Schwere Entscheidung wegen Drums. (Suche benutzt)

von ...justice..., 15.07.08.

  1. ...justice...

    ...justice... Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #1
    Hallo liebe Schlagzeugergemeinde!

    Kurz zu mir: Heiße Max, bin 18 Jahre alt und eigentlich normalerweise Gitarrist. Mir ist allerdings in letzter Zeit aufgefallen, dass es mich extrem zum Schlagzeugspielen zieht (die Idee Schlagzeuger kam mir schon vor etwa einem Jahr bzw. 2 sogar schon).

    Ich bin derzeit echt stark am überlegen, ob ich jetzt mit dem Schlagzeugspielen anfange. Habe schon einige Threads durchgelesen, welche sich um das Thema akustische vs. elektronische Drumkits drehte. Jetzt bin ich mir noch immer ziemlich unsicher, wie sich das jetzt tatsächlich auf meine (noch nicht vorhandenen) Skills auswirken würde, wenn ich Zuhause mit E-drums übe, und halt dann gelegentlich im Proberaum z.B. am akustik Set spielen würde. Ich habe da echt teilweise Angst, dass da wirklich extreme Welten dazwischen liegen und es total anders ist. Mir ist bewusst dass es natürlich vom Gefühl her Unterschiede gibt beim Spielen, allerdings ist mir nicht ganz klar geworden, ob die wirklich so gravierend sind. Ich bin derzeit erst 1- 2 mal an Roland E-drums gesessen und konnte allerdings leider keinen Direktvergleich zu akustischen Drums machen, deshalb bitte ich mal hier um Stellungnahme, bzw. zu Threads, wo es noch bessere Diskussionen gab, als die, die ich zurzeit gelesen habe.

    Nun gut, sagen wir mal, ich habe mich tatsächlich Entschieden Schlagzeugspielen zu lernen. Reicht es, wenn ich mir mit Büchern mein Wissen über das Spielen aneigne, oder wäre es Vorteilhaft, wenn ich mir erstmal einen Lehrer für die wichtigsten Grundlagen an den Drums nehme? Ich habe mir beim Gitarre spielen nur 10 Stunden genommen und habe dort ein paar Grundlagen kennengelernt und es hat doch geholfen, also denke ich, sollte ich es beim Schlagzeugspielen auch so machen.

    So zum eigentlichen Thema: Das Drumkit.

    1) Akustische Drums:
    Habe mir überlegt und gelesen, dass man ja eigentlich ein akustisches Drumkit auch ziemlich Zimmertauglich machen kann, wenn man es mit Mesh- Fellen bestückt und dann triggert und halt die Becken durch V-Pads ersetzt und dann in ein Soundmodul schickt. Bei der Lautstärke sind meine Nachbarn nicht so heikel, allerdings will ich es nicht übertreiben, also ein akustisches Set, ohne eigenem isoliertem Raum, will ich ihnen nicht antun, aber das geht sich räumlich nicht aus.

    Vorteil: ein sehr realistisches Spielgefühl, relativ leise(wie leise?)
    Nachteil: sehr teuer, kompliziert in der Anschaffung, Platzmangel (habe zwar 23 m² zur Verfügung, allerdings würde sich da nie im Leben ein akustisches Drumkit mehr ausgehen), wahrscheinlich teurer in der Anschaffung als E-drums

    2) E-Drums:
    Ja meine eigentliche Überlegung waren eben elektronische Drums, da sie platzsparend sind und meine Nachbarn damit nicht belastet werden.

    Vorteile aus meiner Sicht: habe genug Platz im Raum, vll. nicht so kompliziert im Aufbau wie ein getriggertes A-Set, große Flexibilität in Sachen Sounds, dank eingebauter Trigger und Soundeinheit kann ich direkt über den Pc Aufnehmen, also keine Zusatzkosten an Mikros, leise
    Nachteile: unrealistisches Spielgefühl(?Wie sehr?), auch teuer wenn es um Ersatzteile geht und allgemein teuer

    Ich würde ja liebend gerne jeden Tag in den Proberaum fahren und spielen, allerdings ist das total unrealistisch, da ich jeweils eine halbe Stunde Anfahrtszeit habe und es auch andere Bands gibt, die dort proben.

    So zu guter letzt, die Annahme, ich habe mich für E-drums entschieden, wegen diverser Vorteile und in Kauf genommener Nachteile:

    Für mich würden zwei Sets in Frage kommen, beide sind von Roland.

    1) Roland HD-1:

    Ein relativ billiges, kompaktes Drumkit, zu kompakt wie ich finde. Leider ist bei dem ja die Soundauswahl relativ beschränkt und man hat nicht wirklich eine Soundauswahl, wie bei den anderen E-drums von Roland. Was mich auch abgeschreckt hat an dem, war das echt extrem andere Trittgefühl, so komisch weich und irgendwie ohne Widerstand. Das wäre dann eigentlich echt nur gut um Techniken zu verfeinern und man müsste ein zweites Drumkit haben, mit dem man dann auch Spaß hat auf Dauer. Also wäre das eher meine letzte Wahl

    2) Roland TD-9K:

    Als ich das Drumkit das erste Mal gesehen habe, war ich schon überrascht und sehr interessiert. Ich glaube das wäre genau das, was ich mir unter einem (Einsteiger) E-drum Set vorstellen würde, genügend Flexibilität und einfach schon eher wie ein Schlagzeug, als das HD-1.

    Wie sieht es beim TD-9K aus, ist es allein vom Soundmodul her möglich, z.B. die Tom Pads später gegen die 2 Zonen Pads, oder welche es schon gibt auszutauschen und die dann auch volle Funktion zeigen? Ich habe mir überlegt, das TD-9 erst einmal aus Basis zu kaufen und es dann, wenn nötig, würde ich eben einzelne Teile austauschen und vll. z.B. auch mal einen Soundmodul Wechsel machen, aber das steht erst einmal in den Sternen.

    Ach ja zur Hardware noch ein kurzes Wort: Als Drumhocker würde ich irgendeinen billigen erst einmal nehmen, ich denke das reicht für den Anfang und als DOFUMA würde ich mir eine DW 4002 nehmen, daugt die DW 4002 was oder sollte ich da gleich noch mehr investieren in z.B. ne Double Iron Cobra?

    Wäre cool, wenn ihr mich bei meiner Entscheidung noch etwas unterstützen könntet, da ich (noch) Schüler bin und nur einmal im Jahr (also im Sommer) mal genug Geld verdiene, um mir so etwas überhaupt zu ermöglichen. Leider denke ich zu viel über das nach und mir fehlen doch noch ein paar Anhaltspunkte, die mir meine Entscheidung erleichtern könnten.

    L.G.

    Max

    P.S.: Tut mir Leid, dass ich so einen elendslangen Text geschrieben habe, aber das ist bei mir üblich, wenn ich mir über etwas Gedanken mache und einfach noch nicht entscheiden kann :D
     
  2. jordan mancino

    jordan mancino Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #2
    hi erstmal.

    also ich muss sagen es gibt nen riesen unterschied zwischen e drums und a drums. z.b. schon alleine dadurch das ein e-schlagzeug nicht so anschlagsdynamisch wie ein a set.
    wie viel geld willst du denn ausgeben? wenn du genug geld hast könntest du dir das td 9 mit meshheads holen. das wäre dann super weil die meshheads kommen schon recht stark an richtige felle ran.
    das mit der doppelfußmaschine vergiss mal lieber ganz schnell wieder.
    1. ist die dw4002 nicht besonders toll 2. wirst du als anfäger erstmal mit allen anderen sachen überfordert sein. dofuma ist erst nach 1-2 jahren sinnvoll,geht zwar auch früher,aber muss nciht sein.

    du solltest dir für die ersten paar wochen-monate einen lehrer holen,da er dir zeigen muss wie ne ordnetliche stockhaltung geht. danach gehts auch notfalls mit büchern.

    achso,das mit dem hocker. geb lieber mehr für den hocker aus. der ist wichtig! bzw das wichtigste an deinem set,ein billiger hocker kann auf dauer zu bandscheibenproblemen führen außerdem ist es auf nem teureren auch bequemer und du hockst da ja unter umständeren mehrere stunden.

    gruß,markus
     
  3. Puncher

    Puncher Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.07.08   #3
    Das Problem, wenn man mit E-Drums anfängt, ist folgendes: Du hast bei echten Drums ein anderes Gefühl, wobei der Umstieg von A-Drum zu E-Drum einfacher geht als andersrum.

    Die Problempunkte sind in etwas folgende:
    - A-Drum hat mehr Dynamik.
    - Felle und damit z.B. Reboundverhalten sind anders. Wenn du Gummipads hast sowieso, aber auch Meshheads spielen sich nicht ganz so wie echte Felle, da u.a. die Felle kleiner und die Spannung darauf recht groß ist. Beim A-Drum geht dann ein schneller Roll auf der hart gestimmten Snare leicht, und auf der lasch gestimmten Floor-Tom überhaupt nicht.
    - Wenn du nicht ein TD-12 oder TD-20 nimmst, ist es egal, wo du auf den Pads schlägst, es klingt (bei gleicher Kraft) immer gleich. Das ist beim A-Drum nicht so: Wenn du weiter außen schlägst, hast du z.B. mehr Kesselklang.

    Deshalb ist es schon insgesamt einfacher, wenn du beim A-Drum anfängst. Wenn das aber aufgrund der Nachbarn nicht geht, dann ist ein modernes E-Drum IMHO schon eine Alternative. Musst halt die obigen Punkte wissen und beachten.

    Im Prinzip könntest du die gleiche Frage auch bei den Klavierspielern fragen: Lieber echtes Klavier oder E-Piano? Die werden (schätze ich mal) ähnlich antworten: Lieber echtes Klavier zuerst.
     
  4. sonata27

    sonata27 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.08   #4
    Hi,

    wenn du richtig spielen lernen willst, dann kauf dir ein A-Drum. Ich selber habe ein A-Drum und ein E-Drum bei mir zuhause. Hab mir das E-Drum gekauft, damit ich auch mal spielen kann, ohne zu viel Lärm zu machen. Macht auch Spaß, aber ich nutze es trotzdem nicht so oft wie mein „richtiges“ Set.

    Wie bereits schon geschrieben wurde, ist das ein total anderes Spielgefühl. Das merkt man z.B. besonders bei schnellen Schlägen auf der Snare. Wenn du dich für ein E-Drum entscheiden solltest, dann auch von mir der Rat, das es auf jeden Fall Meshheads haben sollte. Von den Gummipads rat ich dir ab. Überhaupt kein authentisches Spielgefühl. Ich hatte das Glück, noch eines der letzten Roland TD-6 (neu) zu bekommen. Gibt’s jetzt nur noch gebraucht.
    Das wäre trotzdem eine Empfehlung von mir. Das von dir erwähnte TD-9 kostet wesentlich mehr und hat nur ein anderes Soundmodul.

    Zu der Sache mit dem Lehrer. Hier wird dir wahrscheinlich jeder empfehlen einen zu nehmen. Bei mir sieht´s in der Nähe mit Lehrern allerdings schlecht aus und daher hab ich mir bisher alles selbst beigebracht. Mit Büchern und Videos.

    Es ist auf jeden Fall schwieriger und dauert auch länger bis du manche Sachen kapierst und spielen kannst. Wenn du diese Geduld hast, kannst du es probieren. Vorteil hier ist, das du dir gleich deinen eigenen Stil angewöhnst. Vorteil eines Lehrers ist natürlich, das er gleich schaut, ob deine Technik wie z.B. Stockhaltung richtig ist.
    Wenn du einen guten Lehrer in der Nähe hast, ist es sicher nicht verkehrt, mal ein paar Stunden zu nehmen. Dann kannst du immer noch entscheiden, ob du alleine weitermachen möchtest.
     
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