Seltsame Saitenlage

Supra
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Ich habe vor 2 Tagen neue Saiten aufgezogen, D'addario 10-46, waren vorher auch schon drauf. Vorher habe ich alle alten Saiten runtergenommen, Griffbrett und Gitarre mit entsprechenden Pflegemitteln gereinigt und nach ca. 30 Minuten die neuen Saiten aufgezogen.

Nun ist es so, dass die tiefe E und die A-Saite bei nur etwas kräftigerem Anschlag (also, nicht wirklich fest im Sinne von volles Rohr sondern einfach halt etwas mehr als mit dem Daumen, quasi bei jedem Powerchord bzw. mit Plek), die A-Saite scheppert auch bei Slides. Dachte mir erst, dass wird schon noch, sind halt neue Saiten, wird aber leider nicht besser. Nun hab ich mir die Saitenlage genauer angeschaut und dabei festgestellt, dass vor allem die E-Saite in den ersten 3 Bünden quasi schon fast auf den Bundstäbchen aufliegt (max. 0,5mm Abstand - in diesen Bünden scheppert es auch extremst, in den hinteren Bünden dann garnichtmehr), während die Saiten nach hintenhin immer höher werden (bzw. dort sind es knapp 2mm, also relativ normal, nur die Relation ist etwas seltsam). Das Vintagetremolo ist schon relativ hoch eingestellt (hinten ist die Saitenlage daher auch in Ordnung).

Woran liegt das jetzt? Am Tremolo noch höher stellen bringt mir wohl nicht viel, am Hals will ich aber nicht einfach so auf gut Glück rumdrehen.

Hab eine Pacifica 112V.
 
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Hast du überprüft, ob eventuell eine Torsion im Hals entstanden ist?
 
Kontrolliere, ob der Hals in sich verdreht ist. Also nicht die normale konkave oder konvexe Biegung entlang der Längsachse, sondern eine Verdrehung seitlich gegen die Längsachse. "Korkenzieher".
 
I
Nun hab ich mir die Saitenlage genauer angeschaut und dabei festgestellt, dass vor allem die E-Saite in den ersten 3 Bünden quasi schon fast auf den Bundstäbchen aufliegt (max. 0,5mm Abstand - in diesen Bünden scheppert es auch extremst, in den hinteren Bünden dann garnichtmehr) während die Saiten nach hintenhin immer höher werden (bzw. dort sind es knapp 2mm, also relativ normal, nur die Relation ist etwas seltsam).

Ich emfinde die Relation nicht seltsam. Du scheinst Deine Saiten sehr niedrig eingestellt zu haben. Da ist die Relation von ca. 0,5 mm an den ersten Bünden zu 2 mm am 12. Bund, oder auf welchen Bund Du Dich auch beziehst, nicht unnormal. Ich habe auch eine Yamaha Pacifica 112V und eine derartige Einstellung ergibt bei mir ebenfalls ein "Scheppern" im Trockenen oder ein schnelles Abgleiten in die Obertöne, wenn die Gitarre verstärkt wird.
Ich vermute einfach, dass Dir das bei Deinen neuen Saiten auffällt, weil Du natürlich nach dem Saitenwechsel genau hinhörst, ob die neuen Saiten sich auch wirklich "neu" anhören und vielleicht auch, dass die alten Saiten so durchgenudelt waren, dass sie Dir dieses Feedback nicht mehr geben konnten.

Dass der Hals sich verdreht hat (Torsion) halte ich für ausgeschlossen (na ja, vielleicht benutzt Du Deine Gitarre in Deiner Freizeit zum Erschlagen von wildernden Elefanten in Deiner Nachbarschaft...).

Alles Liebe, Enno
 
Ich emfinde die Relation nicht seltsam. Du scheinst Deine Saiten sehr niedrig eingestellt zu haben. Da ist die Relation von ca. 0,5 mm an den ersten Bünden zu 2 mm am 12. Bund, oder auf welchen Bund Du Dich auch beziehst, nicht unnormal. Ich habe auch eine Yamaha Pacifica 112V und eine derartige Einstellung ergibt bei mir ebenfalls ein "Scheppern" im Trockenen oder ein schnelles Abgleiten in die Obertöne, wenn die Gitarre verstärkt wird.
Ich dachte eigentlich, dass die Saiten relativ hoch sind. Ich habe diverse Tests gemacht die man so im Internet findet, mit jeweils verschiedenem Ergebniss, da ist es irgendwie schwer als Laie festzstellen, was nun noch in Ordnung ist und was nicht. Selbes auch bei der Oktavreinheit, je nachdem, mit welcher Methode ich das prüfe ist diese entweder nahezu perfekt oder weicht teilweise ziemlich ab :rolleyes: - wobei der Zielton selbst aber immer getroffen wird, nur teilweise mit ein paar Cent Abweichung, dürfte als in Ordnung sein. Klingt auch alles ganz gut. Das mit den Obertönen ist bei mir auch extrem, dachte aber bisher, das liegt einfach an meiner schlampigen Technik - naja, wirds wohl auch :D

Ich vermute einfach, dass Dir das bei Deinen neuen Saiten auffällt, weil Du natürlich nach dem Saitenwechsel genau hinhörst, ob die neuen Saiten sich auch wirklich "neu" anhören und vielleicht auch, dass die alten Saiten so durchgenudelt waren, dass sie Dir dieses Feedback nicht mehr geben konnten.
Das glaube ich allerdings eher weniger. Hab die Gitarre seit August und nun schon den dritten Satz Saiten aufgezogen. Gescheppert hat die E-Saite schon immer wenn man sie heftig anschlägt, aber nicht so extrem wie es jetzt ist, das nervt dann schon.

Dass der Hals sich verdreht hat (Torsion) halte ich für ausgeschlossen (na ja, vielleicht benutzt Du Deine Gitarre in Deiner Freizeit zum Erschlagen von wildernden Elefanten in Deiner Nachbarschaft...).

Alles Liebe, Enno
Also, der Hals sieht in Ordnung aus. Werd die Tage mal versuchen, die Saiten noch ein Stück höher zu legen, wobei sie mir in den hinteren Bünden eh jetzt schon fast etwas zu hoch sind, tendiere eher dazu sie noch tiefer zu legen. Aber dann scheppert es vorne ja noch mehr. Optimal wäre hinten nen halben bis 1mm runter und vorne o,5-1mm rauf. Aber das geht wohl nicht? :(
 
Du kannst in den nächsten Musikladen gehen, die können sich das mal anschauhen.
Vielleicht Halskrümmung anpassen oder so.
 
Moin, nocheinmal ich.

Ich habe nachgemessen (an meiner Pacifica), die hohe e-Saite hat im 12. Bund bei mir einen Abstand von etwa 1.5 mm, die tiefe e-Saite einen von 2.0 mm. Im dritten Bund sind es bei der tiefen e-Saite bei mir genau 1.0 mm, das ist bei Dir scheinbar wirklich tiefer. Vielleich ist wirklich die Halskrümmung nicht optimal. Wenn ich die tiefe e-Saite im ersten Bund (zweckmässigerweise mit einem Kapo) und hinter dem 22. Bund herunterdrücke, dann schwebt sie noch frei, stösst also auf keinen anderen Bund. Der Abstand der Saite zum 12. Bundstäbchen ist 0.6 mm. Dr¨cke ich neben dem Kapo am 1. Bund die Saite hinter dem 19. Bund, dann sind zwischen dem Bundstäbchen des achten Bundes und der Saite 0.4 mm Platz.
Das soll kein Vorschlag für eine perfekte Einstellung sein, aber wenn es Bei Dir stark abweicht, dann kann es schon sein, dass die Halskrümmung nicht ideal ist.

Alles Liebe, Thorsten
 
@Ennito
Danke, dass du dir so viel Mühe gemacht hast :great:

Jedenfalls hab ich mich heute mal intensiv mit der Saitenlage auseinandergesetzt, war leider recht ernüchternd. Leider hab ichs ums verrecken nicht hinbekommen die Gitarre richtig sauber Oktavrein einzustellen, da kann ich rumdrehen an den Schrauben wie ich will, immer eine Abweichung. Der Ton stimmt zwar grundsätzlich, aber nie wirklich richtig sauber. Hab mir ja vor paar Tagen einen E-Bass gekauft, wenn ich da z.B. die sauber gestimmte E-Saite im 12. Bund anschlage habe ich ein perfektes E, weicht keinen mm ab. Bei der Pacifica klappt das irgendwie nicht :gruebel:

EDIT: Hab mich jetzt mal die halbe Nacht lang hingesetzt und probiert und probiert und rumgemacht und rumgemacht... erstmal den Steg-Humbucker ein Stück tiefer gelegt und dann in stundenlanger Feinarbeit an der Oktavreinheit gebastelt.

Ergebnis: Nun bin ich stolzer Besitzer einer (laut meines Korg-Stimmgerätes) 100% oktavreinen E-Gitarre :):great:, kann nun in jedem beliebigen Bund anspielen, erscheint sofort der korrekte Ton, absolut sauber und bleibt sogar eine zeitlang stehen ohne auch nur ein müh abzuweichen :D. Also, wieder was neues dazu gelernt.

Jetzt schlaf ich erstmal den Schlaf der kleinen Gitarrenhelden und lass mein Gehirn das erstmal verarbeiten, auf dass es dann nächstes mal zügiger gehen möge.

Die tiefe E-Saite schnarrt jetzt nur noch wenn man sie etwas kräftiger anschlägt, hört man im Verstärker allerdings nicht. Aber da mach ich mir dann ein anderes mal Gedanken drum. Problem wird wohl sein, dass die E-saite etwas tiefer liegt als die anderen Saiten und leider die zwei kleinen Schräubchen zum einstellen der Saitenhöhe verloren gegangen sind, ich kann da also nichts einstellen :(. Muss ich mal schaun, obs die einzeln zu kaufen gibt.
 
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