röhrenwechsel? was anderes hin?

von Crestfallen, 22.07.06.

  1. Crestfallen

    Crestfallen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.06   #1
    hallo ...

    ich habe seit kurzem einen neuen amp, einen sovtek mig-60 (60 watt, vollröhre). soll, was ich gehört / gelesen habe, sehr ähnlich zu einem marshall jcm800 modell 2204 sein.
    jetzt ist das ding relativ alt und verstaubt (1993), und hat schon jahrelang keinen röhrenwechsel genossen. in der vorstufe sind drei 12ax7 drin (marke kann ich nicht feststellen), die endstufe sind zwei mesa el34, eine mit str442 und eine mit str440 (was das heißen soll hab ich keine ahnung).

    das ding hat einen low und einen hi-input, und wenn ich meine gitarre in den low-input stecke, und die kiste voll aufdrehe (sowohl master als auch pre-amp), kommt das teil grad mal auf gute zimmerlautstärke! ist das normal? oder stimmt da was nicht? (ich habe vorher noch nie einen amp mit hi/lo inputs gehabt)
    beim hi-input wird das ding schon sehr laut, ich musste aber feststellen dass der master-regler nur einen geringen anteil an der lautstärkeregelung hat, im gegensatz zum pre-amp regler. ist das auch normal?

    vielleicht gehört das ganze auch ins anfänger-forum :)

    wäre für hilfe dankbar, sonst muss ich das ding zum tech bringen und bin wieder ein paar scheine los :(
     
  2. Rockin'Daddy

    Rockin'Daddy Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 22.07.06   #2
    Sovtek hat Amps gebaut? Bin ich wieder schlauer geworden.
    60 Watt Röhre sollte Dir locker die Grütze aus der Birne blasen und ist eigentlich unerträglich laut.
    Natürlich sollte ein Röhrenwechsel sinnig sein. Man weiß ja nicht, wie lange die alten bereits gelaufen sind. Allerdings bezweifele ich, daß der Leistungsverlust damit einhergeht. Das werden eher verschmutzte Potis und korrodierte Klinkenbuchsen und im schlimmsten Falle defekte Halbleiter wie Elkos etc sein. Die haben nämlich auch nur eine begrenzte Lebensdauer. Für solche Bauteile ist es übrigens schlimmer, kaum beansprucht zu werden, als das sie permanent unter Dampf stehen.
    Soll heißen, ein Amp, der nur in der Ecke steht und kaum bespielt wird, wird mehr Defekte aufweisen, als ein Amp, der immer genutzt wird.
    Vielleicht solltest Du wirklich den Gang zum Techniker nicht scheuen. Laß Dir nach der Durchsicht einen Kostenvoranschlag machen, damit sich die Ausgaben dann auch im Rahmen halten.
    Hier helfen keine wilden Spekulationen um eventuelle Ursachen. Das können nur Leute klären, die Ahnung von der Materie haben und den Amp vor sich stehen haben um Ihr Multimeter arbeiten zu lassen.
     
  3. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 24.07.06   #3
    @Rockin'Daddy
    Hallo??? Seit wann ist ein Elko ein Halbleiter?

    @Crestfallen
    Ich weis ja nicht, wie technisch bewandert Du bist, aber so ein Röhrenverstärker birgt für einen Laien ungeahnte Gefahren in sich (400 -500 Volt!), die auch noch lange nach dem Ausschalten aktiv sind.
    Dann sind, wie Rockin'Daddy richtig gesagt hat, bei so einem alten Gerät einige Bauteile dringend auszutauschen, bevor sie größeren Schaden anrichten.
    Sinn macht es allemal, so einen Verstärker wieder herzurichten.
    Es macht auch Spass!:)
    Aber das kriegt nur jemand hin, der das technisch auch beherrscht.

    /V_Man
     
  4. Rockin'Daddy

    Rockin'Daddy Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 25.07.06   #4
    :D Oller Klugscheißer:D

    Elektronisch aktive, sowie passive Bauteile!

    *Hüstel*
     
  5. Vintage_Man

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    Erstellt: 25.07.06   #5
    Schon gut! :D
     
  6. Crestfallen

    Crestfallen Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.06   #6
    ok danke, ich hab das ding doch mal zu nem techniker gebracht, dem ich ziemlich vertrauen kann.
    elektrotechnisch bin ich leider nur amateurhaft bewandert, also kein kompletter pfosten aber auskennen tu ich mich da auch nicht wirklich, allerdings würd mich das im hinblick auf verstärker und alles was so mit der musikwelt zu tun hat interessieren. ist es möglich sich da selber in eigenregie halbwegs fundiertes wissen anzulernen, oder kommt man da um ein studium / ausbildung nicht um?
     
  7. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 28.07.06   #7
    Da gibt es sich ein paar gute Bücher über die Technik. Dann ein kleines Bastelprojekt - aber wirklich für Anfänger! - , da lernt man schon einiges. Gerade für Röhrenamps gibt es ja auch gute Foren (z.B. AX84.com - The Cooperative Tube Guitar Amp Project) zum lernen und bauen.

    /V_Man
     
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