weiß ich das auch :great:

    Grüßle
     
  12. Re-Paul

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    Erstellt: 29.06.08   #12
    Das ist, wenn alles richtig eingestellt ist, nur am 12. Bund so!
    Da muß und soll sie von der Tonhöhe her ja auch gleich klingen!
    Wenn sie es eben nicht ist, ist sie nicht oktavrein!
    Also wenn Du da keinen Unterschied feststellen kannst, dann ist die Oktavreinheit doch gegeben! Ich hoffe, Dein Gehör ist so erfahren genug, kleine Unterschiede da festzustellen!

    (Bitte nicht beleidigend auffassen, da man für manche Dinge bei Musikinstrumenten schon ein feines Gehör und auch Erfahrungen braucht! Es gibt Leute, die können ohne Meßgerät von der Erfahrung her nur mit Gehör eine E-Saite auch als E-Ton einstellen! Ich kann sowas nicht, ich liege fast immer daneben und treffe den richtigen Ton ohne Stimmgerät höchstens mal zufällig, oder ich stimme natürlich die Gitarre nach einer richtig gestimmten Gitarre)

    Als Gegenbeispiel probier doch das mal beim 5. oder 7. Bund! Da klingen die gegriffenen Saiten im Vergleich zu den Flageolett-Tönen aber von der Tonhöhe her vollkommen anders, oder!

    Wie gesagt, beim 12. Bund muß das so sein, sonst ist sie eben nicht oktavrein!

    Übrigens eine "Leersaite" wie Du schreibst greift man nicht!
    Wenn man die Saite einfach nur anschlägt, also spielt, ohne am Griffbrett irgendwas greifen oder zu dämpfen, also die Greifhand einfach weg läßt, dann schlägt man die "leeren" Saiten an.

    Könnte man falsch verstehen, weil Du oben geschrieben hast "ob ich nun die Leersaite greife..."!
    Da mußte ich erstmal kurz überlegen, wie Du das jetzt meinst mit der "Leersaite"!

    Gruß, Matthias
     
  13. mYa

    mYa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.08   #13
    Das mit der Leersaite tut mir Leid. Natürlich greift man sie nicht, hab mich da im "Eifer des Gefechts" etwas dümmlich ausgedrückt! :o
    Was ich eigentlich sagen wollte:
    Ob ich Leersaite mit 12ten Bund vergleiche
    oder
    Flageolette über den 12ten Bund mit dem 12ten Bund

    müsste ja egal sein.
    Weil Leersaite und Flageolette "gleich" gestimmt sind. Nur dass beim Flageolette die Obertöne klingen, der Rest nicht, oder sehe ich das falsch? Also selbst wenn meine Gitarre nicht oktavrein sollte, müsste das doch so sein. :confused: Ich glaube, dass mal hier irgendwo gelesen zu haben und scheint mir auch ganz logisch.

    "Als Gegenbeispiel probier doch das mal beim 5. oder 7. Bund! Da klingen die gegriffenen Saiten im Vergleich zu den Flageolett-Tönen aber von der Tonhöhe her vollkommen anders, oder!"

    Ja, habe ich schon festgestellt vor geraumer Zeit :)

    Ach, naja, egal. Werd die Gitarre zu meinem Gitarrenlehrer schleppen, ich hoffe er erlöst mich von der Qual :D

    Danke dir nochmal!
    mYa
     
  14. Re-Paul

    Re-Paul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.08   #14
    Ich mach mal folgendes jetzt! Ich gebe mein "Senf" dazu nochmal ab und setze Dir noch zwei Links, damit Du auch mal "andere" dazu liest.

    Es meldet sich ja keiner weiter hier, und ich glaube ein "bißchen", daß Du mir nicht so richtig glaubst (ist absolut OK und ist auch nicht bös gemeint!)

    Also, was mich immer noch stört, ist Deine Aussage mit der Leersaite!

    Zur Überprüfung der Oktavreinheit schlägt man nicht die leere Saite an, sondern vergleicht den Flageolett-Ton (Saite genau über den 12. Bund mit Finger nur berühren, also dämpfen) mit den normalen gegriffenen, also gespielten Ton am 12. Bund.

    Wenn die beiden Töne gleich sind, ist die Gitarre oktavrein!
    Wenn sie nicht gleich klingen (also die gegriffene Saite eventuell etwas höher oder etwas tiefer), dann ist sie nicht oktavrein!

    Hier mal ein Link zur Oktavreinheit: Besonders die Rubrik "Überprüfen der Oktavreinheit".

    EDIT: Der Wikipedia-Link funtioniert nicht richtig! Gib bei Google mal "Oktavreinheit E-Gitarre" ein und klick dann den zweiten Link von oben an (Oktavreinheit-Saiteninstrument-wikipedia)

    Und hier noch ein Link mit einer Diskussion auch über "Oktavreinheit" in einem anderen Forum! Da geht es über den Unterschied von Bundreinheit und Oktavreinheit!

    Die beiden Links habe ich mal so auf die Schnelle gefunden, daß Du eben auch mal andere außer immer nur mir liest...;)

    http://homerecording.de/modules/newbb/viewtopic.php?topic_id=72350&forum=43&post_id=622644


    Also, ich hoffe, er kann Dich von der "Qual" erlösen.
    Kannst das "Ergebnis" ja dann mal posten hier!

    Viel Glück!

    Gruß, Matthias
     
  15. mYa

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    Erstellt: 29.06.08   #15
    Ja, was heißt nicht glauben...ich wills hinterfragen, weil ich es nicht ganz verstehe. :)

    Ich habe, glaube ich, die Antwort bei Wikipedia, den von dir gemeinten Link gefunden. =)

    "mit dem Gehör
    Die Saite wird so angeschlagen, dass ein um eine Oktave höher klingender Flageolettton erzeugt wird. Hierzu legt man die Fingerspitze leicht auf die Saite oberhalb des 12. Bundes. Danach drückt man die Saite im 12. Bund ab.

    Beide Töne müssen übereinstimmen, damit diese Saite oktavrein ist. Ist es nicht der Fall, so muss die Mensur angepasst werden." (Zitat: Wikipedia)


    --> so willst du es machen

    " mit dem Stimmgerät

    Die Saite wird leer angeschlagen, und die Anzeige auf dem Stimmgerät überprüft. Nun wird die Saite im 12. Bund abgedrückt, angeschlagen und erneut die Anzeige auf dem Stimmgerät überprüft.

    Die beiden vom Stimmgerät angezeigten Tonhöhen müssen eine Oktave auseinander liegen. Ist dies nicht der Fall, so muss die Mensur angepasst werden." (Zitat: Wikipedia)


    --> so habe ich es gemacht. :)

    Und da man den Ton aus dem 12ten Bund mit Leersaite und/oder Flageolette-Ton vergleichen kann, kam ich zu der Schlussfolgerung das Leersaite und Flageolette-Ton gleich gestimmt sein müssten und es egal ist, wie ich es mache. So wie es bei Wikipedia steht :) Vielleicht habe ich mich die letzten Beiträge etwas umständlich ausgedrückt. :)

    Hehe, hoffe, wir haben uns jetzt geeinigt. Übrigens nochmal vielen, vielen Dank dir. Leider will sich hier ja keiner außer dir (und das "Peterle") äußern...grrrr. :mad: ... :)
    Naja. Danke :D

    Grüßle
     
  16. Re-Paul

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    Erstellt: 29.06.08   #16
    Aaaah...., Du hast ein Stimmgerät....! Habe ich das überlesen...?

    Dann ist alles klar, und dann sind wir uns auch einig....!

    Bin gespannt, was Dein Gitarrenlehrer sagt und macht!

    Gruß
     
  17. mYa

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    Erstellt: 29.06.08   #17
    Nein, hast nix überlegen. Schuld liegt bei mir! Dachte, das wäre Selbstverständlich. :)

    Grüßle
     
  18. Re-Paul

    Re-Paul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.08   #18
    Na ja..., also ich habe noch nie ein Stimmgerät gehabt, und auch früher in der Band hat keiner ein Stimmgerät gehabt... :)!
    Wir haben die Instrumente untereinander passend gestimmt, und dann ging es los....!

    Und wenn ich heute mal eine Gitarre passend stimmen will, dann stimme ich die nach "Always Somewhere" von den Scorpions...!
    Dann passen die Töne eigentlich ganz gut... ;)

    Gruß
     
  19. Beyme

    Beyme Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.07.08   #19
    Wenn Du es sowieso mit Stimmgerät machst, spielst es in der Tat keine Rolle, ob Du die Leersaite oder das Flagolet mit dem gegriffenen Ton vergleichst.

    Wenn Du die gespielten Töne nach Gehör vergleichst, ist Flagolet aber leichter. Denn der Ton ist auch in der vergleichbaren Höhe mit dem gegriffenen am 12. Bund, Unterschiede lassen sich besser raushören. Die Leersaite ist schließlich eine Oktave tiefer, da ist der Vergleich per Gehör schon nicht mehr ganz so einfach.
     
  20. mYa

    mYa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.08   #20
    Habs heute mitgenommen. Erst wusste mein Lehrer nicht so recht ob er daran rumwerkeln soll. Hat sich dann aber dazu entschlossen es dann zu machen. "Deckel" von der Halsöffnung runtergeschraubt, Vierteldrehung (nach links, wenn ich mich nicht falsch erinnere). Dann ausprobiert, die hohen 3 Saiten: perfekt. Tiefen 3 Saiten. Naja. Immernoch zu hoch im 12ten Bund. Also hat er dann unten die "Bridge" (? das "Ende" wo die Saiten mit den Ballends eingehakt sind) am Ende der tiefen Saiten so geschraubt, das die Saitenlänge dort länger wurde. So, bisserl ausprobiert, halbe Stunde später Gitarre eingestellt und Unterricht rum. :cool:
    Er meint, ich soll die Woche jetzt einfach spielen, zuhören und evt. mit Stimmgerät nachchecken und er macht nächste Woche das "Fine-Tuning", wenn nötig.
    So, also ich bin schon zufrieden damit soweit. :)

    Hier paar kleine Aufnahmen. Bitte meine schlechte Spielweise (spiel halt "erst" 2 1/2 Jahre :o) und die noch schlechtere Qualität nicht beachten. Danke :great:
    Mein Amp ist der Vox AD 50-VT. Hab mir da noch net so das riesen Bein ausgerissen um da die perfekte Ampeinstellungen zufinden, allerdings ist der Sound dieser Gitarre schon einiges "bassiger" als der von meiner Stagg!

    Grüßle
     

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