Rode NT5 vs. Oktava MK 012-01 vs. Haun MBC 660

Nur wegen der Positionierung der Inputs würde ich nicht vom Audient absehen.
Das Zoom UAC-2 soll laut einigen Stimmen ja gar nicht so schlecht sein. In der Preisklasse gilt das iD14 soweit ich weiß jedoch nach wie vor als Favorit.
Habe selbst lange Zeit damit gearbeitet und war mit der Performance eigentlich sehr zufrieden. Auch die Treiber arbeiten unter Windows weitestgehend stabil (was man leider nicht bei allen Einstiegs-Mitteklasse-Geräten, selbst im oberen Segment nicht immer behaupten kann). Mein altes UR22 (ähnlich dem Scarlett 2i2) wollte ich danach gar nicht mehr anrühren und bin dann gleich zu RME gewechselt.
 
Ah Okay, dann werde ich es ggf. mal mit dem Audient ID14 probieren. Ich brauch dafür aber glaub noch so ein aufsplitbares Klinkenkabel wenn ich mich recht erinnere. Also um das Output Signal an den Boxen ankommen zu lassen. oder hab ich das flasch in Erinnerung?
Reicht es aus, das USB INterface einfach per USB an den Rechner anzuschließen, Mikro rein und ab dafür? Abhören dann unter Kopfhörer mittels Kopfhöreranschluß des Interface? Ist länger her, daher mag mich meine Erinnerung trüben
 
Gerade mal geschaut. Das Audient ID14 scheint nicht wirklich ausreichend für Bändchenmikrofone zu sein. Diese option möchte ich dennoch haben. Kann mir jemand eine gute Audiointerface Alternative zum Audient ID14 nenen, dass es auch mit Bändchenmikrofonen aufnhemen kann?
 
Da reicht dein Budget leider nicht, kannst dir aber später auch noch einen Fethead für 70€ dazu nehmen, dann passt es.
Außerdem stimmt die Aussage so allgemein nicht. Bändchenmikrofon ist nicht gleich Bändchenmikrofon. Es gibt welche, die Phantompower brauchen und Vorverstärkung ähnlich einem GMK.
 
Reicht es aus, das USB INterface einfach per USB an den Rechner anzuschließen, Mikro rein und ab dafür? Abhören dann unter Kopfhörer mittels Kopfhöreranschluß des Interface? Ist länger her, daher mag mich meine Erinnerung trüben

Das nennt man Buspowered. Die Versorgung für die Elektronik des Interface, incl. des Kopfhörerverstärkers der entsprechend Dampf machen soll, erfolgt dabei via USB. Die Spezifikation für USB ist 5V, 500mA. Der aktuelle USB 3.0 Bus bis 900mA.
Bei 5V, 500mA hast du also eine Leistung von 2.5W zur Verfügung.:fear:
Und aus den 5V USB-Spannung generiert das Interface die notwendige Phantompower von 48 V. Das funktioniert oft, besonders im unteren Preissegment, suboptimal. Das Mikrofon funktioniert, aber nicht mit der vollen Performance. Der Benutzer bemerkt das nicht. Wie denn auch?
Da bist du ganz gut beraten, wenn das Interface generell, oder alternativ, über ein Netzgerät versorgt wird. Extern als Steckernetzteil, aber auch gerne intern via 230V Kaltgerätestecker.

Ich würde ehr nach möglicher externer Versorgungsmöglichkeit ausschau halten bei meiner Kaufentscheidung, als nach 100% Buspowered aus dem Schlepptop.
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Da reicht dein Budget leider nicht, kannst dir aber später auch noch einen Fethead für 70€ dazu nehmen, dann passt es.
Außerdem stimmt die Aussage so allgemein nicht. Bändchenmikrofon ist nicht gleich Bändchenmikrofon. Es gibt welche, die Phantompower brauchen und Vorverstärkung ähnlich einem GMK.

Hey Leute, doch erstmal kein Bändchen, oder? :weep:
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Gerade mal geschaut. Das Audient ID14 scheint nicht wirklich ausreichend für Bändchenmikrofone zu sein. Diese option möchte ich dennoch haben. Kann mir jemand eine gute Audiointerface Alternative zum Audient ID14 nenen, dass es auch mit Bändchenmikrofonen aufnhemen kann?

Fethead laut @Hotspot. Oder externer PreAmp.
Später, viel später. :patpat:;)
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kannst dir aber später auch noch einen Fethead für 70€ dazu nehmen, dann passt es.

später zusammen mit dem Bändchenmikrofon, welches wie auch das SM57, bisher nicht im Budget ist....
 
Das Budget ist erweiterbar. Also, was für n ein usb audiointerface mit externer Stromversorgung könnte ich nehmen, dass auch mit bändchenmikrofonen zurecht kommt. Eine all in one Lösung wäre mir ganz recht. Jetzt schmettert mir aber bitte nicht wieder irgend einen extrem teuren high ebd scheiß um die Ohren :)
 
Hey Leute, doch erstmal kein Bändchen, oder?
nicht exakt - nur eben kein vintage Bändchen bestimmter Bauart (einige sind aufrund des Magnetmaterials nicht so output-stark)
Die modernen, bezahlbaren liefern teilweise mehr Signal als ein SM57 ;)
Beim Interface geht es weniger um nominellen gain, sondern wie rauscharm die Verstärkung ist.
 
Also auch auf die Gefahr hin, dass mir das hier von den Pros wahrscheinlich sofort wieder aus geredet wird :)... Ich habe das t.bone RM 700 im Visier.
 
Ich habe das t.bone RM 700 im Visier
Das ist okay. Ich habe da 2 von, aber dafür brauchst du wirklich ordentlich Power. Und die Erleuchtung in Sachen Bändchen ist das definitiv nicht.
Ein sehr sehr günstiges China-Teil halt, sehr große Serienstreuung. Meine beiden klingen....wie zwei unterschiedliche Mikrofone.
Für filigrane E-Gitarren ist das nix. Eher was für rohe Sachen. Wir haben die früher als Overheadprojektor-Mikros genommen. Dafür sind die okay gewesen, aber nur, weil der Raum eh nicht mehr hergegeben hat.
 
Ja und was für ein interface wäre dafür nun angebracht?
 
Ich hatte jetzt endlich etwas Zeit, meine Haun MBC660 an mein ZOOM H6 anzuschließen. Funktioniert wie erwartet einwandfrei. Bis zur Potistellung "6" ist fast kein Rauschen zu vernehmen, ab "7" wird es dann aber hörbar. Das (aktuelle) Rode NT1, das bekanntlich das derzeit rauschärmste Mikro überhaupt sein soll, wohl auch ist, kann ich bis "7" aufdrehen, erst danach fängt es ebenfalls an, im Kopfhörer vernehmlich zu rauschen.
Wenn ich die Mikros an mein Behringer X18 anschließe (das ja sowohl Mischpult als auch Audio-Interface ist), dann kann ich dem MBC660 satte 50 dB Gain geben, bevor er vernehmbar rauscht. Beim NT1 rauscht es selbst dann überhaupt gar nicht. Da das NT1 aber deutlich mehr Ausgangsspannung liefert im Vergleich zum MBC660 bei gleicher am Mikrofon ankommender Schallenergie, bräuchte ich ihm aber nur ca. 40 dB Gain geben, damit ich alles ebenso laut höre im Kopfhörer wie beim MBC660, was den Rauschabstand noch zusätzlich vergrößert.

Was folgt daraus:
- Die Mikrofonvorverstärker des X18 sind deutlich besser als die des H6 (was nicht verwundert, da man bei netzbetriebenen Geräten mit deutlich höheren internen Spannungen arbeiten und dadurch z.B. andere OP-Amps mit besseren Werten einsetzen kann).
- Bei sehr lauten Schallquellen könnte es nötig sein, beim NT1 die Dämpfung-Pads am H6 einzuschalten, da die hohe Ausgangsspannung des NT1 den Eingang sonst womöglich übersteuert.
- Die Pads des H6 wird man beim MBC660 sicher nicht brauchen.
- Das NT1 würde also nur dann Sinn machen, wenn man mit dem H6 sehr leise Schallquellen möglichst unverrauscht aufnehmen möchte.
- Mit Vorverstärkern wie sie im X18 eingebaut sind, kann man selbst mit dem unempfindlicheren MBC660 sehr leise Schallquellen aufnehmen.
- Mit dem NT1 am X18 kann man wahrscheinlich noch Schallquellen sauber aufnehmen, die im Bereich der Hörschwelle liegen.

Wie teste ich "leise"? Ich reibe in ca. 10 cm Entfernung von der Einsprechöffnung Daumen und Zeigefinger leicht aneinander und checke dann, wie laut ich dieses Signal verstärken kann, ohne dass es von technischem Rauschen überlagert oder gar verdeckt wird. Auch das Ticken der Wanduhr im Nebenzimmer ist eine gute sehr leise Schallquelle (bei offener Tür natürlich, Entfernung zum Mikro ca. 6 m). Wie laut kann ich dieses im Kopfhörer machen bis es störend anfängt zu rauschen.

Diesen Test hat aber auch das MBC660 am H6 noch bestanden, beide Geräusche waren bei der Potistellung "6" gut wahrnehmbar ohne störendes Rauschen. Das NT1 war hier selbstverständlich besser, ich konnte bei ihm beides noch deutlich lauter verstärken ohne störendes Rauschen.
Auf die Praxis bezogen kann man jetzt vergleichen, ob und wie die Mikrofone am H6 (sicher vergleichbar dem H5) tauglich sind für die Schallquellen, die ich aufnehmen will. Wenn mein Instrument aus der gegebenen Aufnahmeentfernung z.B. maximal die Potistellung "4" verlangt um in seiner kompletten Dynamik korrekt ausgesteuert zu sein mit etwas Headroom, dann bin ich was das Rauschen betrifft jenseits von Gut und Böse. Wenn ich kaum über "2" hinaus regeln darf und darüber hinaus auf das Pad angewiesen bin, dann ist das Mikro (für meine Schallquelle) zu ´stark´, liefert also schon zuviel Spannung. Ist mein Instrument so leise, dass ich mindestens "7" und besser noch darüber hinaus regeln muss, dann ist das Mikrofon zu ´schwach´ für meinen Recorder, liefert zu wenig Spannung, und ist damit untauglich.
Bei einem besseren Mikrofonvorverstärker wie in meinem Beispiel dem X18 hat man nach unten hin deutlich mehr ´Luft´, da braucht man sich diese Gedanken jedenfalls nicht so detailliert machen. Erfahrungsgemäß haben die mit höheren internen Spannungen arbeitenden Geräte auch mehr Headroom, also zusätzlich ´Luft´ nach oben hin, so dass auch bei einem höheren Gain nicht so schnell Übersteuerungen zu erwarten sind.

Ich würde mal vermuten, dass die MBC660 für deine Zwecke am H5 ohne Probleme funktionieren müssten, so leise ist ein akustische Gitarre nicht und ein Amp für die E-Gitarre schon gar nicht, zumal man erstere nicht zu fern, und den Amp stets sehr nah abnimmt.
Hinsichtlich des maximalen Pegels, den das MBC verarbeiten kann würde ich mir hingegen keine Gedanken machen. In den Daten findet man die Angabe 126 dB. Leider ist der Klirrfaktor nicht angegeben, aber bei einem seriösen Hersteller hochwertiger Mikrofone wie Haun vermute ich 0,5%. Bei weniger seriösen Herstellern gilt der angegebene Wert typischerweise bei 1% Klirr, da kommen schnell Werte wie 140 dB zusammen, obwohl dasselbe Mikrofon bei 0,5% möglicherweise auch nur 126 dB verarbeitet.
Die 126 dB sind aber schon so hoch dass man das mit gesunden Ohren eigentlich nicht mehr aushält. 130 dB Pegel unbewertet gelten als Schmerzschwelle und Gehör-schädigend, bei der sog. "gehörrichtigen" gefilterten db-A-Bewertung liegt der Wert deutlich niedriger, etwa bei 115 dB. (Siehe hier: http://www.sengpielaudio.com/TabelleDerSchallpegel.htm)

In unmittelbarer Nähe einiger Instrumente oder laut aufgedrehter PA-Lautsprecher können diese Pegel allerdings auftreten, z.B. am Schalltrichter einer Trompete wo jemand ff-Töne spielt. Im Homerecording wird man aus nahe liegenden Gründen diese Pegel eher nicht erreichen.

Aus eigener Erfahrung kann ich die Haun´s sehr empfehlen. Die Fertigungsqualität ist sehr hoch, wie schon erwähnt braucht man kein "gematchtes" Paar um Mikros mit eng beieinander liegenden Werten zu bekommen. Das "Matchen" ist eigentlich eher typisch für billigere Mikros und weniger gute Hersteller, da deren Toleranzen deutlich größer sind. Wenn man bei Schoeps nach 10 Jahren eine baugleiche Kapsel für seine Sammlung dazu kauft, dann kann man sogar sicher sein, dass diese in ihren Daten der schon vorhandenen Kapsel praktisch gleich ist!

Das AKG C451B habe ich auch (noch aus Wiener Fertigung) und es ist sehr gut. Ob aber die aktuellen aus ungarischer ´Harmann´-Produktion noch ebenso gut sind, kann ich nicht sagen. Für deine Zwecke glaube ich ohnehin nicht, dass sich deren Mehrpreis lohnt. Außerdem haben sie eine ausgeprägte Höhenbetonung. Die kann man zwar wegfiltern, aber wenn man sie nicht gut findet oder sie für die eigenen Anwendungen überflüssig ist, dann lässt man das auch besser gleich weg.

Die Oktavas hatte ich auch mal, habe die aber verkauft, als ich mal eine Sammlung von Haun-Mikrofonen relativ günstig erwerben konnte. Ich fand die als Stützen ganz o.k., aber auch etwas zu schwach in den Höhen, da musste ich gelegentlich etwas dazu geben.

Was ich bei Haun auch sehr gut finde, ist der zuverlässige und preiswerte Service. Z.B. das Reinigen der Mikrofonkapsel ist sehr preiswert, aber auch der Austausch einer defekten Membran (hatte ich einmal) ist absolut bezahlbar. Man kann die Mikrofone direkt zu Haun nach Obrigheim schicken.
 
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Hui, dass ist mal ein sehr ausführlicher Kommentar gewesen.

Oktava oder Haun. Das ist immer noch so die Frage, aber ich schätze es werden die oktava, weil ich eigentlich lieber neu kaufen möchte um bei nicht gefallen zurück geben zu können.

Nochmal zum audiointerface bzgl der Punkte: preamps, e ter e Stromversorgung und Bändchenmikro. Was ist denn von dem Steinberg UR22 zu halten? Bei Sounonsound.com heißt es: excellent für ribbon mics.
 
Hast du die schon mal am Amp getestet @mjmueller?
Ja, habe ich :) einfach aus Neugier.
Gitarrenamp und Bassamp. Vor dem Bassamp bzw. Box funktionieren die klasse. Vor einer Gitarrenbox so lala. Wenn der Amp nicht allzusehr aufgedreht ist, und man sich mit der Positionierung Zeit lässt, sind die durchaus interessant für eher cleane Sachen mMn.
Ich bin aber auch ein echter Bändchen-Fan für E-Gitarrenabnahme :)
Presonus kenne ich nicht. Die Zoom-Interfaces sind nicht schlecht. Mir persönlich sind die Preamps allerdings schon einen Tick zu "steril".
Audientpreamps finde ich dagegen sehr schön.
 
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Das zoom steht schon nicht mehr zur Debatte. Mich interessiert ob das Steinberg UR22 brauchbar ist. Eben auch für den Gebrauch von Bändchen Mikrofonen.
 
Das zoom steht schon nicht mehr zur Debatte. Mich interessiert ob das Steinberg UR22 brauchbar ist. Eben auch für den Gebrauch von Bändchen Mikrofonen.
Für Bändchenmikrofone sollten die Pre-Amps wenig Eigenrauschen haben und viel Gain bieten.
Das UR22 MKII bietet etwas mehr Gain als bspw. das Scarlett 2i2.

Wofür eigentlich unbedingt ein Bändchenmikrofon?
Gute Bändchenmikrofone sind teuer (also nicht gerade t.bone und Co.). Da würde ich mir lieber erstmal ein Paar MK-012 und ein SM57 zulegen.
 
Also mal so ganz allgemein. Ich weiß, dass eure Ratschlgäge alle nur gut gemeint sind. Und ich weiss sie auch alle zu schätzen. Aber es hilft mir nicht, wenn alle meine Vorhaben in Frage gestellt werden und man mir Alternativen aufzeigt, die nach eurem empfinden alle besser und brauchbarer erscheinen mögen. Ich bezweifel nicht mal das ihr recht habt. Aber... ich möchte einfach gewisse Dinge gerne selber ausprobieren. In diesem Fall geht es eben um Mirofone. Für akustik Gitarren habt ihr mich auch gut beraten. Ich muss mich nur noch zwischen Oktava und Haun entscheiden. In dem Falle des Bändchenmikrofons möchte ich einfach wissen, wie sowas klingt u wie ich es evtl. gewinnbringend einsetzen kann. Mag sein, dass es quatsch ist und ich es nicht für brauchbar empfinde. Aber das möchte ich selber herausfinden. Das das t.bone für 89 Euro nicht das beste ist, weiß ich selber. Aber ich leiste mir schon gute Stereo Kondenser Mics und bin ja auch schon offen für ein Interface, weil ihr mich überzeugt habt, dass man damit noch mehr aus seinen Aufnahmen heraus hohlen kann. Ich kann auch etwas Geld ausgeben. Alles kein Problem. Aber irgendwo ist dann auch mal gut. Soll heißen... Ich investiere gerne in ein gutes paar Stereo Kindensator Mikrofone wie die Oktavas oder Hauns. Kein problem. Ich investiere auch gerne in ein gutes Interface. Das soll aber dann nach möglichkeit auch gut für weitere Optionen für die Zukunft sein. Deshalb möchte ich gerne wissen, welches Interface für meine Zwecke geeignet ist. Und meine Zwecke beschränken sich eben nicht nur auf Aufnahmen einer akustik Gitarre mit einem Stereopaar Kondensator Mikrofone. Ich möchte auch E-Gitarre aufnhemen und zwar mit sowohl mit dynamsichen als auch Bändchenmikrofonen. Es mag sein, dass ich, durch eigenes ausprobieren merke, dass Bändchen nix für mich ist. Aber das möchte ich eben selber heraus finden. Ein SM57 habe ich ja auch in Planung.

Ich kann mir gut vorstellen, dass euch, mit euren scheinbar sehr vielen Erfarhungswerten, die Haare zu Berge stehen, wenn ihr hier lest, was ich als recording halbanfänger alles vorhabe. Aber eben weil ich noch nicht viel ausprobiert habe, mir aber ein bisschen was leisten kann, möchte ich ja einiges ausprobieren :). Ich möchte ein Interface an dem ich alle Mikrofntypen verwenden kann. Zumindest die genannten. Und es soll natürlich keine 1000 Euro kosten. Auch keine 800 Euro. Aber wenn es erfoderlich ist, dass es mehr als 250 Euro kostet, dann ist dass eben so. Ich wäre wirklich dankbar, wenn da mal jemand konkret drauf eingehen könnte.
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Das hier wurde gestern ja schon mal zur Sprache gebracht. Wäre das nicht vielleicht was?
 
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Das hier wurde gestern ja schon mal zur Sprache gebracht. Wäre das nicht vielleicht was?
Ja. Klanglich ist das sehr gut. Im Zweifelsfall aber auch etwas knapp vom Gain für Ausflüge in die Bändchenwelt.
Ich hatte ja gestern schon mal geschrieben, dafür kannst du bei Gelegenheit später einen Fethead zwischenschalten, dann passt es.
Die Interfaces in dem Preisbereich haben halt nicht unendlich (rauschfreie) Gainreserven.
 
Also ich denke, dass ein 2-Kanal Interface bis 150€ für dich erstmal voll und ganz ausreicht. Wenn du dir sowieso nur ein Bändchenmikrofon für 89€ kaufst, wäre ein 419€ Interface mit Kanonen auf Spatzen für die "ersten Gehversuche". Für alles andere mit KMK und dynamischen Mikros reichen Interfaces in dieser Preisrange für deine Zwecke voll und ganz aus.
Solltest du später aufstocken und merken, dass dir die Qualität oder die Eigenschaften (Gain Reserve etc.) oder die Kanal Anzahl des Interfaces nicht reicht, kannst du dann ja ganz einfach nochmal aufstocken und das alte mit wenig Verlust verkaufen.
Ich hatte ja das Focusrite Scarlett 2i2 empfohlen. Das Steinberg UR22 MKII hat allerdings ca. 10dB mehr Gain Reserve, was dem Bändchenmikrofon zu Gute kommen dürfte (was bei normal lauten E-Gitarren Aufnahmen aber trotzdem unwahrscheinlich bleibt).

Ich möchte auch nochmals eine ganz klare Empfehlung für die Oktava MK-012 aussprechen und dem Haun auf jeden Fall vorziehen. Ich hatte ja hier schon mal einen Vergleich der im Threadtitel genannten Mikros inkl. Referenz des bekannten Schoeps Mikrofons gepostet:

https://www.musiker-board.de/thread...01-vs-haun-mbc-660.672674/page-4#post-8479111
 
Zum Ausprobieren reicht für den Anfang das H5 allemal. Einzig Mikrofone mit sehr niedriger Ausgangsspannung, zu denen die meisten Bändchen-Mikros gehören, aber typischerweise auch praktisch alle dynamischen Mikrofone sind dann weniger geeignet, wenn die aufzunehmende Schallquelle sehr leise ist. Ist sie relativ oder sogar sehr laut, können die aber auch am H5 funktionieren. Das Revox/Beyerdynamic M201 ist im übrigen ein recht hochwertiges dynamisches Mikrofon, wenn es in gutem Zustand ist und einwandfrei funktioniert.

Ich wage zu behaupten, dass man mit der Kombination Oktavas/H5 (oder halt Haun, die ich favorisieren würde) sogar gute Produktionen möglich sind. Man muss die Mikrofone gut positionieren, braucht einen guten bzw. passenden Raum und muss sorgfältig aussteuern. Dabei kann man diese Essentials alle lernen und diese Kenntnisse braucht man auch, wenn man hochwertiges Equipment hat.
Schlussendlich kommt es sowieso auf den/die Musiker an und deren Können und Performance. Es hilft ja nichts, jemandem, der nicht Singen kann, ein Neumann U87 vor die Nase zu setzen. Im Gegenteil, dieses würde das Unvermögen nur noch deutlicher zutage fördern. Da könnte man fast besser ein altes Kohlegrieß-Mikrofon nehmen, denn dieses würde wenigstens das eine oder andere kaschieren.

Gute Aufnahmen machen zu können hatte immer schon, aber noch mehr heutzutage, wo man für wenig Geld gute Technik bekommt, mehr mit Erfahrung, Wissen und Know-How zu tun als mit technischem Overkill. Ein teures Schoeps an der falschen Stelle aufgestellt macht schlechtere Aufnahmen als die eingebauten Mikros eines H5 und Konsorten, wenn diese gut positioniert wurden.
 
Was würde denn bei dem 89 Bändchen Mic und dem Steinberg UR22 schlimmstenfalls passieren? Das die Aufnahme zu stark rauscht?

Und bei der Entscheidnung zwischen Audient ID14 und dem Steinberg URMKII? Was bietet sich da mehr an?
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Gute Aufnahmen machen zu können hatte immer schon, aber noch mehr heutzutage, wo man für wenig Geld gute Technik bekommt, mehr mit Erfahrung, Wissen und Know-How zu tun als mit technischem Overkill. Ein teures Schoeps an der falschen Stelle aufgestellt macht schlechtere Aufnahmen als die eingebauten Mikros eines H5 und Konsorten, wenn diese gut positioniert wurden.
Darüber hatte ich auch schon nachgedacht. Und überlegt, ob die Oktavas oder andere Mics in der PK tatsächlich einen Mehrwert für mich bringen oder ob sie vielmehr mein musiklaisches Unverögen zu Tage fördern.
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Ich möchte auch nochmals eine ganz klare Empfehlung für die Oktava MK-012 aussprechen und dem Haun auf jeden Fall vorziehen
Warum eigentlich. Ich finde die Haun in deinem Audiobeispiel eigentlich sogar besser.
 

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