Selbstbau Subwoofer (SK Bastelhorn)

  • Ersteller Nail.16
  • Erstellt am
Gibt es auch irgendeinen Hersteller, dessen Boxen du nicht in- und außwändig kennst? :D:eek:
Ich kenne sehr viele Boxen, viele Boxen kenne ich gut, aber du hast dir gerade zwei von den Herstellern ausgesucht, die ich in- und auswendig kenne. Nexo kenne ich als Anwender wirklich gut, und Audiozenit ist mein langjahriger Ausstellpartner auf der ProLight&Sound. Bei beiden weiß ich oft vorher, was die nächsten Monate kommt.

Heißt also auf gut Deutsch: Ein Bass, der sowohl tief, wie auch hoch genug spielt, um einen befriedigenden Kompromis aus Infra- und Kickbass darzustellen, ist eine Illusion meinerseits.
Nein. Wenn die Kiste nur mittelmäßige Pegel bringen muss, geht das schon...

Aber wieso sollte es eine Überhöhung geben, wenn Trennfrequenz von Bass und Top dieselbe sind. Soweit ich weiß, ist es, zumindest beim L-R Filter so, dass die beiden "Trennkurven" zusammen wieder eine Linie ergeben.
Das ist richtig, aber ersten gilt das, wenn die -6dB Punkte aufeinander liegen, während viele Controller wie bei den anderen Filter üblich die -3dB Punkte angeben. Legt man die -3dB Punkte aufeinander, ergibt sich dort eine Überhöhung. Zweitens gilt das nur für lineare Frequenzbereiche. Basshörner werden aber typischerweise noch lauter bei zunehmender Frequenz, sodass von der Steilheit weniger übrig bleibt und somit auch hier eine Überhöhung entsteht.
 
Hm, dann hätte das Bastelhorn ja, bis auf den trockeneren Bass, eigentlich keine echten Vorteile gegenüber einem typischen BR. :gruebel:

Tu es ja auch. Merklich mehr Pegel bringt es erst ober 80Hz. Darunter ist es nicht merklich lauter als ein "normaler BR-Sub".*
z.B. denselben Speaker in ein BR-Gehäuse mit ähnlichem Volumen und Gewicht. Und dafür hat man nach unten hin halt 10Hz weniger.

Das mit der besseren Erweiterbarkeit stimmt m.M.n. schon. Zumindest nimt der Pegel laut Messungen fast um die theoretischen 6dB zu.

Worum geht's Dir? Hohe Trennung oder impusltreuen Bass?
 
Ich kenne sehr viele Boxen, viele Boxen kenne ich gut, aber du hast dir gerade zwei von den Herstellern ausgesucht, die ich in- und auswendig kenne. Nexo kenne ich als Anwender wirklich gut, und Audiozenit ist mein langjahriger Ausstellpartner auf der ProLight&Sound. Bei beiden weiß ich oft vorher, was die nächsten Monate kommt.

Ok, war nur ein bisschen erschrocken, weil ja sowohl Nexo, wie auch AZ nicht unbedingt zu den Herstellern gehören, die jeder bei sich im Regal stehen hat. :D

Nein. Wenn die Kiste nur mittelmäßige Pegel bringen muss, geht das schon...

Nagut, aber wirklich was gewonnen habe ich damit ja auch nicht.

Das ist richtig, aber ersten gilt das, wenn die -6dB Punkte aufeinander liegen, während viele Controller wie bei den anderen Filter üblich die -3dB Punkte angeben. Legt man die -3dB Punkte aufeinander, ergibt sich dort eine Überhöhung. Zweitens gilt das nur für lineare Frequenzbereiche. Basshörner werden aber typischerweise noch lauter bei zunehmender Frequenz, sodass von der Steilheit weniger übrig bleibt und somit auch hier eine Überhöhung entsteht.

Zum ersten Punkt: Üblicherweise kann man am Cotroller doch wählen, ob man L-R/Butterworth/Bessel nimmt!?

Der zweite Punkt klingt plausibel.

Tu es ja auch. Merklich mehr Pegel bringt es erst ober 80Hz. Darunter ist es nicht merklich lauter als ein "normaler BR-Sub".*
z.B. denselben Speaker in ein BR-Gehäuse mit ähnlichem Volumen und Gewicht. Und dafür hat man nach unten hin halt 10Hz weniger.

Hm, wenn ich einen unserer ESWs messe, lande ich (bei einem auf Linearität ausgelegetem Controller-Setting) bei 46,irgendwas Hz als -3 dB-Punkt. Dass das 10 Hz tiefer sein soll, als bei Bastelhorn kann ich mir kaum vorstellen. :gruebel:

Worum geht's Dir? Hohe Trennung oder impusltreuen Bass?

*philosophischguck*
Ach wollen wir nicht alle die eierlegende Wollmilchsau? :D
 
Ich kann dir auch einiges über ältere EV-Systeme oder Peavey-Boxen erzählen, und noch ein paar andere Hersteller, wo ich fast jede Schraube beim Vornamen kenne. Früher gabs nicht viele Möglichkeiten, wenn's mal nicht so teuer sein durfte.

Ich Versuchs nochmal zu erklären. Bessel, Butterworth, etc. bieten frequenzgangmäßig einen glatten Übergang, wenn sie ihre -3dB-Punkte auf der gleichen Frequenz liegen haben. Bei LR ist es aber der -6dB-Punkt, der bei der gleichen Frequenz liegen muss, damit sich eine glatte Addition ergibt. Der Controller zeigt aber auch bei LR die -3dB Frequenz an, sodass wenn man hier gleiche Frequenzen einstellt beim Hochpass den -6dB-Punkt oberhalb der eingestellten Frequenz liegen hat, beim Tiefpass unterhalb der eingestellten Frequenz. Daher ergibt sich eine Überlappung, die zu einer Überhöhung führt.

Naja, ein Haufen kompakter geschlossener Bässe nimmt ja nicht mehr Platz weg als ein größeres Horn. Aber es ist immer ein Dreieck aus Maximalpegel, Bandbreite und Volumen. Zieht man an einer Ecke, kommen die anderen näher ans Zentrum.
Das Bastelhorn ist sehr kompakt, daher kann es einfach keinen kräftigen Tiefbass bieten. Es gibt andere kompakte Kisten, die sehr tief und laut können, aber entweder von sich aus nicht hoch spielen (akustischer Tiefpass) oder aber so klingen, dass man sie tief trennen muss.
 
Ich Versuchs nochmal zu erklären. Bessel, Butterworth, etc. bieten frequenzgangmäßig einen glatten Übergang, wenn sie ihre -3dB-Punkte auf der gleichen Frequenz liegen haben.

Da hab ich bisher aber immer anderes gelesen, nämlich, dass Bessel/Butterworth eben aufgrund dessen, dass sich die Trennfrequenz auf -3 dB bezieht, diesen berühmten Buckel im Frequenzgang haben.

Bei LR ist es aber der -6dB-Punkt, der bei der gleichen Frequenz liegen muss, damit sich eine glatte Addition ergibt. Der Controller zeigt aber auch bei LR die -3dB Frequenz an, sodass wenn man hier gleiche Frequenzen einstellt beim Hochpass den -6dB-Punkt oberhalb der eingestellten Frequenz liegen hat, beim Tiefpass unterhalb der eingestellten Frequenz. Daher ergibt sich eine Überlappung, die zu einer Überhöhung führt.

Da frag ich mich doch aber ernsthaft, warum irgendjemand so einen Schwachsinn programmieren sollte? :gruebel:
 
Das Problem der Grenzfrequenz sollte sich einfach lösen lassen, wenn man eine Remote-Software verwendet. Die kann einem das meistens auch grafisch veranschaulichen, dann sieht man, wo sich die Kurven schneiden, wenn man dieselbe Trennfrequenz einstellt.
 
Da hab ich bisher aber immer anderes gelesen, nämlich, dass Bessel/Butterworth eben aufgrund dessen, dass sich die Trennfrequenz auf -3 dB bezieht, diesen berühmten Buckel im Frequenzgang haben.
Richtig, ich hab mich vertan, es hätte phasengangmäßig heißen müssen. Das Problem ist, wenn man BW bei den -6dB-Punkten aufeinander legt, passt die Phase nicht zusammen und es ergibt sich immer noch kein glatter Frequenzgang im Übergangsbereich.

Tja, warum wird sowas so programmiert? Weil die Programmierer es übersehen? Weil sie es einheitlich bei -3dB haben wollen? Wer weiß das schon?

Die Remotesoftware hilft dabei auch nicht, weil da auch die Punkte zugrunde gelegt werden, die die Programmierer vorgesehen haben. Wenn das die -3dB-Punkte sind, schneidet es sich bei -3dB. Bestenfalls wenn da eine Gesamtfrequenzgangansicht, die die Phasengänge mit einbezieht, integriert ist, kann man sehen, ob man richtig liegt. antürlich fehlen dann aber immernoch die Frequenz- und Phasengänge der angeschlossenen Laustsprecher... Außer bei Dynacord, wo diese Daten für ihre eigenen Systeme hinterlegt sind.
 
Hallo, bin gerade auf diesen Thread gestoßen.
Allerdings habe ich hier keine Messergebnisse finden können.

Hattest du die Subs mal Freifeld oder im Raum gemessen, ob die sollwerte eingehalten werden?

Wie sah deine Simulation aus?
 
Yamaha P7000S gebrückt mit Brown Noise. Genaue Angaben über den Crest-Faktor kann ich leider nicht geben. Jedenfalls ist das Signal recht dynamisch, die trägen Pegel-Anzeigen sind aber die ganze zeit auf Vollausschlag, die Yamah zeigt hin und wieder kurzes Clipping an. In der Theorei wären das 2kW RMS. Die Dynamik dürfte aber ganz sicher unterhalb der von Musik liegen. Selbst bei Konserve.


Der Oberton 18XB700 riecht nach 1 1/2h ein wenig. Kann aber auch daran liegen, dass er vorher noch nie richtig belastet wurde. Mechanisch fängt die kleine Hornkammer alles ab, sodass die Auslenkung geschätzt zwar über dem Xmax (von +/- 9mm) liegt, aber es kommt z.B. nicht zu einem Aufschlagen der Schwingspule oder Ahnlichem. Dennoch wir die Energie sonst wo abgefangen, was natürlich auch in einer Belastung für das Chassis (Schwinspule-Pappe-Übergang) resultiert.

Raumtemperatur beträgt ca. 10°C, im Inneren der Kammer haben wir schon um die 55°C. Die Pappe ist spürbar warm und strahlt auch Wärme ab. Die Griffe (Metall) im Horn sind auch warm geworden. Das Holz isoliert da besser. Viel Wärme kann also nicht abgegeben werden, aber etwas geht doch. Dennoch steigt die Temperatur seit Beginn des Tests recht konstant.

Ich leite davon ab, dass thermisch gesehen 1,5kW für das Chassis kein großes Problem sein sollten, besonders bei Musik. Dennoch sind 5h Techno-Mukke was anderes, als ein Test von 2h. Wie sich hingegen die mechanische Belastung auf Dauer auswirkt, kann man so leider nicht ermitteln.

Zur Erinnerung: Oberton gibt 100W AES an. ("Measurement is in 180 L box enclosure tuned 43 Hz using a 40-400 Hz band limited pink noise test signal applied continuously for 2 hours").


Jetzt ist die Schwingspule hin. Blöd ist, dass das ganze "Experiment" nicht aussagekräftig ist. Die Zentrierung war bei dem defekten Chassis nicht perfekt. Und die Schwingspule ist nur auf einer Seite angekrazt, Verbrennungen am Kleber. Ich denke, dass das eher daran lag, dass das die Schwingspule irgendwo Kontakt hatte. Jedenfalls ist die Spule auf einer Seite (außen) nich wie neu.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, alte Datenblätter sprechen von 1400W Musikleistung, daran würde ich mich halten, insbesondere mit Eisenschweinen. Was du nicht übersehen darfst: Power Compression. Von den 2kW kommt ja bei solchen Temperaturen längst nicht mehr alles an. Bisschen Geruch bei neuen Chassis kann schon passieren.

Interessant wäre die Schwingspulentemperatur. Die könnte man aus Spannung und Strom errechnen.
 
Was du nicht übersehen darfst: Power Compression.

Die konnte ich gar nicht vergessen. Die hat man m.M.n. sogar richtig mitbekommen.


Interessant wäre die Schwingspulentemperatur.

Die ist jetzt leider gegangen. Wobei ich nicht sicher bin, ob das nicht auch teilweise an einer nicht ganz richtig arbeitenden Zentrierung gelegen hat. Dennoch zeigt sich halt, dass es in der Hornkammer bei solchen Belastungen gerne mal 60° warm werden kann. Und das bei 10° Umgebuntstemperatur. Wie das im Sommer ausschaut, will ich gar nicht wissen. Aber man kann das Chassis ja auch ganz vernünftig auf ~1-1,2kW limitieren. Das sollte drinnen sein.
 
Ein Peaklimiter, eingestellt dass nicht mehr als 1,2kW draufkommen, kann den Lautsprecher nicht vor thermischer Zerstörung schützen. Da bräuchte man schon einen RMS-Limiter. Damit lässt sich übermäßiges Erhitzen verhindern, sogar ohne kurze Peaks zu behindern, sodass der Sound trotzdem druckvoll bleibt.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben