Röhrentest (Vorstufe!) im laufenden Betrieb?

Theo Sexton
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Hallo zusammen,

ich habe etwas über 30 ECC83 zu Hause, die ich mal aus einer uralten Orgel entnommen habe - die meisten von Valvo. Ich möchte die Röhren auf Funktion in meinem Marshall Silver Jubilee von Anno Pief testen. Aber Verstärker an, Röhre testen, Verstärker aus, Röhre wechseln usw. ist mir dann doch zu aufwändig. Schadet es dem Marshall, wenn ich die erste Röhre links ( von hinten gesehen) im laufenden Betrieb teste? Aso Röhre rein kurz antesten, sofort wieder Röhre wechseln, ohne den Verstärker jedes Mal wieder aus- und einzuschalten?
 
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und warum benutzt du nicht den Standby Schalter?
 
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Vorstufenröhren im laufenden Betrieb wechseln ist in der Regel kein Problem, da diese auch nicht allzu heiß werden.

Was ich jedoch - selbst wenn man keine Wurstfinger hat und weiß was man tut - dringendst empfehlen würde ist vorher den Standby reinzuhauen. Die Heizspannung von 6-12V tut niemandem weh, aber selbst beim vorsichtigen Rausziehen einer Röhre (ein bisschen Wackeln ist da ja ab und zu trotzdem nötig) ist es theoretisch möglich dass man an die Anodenkontakte kommt, und selbst wenn die Spannungen der Vorstufe meistens signifikant niedriger sind als bei den Endröhren: 200-300 VDC will niemand in die Finger kriegen!

Deshalb ist meine Devise (ist evtl. nicht 100% ausgereizt aber dafür sicher):

Vorstufenröhren: Standby rein, warten bis das Signal komplett abstirbt (d.h. B+ komplett weg ist) und dann vorsichtig wechseln.

Endstufenröhren: Nicht im laufenden Betrieb wechseln! Nicht nur dass die Spannungen hier höher sind, auch mechanisch ist das nicht so prall für die größeren Kolben UND heiß sind sie zudem auch noch.
 
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Hi!

Ja, wie schon gesagt - einfach Standby an/aus ;)

cheers - 68.
 
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In der Zeit wie man hier nen Thread erstellt und auf Antworten wartet kann man auch einfach den AMP an und aus schalten :nix:
 
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Bei über 30 zu testenden ECC83, warte ich lieber auf Antworten,und ich wollte ja auch wissen, ob das Wechseln bei laufendem Betrieb dem Amp schaden kann.
 
Willst du:
- verkaufen und dafür Daten haben
- wissen ob sie in Ordnung sind
- ein bisschen rumprobieren
- klanglich Erfahrungen machen
?

In den meisten Anwendungen macht ein Testen mit Messinstrumenten mehr Sinn als das durchstecken am AMP.

Und die Sache mit der Lebensgefahr durch Spannungen im Gerät, auch bei Standby betrieb, ist dir auch klar hoffe ich.

Viel Erfolg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und die Sache mit der Lebensgefahr durch Spannungen im Gerät, auch bei Standby betrieb, ist dir auch klar hoffe ich.

Solange der Amp ansonsten geschlossen ist, dürfte die Gehr sich die Finger zu verbrennen aber doch die Größere sein? Beim reinen Ziehen und Stecken von Röhren dürfte die Gefahr doch eher gering sein, wenn man sich nicht besonders ungeschickt anstellt? Oder was übersehe ich?

Danke und Gruß,
glombi
 
Oder was übersehe ich?
Nix, genau so. Irgendwer ruft immer "aber da ist Strom drin". Nicht falsch verstehen, so Amps haben im ungünstigen Fall schon Tötungs-Potenzial, aber es ist halt beileibe nicht so riesig wie gerne glauben gemacht wird. Trotzdem - man sollte wissen, was man tut.

Zu den Tipps zu Testgeräten - die sagen mir, wie die Röhre funktioniert, aber halt nix drüber, wie sie im konkreten Amp klingt. Und gerade bei kleinen Champs etc. mit nur einer 12AX7 geht nix über "mal fix tauschen" ... "und dann lauschen".
 
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Trotzdem - man sollte wissen, was man tut

Genau deswegen schadet es nicht ein paar mal drauf hinzuweisen.
Denn weiß der TE was er tut?
Wenn er von Fach ist bestimmt.
Aber ist er das? Ich glaube nicht.

Nix für ungut. Bei Soundtests geht natürlich nix über Test im Amp
 
Da der Titel allgemein gehalten ist:

Bei etlichen Peaveys bspw. ist das nix, weil hier Heizungsschaltung...., sagen wir seltsam.
Merke: Man sollte sich vorher kundig machen!
 
Alternativ vielleicht sowas hier?....Bringt auch fundiertere Ergebnisse....

Wenn da das zugehörige Meßgerät fehlt, bringt das Ding gar nichts. Und außerdem ist es nur ein "Schätzeisen", welches die Röhren nicht mit speziellen Prüfspannungen an ihren Elektroden beaufschlagt, sondern nach dem Diodenprinzip arbeitet.

Test in einem Amp bringt eher was, ist aber ganz schön aufwändig - durch das u.U. zeitaufwändige Gefummel. Und dann musst Du ggf. berücksichtigen, dass das Gehör hier schnell einen Gewöhnunsgeffekt zeigt und dass die getesteten Röhren in einem anderen Amp mit anderer Schaltungsumgebung und in anderen Stufen eingesetzt, wieder ganz andere klangliche Ergebnisse bringen können.
 
1. Ich will nur wissen, ob sie funktionieren.
2. Mit einem Röhrenmessgerät muss man auch umgehen können bzw. eine Bedienungsanleitung haben.
3. Meine Gartenhandschuhe schützen mich ausreichend vor Verbrennungen.
4. Ich weiß welche Spannungen in Röhrenverstärkern etc. auftreten und in den Cs geladen sein können.
5. Als erstes habe ich mit der E-Gitarre (hertiecaster) im Alter von 13 Jahren über ein altes "Dampfradio" gespielt. Ich weiß daher, wie sich 220 V anfühlen. Später habe ich ein Grundig Tonbandgerät TK 125 davor geschaltet, auf Aufnahme und Pause geschaltet und den Aufnahmepegel voll aufgedreht. Super Distortion! Aber kein erfrischendes Kribbeln mehr vom Radio.

Einer meiner Onkels war Elektriker in einem Bergwerk. Die hatten dort etwas größere Trafos im Betrieb. Um zu testen, ob das Gehäuse unter Spannung stand, wischten die Kumpels mal eben mit dem Finger drüber. Da lagen schon mal über 500 V Spannung an. Keiner ist dran gestorben.
 
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Einer meiner Onkels war Elektriker in einem Bergwerk. Die hatten dort etwas größere Trafos im Betrieb. Um zu testen, ob das Gehäuse unter Spannung stand, wischten die Kumpels mal eben mit dem Finger drüber. Da lagen schon mal über 500 V Spannung an. Keiner ist dran gestorben.

Sollte das jetzt als Aufforderung missverstanden werden, weil es angeblich auch nicht wirklich was ausmacht, wenn man bei laufendem Amp mit der Zunge über die Platine leckt... ich sage, das ist keine gute Idee!
 
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Ich bin hier jedenfalls raus.
 
Ich bin hier jedenfalls raus.

Dito, vor allem als ich die "Argumente" unten gelesen habe. Hier kann ich nur sagen das sich hier jemand mit dem Hauptpreis des Darwin Awards bewirbt und hohe Chancen auf den Gewinn hat, mehr nicht.


5. Als erstes habe ich mit der E-Gitarre (hertiecaster) im Alter von 13 Jahren über ein altes "Dampfradio" gespielt. Ich weiß daher, wie sich 220 V anfühlen. Später habe ich ein Grundig Tonbandgerät TK 125 davor geschaltet, auf Aufnahme und Pause geschaltet und den Aufnahmepegel voll aufgedreht. Super Distortion! Aber kein erfrischendes Kribbeln mehr vom Radio.

Einer meiner Onkels war Elektriker in einem Bergwerk. Die hatten dort etwas größere Trafos im Betrieb. Um zu testen, ob das Gehäuse unter Spannung stand, wischten die Kumpels mal eben mit dem Finger drüber. Da lagen schon mal über 500 V Spannung an. Keiner ist dran gestorben.
 
Und wie immer wäre es einfacher, wenn nicht immer so polarisiert würde.

Es sind sich alle vernünftigen Menschen einig, dass in Elektrogeräten, und solchen mit Trafos und Elkos im Speziellen, potenziell tödliche Spannungen vorhanden sein können.
Ebenso sollten sich aber alle vernünftigen Menschen einig sein, dass (1) im normalen Betrieb diese Spannungen kein Problem sind, und (2) Elektrizität nüchtern und wissenschaftlich betrachtet werden kann und nicht als "Magie".
Weil ich so auf's "vernünftig" poche: Vernünftige Menschen denken nach was sie tun und machen sich schlau. Zum Glück sind die unvernünftigen Menschen robust gebaut, die meisten von ihnen halten auch mal einen Stromschlag aus.
Wenn man grundlegend weiß, was man tut und ein paar simple Tipps befolgt, und ein wenig vorsichtig ist, kann bei solchen Operationen eigentlich wenig schiefgehen.
Der wichtigste Tipp ist immer noch: Eine Hand in der Hosentasche, nur eine am Gerät.

Es braucht weder "War Stories" in Richtung "früher habe ich Elkos mit dem Amalgam meiner Zahnfüllung entladen", noch Horror-Stories in Richtung "wisst ihr, wie viele Musiker allein letzte Woche auf der Bühne einen Stromschlag erlitten haben".

Elektrizität ist keine böse Magie, wir beherrschen sie nun seit einer ganzen Reihe von Jahrzehnten ziemlich gut.

Und nochmal - wenn der Amp an sich i.O. ist, dann kann beim hier angedachten Preamp-tube-Testen eigentlich "nix" passieren. Natürlich kann immer "was" passieren (bei so vielen Wechseln wie hier angedacht kann gut mal ein Pin verbogen sein, und man sollte vorsichtig agieren, Kontakte im Socken könnten ausleiern oder der Socket an sich locker werden), aber dieses "was" ist nur in seltenen Fällen so, dass irgendwas gefährlich wird.

Es geht ja - immer noch nicht ! - darum im laufenden Zustand am offenen Amp rumzuschrauben. Es geht um den Tausch von Vorstufen-Röhren.
 
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