Hallo!
Ich besitze so einen Preamp.
Und kann mich da nur anschließen. Es kommt drauf an was für Musik du spielst.
Denn allzuviel Gain bekommst du aus dem Preamp nicht raus.
Ein paar sound-technische Eindrücke:
Der Preamp besitzt zwei Kanäle:
Channel A: clean
Channel B: distortion
Wobei im Clean-Kanal eine Transistorschaltung wirkt, hier hat die Röhre keinen Einfluss auf den Sound (man kann die Röhre herausziehen, es tönt immer noch wie vorher).
Der Sound des Clean-Kanals erinnert ein wenig an einen Roland JC, der Sound ist sehr clean und zerrt erst bei voll aufgedrehtem Volumepoti, allerdings ist es eine recht angenehme Zerre, keine harsche Transistorenübersteuerung, hartes Diodenclippung oder dergleichen.
Im Channel B arbeitet nun die Röhre (eine 12AX7A). Der Sound geht von leicht angezerrt, bluesig, bis, ich würde mal sagen, Hard-Rock, Classik Rock, evtl. ist noch früher Heavy Metal drin, mit der aktivierten Booststufe.
Aber mehr kann man davon nicht erwarten.
Was jedoch auch noch etwas ausmacht ist die verwendete Röhre, mir war der Sound der Originalröhre zuerst zu fuzzig, viel zu brizzelig in den Höhen, andere Röhre rein und gut war es. Nun kommen die Höhen nicht mehr so scharf raus und die Mitten sind etwas voller.
Ich finde man bekommt damit einen sehr schönen David Gilmour-Sound hin.
Was ich noch zu diesem Kanal sagen kann, ist, dass es wohl ein Clone eines B.K. Butler (Chandler / TubeWorks) Preamps ist. Zumindest die Regel- und Schaltmöglichkeiten sind die gleichen und im Vergleich zu einem TubeWorks Real Tube (RT-902) schenkt es sich im Sound nicht viel.
Auch noch zu erwähnen wäre, dass man dieses Gerät auch als Oberdrive vor einem Amp betreiben kann, denn der Preamp besitzt Ein-/Ausgänge für Line- und Instumenten-Pegel.
Also bin ich zufrieden mit dem S.M.I.L.E. Preamp, aber es kommt darauf an was für einen Sound du haben möchtest.
cu darlex