sind moderne Class D Endstufen leiser als andere?

von Gimmelgrumm, 22.08.19.

  1. Gimmelgrumm

    Gimmelgrumm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.08.19   #1
    Hi. Ich habe einen Ampeg PF-500 und der erscheint mir für sein 500W deutlich zu leise.
    Woran kann es liegen?
    Kann es sein, das diese modernen Light-weight Amp mit Class D Endstufen leiser sind als Amps mit anderer Endstufe?
     
  2. käptnc

    käptnc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.08.19   #2
    Nur eine Theorie: Vielleicht liegts daran daß bei D-Endstufen die Anpassung der Lautspecherimpedanz viel schwieriger ist (Ausgangsfilter, Leitungslänge, etc)
    und du dadurch Leistungsverlust durch Fehlanpassung hast.
     
  3. Gimmelgrumm

    Gimmelgrumm Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.08.19   #3
    Also ich habe einen Ampeg PF350 und PF500. Ich habe nicht das gefühl, dass der PF500 bei gleichen Boxen lauter ist oder mehr drückt. Ich muss den genaus so weit aufdrehen wie meinen PF350.
     
  4. käptnc

    käptnc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.08.19   #4
    Natürlich ist der gefühlte Leistungsunterschied (Lautstärke) von 350W zu 500W minimal. Zum Bsp. brauchst du für eine doppelte Lautstärke die 10fache
    Leistung.
     
  5. Gimmelgrumm

    Gimmelgrumm Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.08.19   #5
    Naja daneben stand ein Marshall MB450H mit 4x10 und 1x15 box, je 4ohm als konnte dieser Amp die vollen 450W fahren und der war um einiges lauter und drückender als mein 500W Head. Ich werde demnächst die Boxen und den Amp tauschen und nochmal testen, vielleicht sind es ja auch die Boxen, die das ganze nicht so gut wiedergeben?
     
  6. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.08.19   #6
    Bitte gleich wieder vergessen, bei Transistor-Leistungsendstufen gibt es keine Impedanzanpassung. Die Ausgangsimpedanz der Endstufe liegt im Milli-Ohm Bereich. Es gibt in der Tat eine Wechselwirkung zwischen der Filterschaltung am Ausgang einer Class-D-Endstufe und dem Impedanzverlauf des daran angeschlossenen Lautsprechers, die sich auf den Frequenzgang am oberen Ende des Übertragungsbereichs auswirken kann. Wenn vorhanden handelt es sich in der Regel um eine minimale Anhebung. Für das Spektrum des E-Basses ist das aber im Allgemeinen vollkommen irrelevant.

    Die Stellung der Potis sagt genau gar nichts über die abgegebene Leistung aus. Vereinfacht gesagt verstärkt eine Endstufe ihr Eingangssignal um einen festen Faktor. Um die nominale Ausgangsleistung zu erreichen, muss also ein definierter Eingangspegel anliegen, die sogenannte Empfindlichkeit. Wenn das Endstufenmodul des PF500 mehr Eingangspegel zur Vollaussteuerung benötigt, als das des PF350, musst du den Amp logischerweise weiter aufdrehen, um die volle Leistung abzurufen.
    Ohne aussagekräftige Aussteuerungsanzeigen (die es bei Instrumentenverstärkern so gut wie nie gibt), hast du keine Rückmeldung über die tatsächlich abgerufene Leistung. Du kannst erst sicher sagen, dass die Leistung zu gering ist, wenn du ständig im Limiter hängst oder Verzerrungen sogar hörbar werden.

    Die Leistungsangaben der PF-Amps sind etwas seltsam, der PF350 ist mit 250/350 W an 4/8 Ohm bei 5% THD angeben, der PF500 dagegen mit 300/500 W an 4/8 Ohm bei 3 % THD, also nicht einheitlich.

    Leistung und Lautstärke sind zwei unterschiedliche Dinge, die sich nicht direkt ineinander umsetzen lassen. Leistung lässt sich physikalisch messen, Lautstärke ist eine subjektive Empfindung. Wenn du tatsächlich den Einfluss unterschiedlicher Endstufen oder Endstufenprinzipien vergleichen willst, musst du alle anderen Parameter gleich lassen, also Bass, Vorstufe, Lautsprecher, Raum, Abstand etc. Komplette Amps mit verschiedenen Vorstufen auf Lautstärke zu vergleichen und daraus etwas über das Endstufenprinzip ableiten zu wollen, ist sinnfrei und nicht zielführend. Wenn noch unterschiedliche Lautsprecher dazu kommen (dein letzter Post ließt sich so), wird es vollkommen absurd.
     
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  7. lowfreqMM5

    lowfreqMM5 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.19   #7
    An den billigen Bugera-Boxen, die Du daran betreibst.

    Keine Frotzelei, sondern ernst gemeint!
     
  8. Norbert

    Norbert HCA Bass Amps/Elektronik HCA

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    Erstellt: 23.08.19   #8
    Tja und da ist da noch was:
    Digi-Amps dollten nie übersteuert werden, sonst klingts nur gruselig.
    Also sitzt ein Limiter davor, egal wie gut oder weniger gut der designt ist.
    Also bleibt das Ausgangssignal meist auch halbwegs linear.

    Bei einem traditionellen Bassamp wie Deinem Marshall, Hartke, Trace Elliot whatever versorgt ein konventionelles Netzteil einen analogen Amp. Der macht dich erst bei kräftigerer Übersteuerung unangenehm bemerkbar, bei den alten TraceE kommt noch dazu, dass die MOS-Fet Endstufe noch viel gemütlicher vom Bereich Vollaussteuerung in den Bereich des clippings geht und sanft harmonisch verrundet, was dem Ohr eher gefällt und angenehmer und subjektiv satter klingt.
    ( Die Techniker hier wissen Bescheid-das war nur die Kurzversion)

    Wurde hier im Forum die letzten Jahre schon x mal beschrieben.

    Auch dass die mechanische Stellung der Gain und Masterpotis komplett nix mit der tatsächlichen Ausgangsleistung zu tun hat,
    predige ich schon seit gut 10Jahren hier und wird wohl nicht geglaubt.

    Norbert



    Nachtrag: logo der Boxenwirkungsgrad ist natürlich unabhängig vom Amp ein wesentlicher Faktor.
    Kenner werden sich noch an den Dynacord BS412 mit Box 414 erinnern. Hatte ich selbst.
    Mit seinen für heutige Verhältnisse wenigen 250W verbläst der auch heute noch wesentlich wattstärkere Boliden.
    Aber es waren auch 2EV 15B im Spiel.
    Ampleistung ist billigst geworden. GUTE speaker nicht so sehr.
     
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