schnellkraft für geschwindigkeit?

von flushbomb, 19.06.07.

  1. flushbomb

    flushbomb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #1
    hallo...
    wenn wir jetzt mal vom ganzen koordinativen neuralen aspekt des gitarrespielens absehen
    und uns nur auf die pure geschwindigkeit der bewegungsausführung konzentrieren...

    jeder mensch hat ja einerseits weisse und rote muskelfasern...die weissen sind für schnelle und kräftige bewegung die roten für langsame und ausdauernde...
    ausserdem hat jeder mensch unterschiedliche konzentrationen im verhältnis zu einander... manche haben mehr weisse als rote und manche mehr rote als weisse...

    kann es sein das gitarrenvirtuosen mehr von diesen schnellkraftgewebe haben als andere?

    macht es sinn schnellkraft in der hand zu trainieren um sein geschwindigkeitspotenzial zu steigern?
    würde das nicht auch heissen das man schnell üben muss um die muskulatur entsprechend zu adaptieren?

    ich weiss das schnelles gitarre spielen auf ein so mindest und ökonomisch wie möglichen kraftaufwand hinausläuft...
    aber was die reaktions und kontraktionszeit des muskels in der hand angeht ...muss der muskel doch auch trainiert werden oder?
     
  2. rog_72

    rog_72 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #2
    Also grad mal am Anfang - ich hab vom medizinischen her keine Ahnung... Allerdings bin ich ziemlich überzeugt, dass das gerade bei den ganz grossen Gitarristen nicht viel mit Kraft sondern hauptsächlich mit Geschick zu tun hat... Ist ja auch so, dass man am Anfang für gewisse Griffe viel mehr Kraft braucht, als später, wenn man schon ein bisschen besser spielen kann..
     
  3. mante

    mante Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #3
    du trainierst sicherlich ausreichend, indem du einfach nur übst. Frag mal einen anfänger, wie sich seine hand anfühlt, nachdem er ausgiebig geübt hat.
    Gitarre spielen an sich ist pures training.....die virtuosen betreiben es ja tatsächlich fast schon als sport!
     
  4. Cornholio

    Cornholio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #4
    Sehr richtig, man trainiert immer im Ramen seiner Möglichkeiten. Das ist der Weg des Gitarristen.
    Ansonsten hat der Threadersteller schon recht mit diesem Talent-Aspekt, der aber imo nicht allzu ins Gewicht fällt... da es sich um winzige Bewegungen handelt, wird so gut wie jeder genügend Muskel-Potential mitbringen, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Desweiteren würd ich eh nicht darauf schielen, Geschwindigkeitsrekorde zu brechen, denn während Sport Sport ist, ist es in der Musik so, dass man irgendwann halt nichts mehr definiertes hört. :rolleyes:.
    Nach oben gibt es eh nicht mehr viel zu holen.
     
  5. Metalröhre

    Metalröhre Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #5
    Geschwindigkeit ist keine Begabung, es ist reine Übungssache.
     
  6. 0 Negative

    0 Negative Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #6
    Meiner Meinung nach ist Geschwindigkeit auch total überschätzt...Metallica schafft es meinetwegen irgendein Riff in 2-3 Sekunden superschnell durchzunudeln, aber viel schwieriger wird es imho, ein solches Riff über 15-20 Sekunden zu spielen und es noch interessant klingen zu lassen - wie es zB bei Type O Negative zu hören ist, zähe, fast schon lavamässig fließende Riffs sind ja deren Spezialität.

    Wobei das natürlich auch immer erstens vom Geschmack und zweitens von der Musikrichtung abhängt - beim Trash-Metal kommt ein zähes Riff wahrscheinlich eher untrashig :D

    Vom medizinischen her: Ich denke auch, das es vollkommen reicht wenn man normal übt, denn Geschwindigkeit entsteht aus Sicherheit.
     
  7. Domo

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    Erstellt: 19.06.07   #7
    mal abgesehen dass das garnicht gefragt war, hast du ja selber das argument schon eingegrenzt: es gibt musik bei der man virtuos sein möchte und auch musik bei der man damit fehl am platz ist. und wie alles ist auch die musik geschmackssache. nur weil man persönlich nicht auf virtuoses gedudel steht, ist es ja nicht gleich schlechte musik... ;)

    zum thema: klar ist geschwindigkeit eine sache der übung, aber um wirklich schnell zu werden benötigt man auch eine ordentliche technik. das ziel eines jeden virtuosen ist es wohl, die perfekte technik herauszufinden. jeder mensch ist leicht anders gebaut oder bewegt sich anders. folglich gibt es auch für jeden menschen eine technik mit der er am besten zurecht kommt. deswegen gibt es sowohl gitarristen die ihre ganze schlaghand verkrampfen und damit gitarrensoli bei 190bpm spielen oder auch gitarristen die nur die fingerspitzen bewegen und trotzdem auf beachtliche geschwindigkeit kommen. drum glaube ich auch nicht dass man wirklich objektiv sagen kann, welcher typ von muskeln für schnelles picking nötig ist.

    wenn du schneller werden möchtest, empfehle ich dir videos von anderen gitarristen zu schauen und deren technik zu kopieren. wenn du das mit mehreren verschiedenen gitarristen gemacht hast, wird sich schnell herauskristallisieren mit welcher technik du am besten zurecht kommst.
     
  8. flushbomb

    flushbomb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.07   #8
    @blackz:
    was gitarrenlehrvideos gerade von metalgitarristen angeht habe ich nicht so gute erfahrungen gemacht
    einerseits wird das eigene spiel der gitarristen nicht ausreichend reflektiert und andererseits spielen die in lehrvideos zu demonstrationszwecken an ihrer eigenen leistungsgrenze und eben weil das nicht ausreichend reflektiert wird sondern es immer nach dem motto shut up and play geht kann das einem der nicht zufällig gerade gitarre studiert und ganz genau weiss wie die dahingekommen sind ...tüchtig den wind aus den segeln nehmen...

    die sind alle wie zauberkünstler die ihre besten tricks die sie haben aufführen aber nicht preisgeben wie der trick funktioniert... und dann sagen... so ...mach das mal nach...

    und wenn ich jemand zeige wie ich ein kaninchen aus dem hut zaubere und weiss wie der trick funktioniert der zuschauer aber nicht... kann der noch so lange üben ein kaninchen in den hut zu quetschen er wirds niemals hinbekommen...

    aber gut ich bin wahrscheinlich doch ein bischen vom ausgangspunkt abgewichen...

    und noch dazu ob schnelles spielen gut oder schlecht ist.... ist doch rille...
    man kann das spielen doch in einen mechanischen und einen gefühlten teil gliedern... über den mechanischen kann man nicht streiten da ist man entweder gut oder schlecht oder irgendwas dazwischen... aber was den gefühlten teil angeht ist das eine ganz andere welt... dort gibts keine objektiven bewertungskriterien...
     
  9. Mich0r

    Mich0r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #9
    Motorik heißt das Zauberwort.

    Wer als Kind nicht genug mit Lego etc gespielt hat, muss beim GItarrespielen wohl anfangs einige Barrieren mehr überwinden. Die Erfahrung hab ich jedenfalls gemacht.
     
  10. Pablo El Grande

    Pablo El Grande Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #10
    Ich hab früher immer Tipp-Kick gespielt, deswegen kann ich so gut tappen:D
     
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