Rechtsformen Band

von uli.funke, 03.04.06.

  1. uli.funke

    uli.funke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.06   #1
    Hallo hallo,

    Unsere Band ist im letzten Jahr gegründet. Jetzt kommen Gigs, wobei einige Veranstalter Rechnungen mit MwStr haben wollen bzw. mit Zusatz "befreit von MwStr.".

    Was mache ich?
    - Verein gründen?
    - Kleinunternehmer?
    - wann sind wir mehrwertsteuerbefreit?
    - Brauchen wir Steuerberater?

    Ich denke, wir werden ca. 2.000- 4.000 EUR bei Veranstaltungen einnehmen, wo die Veranstalter Quittungen bzw. rechnungen haben wollen. Dagegen haben wir in gleicher Höhe Ausgaben für Instrumente, Raummiete und Marketingmaterialien.

    Ich denke nur, im nächsten Jahr werden wir mehr Einnahmen haben als Ausgaben.

    Auf Deinen Tipp bin ich gespannt!

    :rolleyes: Uli
     
  2. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.06   #2
    JA!!
    Es ist am falschesten Ende gespart, wenn man auf die Beratung eines versierten Steuerberaters verzichtet!!
    Zumindest ganz am Anfang, weil man ganz schnell recht falsche Entscheidungen treffen kann, die hinterher (zu mindest finanziell) unangenehme Überraschungen haben können.

    Das gleiche gilt für einen Rechtsanwalt, am besten über jede Kleinigkeit einen Vertrag anlegen - in guten Zeiten funktioniert das sehr gut und wenns mal kracht ist die Band auf der sicheren Seite. Wie sagt ein altes Sprichwort: "Verträge sind zum Vertragen"

    Beide, Steuerberater + RA können problemlos einmalig für eine Eingangsberatung in Anspruch genommen werden (sind dann Betriebsausgaben), die laufenden "Geschäfte" kann gerne einer intern übernehmen.

    Sinnvoll ist innerhalb der Band ein Brainstorming zu machen, die Punkte/Fragen zusammenzufassen und damit in die Beratung gehen, am besten die komplette Band - das minimiert hinterher die (unnötige) Diskussionsphase.
     
  3. rockbuerosued

    rockbuerosued HCA Musik-Praxis/Recht HCA

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    Erstellt: 03.04.06   #3
    Ein Überschuss muss noch nicht heißen, dass das Finanzamt das nicht noch der so genannten "Liebhaberei" zuordnet.

    Aber Überschuss/Gewinn ruft natürlich meistens nach Abgaben. Das reicht in der vereinfachten Form über den Weg, dass jeder Musiker seine Gagen bei der eigenen Einkommensteuererklärung angeben muss.
    Oder bei merklichem Überschuss, dass die Band als GbR Huber-Meier-Müller vom Finanzamt eben nicht mehr dem Hobbysektor (Liebhaberei) zugeordnet wird und dann mit Steuererklärung arbeiten muss.

    Dein Profil gibt leider keine Auskunft, wo Du geografisch angesiedelt bist. Ich poste daher einfach auf Verdacht (und in der HOffnung, dass Nürnberg für Dich in Reisereichweite liegt!) mal die Info, dass wir genau für solche Fälle am 29. Mai 2006 (19 h / 'Rockzentrale Franken') wieder einen Workshop "Steuern & Abgaben - Die Band als Kleinbetrieb" mit dem Juristen und Steuerfachanwalt Prof. Dr. Theodor Enders durchführen.

    Detailinfos und Location unter www.allmusic.de (Rubrik Musikerworkshops) oder direkt unter: http://www.allmusic.de/tool.php?tool=sites_1_0&fid=1&kurz=workshopsgpuebersicht2005
    Ansonsten hat Lite-MB absolut Recht, dass sich ein informeller Besuch bei einem Steuerberater mittel- und langfristig auf jeden Fall rechnet - nur ist so ein vierstündiger Abendworkshop für 35 € billiger als zwei Stunden Individualberatung beim Steuerberater.

    lg.
     
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