Seymour Duncan SH4 vs. SH6

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Hallo zusammen,

ich suche eine Alternative zu meinem Burstbucker, der in meiner Vintage verbaut ist (Les Pal TBS). Die Wilkinson-Pu´s sind von Haus aus aggressiver, aber ich fand die auch in den Höhen nicht sehr gut. Nun suche ich eine Alternative, da der Burstbucker, den ich als Ersatz für den ab Werk verbauten PU eingebaut hab, gerade bei tieferen Tunings irgendwie untight wird.

Nun spiele ich aber nicht immer nur Drop-c oder so, sondern meist D#. Und auch meist eher moderate Gainsettings.

Wäre der SH4 da eine Allrounder-Alternative? Wie klingt der SH 4 clean? Bzw. wie reagiert er auf Dynamik und Reduzierung des Vol. der Gitarre?

Besten dank, und Gruß, Volkair
 
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band-olero
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Seymour Duncan SH4 vs. SH6

...
da der Burstbucker, den ich als Ersatz für den ab Werk verbauten PU eingebaut hab, gerade bei tieferen Tunings irgendwie untight wird.
Ist es der PU der "untight" wird, dein Amp oder einfach die Gitarre an sich?
Ist die Saitenstärke an das Tieferstimmen (auch wenn es nur Dis ist) angepasst?
Falls nicht, darf dich "untighter" Klang nicht wundern.
Gibsonmensur, (zu) dünne Saiten und dann noch tiefergestimmt, das ist von haus aus eher "untight" als "tight".

Wenn dir knackige, straffe Wiedergabe wichtig ist, teste die DiMarzio D-Sonics an.
Für cleane Sound sklingt mir persönlich der D-Sonic aber eine Spur zu komprmiert, was bei so heissen PUs aber eher "normal" ist.
Wenn cleane Sounds wichtig sind und es kein High-Output-Teil sein muss, teste
den DiMarzio Fred in Kombi mit dem DiMarzio PAF Joe an.

Der Duncan Sh-4 ist meiner Meinung nach kein Allrounder. Für gute cleane Sound klingt er ungesplittet meinem Gusto nach eine Spur zu komprimiert; sein hochmitten-betonter Klang passt auch nicht in jede Gitarre. Für verzerrte Sounds, insbesondere Leadsounds, klingt er (bei passender Gitarre) recht ordentlich, wenn man seinen Grundklang mag- Für cleane und angecrunchte Sachen würde ich einen schwächeren, strafferen PU vorziehen, der etwas straffer ist als der SH-4.
Also z.B. den DiMarzio PAF Pro, DiMarzio Fred, den Rockinger Bellbucker oder so.
Wie jeder leicht komprimierende PU reagiert der SH-4 nicht ganz so gut aufs Volumenpoti der Gitarre wie ein klarerer PU, aber immer noch besser als mancher Megahigh-Gain-PU.

Zum SH-6 kann ich wenig sagen, außer dass er mir persönlich nicht gefällt, da er mir etwas zu harsch klingt. Verzerrt kann der SH-6 ganz gut klingen, mein PU war es aber nie und wird es auch nie sein.

Generell finde ich die passiven Duncan-Humbucker nicht so toll wie manche tun (die Antiquities mal ausgeklammert). Das ist aber reine Geschmackssache.
Bei Rockinger und DiMarzio bekommt man meinem Gusto nach oftmals Besseres.
 
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Der SH-6 klingt halt sehr fett und ist gerade für Lowtunings im Metal-Bereich ein echter Brecher. Aber das war es auch schon. Und in höhenbetonten Gitarren wird er auch mal schnell zur Kreissäge.
Der SH-4 ist ein sehr heisser, dreckiger Rock/Blues PU und kann von harschem Metal bis Blues ziemlich viel abdecken, hat aber seine Schwächen, wenn es definiert klingen soll. Clean ist auch schwer, da er durch den hohen Output schon von Hause aus eine leichte Verzerrung mitbringt.
Wenn du vor allem Metal spielst und eine basslastige Gitarre hast, dann würde ich den SH-6 nehmen. Wenn es eher "Einer für Alles" sein soll, dann eher den SH-4. Wenn du klar definierte Sounds und einen schönen Clean-Ton benötigst, sind beide nix für dich.
 
jf.alex
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In Mahagoni- Paulas kann der SH-4 IMHO als Allround- Rockmaschine eingesetzt werden - es sei denn, man benötigt wirklich cleane Sounds, die bringt er IMHO nicht so toll. Seine Stärken entfaltet er zwischen Crunch und Classic Metal. Dave Mustaine und Michael Amott spielen SH-4 - die übertreiben's mit dem Zerrgrad aber nicht. Wenn's noch härter, tiefer und böser werden soll, ist der SH-6 erste Wahl, der hat auch glasigere Cleansounds. :)

In Eschenstrats mit Ahornhals würde ich beide nicht einbauen wollen. ;)

Alex
 
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Moin und danke für euere Antworten so far!

Also es geht ja um eine Mahagoni-LP, die mit 12-52 bezogen ist, ich finde den Sound des Pickups an sich einfach nicht soo geil. Ich bin Häussel gewohnt, die einfach im gegensatz zum Burstbucker ne ganze Schübbe mehr können. Nun habe ich aelrdings die Häussel Vin mit Al2 in meinen beiden anderen Gitarren (LP Gold Top, Helliver Basic custom), und wenn ich die tiefer stimme, dann wird der Pickup auch einfach etwas matschiger, was ich aber auch auf die Saitenstärke (11-50) zurückführe.

Was ich meine ist eher der Grundcharakter. Ich mag eigentlich keine Hchohmigen PU´s, da die mit zu undynamisch sind. aber ich hätte gerne einen, der einfach etwas aggressiver zur Sache geht, als zB. die Pickups, die ich jetzt habe, dabei aber eine ähnliche Dynamik an den Tag legen.

Gruß. Volkair
 
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Wenns dir bei Lowtunings zu undifferenziert wird, bin ich nicht so sicher, ob du bei SH-4 und SH-6 richtig aufgehoben bist. Beides sind PUs die eher für mehr "Dreck" im Sound stehen.
Wenn du ohnehin PUs der gehobenen (Preis-)Klasse gewohnt bist, solltest du dich vielleicht mal bei Bare Knuckles umschauen.
Entweder Nailbomb, Miracle Men oder Painkillers könnten da was für dich sein.
 
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Aggressiver Klang, viel Dynamik und nicht so viel Output - da denke ich sofort an Duncan Pearly Gates. Siehe ZZ Top als Referenz, da wird Paula mit Pearlys gespielt, wenn auch mit sehr wenig Zerre.
 
bodacious
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Welcher PU mir persönlich in einer Paula sehr gut gefallen hat, war der SH-5. Sehr tight auch bei tieferen Tunings, nicht zu viel Output, zwar hell, aber nicht harsch. Von der Dynamik her auch in Ordnung. Auch der Cleansound hat mir sehr gut gefallen, wobei das wie alles Geschmackssache ist. Durch den Keramikmagneten war der halt eher klar und kühl statt warm...
 
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Welcher PU mir persönlich in einer Paula sehr gut gefallen hat, war der SH-5. Sehr tight auch bei tieferen Tunings, nicht zu viel Output, zwar hell, aber nicht harsch. Von der Dynamik her auch in Ordnung. Auch der Cleansound hat mir sehr gut gefallen, wobei das wie alles Geschmackssache ist. Durch den Keramikmagneten war der halt eher klar und kühl statt warm...

Stimmt alles was du schreibst, aber genau wegen dem letzten Satz hab ich ihn letztendlich aus meiner Hagstrom Swede wieder rausgeschmissen. Da war mir einfach zuwenig Leben drin.
 
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Yep, ging mir auch so mit etlichen Keramik-PU's, seien es Gibson 500T, Ultrasonic, EMG oder sonst was. Keramikmagnet würgt die Dynamik komplett ab, ist eher was für Jazzer (für super-klinisch clean) und ultra-Death-Core Meute (wenn komprimiertes chugga-chugga erwünscht). Einzige Ausnahme DiMarzio Super Distortion, der für so einiges sehr geil klingen kann.
 

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