Shuffle Definition

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tolaris

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Hallo,

eine Frage zur Interpretation einer Angabe zum Shuffle im Blues. Der Anhang zeigt eine Definition, nach dem 8tel geshuffelt werden. Nach meinem Verständnis aber nur die 8tel, nicht die 4tel und auch nicht die 16tel. Ist das so richtig?
 

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Hauself Zwo

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nur die 8tel, nicht die 4tel und auch nicht die 16tel

Ich würde sagen: Ja.

Eine einzelne Viertelnote kann man schlecht shuffeln, und für die 16tel steht's in dieser Übung (?) ausdrücklich drunter...
 
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tolaris

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Es steht drunter, weil ich es drunter geschrieben habe, um ausdrücklich auf den Unterschied zu verweisen.

Wenn zwei 8tel geshuffelt werden sollen, könnten theoretisch ebenso zwei 4tel und/oder zwei 16tel geshuffelt werden. Bei 4tel ist das absurd, ich meine bei 16tel auch. Weil die Grafik sich eindeutig auf 8tel bezieht.
 
Hauself Zwo

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Es steht drunter, weil ich es drunter geschrieben habe, um ausdrücklich auf den Unterschied zu verweisen.
Das zusätzliche Hinschreiben ist nicht unbedingt nötig, denn die Grafik oben ist an sich schon eindeutig und abschließend ("die Achtel werden geshuffelt, Punkt, Ende der Spielanweisung").

könnten theoretisch ebenso zwei 4tel und/oder zwei 16tel geshuffelt werden
Möglich ist das, aber das besagt die Grafik (Spielanweisung) eben gerade nicht. ;)
 
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tolaris

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Ich empfehle der Einfachheit halber mal die Wiki-Erklärung zu Shuffle.
Offensichtlich gibt es sehr wohl einen Unterschied zwischen Swing und zwischen Shuffle, auch wenn beide ternär sind.
 
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Claus

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Ja.
Shuffle ist "entschieden triolisch" und Rockmusik, Swing ist Jazz und es gibt etwas mehr zu beachten als nur "triolische Achtel".
Beispiele für Rock Shuffle, Jump Swing (Jazz Shuffle) und modernen Swing:




Bei 4tel ist das absurd, ich meine bei 16tel auch.
Nicht ganz.
Steht die Viertel auf einer vollen Zählzeit, dann ist m.E. nur der Beginn auf der vollen Zählzeit klar. Mit der Dauer verhält es sich aber anders, auch ohne ausdrückliche Artikulationsangaben.
Bei Vierteln, die zwischen den vollen Zählzeiten beginnen, die Stilistik des Stücks oder Abschnitts übernommen, also auch Shuffle oder Swing.

Gruß Claus
 
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Shuffle/Swingfeeling ist ja eine Art und Weise, wie der BEAT (in Subdivisions) unterteilt wird. Eben in drei Subdivisions.
Und da in diesem Falle die Viertel gleichbedeutend mit dem Beat sind, ist es relativ sinnlos, diese in irgendeiner Form shuffeln zu wollen.

Ähnliches gilt für die 16tel: Da der "Raster" im Shuffle-Rhythmus 12 Stellen hat, ist das Vorkommen von normalen 16-teln relativ exotisch, weil sie eben NICHT auf den Raster passen. Höchstens in eher langsamem Tempo und bei Doubletimefeeling denkbar.

LG
Thomas
 
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Drummer werden dir da widersprechen, die kennen shuffle und swing feel auch bei "16ths", es wird außerdem auch in der Literatur zum Soul und Funk immer wieder angeprochen.
Und da in diesem Falle die Viertel gleichbedeutend mit dem Beat sind, ist es relativ sinnlos, diese in irgendeiner Form shuffeln zu wollen.
Vielleicht verstehe ich dich gerade falsch, aber wenn es um synkopische Viertel im Swing Feel geht, dann gilt das auch für die Achtel auf der "3" und damit für den Beginn der Viertelnote auf der Zählzeit "3 &".
Wobei "triolisch" im Swing relativ zu sehen ist, weil vom Stück bzw. Arrangement, Zeitbezug und Tempo abhängig.

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Ja, ich ging von "normalen", vollen Vierteln aus.
In Deinem Beispiel geht es ja eigentlich um die (geswingte) Länge der PAUSE.

Aber ich fürchte, das so ein Beispiel für ein Thema, das immer komplizierter erscheint, je mehr man darüber SCHREIBT! … :)

Thomas
 
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Shuffle folgt im Großen und Ganzen der Swing Rhytmik. Allerdings werden bei Achtelfiguren die Achtel-Offbeats wesentlich stärker akzentuiert als die Achtel auf den Downbeats.
Bei Swing/Shuffle -Phrasierung bleiben Noten die auf den Beat (Puls) ,1 2, 3 und 4 fallen rhythmisch unbeeinträchtigt. Alle Noten die auf die Offbeats 1+, 2+, 3+ und 4+ fallen werden triolisch interpretiert, d.h. sie fallen auf das jeweils 3. Triolenachtel eines Beats (Pulses). Das gilt für alle Notenwerte.
 
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Vielen Dank für eure Mühe und die möglichen Spielweisen. Ich habe keinen Zweifel, dass jeder Notenwert geshuffelt werden kann, wenn es gewünscht ist.

In der von mir angehängten Grafik ist der Shuffle NUR für die 8tel definiert, demnach dürfen mit dieser Angabe in diesem Musikstück auch NUR die 8tel geshuffelt werden. Nochmals meine Frage: ist das so richtig?
 
Claus

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Nochmals meine Frage: ist das so richtig?
Ja, so steht es zumindest unter der TAB.

Wenn es ein veröffentlichtes Stück ist gibt es vermutlich eine "amtliche" Aufnahme, von der Du die Spielweise abhören kannst.
Oft genug sind Transkriptionen nämlich nicht ganz zuverlässig.

Bei 90 für die Viertel habe ich es gerade mal geklatscht und es war automatisch leicht shuffled bei den 16tel, wenn ich meinem musikalischen Empfinden folge. Dann nehme ich den Feel der geshuffelten Achtel mit und habe eine leichte Betonung wie im folgenden Video ab 1:45.


Gruß Claus
 
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tolaris

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Es steht unter der TAB, weil ich es drunter geschrieben habe. Damit wollte ich deutlich machen, wie die Grafik zu interpretieren ist - nach meiner Meinung. Das Stück ist ein Beispiel, um zu zeigen, was gemeint ist.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang
 
Claus

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Ok. Mein Vorschlag: spiele die 16tel einfach wie im Video, dann klingt es gut.

Gruß Claus
 
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tolaris

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Es geht nicht darum, ob es gut klingt. Es geht darum, ob es mit der Definition in der Grafik erlaubt ist. Ich meine: nein.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang
 
Claus

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Ich meine: ja. :)
Die triolische Anweisung in deiner Grafik ist nicht von einem Musiker ohne Notationserfahrung, denn sie ist falsch geschrieben.
Aber man weiß, was gemeint ist und Shuffle oder Swing gilt dann erst einmal für Alles, was darunter steht.

Wenn man eine Stelle doch anders gespielt haben will, dann schreibt man einfach die entsprechende Anweisung dazu, in meinen amerikanischen Arrangements steht dann z.B. "straight" oder "even" plus dem gemeinten Notenwert.
Oder man hat ein so schnelles Tempo, dass das Triolenfeeling nicht mehr funktioniert. Dann spielt man sowieso "gerade" und falls es um Swing geht, dann bekommt man den Feel aufgrund der Spielweise (Artikulation, Phrasierung, Dynamik) auch ohne triolische Spielweise.

Gruß Claus
 
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tolaris

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Was ist in der Grafik falsch geschrieben?

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang
 
Claus

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Wenn man nicht "swing" oder "shuffle" schreiben möchte sieht eine Anweisung für triolisches Feel wie in meiner Grafik aus. Statt der Viertel können auch gebundene Achtel stehen, aber in deiner Grafik ist die Triolenklammer verrutscht, sie muss natürlich auch die gebundenen Achtel umfassen.

upload_2019-9-10_23-32-5.png
shuffle.jpg


Hören kann man das samt der "shuffled 16ths" auch in einem sehr berühmten Beispiel:


Gruß Claus
 
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Es mag durchaus Kompositionen geben, wo innerhalb eines Stückes sowohl binäre als auch ternäre Microtimes verwurstelt werden.
Ohne die anfänglich erwähnte Notation im Gesamtzusammenhang des Stückes zu kennen, mag die Anweisung 8tel terär, 16tel binär also erstmal korrekt zu sein.

My 50 Quintolen dazu. ;)
 

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