Richtiger Einstieg

von M?p, 23.10.06.

  1. M?p

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    Erstellt: 23.10.06   #1
    Moin Leute, Ich spiele mit dem Gedanken, mir zu Weihnachten eine Mundharmonika bekommen zu lassen (sollte so um die 25€ kosten), dabei stellten sich mir, als ich letztens mal den Blick schweifen ließ, aber einige Fragen. Es gibt Mundharmonikas in zig Stimmungen. Welche ist die gebräuchlichste und für den Einstieg am besten geeignetste? Muss ich dann, wenn ich mir ein Lehrbuch zum Üben kaufe, speziell darauf achten, dass das Lehrbuch auch für die Mundhamonika in meiner Stimmung geschrieben wurde? Was könntet ihr mir für den Einstieg empfehlen? (Marken, Bücher etc.) Wäre sehr, sehr nett, wenn mir jemand helfen könnte. :)
     
  2. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.06   #2
    Ich gehe mal von einer diatonischen Mundharmonika in Richter-Stimmung aus, wie sie im Blues-Bereich bevorzugt wird. Alternativ gibt es unter anderem auch chromatische Mundharmonikas, die, was die Tonart betrifft, flexibler sind, aber nicht den charakteristischen Stil mit Blue Notes ermöglichen und nicht freihändig gespielt werden können.

    Spieltechnisch ist es egal, welche Tonart Du wählst, Du hörst eben nur eine andere. Die Beispiele auf Begleit-CDs von Lehrbüchern sind gewöhnlich auf einer C-Dur Mundharmonika gespielt, es erleichtert das Nachspielen gerade für den Anfänger, wenn Du Dir für den Einstieg eine solche holst. Damit kannst Du auch, wenn Du in etwas forgeschrittenerem Stadium cross spielst, einen Blues in G spielen; beide Tonarten lassen sich mit recht einfachen Akkorden auf der Gitarre begleiten.

    Welche Stimmungen Du letztendlich brauchst, hängt dann in erster Linie von den Begleitinstrumenten ab. Gitarristen, Bassisten, speziell Sänger und eventuell Blechbläser haben da durchaus unterschiedliche Vorlieben (Die Schlagzeuger brauchen gar nicht zu wissen, daß es überhaupt Tonarten gibt:rolleyes: ). Vorlagen können eine bestimmte Tonart nahelegen, können aber auch transponiert werden.

    Ich selbst spiele eine Hohner Blues Harp MS, die in der angesprochenen Preislage liegt und die ich durchaus empfehlen kann.
     
  3. originofsymmetry

    originofsymmetry Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.06   #3
    Wer sagt, dass man auf der Chrom keine Blue Notes spielen kann???:screwy: Hast du schonmal Toots Thielemann gehört?
    Trotzdem würde ich dir als Anfänger aus zu einer Blues Harp raten(Diatonische Richter-Harp), da sie leichter zu spielen und wesentlich günstiger sind. Versuch mal, für 25€ ne halbwegs spielbare neue Chrom zu bekommen, da hast du keine Chance, die fangen erst bei ca. 100€ an.
    C-Dur ist für den Anfang die Richtige Stimmung, liegt in der Mitte der Standardstimmungen(G ist die tiefste und dann geht's hoch bis F) und passt praktisch zu allem Lehrbüchern.
    Sehr empfehlenswert finde ich als Buch "Rock-,Blues-,Countryharp" von Martin Rost. Sehr lockerer Stil, schöne Stücke, recht abwechslungsreich.
    Ich persönlich mag die Hohner ProHarp MS sehr gerne, hat einen schönen vollen Klang und im Gegensatz zur Blues Harp einen Plastikkanzellenkörper, was für Anfänger meist weniger Ärger bedeutet, da die Holzkanzellenkörper in dieser Preisklasse meist recht stark quellen und du dir eventuell daran die Lippen aufreiben kannst.
     
  4. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.06   #4
    Wenn ich auf eine cross gespielten diatonitschen Harp zwischen kleiner und großer Terz spielen möchte, kann ich das durch Bending im dritten Kanal. Wie geht das denn auf einer chromatischen?
     
  5. originofsymmetry

    originofsymmetry Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.06   #5
    Ich versteh den Sinn deiner Frage nicht ganz...
    Du willst von B auf's Bb benden? Das funktioniert auf meiner C-Dur Chromonica 270/48. Und zwar in 3 Oktaven!(4., 8. und 12. Kanzelle, obwohl's ganz oben Bissle schwierig zu intonieren ist)
    Abgesehen davon hat spielen "zwischen zwei Tönen" nichts mit Blue notes zu tun, sondern eher mit dirty intonation. Die Blue Notes sind die übermäßige Quarte und die kleine Septime, die die Bluesskala von der natürlichen Molltonleiter unterscheiden!:rolleyes:
     
  6. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.06   #6
    Es geht eben nichts über Ausprobieren :rolleyes:, ich habe meine alte Chromonica gerade auch noch mal zur Hand genommen und festgestellt, daß man damit doch benden kann:confused:, während ich mich zuvor auf einen anderen Forumsbeitrag verlassen hatte:D.

    Die Definition von Blue Notes sehe ich etwas anders.

    Blue Note - Wikipedia

    Afrikanische Musiktradition läßt sich eben nicht so einfach in unser wohltemperiertes Notensystem einfügen. "Dirty Intonation" gehört aber auch zum Repertoire einer Bluesinterpretation, die sich mehr vom Gefühl als von festen Noten leiten läßt.

    Die kleine Septime gehört übrigens zur natürlichen Moll- und mixolydischen Tonleiter, während die große für Dur (ionisch) oder harmonisch Moll steht. Was den Blues ausmacht, ist ja gerade die Reibung zwischen diesen Systemen.

    Ein guter Mundharmonikaspieler kann sicher auf einer chromatischen Mundharmonika perfekt benden und auf einer diatonischen chromatisch spielen, aber der gemeine Harpspieler bleibt doch lieber bei der gewohnten Spezialisierung.
     
  7. originofsymmetry

    originofsymmetry Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.06   #7
    Das mit den Blue Notes hab ich so noch nie gesehn. Aber man lernt ja nie aus:D

    Hab auch schon mehrmals gelesen, Bendings seien auf der Chrom nicht möglich aber ich glaube das liegt bei der Chromonica daran, dass die Kanäle anders angeordnet sind als bei anderen Chroms.
     
  8. M?p

    M?p Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.06   #8
    Hey, danke erstmal für eure vielen und helfenden Antworten :). Jetzt noch n altes Problem von mir :rolleyes: Ich kann keine Noten lesen und was Harmonielehre betrifft lern ich zwar grad in der Schule n bisschen was, aber so richtig ist das auch nicht. Auf Gitarre hatte ich damit null Probleme, aber wenn ich euch hier so lese ... ist es möglich, auch ohne Notenkenntnisse Mundharmonika zu lernen? Und wenn nein, was könnt ihr mir für Lehrbücher empfehlen für Mundharmonika, wo man an sowas spielerisch rangeführt wird?
     
  9. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.06   #9
    Lehrbücher enthalten meist eine Art Tabulatur, die für jeden Ton den Kanal und die Spielweise (Blaston, Ziehton, Bending) angibt, sowie eine CD zum Anhören der Stücke. Darauf solltest Du beim Kauf natürlich achten, dann kommst Du auch ohne Noten klar. Noten können einen Mundharmonikaspieler, besonders wenn er verschiedene diatonische Harps verwendet, eher verwirren. (Bei Blasinstrumenten ist es übrigens durchaus üblich, daß sie in einer anderen Tonart notiert werden als in der, in der sie gespielt werden.)

    Für die theoretische Grundlage oder als Argumentationshilfe bei Fachsimpeleien:rolleyes: sind Notenkenntnisse und Harmonielehre sicher vorteilhaft, aber in der Praxis wird Mundharmonika doch mehr nach Gefühl und Gehör gespielt.
     
  10. Bob62

    Bob62 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.08   #10
    Hallo Benno8 und andere Mundgarmonikaspieler!
    Ich brauche unbedingt Tabulatur für Chromonika, wenn jemand mir eine richtige Adresse gibt, wo ich Lernbücher mit Tabulatur für Chromonika und CDs finde, werde ich ganz Dankbar sein!
    Danke im Vorraus
     
  11. Gatchan11

    Gatchan11 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.08   #11
    Hallö miteinander! ^_^

    Ich habe auch eine Frage als Anfänger:
    Diese Munharmonika, die ich mir mal vor einiger Zeit irgendwo billig gekauft, und nun spiel ich seit ca. 2 wochen darauf rum.
    Mein problem dabei ist aber, dass ich beim ziehen mehr schnauben von mir selbst höre, als den eigentlichen ton. beim blasen gehts eigentlich schon ganz gut. gibts beim ziehen irgend einen trick/tipp, den ich anwenden könnte? (ausser viel üben... ;) )
    Najo, vielleicht kommts ja eines Tages wie von selbst, aber ich wollte nur mal nachfragen, obs da vielleicht was gäbe, wovon ich noch nichts weiss.
     
  12. speedkills

    speedkills HCA Elektrotechnik HCA

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    Erstellt: 15.10.08   #12
    1.
    und 2.
    ist der verkeherte weg.
    ich unterstelle jetzt bei " billig gekauft" irgendwas um 10€ oder gar weniger. das ist müll. unter 20€ bekommt man im normalfall kein funktionierendes instrument.
    dann ist es nicht ZIEHEN und BLASEN, sondern EINATMEN und AUSATMEN und das in den bauch. und der mund/rachenraum sollte als resonanzraum dem zu spielenden ton angepasst sein.
    derdaniel
     
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