Aber das mit der Schallübertragung durch die Knochen hat mir mein HNO-Arzt bei der Behandlung auch erklärt. Es gibt das tatsächlich.
Ja, allerdings. Aber in eurem Fall braucht sich der Gitarrist da eigentlich keine Sorgen zu machen, DENN:
Das, was per Knochenleitung am Gehör ankommt, das HÖRT man auch. Wenn also die gehörte Lautstärke mit Ohrstöpsel OK ist (es also z.B. weit entfernt von "unbehaglich" ist), dann hat er auch nicht mehr Schäden zu befürchten, als würdet ihr ohne Stöpsel entsprechend leiser spielen (so dass die gehörte Lautstärke so ist wie jetzt mit Stöpseln).
Zudem kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es wirklich verdammt wenig ist, was von AUSSEN über die Knochen ins Gehör dringt, solange man sich nicht einen Lautsprecher an die Birne hält. Als ich meine Elacins angepasst bekommen habe, waren für ca. 10 Minuten meine Ohren von der Abform-Masse komplett dicht (etwas mulmiges Gefühl übrigens, weil man wirklich NICHTS mehr hört, aber auch nicht weiter tragisch, geht ja vorbei). Man hört nur noch den eigenen Atem, Schlucken etc., also kann man sich vorstellen, wie wenig da über Knochenleitung ankommt.
Was anderes sind natürlich Schallquellen, die direkt an den Knochen "ansetzen", das kennt eigentlich jeder vom Zahnarzt. Aber um Schall aus der Luft effektiv aufnehmen zu können, noch dazu bei den besonders gefährlichen hohen Frequenzen, dazu ist die Schädeldecke zu massiv und träge, als dass das gefährlich werden könnte. Jedenfalls bei handelsüblichen Gitarrenverstärkern. Die Bekloppten, die sich bei dB-Drags in ihre 140dB-Autos auch noch reinsetzen, die müssen sich vielleicht Sorgen machen, euer Gitarrist aber sicher nicht...