richtiger Gain-Pegel beim X32

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drumbaer
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In vielen Beiträgen wird zum X32 empfohlen, den Gain so einzustellen, dass die lautesten Spitzen je Kanal bei -12 bis -18 dB liegen.

Allerdings ist in diesen Fällen nach meiner Erfahrung der Pegel von Aufnahmen
  • auf SD-Karte mittels X-Live als auch
  • an per USB an die X-Live angeschlossene DAW
sehr gering. So dass ich bei der Weiterbearbeitung der Aufnahmen immer den Pegel der Aufnahme deutlich anhebe.

Wie handhabt ihr das? Lasst ihr das so? Oder hebt ihr den Gain im X32 an, damit die Aufnahmen auch mehr Pegel bekommen? Oder gibt es andere Möglichkeiten, den Aufnahmepegel auf SD-Karte und/oder DAW zu erhöhen?
 
Nicht die Spitzen, sondern der RMS Pegel sollte bei -20 bis -16 liegen. Die Spitzen sind dann dementsprechend höher, bei Perkussivem viel höher. Für eine Aufnahme reicht das zwar, man könnte aber in der Regel, vor allem bei von Haus aus recht komprimierten Spuren wie Keys oder Bass, einen höheren Pegel für die Aufnahme fahren.

Ich steuer jeden Kanal immer so aus, dass der RMS Input Meter gerade unter der gelben Anzeige tanzt und ab und zu ein wenig ins gelbe geht. Das ist, je nach Hersteller, -20 bis -18. Für Aufnahmen ist das in Ordnung und wenn mal ein Mikrofon, Instrument oder Amp getauscht wird, brauche ich nur wieder dort hin pegeln und hab in allen Monitor Mischungen den selben Level. Vorteil zwei ist, dass alle Kanäle in Pre Fader Mischungen vergleichbar im Level sind. Der Bassist will die Keys genauso laut wie die Gitarre? Einfach den selben Pegel Keys schicken und fertig. Auch eine erste Verdachts Mischung kann man so viel einfacher machen.

Rein für eine Aufnahme einfach jeden Kanal höchstmöglich aussteuern. Da kann der Kanal auch mal bei -10 RMS zappeln.
 
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... bin mir nicht ganz sicher, wo ich den beim Allen&Heath QU16 finde. Ist die Kanalanzeige das oder wenn ich AFL oder PFL anschalte? Oder im Block der Input/Output-Meter? Ich habe am A&H neben der Farbskala grün/gelb/rot dort ganz andere Zahlen ... -40 bis +12... Habe bisher Gain so gemacht, dass Kanalanzeige ohne Compressor gut grün und etwas gelb angezeigt wurde (bei lautesten Spitzen)...
 
... Ich glaube, ich habe es gefunden (Chat GPT sei Dank) :) . Die Kanalanzeigen von -40 bis +12 mit Farbcodierung grün bis 0, darüber gelb, sind die RMS-Werte der Kanäle. Die Peak-Werte werden durch die rote LED angezeigt. Diese sollten praktisch nie Aufleuchten. dann habe ich es schon richtig gemacht bisher. Mich hatte nur Deine Zahlen verwirrt mit -20 bis -16. Anscheinend gibt es da deutlich unterschiedliche Skalen? In meiner Cubase DAW z.B....
 
Ich handhabe das wie @Duplobaustein, möglichst alle grünen LEDs leuchten lassen, das erste gelbe LED darf auch ran, aber dann ist es genug für mein Dafürhalten. Wenn man das so beim üblichen Soundcheck einstellt, dann passt das auch noch wenn dann beim Konzert selbst durch das zusätzliche Adrenalin ein paar dB mehr Input daher kommen.
Bei der Aufnahme mit der SD Karte (sofern sie wie üblich direkt mit den Eingangssignalen gemacht wurde) sollte sich beim Abspielen über die Kanäle selbst (Virtueller Soundcheck z.B) kein Unterschied ergeben. In der DAW beim externen Mix kann man dann ohnehin das alles irgendwie anders machen, solange die Gains bei der Aufnahme nicht so hoch waren, dass die Signale verzerrt werden. Die analogen Zeiten sind ja inzwischen auch da vorbei, wo man mehr aufpassen musste, weil nachträgliches Verstärken der auf Band aufgenommenen Signale zwangsläufig das Bandrauschen auch mit verstärkt hat. Wobei ich die DAW auch nur als Recorder benutze und im Bedarfsfall die Aufnahmen wieder durch ein Pult schicke zwecks Mixdown.

Was ich z.B nicht mag, ist wenn ich beim Konzert, der Aufführung, nachträglich die Gains zurücl nehmen muss, weil dann doch mehr Eingangspegel geliefert wird. Da passen dann die ganzen Mixes, die man beim Soundcheck eingestellt hat, nicht mehr zusammen. Ja, ja, ich weiß, an sich passiert das alleine schon durch den höheren Input Pegel, theoretisch, aber das kann dann eine Regel-Kaskade auslösen, die alles nur noch schwieriger macht. Am besten ist immer noch wenn alle Beteiligten eine strenge Pegeldisziplin verfolgen. Ist aber nicht immer der Fall und so sollte man doch etwas "Spazi" im Gain lassen. Finde ich zumindest.
 
Regain in der Mixing Station ist unser Freund... 😎
 
Nicht die Spitzen, sondern der RMS Pegel sollte bei -20 bis -16 liegen. Die Spitzen sind dann dementsprechend höher, bei Perkussivem viel höher.
Sehe ich auch so. Man sollte sich aber bewusst sein, wie hoch welche Spitzen zu erwarten sind. Außerdem würde ich z.B. bei Vocals mit hoher stimmungsabhängiger Dynamik schauen, dass ich auf Basis eines „lauten“ Songs einpegle.

Was ich z.B nicht mag, ist wenn ich beim Konzert, der Aufführung, nachträglich die Gains zurücl nehmen muss, weil dann doch mehr Eingangspegel geliefert wird. Da passen dann die ganzen Mixes, die man beim Soundcheck eingestellt hat, nicht mehr zusammen.
Da stimme ich dir zu, in Mixing Station z.B. kann man dafür Re-Gain ganz gut nutzen, wenn es denn nötig wird.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Regain in der Mixing Station ist unser Freund... 😎
Ah… zu langsam :D
 

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