Es ist auch eine Frage, in welchem Alter man in eine Band einsteigt. Bei mir war das noch die Schulband. Da fängt man ganz anders an.
Und dann lernt man mit der Band sehr schnell und sehr viel finde ich.
Völlig richtig, Thorsten. Die Schulband wird auch vermutlich weniger Anforderungen an den Keyboarder stellen, ganz anders, wenn Du Dich bei einer erfahreneren Band bewirbst, völlig gleich, wie viele Keyboarder die schon durchgeschliffen hatten.
Letztere sind schon eher welche, die genau wissen, was sie von dem Keyboarder verlangen, sei es Soundqualität, spielerische Fähigkeit oder auch Vielseitigkeit, oder auch Multitasking-Fähigkeit, und da brauch ich nicht mit einem 800EUR-Keyboard aufzuschlagen.
Wir sollten bei dieser Diskussion nicht vergessen, dass es um Rock-Cover-Keyboarder geht.
Macht die Band eigene Musik, z.B. im in letzter Zeit stark aufkommendem Ska-Bereich, reicht eine 25 Jahre alte Philicorida-Orgel, die ich in der Bucht für 50EUR bekomme, und bin ausreichend bestückt. Da kommt aber auch keiner und erzählt dem Keyboarder, dass er da nebenbei nochmal hier den Piano-Part, dort die Brass-Einwürfe, hier den Pad-Sound übernimmt, da kommt keiner, und erzählt Dir, dass Deine Orgel nicht so richtig nach Jon Lord klingt, Du hier noch ein bisschen an dem Intro-Sound von Sledgehammer feilen musst, bei dem M.Jackson Song vielleicht noch unbedingt ein Sample einbauen musst.
Ich versteh sowieso die ganze Diskussion hier nicht mehr, weil sie irgendwie in eine falsche Richtung abdriftet. Es ging ursprünglich darum, ob sich die Keyboarder für Rock-Cover-Mucke nicht genug ausgelastet fühlen. Ich darf noch mal erinnern, dass der Anlass für diesen Thread war, dass der TA Probleme hat, einen Keyboarder für seine Band zu finden. Ich kann das nur nochmal mit Nachdruck verneinen. In einer Rockcover-Band kann sich eigentlich kein Keyboarder über Unterforderung beklagen. Bei vielen wäre es sogar sinnvoll, mit zwei Keyboardern zu arbeiten, genauso, wie viele auch zwei Gitarristen haben. Es kommt halt drauf an, in welcher Richtung der Schwerpunkt ist. Wird hauptsächlich AC/DC gecovert, dreht der Keyboarder vermutlich den Großteil der Zeit Däumchen. Ist das Programm dagegen breit gestreut, oder man nutzt auch das Vorhandensein eines versierten Keyboarders, um gerade dewegen auch keyboardlastige Songs in's Repertoire zu übernehmen, hat der oft mehr zu tun, als er überhaupt in der Lage ist, alleine zu bewältigen.