Sauber spielen

von Ideentoeter, 24.04.07.

  1. Ideentoeter

    Ideentoeter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.07   #1
    Hallo,

    so, ich weiß, es gibt einige Threads dazu und es heißt auch immer "langsam dafür sauber spielen/üben", aber wodurch definiert sich "sauber spielen" eigentlich? Ich hab mir letztens besser Kopfhörer besorgt und spiel seitdem eigentlich nur mit diesen, da ich immer nur spät zum spielen komme und deswegen halt nicht laut spielen kann. Dabei hört man aber ungemein viel Nebengeräusche. Allein schon, wenn ich bspw. einen Finger von einer angeschlagenen Saite nehme, klingt diese gleich wieder, ähnlich einem Pull Off, und auch nur leicht, aber dennoch hörbar. Oder bei einer kleinen Sequenz, die ich mir anhand der Am-Pentatonik ausgedacht hab und mich der ich Bendings übe. Egal wie ich bende, irgendwie klingt immer etwas anderes mit, ohne das ich jetzt an einer anderen Saite hängen bleibe oder so. Also inwieweit kann man was ab wann ignorieren oder muss noch am sauberen Spiel arbeiten?

    Dämpfen tu ich die Saiten sogut wie immer (also bspw. mit dem Handballen die tiefen Saiten, wenn ich nur die hohen bespiele) und übern Verstärker hört man die Nebengeräusche auch nicht so stark, aber über Kopfhörer störts schon stark manchmal.
     
  2. Rockstream

    Rockstream Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.04.07   #2
    willkommen im rock und metal!
    solche "nebengeräusche" sind immer drin! allein wieviele töne in einem "ton" (nennen wir es mal 1 nen anschlag der seite) mitklingen... das musst du dir mal vor augen führen! Aber solange es nicht richtig hörbar ist, tragen diese Geräusche eigentlich nur dem Feeling bei. Das is numal vor allem bei verzerrten tönen immer stark drin. es gehört dazu!
    Wenn du dich allerdings verspielst is das was anderes. Aber sauber spielen kann man nicht genau definieren. aber du merkst es doch eigentlich selber ob du das jetz sauebr spielst und es gut klingt oder ob du es ungenau spielst!
     
  3. the_captain

    the_captain Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.04.07   #3
    Das ist ein Thema, das mich auch im Moment beschäftigt, also die Bendings mein ich jetzt.
    Wie du oben geschrieben hast passiert es mir immer wieder, dass ich beim Bending (Besonders bei dem über zwei Halbtöne), dass ich die anderen Saiten ja geradezu anzupfe, oder eben nur durch "Pull-Off" anspiele. Komischerweise passiert mir das hauptsächlich bei nem Song aus Blues you can use, so ziemlich der erste mit richtig vielen Bendings. Das ist nervig und klingt ziemlich unsauber. Gibt's da Methoden, um das zu vermeiden? Irgednwie mit nem Finger oder der Schlaghand abdämpfen?

    gruß

    captain
     
  4. Ziegabärtle

    Ziegabärtle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.04.07   #4
    also ich weiss dass ich da vielleicht eine nicht ganz normale meinung darüber vertrete aber ich finde dass es bei rock und blues immer noch um das feeling geht, ich meine damit, dass man da gar nicht so stark darauf achten sollte, achtet bei den bendings lieber darauf dass ihr die töne sauber trefft und nicht einen viertelton daneben liegt, ob jetzt noch leise 2 andere saiten mitschwingen ist doch eigentlich egal. es geht um die musik, technik ist nur ein mittel dazu.
     
  5. the_captain

    the_captain Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.04.07   #5
    Mh, also die Töne treff ich eigentlich schon ganz gut, jedenfalls klingts net schief. Hab ich auch schon mit nem Rekorder aufgenommen um selbst zu hörn.
    Setsamerweise passiert mir das aber oft nur an bestimmten Stellen, hängt wohl davon vom Abstand der Stelle zum Steg oder zum Sattel ab.
     
  6. Moshpit

    Moshpit Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.07   #6
    Nimm dein Geklampfe auf und hör dir das Zeug an. Üb ein paar Tage vor dich hin und mach noch mal eine neue Aufnahme und hör dir diese an. Den Unterschied wirst du schon hören. Wenn du audacity oder ein ähnliches Prograumm auf den PC ziehst und dein Amp einen Line-out hat, hast du ja die Möglichkeit dazu. Aufnehmen und abhören verbessert deine Spieltechnik ohne viele Worte und senkt deine Fehlerquote drastisch. Voraussetzung ist natürlich, das du dir nicht schon eine schlechte oder sagen wir nachteilige Technik angewöhnt hast.
     
  7. stickyfinger

    stickyfinger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.07   #7
    hi

    ich habe das selbe problem mit mitschwingenden saiten gahabt und ich muss sagen es klingt nicht nur scheiße sondern es demotiviert auch total.

    ok, wo liegt das problem?

    ich habe für mich herausgefunden, daß das problen darin liegt die sache zu SCHNELL zu spielen obwohl ich noch gar nicht die technik heraus hatte, die saiten effektiv abzudämpfen.

    der nächste schritt war, alles auf clean zu stellen und alles LANGSAM durchzuspielen.

    die schwachstellen konnte ich so schnell ausmachen!

    also, mein tip: alles auf clean. schwachstellen ausmachen und an der feinmotorik arbeiten. dazu ist natürlich wichtig regelmäsig zu üben. wenn man erst mal einen lauf hat von, sagen wir mal 1 1/2 stunden konzentriert üben am tag, dann werden die nebengeräusche nach ca. 1-2 wochen von selber verschwinden. Man wird immer effiktiver wenn mann regelmäsig übt.

    als übung empfehle ich zum aufwärmen 5-10 min hammern-on pull-offs auf allen saiten mit allen fingern bis es leicht zu ziehen anfängt in den sehnen. dann aber SOFORT aufören und pause von min. 1 min. ( ausschutteln etc.).
    dieses programm kann am anfang lange dauern, aber wenn erst mal die hand trainiert ist, wird es zum kinderspiel;)
    nach dem aufwärmen empfehle ich, sich eine tonart vorzunehmen (z.B. F-Dur) und dann diese in allen Lagen und fingersätzen durchzuspielen und dann die nächste tonart und immer weiter und weiter .........

    bg
     
  8. LPGoldTop

    LPGoldTop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.07   #8
    Ein unsauberes Spiel kann mitunter sehr nervig sein. Wenn z.B. im Proberaum der Amp auf "Vollgas" steht und dann beim Solo Saiten mitklingen, die garnicht angeschlagen wurden oder durch eine falsche Technik Nebengeräusche entstehen, hört sich Alles einfach nur noch schrecklich an und ist natürlich inakzeptabel. Gerade wenn man mit viel Gain spielt, treten vermeintich "leichte" Nebengeräusche viel stärker heraus. Wobei man beim Spielen mit viel Gain wiederum Einges kaschieren kann, was die Grifftechnik und den Anschlag betrifft. Da ist man schon mal schnell über eine bestimmte, schwierige Stelle drübergehuscht. Spielt man es dann aber clean, kommen die Defizite ans Tageslicht. Wenn man zuhause bei einer moderaten Lautstärke übt, fallen einem kleine Nebengeräusche meist garnicht auf und in der Bandprobe merkt man dann, dass man unsauber spielt. So ging es mir anfangs ständig.
    Deswegen ist es wirklich wichtig, auf Unsauberkeiten zu achten und diese auszumerzen. Feeling hin oder her .... aber wenn es unsauber ist, klingt es einfach nur übel. Ich spiele viele Sachen meist erst clean, um sicher zu gehen, dass wirklich Alles stimmt und gut klingt. Wenn man mit Kopfhörer übt, hat man den Ton direkt im Ohr und hört natürlich viel besser die Unsauberkeiten heraus. Deswegen halte ich es, über einen Kophörer zu spielen bzw. zu üben, für eine gute Methode, Fehler aufzudecken.
    Und wie schon vorangegangen erwähnt : Langsam anfangen und das Tempo erst schrittweise erhöhen, wenn man in einer bestimmten Geschwindigkeit das Gespielte sauber und locker drauf hat.
     
  9. the_captain

    the_captain Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.07   #9
    Also die Sache mit den Kopfhörern ist wirklich ne sau gute Idee. Habs jetzt mal ausporbiert, diesen nervigen Song clean übern Kopfhörer gespiel, und es klang merkwürdigerweise schon gleich sauberer. Werd ab jetzt häufiger mit Kopfhörer spielen - dann gibts auch weniger Ärger mit den anderen Hausbewohnern :D
     
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