Review Focal Shape 65 Studiomonitore

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Focal Shape 65 Studio Monitore ... nach Shootout mit KRK Rokit 7


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Focal Shape 65

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Die Focal Shape 65 sind die stärksten Lautsprecher der Serie in der klassischen Form mit einem Hauptlautsprecher und einem Tweeter. In der Serie gibt es auch noch die Twin. Sie hat dann eine doppelte Bestückung der Hauptlautsprecher. Die Membrane der Twin sind etwas mehr auf "Höhen" ausgerichtet und bilden bis ca. 2,5 k ab. Sie wirkt ausgewogener, versteckt aber durch den Druck in der Mitte etwas die - durchaus vorhandenen - Bässe. Ich konnte alle Lautsprecher der Serie bei der Vorstellung in Berlin hören und habe einige Gespräche mit dem deutschen Vertrieb und den französischen Entwicklern führen können. Die Information dazu findet ihr hier ... Ich werden im Review zwar ein wenig zu den Besonderheiten beim verwendeten Material sagen, aber nicht alles wiederholen, was im Link bereits erzählt wurde.

Hier noch mal ein Überblick über die Optionen ... und das Datenblatt.


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WHY? Damit ihr als Leser eine Chance habt meine Bewertungen euren Bedürfnissen gegenüber stellen zu können, vielleicht erst mal einen Blick auf meine Situation. Wo, warum und für was benutze ich Studio Monitore.

Ich habe das Glück im Haus auch einen Proberaum unterzubringen. Dieser dient der Band (Vocals, Bass, E-Git und E-Drums via PA) als "zuhause" und er ist ebenso der Ort an dem ich viele Interviews führe oder Einspielungen für YouTube und das Musiker-Board aufzeichne und bearbeite. Ich schneide meine Berichte dort am Rechner, übe mit Backing Tracks und erstelle Rohmixe aus den Aufnahmen der Proben (die wir intern verwenden um unser Material im Lockdown üben zu können). Der Raum hat (noch) keine akustische Behandlung, allerdings bis auf ein paar mitschwingende Raummoden bei tiefen Frequenzen auch keine wirklichen Probleme. Ich höre in ihm sowohl Monitore als auch PA sehr gerne - und dies gerne auch mal laut.

Typische Quellen für das zu bearbeitende Material sind iPhone Videos (allerdings immer mit Mikrofon Pre-Amp und passenden externen Mikrofon) ...

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... oder meine Verstärker in einer Kombination aus Mikrofon vor dem Amp und Universal Audio OX per Glasfaser. ...

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... oder die "virtuellen Verstärker" von Universal Audio ...


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... Alle Audiosignale gehen durch mein UA Apollo Twin ... dort sind also auch die Monitore angeschlossen ... Die Daten der Bandaufnahmen werden von einem ZOOM L-12 Mischpult (Review hinter dem Link) als Einzelspuren auf die SD Karte geschrieben.


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Warum habe ich neue Monitore angeschafft. Bei einem meiner Adam AX7 hat sich die Endstufe verabschiedet (Ok, die wurde mittlerweile von Adam zum Festpreis getauscht, die Box ist also gerettet). Ich habe dann beschlossen die Zeit zu nutzen, um mir mal andere Monitore anzuhören. Mit den Adam habe ich mich zwar beim Mix und Videoschnitt wohl gefühlt, aber Gitarre spielen via Computer Simulation klang immer "kalt und analytisch". Alles ok, sollen sie ja auch sein, nur "musikalisch/organisch" fand ich es leider nicht.

Bestellt habe ich die "Allzweckwaffe KRK Rokit 7" und eben die Focal Shape 65, die ich vom Soundcheck in Berlin (siehe Link oben) in sehr guter Erinnerung hatte. Dort war es allerdings ein anderes Umfeld.

Und auch wenn wir hier im Focal Review sind, möchte ich zumindest kurz was zu den Rokit 7 sagen ... und auch erzählen, warum sie es nicht geworden sind. Vielleicht besitzt ja jemand die Box und überlegt seit längerem, ob er ein Upgrade fahren soll.


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Die Rokit 7 kostet derzeit weniger als 1/3 der Focal. Sie besitzen eine Steuereinheit per Display und lassen sich in vielen Parametern anpassen. Ich habe die Box, frisch aus der Packung, ohne jede Anpassung in "neutral" aufgestellt. Das klingt Ok, aber es ist irgendwie noch kein "Leben" drin. Aus meiner Sicht wurde daher ein Gehäuse gebaut, welches primär nur Behausung ist und nur bedingt Teil der Klangformung. Verständlich, wenn man der Box reichlich Einstellmöglichkeiten mit gibt, um den Klang zu formen. Nachdem ich das getan habe, wurde es deutlich angenehmer. Für ca. 200 EUR pro Box kann man da wirklich nicht meckern.


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DSP Room Tuning - ja, der EQ hilf sicher auch um im Zweifel den Raum in den Griff zu bekommen :great: ... allerdings empfand ich ihn auch als nötig um den etwas "leblosen" Klang der Box "angenehm" zu bekommen.

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Da steckt also durchaus ein wenig Kritik mit drin, in Summe hätte ich mit der Box aber sehr gut zurecht kommen können, wenn ich nicht in die Speisekarte geschaut hätte. KRK baut da für ein attraktives Preisschild wirklich tolle Boxen, mit denen alle "nebenbei Mixer" wie ich, locker durchs Leben kommen können. Wenn man das Glück hat ganz alte KRK zu besitzen, so befinden sich dort übrigens Membrane von Focal drin.


Kommen wir also zu den Shape 65.

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Beim Hersteller FOCAL gibt es mehrere Standbeine. Ihre Heimat sind Hifi Lautsprecher bei denen sie im Spitzenfeld mitspielen. Sie bauen aber auch Komponenten für die Automobilindustrie. Ihre Ausrichtung ist also ein klassischer Aufbau der Boxen. Gehäuse und Lautsprecher arbeiten zusammen und formen den Klang. Dies merkt man auch ihren Monitorboxen an. Direkt nach dem ersten Ton war es eigentlich schon um mich geschehen. Musikalisch, dynamisch, gut auflösend, aber zu keinem Zeitpunkt "hart". In meiner Situation profitiert dadurch besonders das Spiel mit virtuellen Verstärkern durch den Computer. Das fühlt sich an wie eine große 2x12.

Also habe ich weiter probiert, ob auch die neutrale Betrachtung eines Mix funktioniert. Dafür habe ich einen genommen, den ich mit den Adam "fertig" gestellt hatte und mich erneut reingehört. Ich hatte keinen Grund an einem der Parameter zu schrauben, hatte aber den Eindruck, als wäre noch ein wenig Raum dazu gekommen.

Aufgefallen ist mir die größere "perfekte Hörposition" vor den Boxen. Diese ist größer als mit KRK und Adam und ich kann mich etwas mehr rechts/links bewegen, ohne aus "DaZone" zu fallen.

Die Positionierung ist zudem sehr einfach, weil es 4 geschraubte Füße unter den Boxen gibt, mit denen sich die Neigung verstellen lässt. Auf der Rückseite befindet sich noch die Option die Box mit einer Wandbefestigung zu verbinden.

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Das Gehäuse besteht aus 15 mm MDF und besitzt ein Holzfurnier an der Vorder- und Oberseite. Müsste nicht unbedingt sein, denn an den Kanten ist es leicht brüchig und nicht so resistent wie eine Lackierung. Auf der anderen Seite sehen sie halt auch gut aus. :) ...

Da die Shape keine rückwärtigen Bassports besitzt, kann sie auch unmittelbar vor einer Wand stehen. Der Druckausgleich passiert über einen seitlichen Port - die Box kann also Atmen und die Membran kann sich ungehindert bewegen. Bereits 10 cm seitlicher Abstand zur Wand reichen dem "Passive Radiator" genannten Bauteil.

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Und "Wumms" hat die Shape 65. Für meine auf Blues und Rock ausgerichteten Mixe benötige ich keinen Subwoofer.

Auf der Hochtonseite ist bei der Shape ein "Al-Mg inverted Tweeter" am Start. Dieser trägt dazu bei, dass die Shape im Vergleich zu den höheren - und mit Beryllium ausgestatteten - Serien bezahlbar bleibt. Es hat bereits eine gute Gewichts/Stabilitäts-Ratio, die wichtig für einen schnellen Antrieb ist, der sich aber auch wieder sehr gut "abbremsen" lässt. Ein Focal Markenzeichen ist der Inverted Dome der Tweeter. Die Form soll Stabilität bringen und hat sich bei Focal bereits seit langer Zeit etabliert. (Das Bild aus dem Auto unten zeigt einen Lautsprecher, der 1997 eingebaut wurde.)

Bei der großen Membran nutzt Focal seit 2013 bei einigen Serien ein Composite aus Flachs und Glasfaser. Das Flachs hat dabei drei wichtige Eigenschaften. Sie sind leicht, weil hohl. Sie lassen eine hohe Beschleunigung zu, da sie sich nur wenig dehnen. Sie haben eine gute Dämpfung, da sie aus Zellulose bestehen. Die vierte, nicht dem Sound geschuldete Eigenschaft - es wächst in der Nähe der Fabrik in Frankreich.

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... hier der Aufbau ...


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Eine weitere verwendete Technologie leitet sich aus dem Wunsch ab, die bewegte Masse auch möglichst schnell wieder in Ruhe zu versetzen. Man bedient sich dabei einer Technik, die auch bei Häusern in Erdbebenregionen verwendet wird. TMD - Tuned Mass Damper

Mit ihrer "Schaltung" verhindern sie unnötige Induktion, die wie Reibung wirken würde, wodurch die Membran Geschwindigkeit verliert.

FAZIT: Aus den technischen Konzepten alleine ergibt sich noch keine gut klingende Box, das sollte jedem klar sein. Aber die Tatsache das Focal die Techniken entwickelt hat zeigt doch die "ganzheitliche Herangehensweise" beim Bau der Boxen. Sie kaufen - ausser Elektronik Komponenten - keine Teile am Markt, um daraus ein Produkt zu fertigen. Sie entwickeln Einzelteile, fügen diese zu einem aufeinander abgestimmten Ganzen zusammen und bauen alles selbst.

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Verkleben der Komponenten einer Membran

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ja, kein Flachs :)

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Arbeitsstation mit Beryllium - der Staub ist hochgiftig, das Material 10x so teuer wie Gold und 7x so steif wie gleich schweres Aluminium.

Sind wir aber ganz ehrlich, könnten wir einige der hier - durch Baukunst und aufeinander abgestimmte Elemente - erreichten Effekte, auch einfach den DSP erledigen lassen. Und das gelingt mit der oben genannten Rokit 7 sogar recht gut. Aber die "letzten" Meter sind halt doch immer noch mal Aufwand. Man sagt ja nicht umsonst, dass man 90 % Perfektion mit 10 % Aufwand erreichen kann. 90 % Aufwand gehen dann in die restlichen 10 %.

Und genau so nehme ich es auch hier wahr. Ich höre natürlich keine Einzige der verwendeten Technologien, aber ich höre ein für mich noch etwas harmonischeres Ganzes. Ein Klang der noch etwas mehr gefallen kann, als das per DSP erreichte Maximum. Präzise, klar auflösend, definiert ... und trotzdem mit einer Portion vertrauter Wärme, die es zum Genuss machen.

Und genau an der Stelle muss man dann für sich entscheiden, ob einem der Klangzuwachs den Faktor 3 beim Geld wert ist. Dazu sollte man sich vorher aber beide Boxen anhören um festzustellen, ob man den Unterschied - am Besten mit eigenem und vertrauten Material - überhaupt selbst hört.

Vielleicht sind meine Ohren aber auch schon auf Focal geeicht, denn einer meiner Lieblings-Hörplätze für Musik befindet sich in meinem alten Jaguar 12 Zylinder Cabrio.

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Ich wünsche Euch viel Spaß und Erfolg bei der Suche nach den geeigneten Monitoren. Aber gebt den Shape (der kompletten Serie) mal eine Chance. Klingen toll !!! Sind nicht günstig, aber mit absoluter Sicherheit ihren Preis wert.

Gruß
Martin


Mehr zum Thema Focal und Technologie findet ihr in folgenden Thread: https://www.musiker-board.de/threads/focal-news-2018-genauer-hingeschaut.681218/

Ich bin derweil bei Aufnahmen des IRT SLS, den wir mal durch alle Kanäle gejagt haben um die Vielseitigkeit zu zeigen. See You !!!

 
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Was ich an Focal wirklich gut finde, ist die automatische Standby Schaltung. Das ist zeitgemäß und kann Strom sparen. Leider haben dieses Feature noch nicht so viele Hersteller eingebaut.
Für uns ist/war so eine Standby Schaltung ein k.O. Kriterium bei einer Neuanschaffung.

Topo :cool:
 
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Ich erlaube mir mal ein paar fachliche Ergänzungen zu einigen Aussagen:
Da die Shape keine rückwärtigen Bassports besitzt, kann sie auch unmittelbar vor einer Wand stehen. Der Druckausgleich passiert über einen seitlichen Port - die Box kann also Atmen und die Membran kann sich ungehindert bewegen. Bereits 10 cm seitlicher Abstand zur Wand reichen dem "Passive Radiator" genannten Bauteil.
Eine Bassreflexöffnung oder eine Passivmembran hat nichts mit einem Druckausgleich zu tun oder damit, dass eine Membran "atmen" könnte. Es handelt sich sich in beiden Fällen um schmalbandige Resonatoren, die vom Tieftöner angeregt werden und in ihrem Arbeitsbereich die Schallabstrahlung übernehmen. Bei einer klassischen Bassreflexöffnung besteht der Resonator aus der Luftsäule in der Öffnung (Rohr, Schacht). Bei einer Passivmembran handelt es sich im Grunde um ein Chassis ohne Antrieb, dessen Aufhängung und Membrangewicht die Abstimmungsfrequenz bestimmen.
Eine Passivmembran einzusetzen ist erst mal deutlich teuerer. Ich kenne die Verwendung vor allem in Situationen, in denen eine Bassreflexöffnung mit ausreichendem Querschnitt von der Länge her nicht mehr ins Gehäuse passt (kleine Gehäuse, tiefe Abstimmungsfrequenz). Weitere Vorteile sind die Vermeidung von Rohrresonanzen und Strömungsgeräuschen, sowie die Verhinderung des Austritts von nicht erwünschten Schallanteilen aus der Öffnung.
Hinter die Vorteile bzgl. der Wandnähe setze ich mal ein Fragezeichen. Es gibt genauso Untersuchungen, dass auch ein herkömmliches Bassreflexsystem ab 10 cm Abstand richtig funktioniert.
Dass sich die Membran "ungehindert" bewegt, ist tatsächlich einer der größten Nachteile eines Bassreflexsystems. Unterhalb der Abstimmungsfrequenz fehlt quasi das Luftpolster im Gehäuse, welches die Membranbewegung bedämpft. Zu viel Leistung unterhalb der Abstimmungsfrequenz führt daher ganz schnell zum berüchtigten "Pappenweitwurf".

Aus meiner Sicht wurde daher ein Gehäuse gebaut, welches primär nur Behausung ist und nur bedingt Teil der Klangformung.
Gehäuse und Lautsprecher arbeiten zusammen und formen den Klang.
Es ist technisch nicht möglich, ein Gehäuse zu bauen, das keinen Einfluss auf die akustischen Eigenschaften eines Lautsprechers hat. Zu oft denkt man nur an den Einfluss des Volumens, an durch die internen Abmessungen bestimmte Resonanzen oder solche, die durch mangelhafte Konstruktion der Wände entstehen. Was aber nie vergessen werden darf ist der Einfluss der Schallwandgeometrie auf den Frequenzgang (Bafflestep, Kantenreflexionen) und besonders das Abstrahlverhalten. Chassis und Gehäuse haben immer einen Einfluss auf das Gesamtsystem Lautsprecher.

Sind wir aber ganz ehrlich, könnten wir einige der hier - durch Baukunst und aufeinander abgestimmte Elemente - erreichten Effekte, auch einfach den DSP erledigen lassen.
Das ist leider ein Trugschluss, dem man im Zeitalter des allgegenwärtigen DSPs nur zu leicht unterliegt. Ein DSP ist ein mächtiges Werkzeug, doch es gibt viele Aspekte des Lautsprecherdesigns, die sich mit ihm nicht bearbeiten lassen. Da wären zunächst alle nichtlinearen Effekte, auch als Verzerrungen bekannt. Mit keinem DSP der Welt kann ich Klirr entfernen, man kann maximal der Frequenzgang verbiegen, um so etwas zu kaschieren, mit allen daraus folgenden Nachteilen. Der zweite Aspekt ist der des Abstrahlverhaltens. Ich kann den Frequenzgang auf Achse beliebig entzerren, aber dadurch verändert sich mein Rundstrahlverhalten nicht.
Der große Vorteil des DSPs ist, dass man damit einen Teilaspekt der Lautsprecherentwicklung, nämlich den glatten Frequenzgang auf Achse und eines der großen Probleme, nämlich die Interaktion der Bauelemente passiver Frequenzweichen mit den angeschlossenen Chassis, außen vor lassen kann. Stattdessen konzentriert man sich auf die anderen Punkte wie Abstrahlverhalten, Verzerrungen und Maximalpegel. Sind diese Punkte optimtiert, kann man am Ende den Frequenzgang auf Achse glatt bügeln.
Die Entwicklung wird immer einfacher und das Ergebnis besser sein, wenn die Ausgangslage geformt von Chassis und Gehäuse keine oder wenige Problemstellen aufweist, die mit einem DSP eben nicht zu lösen sind.
Eine Analogie hier wäre der oft zitierte Satz "we fix it in the mix".

Dass Focal seine Chassis selbst herstellt, ist auch unter diesem Aspekt in der Tat bemerkenswert. Ich vermute mal, dass dies ohne das Automotive-Standbein und die damit verbundenen Stückzahlen nicht möglich wäre.

Wenn ich mir einen professionellen Test der Lautsprecher anschaue, so kann ich die Aussagen des Reviews nachvollziehen.
https://www.soundandrecording.de/equipment/focal-shape-65-studiomonitore-im-test/
Sauberer Frequenzgang, ordentlicher Maximalpegel, sauber limitiert, strahlt ziemlich breit (etwas verengt zwischen 600 Hz und 2 kHz, das geht gleichmäßiger).
Spannend finde ich, dass hier noch auf herkömmliche ClassAB-Endstufen mit vergleichsweise wenig Leistung gesetzt wird. Gut, vermutlich muss Focal da wenig bis gar keine Entwicklungsarbeit mehr reinstecken und ClassD in gut kann auch nicht jeder. Und wenn die Chassis eh nicht viel vertragen (man beachte den Maximalpegel des Hochtöners in den Messungen), lohnt sich moderne Endstufentechnik wohl wenig.
 
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hack_meck

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Es ist technisch nicht möglich, ein Gehäuse zu bauen, das keinen Einfluss auf die akustischen Eigenschaften eines Lautsprechers hat.

Moin, danke für die zusätzlichen Betrachtungen!

Meine Aussage zu diesem Punkt war eher: Man kann ein Gehäuse bauen, welches keinen allzu großen Schaden anrichtet, oder eines, welches das Konstrukt besser werden läßt ... und da liegt Focal gegen KRK aus meiner Sicht vorne. Eben wegen des eher konventionellen Aufbaus, der das nötig macht, wenn ich keinen DSP zur Anpassung verwende.

Das ein DSP kein Allheilmittel ist, sollte eigentlich klar sein :)

Gruß
Martin
 

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