Rocksongs als Reggaeversion interpretieren

PWe
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Hallo
Bei unserer letzten Bandprobe kamen wir beim jammen auf die Idee, Rocksongs Reggaemäßig zu spielen. Unser Drummer bekommt das ganz gut hin und auch ich an der Gitarre weiß was ich machen muss um dem ganzen das gewisse etwas zu entlocken. Ích habe allerdings absolut keine Ahnung wie ich das ganze gesanglich anpassen kann. Habt ihr da vielleicht ein paar Ideen?
 
x-Riff
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Hmmm - eigentlich kannst Du das machen wie Du willst - Du kannst Dich sowohl an einem Reggae-Gesang orientieren wie auch am Rock-Gesang - oder einer beliebigen Mischung dazwischen. Oder eben Deinem eigenen Stil.

Sting mit The Police, die ja auch Reggae-Rhytmen mit Rock gemischt haben, hatte seinen eigenen, eher Rock-orientierten Stil.
Andere cover-Versionen von Rock-songs als Reggae wie etwas johnny be good von Peter Tosh gehen da ehe ganz deutlich den gesanglichen Reggae-Weg ... Eine cover-Version von Don´t let me be misunderstood (von wem auch immer) ist wieder eher rock-orientiert.

An Deiner Stelle würde ich mal experimentieren und etwas nehmen, was Dir zusagt. Du brauchst eigentlich nix und niemanden zu imitieren oder Dich an etwas zu orientieren - man wird die songs und die Gesangslinie und zumindest den Text vom Refrain eh erkennen - und ab da ist es meiner Erfahrung nach ziemlich egal, wie man das interpretiert - so lange es gut klingt ...

just my 2.45 cent ...

x-Riff
 
JoNi22
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Hmmm - eigentlich kannst Du das machen wie Du willst - Du kannst Dich sowohl an einem Reggae-Gesang orientieren wie auch am Rock-Gesang - oder einer beliebigen Mischung dazwischen. Oder eben Deinem eigenen Stil.

Sting mit The Police, die ja auch Reggae-Rhytmen mit Rock gemischt haben, hatte seinen eigenen, eher Rock-orientierten Stil.
Andere cover-Versionen von Rock-songs als Reggae wie etwas johnny be good von Peter Tosh gehen da ehe ganz deutlich den gesanglichen Reggae-Weg ... Eine cover-Version von Don´t let me be misunderstood (von wem auch immer) ist wieder eher rock-orientiert.

An Deiner Stelle würde ich mal experimentieren und etwas nehmen, was Dir zusagt. Du brauchst eigentlich nix und niemanden zu imitieren oder Dich an etwas zu orientieren - man wird die songs und die Gesangslinie und zumindest den Text vom Refrain eh erkennen - und ab da ist es meiner Erfahrung nach ziemlich egal, wie man das interpretiert - so lange es gut klingt ...

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+1 :great:


Hier mal noch eine kleine Anregung, eine ähnliche Idee hatten paar Freunde und ich auch schon: http://dl.dropbox.com/u/4561096/Weekend%20-%20All%20That%20She%20Wants2.mp3
(hier hat das Original allerdings auch schon den typischen offbeat und wir ham bisschen verzerrte gitarren reingebracht^^)
 
jf.alex
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Ich würde auf jeden Fall von einem gekünstelten Jamaika- Akzent abraten. :eek:

Ansonsten denke ich, du hast da ganz freie Bahn für deine eigene Interpretationsweise. :great:

Alex
 
PWe
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Ok. Soweit schonmal danke! Werd gesanglich wohl echt einfach mal ein wenig rummexperimentieren bis es irgendwie halbwegs hinhaut. Hab auch bei unseren bissherig geprobten Rockcoversongs keine Ahnung gehabt wie ich das singen soll. Hab glücklicherweise ein ganz gutes Gehör aber leider kein Gefühl in der Stimme. Bis jetzt konnte ich meine Defizite immer einfach "wegschreien" aber das wird bei Reggae wohl weniger funktionieren. :gruebel:
Kann mir von euch jemand etwas über reggaetypische Basslines sagen? Einfach immer Grundton? Walking Bass? Triolen oder triolisch gespielte Achtel? Betonung dürfte im Gegensatz zu Gitarre nicht auf den Undzeiten liegen oder?
 
x-Riff
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Du spielst Bass und singst?

Holla - das ist nicht einfach ...

Und gerade der Bass ist im Reggae extrem beweglich und spielt rythmisch und melodisch ne völlig eigene Sache - das ist nicht zu vergleichen, mit dem eher unterstützenden, verstärkenden oder gleichbleibenden Bass im Rock oder Blues oder dem Walking Bass im Jazz.

Musste einfach hören - was für Reggae hörst Du denn so?
Also Marley ist auf jeden Fall empfehlenswert, Tosh auch - das wären quasi die bekannten Urgesteine.
Dann wäre auch UB 40 (die sehr unterschiedliche Sachen gemacht haben, nicht nur die bekannten hits wie red red wine oder so) mal anhörenswert.

Da ich kein Basser bin, kann ich´s jetzt nicht näher beschreiben - hör mal rein und achte auf den Bass - dann merkst Du das schon ...
Das wär jetzt mal so ein Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=FUdUmLmNQis&feature=related

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PWe
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Nein ich spiele Gitarre und singe. Aber dummerweise hat unser Bassist nicht viel Zeit zum üben, zeigt nur wenig eigeninitiative und spielt nichtmal besser Bass als ich. Außerdem hat er keinen blassenschimmer von Pentatoniken, geschweige denn weiß wo sich auf dem Griffbrett welcher Ton befindet oder welcher als Übergang harmonisch klingt. Wenigstens hat er Taktgefühl und eine gute Zupftechnik bzw. nen guten Anschlag. Aber sobald es zum jammen oder so kommt muss ich ihm erst vorspielen was er spielen soll.
Und da unser Plan ohne doppelten Einsatz meiner Seite nicht klappen wird werd ich mich wohl ein wenig am Bass fit machen müssen. Auf Dauer gesehn ist die Situation zwar scheiße aber man findet eben nicht so leicht einen Ersatz am Bass, geschweige denn einen anderen Proberaum...
Höre was Reggae angeht so ziemlich alles bunt durchgewürfelt. Viel Marley und auch Tosh, Gentleman, Mono und Nikitaman, Ohrbooten, Raggabund, Alborosie, Sizzla, Nattyflo, Maxim, Martin Jondo...
Ich höre was du meinst. Klingt echt cool und ist wirklich ganz anders als Rock...Man sollte in unserem Falle nur halt auch darauf achten die Grundstruktur des Liedes zumindest teilweise zu erhalten um fetzige Sachen chillig klingen zu lassen. Ich denke dass ich mir demnächst ein Schlagzeugbeat programieren werde und dann dazu mal ne Gitarren- und Bassspur aufnehmen werde.
Um den Bass harmonisch klingen zu lassen empfiehlt es sich warscheinlich eher durch Arpeggien Verzierungen vorzunhemen, als pentatonische Strukturen einfließen zu lassen, oder?
 
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Ah ja - gut, Gitarre und Gesang ist einfacher.

Na ja - die Situation ist nicht so einfach - aber vermutlich macht es wirklich mehr Sinn, Gitarre, drums und Bass mal vorher ein bißchen auszuknobeln, damit es funzt und groovt ... Ob nun Arpeggios oder Pentas - da bin ich überfragt ... Würde drums und Gitarre aufnehmen und dann mit dem Bass quasi in die Zwischenräume rein - ne melodisch/rythmische Linie spielen mit ner Pause, bevor es wieder einsetzt ... sowas halt ...

Je nach dem, was Ihr covert, kann aber auch der ursprüngliche Bass, vielleicht nur leicht modifiziert, sehr gut passen und effektiv sein - das würde ich als erstes mal ausprobieren - dadurch dass die Gitarre nur die Offbeats spielt, ist ja auch der ursprüngliche Bass automatisch eigenständiger ...

Ist aber lustig: Bin auch gerade dabei, für einen Reggae-alike-song einen Bass zu finden ... Die Grundtöne sind klar, die Melodie steht auch - und jetzt halt den Bass, einerseits tragend, andererseits halt eigenständig und bißchen flippig ...

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Mal ein paar Worte von mir dazu ...

Grundsätzlich empfiehlt es sich erst mal die gängigen Riddim-Standards zu üben. Mit Riddim ist im Reggae übrigens nicht der Rythmus/Beat gemeint, sondern die Bassline.
Es gibt da eine Menge Riddims die in den letzten 40 Jahren zu eben Standards geworden sind und immer wieder in Reggae Songs zu finden sind. Versioning nennen die das in Jamaika.
Für den Reggae Basser ist das das Pflicht Repertoir ... quasi so wie die Standards im Jazz :D

Und immer dran denken, dass die Riddims erst mal eher simple erscheinen, aber der Riddim ist das tragende Element im Reggae und den Unterschied machen hier die Finger!
Hör dir Aston Barrett an, studiere seine Spieltechnik und dann merkst was für ein Mördergroovemonster er ist :cool:

One Love!

.. ach ja fast vergessen, hier mal einige Riddims (die unter Classics und most versioned) http://www.jamrid.com/Riddims.php
Wenn euer Basser da einige so spielen kann, dass ihr alle am moven seid, dann gehts in die richtige Richtung.
 
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Raggae und Rock?
Da fällt mir doch glatt "Radiodread" ein:D
 

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