Schnell Tonika herausfinden

von linkinpark, 06.03.16.

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  1. linkinpark

    linkinpark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.16   #1
    Hi Leute,

    ich schreibe morgen eine Musikklausur über (unter anderem) Stimmführung. Ich habe eine Frage und zwar: Ich habe hier eine Aufgabe, da muss man Dominantseptakkorde zur Tonika auflösen. Also ich hab da Töne stehen, die ich in Terzschichtung bringen soll (um den Grundton herauszufinden) und diese ergeben dann einen Dominantseptakkord. Soweit so gut. Nun muss ich diesen zur Tonika auflösen, aber irgendwie finde ich nie so schnell raus was die Tonika ist. Habt ihr irgendwelche Methoden, wie man schnell die Tonika herausfinden kann? Ich zähle dann nämlich immer wie ein Trottel runter und das ist fehleranfällig und zeitintensiv. (hoffentlich habe ich alles richtig und verständlich formuliert:rolleyes:)

    Vielen Dank im Vorraus
     
  2. hmmueller

    hmmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.16   #2
    Wenn der Dominantseptakkord in Grundstellung steht (also eine Terzschichtung ist), dann ist die Tonika genau in der Mitte - eine reine Quart sowohl vom Grundton wie auch von der Sept entfernt.
    Wenn also Dein Septakkord z.B. ist:
    c-es-f-a
    dann baust Du ihn zu einer Terzschichtung um. In diesem Fall hat er die noch nicht (weil es-f keine Terz ist) - also c nach oben -> ergibt es-f-a-c - noch immer keine Terzschichtung -> es nach oben -> f-a-c-es! Juhu, Terzen. Und nun liegt die Tonika eine reine Quart über dem f - ist also ein b. Kontrolle: Eine reine Quart unter der Septim es ist auch b - alles paletti.

    Wenn Du schon so weit bist, dass Du dem Septakkord direkt ansiehst, wo die Septim ist, dann kannst Du Dir die Terzumbauerei natürlich sparen: Du nimmst die Septim (es im Beispiel) und gehst eine Quart nach unten -> b.

    //Edit:
    Mhm - ich hoffe, Du findest schnell zu jedem Ton einen anderen in einem gegebenen Intervall. Was liegt eine Quart unter dem fis? ... da darfst Du nicht zählen müssen, sondern das musst Du "einfach so wissen". Wenn das nicht so ist -> üben!
    Wie geht's am einfachsten? Man lernt die diatonischen Intervallabstände:
    * Eine Quart unter c, d, e, f, g, a, h liegen g, a, h, c, d, e, fis(!).
    * Die "schwarzen Tasten" gibt man einfach dazu: Eine Quart unter cis, dis, eis, fis, gis, ais, his liegen gis, ais, his, cis, dis, eis, fisis(!); und eine Quart unter ces, des, es, fes, ges, as, hes...ähem: b liegen ges, as, b, ces, des, es, f(!). :) ... ... schaut ärger aus, als es ist!
    Aber das nun für alle Intervalle ...


    H.M.
     
  3. linkinpark

    linkinpark Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.16   #3
    Ok Danke erst mal! Das mit der Quarte ist echt hilfreich;)

    Ja nur das Ding ist, das mit den Intervallen. Ich zähle eben immer noch ( wie ein Grundschüler mit den Fingern) bei der Quarte zum Beispiel die 5 Halbtöne hoch. Ich denke das muss ich irgendwie echt mal üben. Gitarristen haben es da einfach schwieriger als Pianisten (ist eigentlich nur ne faule Ausrede). Bei mir im Musik Leistungskurs merkt man das aber sofort: Der Lehrer frägt zum Beispiel nach der kleinen Sexte vom d aus alle Pianistenhände gehen sofort hoch und nur mein Kumpel und ich (er ist Schlagzeuger) zählen dumm rum:ugly:
     
  4. hmmueller

    hmmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.16   #4
    :) - gut.

    Aber: Niemals ... wirklich niemals Halbtöne zählen!!! Immer die diatonische Tonleiter hoch- und runterzählen. Erstens ist man ungefähr doppelt so schnell, zweitens irrt man sich weniger, drittens besteht unsere Musik weitgehend aus diatonischen Skalen, viertens lernt man so in immer größeren Intervallen "springen".
    --> Fang sofort damit an, die Halbtöne zu vergessen = diatonisch zu zählen. Ja, dazu muss man diese blöden Halbton/Ganzton-Wechsel wissen - aber das muss man eben wissen. Und "Alle meine Entchen" ist so schwer nicht ...

    (Ich hätte auf Anhieb gar nicht gewusst, wie viele Halbtöne eine Quart hat - ich will's auch nicht wissen ... ich brauch das nicht, nicht beim Spielen, nicht beim Komponieren, nicht beim Analysieren - wirklich!).

    H.M.
     
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