Schlagzeugrecording - Begrenzte Miczahl

von Guardian667, 22.10.07.

  1. Guardian667

    Guardian667 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.11.05
    Zuletzt hier:
    22.09.08
    Beiträge:
    27
    Ort:
    Altendiez @ Limburg a.d. Lahn
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 22.10.07   #1
    Hi Leute,

    unsere Situation:
    Wir nehmen unser neues Album auf. Erfahrungen mit Cubase haben wir bei zwei Alben gesammelt. Jetzt wollen wir das Schlagzeug schön bestücken für die neue Aufnahme.
    Schlagzeug:
    1 Kickdrum
    5 Toms (High, Highmid, Mid, Low, noch Lower)
    1 Snare
    1 High Hat
    2 Crash
    1 Splash
    1 China
    1 Ride

    Wir nehmen mit dem C-Port-System von Hoontech das Schlagzeug ab, also direkt in den PC ohne Pult. Dazu stehen uns zwei Phantoms und 6 Lines zur Verfügung. Mikros haben wir jede Mange für alles was man braucht von nem befreundeten Mischer aus nem Club.
    Mein Plan:
    1 Dickes vor die Kick
    2 an die Snare
    2 Overheads
    3 für die Toms (1 für die High und High-Mid, 1 für die Mid und 1 für die beiden Lowtoms)
    Ich plane auch eine Stereoaufteilung des Schlagzeuges.

    Meine Bedenken:
    Ist es sinnvoll bei begrenzter Miczahl die Snare von oben und unten abzunehmen oder doch lieber einen Kanal für die High-Hat, Ridebecken oder für ne Tom nehmen?
    Ausweichmöglichkeiten hätten wir in dem wir ein 8-Kanal-Pult für die Toms extra schalten, die dann nach links und rechts mischen und das dann als eine Spur aufnehmen. Alternativ könnten wir mit dem Pult auch noch 2 Phantomkanäle für Kondensator-Mics für High-Hat oder Ride-Becken nutzen. Allerdings kann ich dann die Pegel im Nachhinein nur noch begrenzt mastern.

    Also. Vorweg. ich weiß mit 8 mics kann man schon allerhand anstellen und das reicht für ne Eigenproduktion. Aber ich würde mir gerne Meinungen von euch einholen.

    Falls das für euch noch von Interesse ist. Wir Machen Thrash. Hörbeispiele falls sie von nöten sind findet ihr hier unter "Media"

    Schon mal vorab vielen Dank für zahlreiche Tipps :)
     
  2. Stifflers_mom

    Stifflers_mom Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    19.08.03
    Zuletzt hier:
    30.10.16
    Beiträge:
    1.576
    Ort:
    Erlangen
    Zustimmungen:
    10
    Kekse:
    1.032
    Erstellt: 22.10.07   #2
    Um erst mal dem Wirrwarr von aus halbwissen aufgeschnappten und falsch verwendeten Begriffen etwas klarheit zu verschaffen;) :

     
  3. JayT

    JayT Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    26.04.07
    Zuletzt hier:
    27.10.10
    Beiträge:
    355
    Ort:
    Innsbruck
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    886
    Erstellt: 22.10.07   #3
    Hi,

    Würds so wie du machen. Snare ist wichtiger. Hihat ist eh immer über die Overheads da.
    Bei den Toms würd ich dir schon eher empfehlen alle abzunehmen und über ein eigenes Mischpult vorher auf 2 Kanäle runterzumischen. Es geht auch mit 1 Mikro für 2 Toms, ist aber nicht ganz ideal.
    Kommt auf den Stil draufan. Für Metal und Rock ist meistens eins der Standtoms sehr wichtig und
    muss dann auch extrem fett klingen. Das würde ich auf jeden Fall mit einem eigenen Mikro abnehmen.

    Tipps aus eigener Erfahrung:
    - Vieeeeeeeeeeel Headroom. Lieber "zu leise" aufnehmen als dauernd irgendwelche Clippings.
    Soundcheck bei den Einzelschlaginstrumenten bringt nichts. Lieber den Schlagzeuger den Song
    auf Vollgas spielen lassen und alle Mikros einstellen mit gehörigem Respektabstand zu 0dBfs.
    - Ruhig ein paar Stunden zum Phasen zeitnehmen. Wenn nicht ein separater Regie-Raum zur
    Verfügung steht, dann immer wieder aufnehmen, anhören und Mikros zurechtrücken.
    - Das Mikro muss nicht immer 1mm über dem Fell sein. Es klingt sogar meistens besser, wenn es mal
    10cm oder sogar noch weiter weg steht (Snare z.b.). Bei dynamischen Mikros (SM57 !!!) ist der
    Nahbesprechungseffekt fast zu extrem und dann im Mix nicht fein. Außerdem klingt natürlicher
    und ausgewogener, wenns weiter weg steht. Aber am besten experimentieren.
    Nachteil ist da wieder das Übersprechen. Also immer zuerst reinhören.
    - Overheads sind heilig. Wenn die meiste Zeit für deren Positionierung draufgeht, egal. Das Set muss
    über diese beiden Mikros (bis auf die Kick) schon super klingen. (Muss nicht immer Groß A/B sein,
    man kann ja auch mal mit ORTF, NOS,..... experimentieren).
    - Falls du über ein Mischpult die Toms zuerst auf eine Stereo-Spur abmischt: Panning genau so
    einstellen, wie es sich von den Overheads aus anhört. Und auch die Grundfrequenzen der einzelnen
    Toms auf diesen Submix-Mischpult mit dem EQ ganz leicht anheben. Also auch Zeit nehmen.
    - Zeit nehmen, Zeit nehmen. Auch Mal ein paar Takes mit verschiedenen Positionen machen, z.b.
    - Nach dem Aufbauen, Soundchecken und Mikros-Um-Millimeter-Verrücken-Bis-Es-Passt eine Pause
    machen.

    Hoff das hilft etwas weiter.

    lg. JayT
     
  4. Rockopa

    Rockopa Globaler Moderator Moderator

    Im Board seit:
    10.12.03
    Beiträge:
    13.126
    Ort:
    Oranienburg
    Zustimmungen:
    1.143
    Kekse:
    45.525
    Erstellt: 22.10.07   #4
    Vorsicht bei gleichzeitiger Abnahme von oben und unten,es ist leicht möglich das sich beide Signale aufheben.
    Wenn dann muss bei einem Mikro meistens die Phase gedreht werden,richtig gute teure Mixer haben dafür einen Phasenumkehrschalter.
     
  5. Stifflers_mom

    Stifflers_mom Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    19.08.03
    Zuletzt hier:
    30.10.16
    Beiträge:
    1.576
    Ort:
    Erlangen
    Zustimmungen:
    10
    Kekse:
    1.032
    Erstellt: 23.10.07   #5
    Das ist wohl meistens so. (außer die Distanz zwischen den jeweiligen Mikros und den Fellen ist ziemlich unterschiedlich oder die Mikros haben von sich aus verschiedene Phasen:rolleyes:). Ist aber ziemlich egal, wenn man vergisst, die Phase schon bei der Aufnahme zu drehen. Das kann man ja im Sequenzer bei der Nachbearbeitung dann noch genauso machen.
     
Die Seite wird geladen...

mapping