Richtiges Aufziehen von Saiten... aber wie ?

von ChasT, 16.01.06.

  1. ChasT

    ChasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #1
    Sorry, dass ich euch nochmal mit der Frage belästige, aber ich hab da n Problem bzw. bin ein bisschen verwirrt oder habe einfach etwas falsch verstanden...

    Letztes mal im Gitarrenunterricht bin ich halt mit neuen Saiten angekommen und mein Gitarrenlehrer hat halt gemeint, die Saiten sollten doch noch ein paar mehr Windungen um die Mechanik haben. Das hab ich dann heute gemacht...
    Beim Stimmen ist mir dann aber plötzlich die hohe E-Saite gerissen oO
    Woran es liegt weiß ich nicht, sind auf jeden Fall keine scharfen Kanten oder sonst was an der Mechanik.

    Nun bin ich etwas verwirrt...
    Auf einigen Seiten im Netz steht man soll die Saiten vorher etwas um die Mechanik wickeln, auf anderen Seiten steht, dass man die Saiten einfach durch die Mechanik ziehen soll, noch n bissl an der Saite ziehen und fertig.

    Jetz will ich halt mal wissen, ob es wichtig ist, dass man die Saite ein bisschen um die Mechanik wickelt ?

    Wäre nett wenn mir das jemand exakt erklären könnte und mich nicht mit irgendwelchen Links bombadiert ;D

    Danke schon mal :)
     
  2. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.01.06   #2
    VORHER wickelt man da nix rum, da ist ja gar keine Spannung drauf. Das gibt nur unschönes Rumgeeiere.

    Bei ner Mechanik mit Loch nimmst du einfach die (an der Brücke schon befestigte) Saite, ziehst sie durchs Loch, schön straff anziehen, und dann wieder ein paar cm zurück. Und dann Aufwickeln, wobei man die durchs Zuückschieben entstandene Reserve auf Spannung hält.

    Bei den umwickelten reicht da ganz wenig Reserve, bei der tiefen E-Saite kann mans auch weglassen. Auf den Saiten ist soviel Reibung durch die Umwicklung, dass das Drehen der Mechanik beim Stimmen ausreicht, damit sich die Saite bissel drumwickelt.

    Bei den glatten hohen Saiten dagegen braucht man etwas mehr Wicklungen. Folglich sollte man etwas mehr Reserve behalten.

    Sorry für Link, aber da steht das einfach am besten drin:

    http://www.rockinger.com/PublishedFiles/workshop/workprt15.htm

    Wie gesagt, bei den tiefen Saiten muss man die Saite nach dem Straffen nicht wieder 5 cm zurückführen. Völlig überflüssig. Die tiefe E hält bereits mit ner halben Umwicklung, und für A und D reicht auch eine.

    bei den hohen Saiten sollten es aber schon drei-fünf sein.

    Nochn Link:

    http://www.planet-guitar.de/knowhow/tipp_01/tipp.html
     
  3. ChasT

    ChasT Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #3
    Oki, schon ma danke, aber ganz hab ichs immer nocht nicht verstanden^^

    Erstma zu dem Zurückführen... Was isn damit genau gemeint ? Versteh ich das richtig wenn du damit meinst, dass ich die Saite durch die Loch-Mechanik führe und dann anspanne und dann die Saite wieder etwa 5 cm zurückführe ?

    So nun zu den Umwicklungen...
    Also erst die Saite durch die Mechanik führen, ein bisschen kurbeln und dann erst Wicklungen um die Mechanik machen ? :)

    Sorry, dass ich so alles nochmal nachfrage, aber will halt diesmal alles richtig machen ;)
     
  4. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.01.06   #4
    Macht nix :)

    Ja. Also Saite durchs Loch. Dann gut anziehen, damit sich eventuelle "Verhakerl" an der Brücke lösen. Manchmal kann es passieren, dass das Ball-End der Saite nicht richtig hängt oder irgendwo leicht verhakt ist. Und wenn man dann die Saite aufzieht, wird das Ball-End ab einer bestimmt Zugkraft dann bis zum Abschlag gezogen und sitzt sauber. Allerdings hat man dann zuviel Saiten-Reserve. Und wickelt sich evtl. tot.

    Deshalb erst mal Saite gut durchziehen, straffen, dass alles sitzt. Also z.B. mit der linken Hand die Saite richtig fest anziehen.

    So. Und dann schiebst du, auch mit der linken hand, die Saite wieder bissel zurück. Paar cm. Dann ist die natürlich nicht mehr straff, sondern so leicht wabbelig.

    Damit man sie trotzdem sauber aufzieht, muss man nun den Saitenteil zwischen Mechanikloch und Sattel von Hand straffen (der wabbelige Teil der saite ist dann irgendwo weiter rechts.

    D.h. wenn man die Saite so ein Stück zurückgeschoben hat, kann man mit dem rechten Zeigefinger z.B. die Saite auf den Sattel oder ersten Bund pressen, so dass der Saitenteil zwischen Mechanikloch und deinem Zeigefinger straff ist. (und rechts von deiner rechten Hand bzw. eben hinter dem Zeigefinger ist die Saitenreserve bzw eben der schlabberige Teil der saite, die paar cm überstand eben).

    Und dann dreht man mit der linken hand die Mechnik, während der rechte Zeigefinger immer noch Druck ausübt. Solange, bis die Saitenreserve/der Überstand aufgebraucht ist. Danach kann man die rechte hand dann weglassen, die Saite hat ja halbwegs Spannung.

    Wenn man die Saite zurückführt, dann aber ohne Spannung aufwickelt, dann besteht die Gefahr, dass das alles unschön locker auf der Mechanik hängt und sich erst hinterher strafft. Das kann aber zu knicken o.ä. führen -> Saitenrissgefahr. V.a. bei den hohen.


    Kann man alles etwas schwer erklären ;)

    Gibt auch noch andere Methoden, mit Überlappungen oder sogar echten Knoten, aber letzteres macht man eher bei klassischen Gitarren mit Nylonsaiten.
     
  5. Manul

    Manul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #5
    Andere, aber im Prinzip ähnliche Methode (so mach ich's immer, allerdings bei ner Westerngitarre, sollte sich aber auf die E-Gitarre übertragen lassen):
    Saite an der Brücke einhängen, mit der Hand mit wenig Kraft stramm ziehen und so stramm gezogen um die Mechanik wickeln. Anzahl der Wicklungen hängt von der Dicke der Saite ab, so von einer halben Wicklung bei ner sehr dicken bis zu 2-3 Wicklungen bei ner sehr dünnen Saite. Das Ende der Saite oberhalb der Wicklungen durch das Loch in der Mechanik ziehen und angezogen leicht nach oben Knicken. Dann reicht leichtes Drehen am Wirbel um die Saite so straff zu bekommen, daß man sie nicht mehr halten muß. Ist vielleicht etwas einfacher, wenn man keine Saitenkurbel zur Hand hat, weil man eben nicht so viel am Wirbel drehen muß.
    Sollte es um eine Gitarre mit Nylonsaiten gehen, ist natürlich alles ganz anders - hier knotet man m.W. die Saiten an der Mechanik fest, ist aber ewig her, daß ich das zuletzt gemacht habe, da können andere sicher mehr zu sagen.
     
  6. ChasT

    ChasT Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #6
    Okay, danke, hab jetz alles gerafft :)
     
  7. KombuchaMushroom

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    Erstellt: 16.01.06   #7
    *g* son ein Thread kommt grad richtig^^
    hab eben ma wieder neue Saiten aufgezogen... sitzen zwar nicht so gut aber naja, sind Ernie Ball dauert also nich lange bis ich wieder neue aufziehen muss. Vom dem Knick am Ende der Saite habt ihr jetzt gar nicht erwähnt oder hab ich nicht richtig gelesen? :D
     
  8. Ray

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    Erstellt: 16.01.06   #8
    Knick brauchts nur bei split-shaft-tuners
     
  9. scabdooBA

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    Erstellt: 06.03.06   #9
    Mh und wie siehts mit Mechaniken wie zum Beispiel bei der Blade texas pro Gitarre aus? Hab da doch hin und wieder meine Probleme mit dem besaiten....
     
  10. Ray

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    Erstellt: 06.03.06   #10
    Was soll damit sein? Beschreib dein problem mal genauer.

    An sich ist das nix anderes als wie hier beschrieben:

    http://www.rockinger.com/PublishedFiles/workshop/workprt15.htm
     
  11. scabdooBA

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    Erstellt: 07.03.06   #11
    ich find grad kein passendes bild, aber die dinger wo die saiten normalerweise rumgewickelt sind, haben in der mitte nen größeren schlitz und in der mitte n loch. Prinzip is scho klar aber hab trotzdem hin und wieder probleme (saite rutscht beim aufziehen raus...ich bekomme knicke in die saite usw...)
     
  12. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.03.06   #12
    Jau, die split shafts halt. Stehen bei Rockinger ja gleich als erste drin, mit detaillierter Aufzieh-Anlreitung mit Bildern. Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen :)
     
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