Risse mit Hilfe eines Heißluftföhns unsichtbar machen...?

von p0wl, 21.12.07.

  1. p0wl

    p0wl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #1
    Hallo zusammen,
    ich hab hier eine alte Gitarre, bei der offenbar mal ein Bruch am Hals repariert wurde, alles ok soweit, ziemlich stabil. Jetzt wollt ich nur mal Fragen, ob man die beim Bruch entstandenen Risse unsichtbar machen kann, indem man ganz vorsichtig mitm Heißluftföhn arbeitet und so den Lack "anschmilzt" sodass er die Risse praktisch wieder überdeckt? Möglich oder völlig bescheuerte Idee?

    LG
    Paul
     

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  2. strat-fan

    strat-fan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #2
    das einzige was du damit eventuell anschmilzt, dürfte der leim an der hals-korpus verbindung sein, was, wie du dir vielleicht vorstellen kannst, ziemlich kontraproduktiv ist ;)
    mal ganz davon abgesehen, dass die 300-600°C die ein heißluftföhn produziert, dem holz nicht gut tun werden...
    von daher eher nicht sooo prall die idee ;)
     
  3. SkaRnickel

    SkaRnickel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #3
    Der Lack wird eher Blasen werfen. Habe sowas aus langweile mal als Agingversuch an einer Sperrholzgitarrre versucht, sieht auch soweit aus wie ich es haben wollte: Blasen.
     
  4. SickSoul

    SickSoul HCA - Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 21.12.07   #4
    Jap :D

    Lack kannste nicht schmelzen. Aber enn's Nitrolack ist kannste quasi einfach drüberlackieren. Die Lösungsmittel aus dem neuen lack lösen den alten lack an, die beiden schichten verbinden sich und gut ist. Also mal ganz simpel ausgedrückt.
    Wenn's kein Nitrolack kannste das aber auch ausbessern. Dann musste nur wahrscheinlich die stelle erst mal abschleifen, neu lackieren und den übergang von altem zu neuem lack unsichtbar machen. Oder mal bei nem Profi anfragen. ;)

    MfG
     
  5. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #5
    Finger weg vom Heißluftfön in der Nähe von Gitarren. Die Risse kann Dir jeder Gitarrenbauer oder gar Tischler reparieren.
     
  6. p0wl

    p0wl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #6
    Mhh, alles klar, vielen Dank für die Antworten!
    Was für ein Lack das ist weiß ich nicht, handelt sich um ne Jazzgitarre aus den 50er oder 60ern...

    LG
    Paul
     
  7. SickSoul

    SickSoul HCA - Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 21.12.07   #7
    Dann ist die wahrscheinlichkeit recht hoch, dass es nitrolack ist. War damals absolut modern im gegensatz zur Umweltverschmutzung, die mit Nitrolack einhergeht ;)
    Frag am besten nen Gitarrenbauer. Tischler haben so viel Ahnung von Gitarren, wie George Bush von Politik...
     
  8. -Sl4vE-

    -Sl4vE- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #8
    dann würd ich da est recht nix vesauen oder "verschlimmbessern"!!
    ab zum profi :great:
     
  9. p0wl

    p0wl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #9
    Dann schieß ich hier gleich mal ne Frage nach, muss ich schon keinen neuen Thread aufmachen. Is viell. auch bisschen blöd die Frage:

    Was für Saiten kommen denn auf ne Jazzgitarre? Soll ich da einfach die Elixier-E-Gitarren-Saiten, die ich auch auf meiner Ibanez hab draufmachen oder müssen da wegen des halbakustischen Korpus andere drauf um den Klang möglichst schon/original rüberzubringen?
     
  10. VisionaryBeast

    VisionaryBeast Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.07   #10
    Im Prinzip kannst du normale E-Gitarren-Saiten aufziehen. Für einen guten Jazzsound ziehen manche natürlich fette Saiten auf wie z.B. die D'addario Chromes o.ä. Hier ist ausprobieren gefragt. Es sollten halt keine brightsound Saiten sein da diese die oft harschen Resonanzen der Hollowbody unangenehm nach vorne bringen.
     
  11. SickSoul

    SickSoul HCA - Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 23.12.07   #11
    Das kommt auf deine Soundvorliebe und auf's Spielgefühl an. Es bringt dir nichts - nur weil's ne Jazzgitarre ist - da jetzt 13er Saiten aufzuspannen und auf E zu spielen, wenn sich das für dich nicht gut anfühlt.
    Am besten ist da ein wenig rumprobieren. Wenn du einen sehr jazzigen Ton willst kannst du mal Flatwoundsaiten probieren (die gibt's doch auch für gitarren, und nicht nur für bässe, oder?). Die produzieren weniger Obertöne, klingen also wärmer, dumpfer, bauchiger.
    Kannst dich natürlich auch mal in nem Laden beraten lassen.

    MfG
     
  12. UncleReaper

    UncleReaper Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.07   #12
    Wenn es um die Holzverarbeitung- oder die Lackierung geht, ist man bei einem
    Schreiner oft gut und meist auch noch günstiger aufgehoben. Nicht jeder Schreiner
    kann eine Gitarre bauen, nicht jeder Schreiner versteht was von seinem Fach, aber
    bei Gitarrenunspezifischen Arbeiten (der Lackierung, dem ausbessern von Kratzer,
    Macken etc.) ist ein Schreiner auch keine schlechte Wahl.

    Ein Drechslermeister hat eine meiner Gitarren gebaut, ein Büchsenmacher hat auch
    noch die am schäbigsten aussehende Gitarre, durch Lackausbesserungen, Polituren
    und einige Stunden Arbeit wieder in einen Neuzustand gebracht und beide können
    das Holz ausarbeiten und Einlagen fertigen, bei denen so mancher Gitarrenbauer
    nur noch den Hut zieht. Roman Fritz (Siggi Braun Finge Young Guitars) ist übrigens
    Schreinermeister..

    Also um es mal auf den Punkt zu bringen. Nicht jeder Gitarrenbauer ist gelernter
    Zupfinstrumentenbauer und die guten alten Holzverarbeitungsberufe sollten nicht
    unterschätzt werden, wenn es um solcherlei Arbeiten geht.
     
  13. VisionaryBeast

    VisionaryBeast Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.07   #13
    Fender hat gute Flatwounds im Angebot und die sind auch gar nichtmal so teuer
     
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