Slow Blues in D Minor

von KlausP, 21.10.06.

  1. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 21.10.06   #1
    Hallo,

    eigentlich wollte ich nur mal wieder einen Blues-Jamtrack einspielen, zuletzt ist dann doch eine Version mit Giterrenimpro daraus geworden:

    http://www.klauspmusic.de/music/DMinorBluesByKlausP.mp3

    viel Spaß beim Anhören und sagt mal was ihr dazu denkt!

    Den Jamtrack stelle ich bei Bedarf zur Verfügung.
     
  2. Blues-Trick

    Blues-Trick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.06   #2
    Bin grad wieder zur Tür rein, tolles Stück und toller Sound.
    Ich würde es nur anders nenen, in Richtung Zusammenkunft zweier Gitarren. Auch wenn `s nur eine ist.
    Das Feeling ist sehr ausgewogen, kommt gut rüber.
    aber jetzt ab inne Kiste...
    :great:
     
  3. (>evil<)

    (>evil<) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.06   #3
    sehr schönes teil!!gefällt mir gut...sehr atmosphärisch!
    die licks gefallen mir ebenfalls sehr gut...hört sich sehr nach dem einfluss von gary moore an...vibrato klingt ebenfalls schön...was gibts da noch zu sagen ausser: sehr gut!!

    gruss

    evil
     
  4. opferstock

    opferstock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.06   #4
    Sehr hübsch gemacht, toller Sound Solo gefällt mir gut. :)
    Achte doch mal drauf dass die Licks zu Beginn eher auf den Punkt kommen, ich glaub da ist manchmal so ne leichte Verzögerung drin.
    Ne Bitte hätt ich noch:
    Könntest du mir mal nen Link geben dem ich entnehmen kann wie ich selber solche Samples machen könnte? Ich meine, wie ich sowas aufnehmen kann, nicht das Spielen an sich ;)
    Wäre sehr dankbar.
     
  5. viertoener

    viertoener Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.06   #5
    Klingt echt gut. That´s Blues. Die Gitarre hat einen richtig schönen Sound. Die gefällt mir echt gut. Was is´n das für eine und welchen Amp hast Du verwendet?
     
  6. KlausP

    KlausP Threadersteller HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 21.10.06   #6
    Danke an alle fürs Anhören und die Kommentare!

    Das ist eine 97er Gibson Les Paul Studio.
    Amp ist ein Vox Tonelab mit dem ich direkt in meinen Multitracker reingehe.
    Das setting am Tonelab ist ein 60er Jahre Marshall ("UK Blues"), angereichert mit der Tube Screamer Simulation (gain auf 12 Uhr) vom Tonelab und etwas Raumhall und Delay.

    oh, einen link gibt es dafür nicht.

    Aber ich beschreibe mal wie ich aufgenommen habe:

    Ich verwende einen kleinen 8-Spur Multitracker von Zoom, das ist praktisch ein komplettes winziges Aufnahmestudio.

    Los gehts mit den Rhythmustrack: Das Zoom MRS-8 SD hat einen eingebauten Drumcomputer, mit dem man (auch komplexe) Rhythmuspatterns und auch Bassbegleitung komplett frei programmieren kann.
    Weil es nur um einen simplen backingtrack geht, schaue ich, um Zeit zu sparen erstmal durch die ca. 470 mitgelieferten Drumpatterns.
    Tatsächlich wurde ich hier fündig, es gab ein Slowblues pattern, bei dem sogar die Bassbegleitung zu dem passte was ich machen wollte.
    Dieses preset pattern kopiere ich mir dann ein paar mal auf freie Speicherplätze wo ich die Kopien des patterns leicht verändern kann um dem Drumtrack etwas Variation zu geben. D.h. ein pattern erhält einen zusätzlichen Beckenschlag, ein anderes einen kleinen Snare-Break der in den turnaround beim Blues passt.
    Jetzt fehlt mir noch ein Intro, da finde ich auf Anhieb leider kein geeignetes preset pattern, deswegen muß ich selber Hand anlegen. Patterns kann man mit dem MRS-8 entweder "live" auf der Tastatur einspielen und aufnehmen oder Schlag für Schlag programmieren. Die closed Hihat zum Einzählen und dann 3 Tomschläge, das genügt.
    Dann wird das Ganze zu einem Rhythmussong zusammengefügt. Die Drumpatterns zu 1 Takt Einleitung und 3x12 Takte Bluesschema zusammenfügen und an den entsprechenden Stellen entsprechend Bluesschema die Harmoniewechsel für den Bass definieren.

    Jetzt das Tonelab anwerfen, einen relativ cleanen Sound für die Rhythmusgitarre suchen oder selbst einstellen und die Rhythmusgitarre aufnehmen. Die hat nicht viel zu tun, das geht recht schnell.

    Jetzt klingt der backingtrack schon ganz gut aber noch etwas dünn.
    Ich bin zwar bloß Gitarrist aber unten im Wohnzimmer steht ein Casio Elektropiano auf dem Frau und Tochter ab und zu spielen.
    Praktischerweise läßt sich ds Zoom MRS-8 auch mit einem Satz Mignon-Batterien betreiben, daher schnell das Gerät abgestöpselt, ins Wohnzimmer getragen und an den Kopfhörerausgang des Casio angeschlossen. Als Monitor verwende ich hier einen Kopfhörer, normalerweise läuft im "Heimstudio" das Zoom über meine Edirol Aktivmonitore.
    Der Orgelsound des Casio klingt ein bißchen penetrant nach Kirchenorgel, aber was solls, besser als nichts. Bissel Chorus rein und am Zoom einen geeigneten Insert patch gewählt. Das Gerät bietet eine große Anzahl an Insert patches die das aufgenommene Eingangssignal direkt verändern, dabei sind Gitarrensounds clean und verzerrt, patches für direkte Gesangs-Drum- und Tasteninstrumentaufnahmen. Ich suche mir einen, der mittels Modulationseffekt das Mono-Eingangssignal vom Keyboard in ein Stereosignal umwandelt, damit später sich nicht alle Instrumente in der Mitte des Stereo-Panoramas tummeln.
    Das Keyboard nehme ich deswegen auf eine der Stereo-Spuren des MRS-8 auf.
    Weil ich weder Klavier noch sonstige Tasteninstrumente spiele und im Jahr nur 2-3mal vor dem Teil sitze, markiere ich mir die Töne, die ich brauche am Keyboard mit kleinen Haftnotiz-Zetteln. Das soll die potentiellen Verspieler minimieren. 2mal testweise zum Track das Keyboard gespielt, dann Aufnahme und der zweite Versuch ist ganz zufriedenstellend.
    Zeitaufwand bis hierher etwa 2 Stunden.

    So, jetzt wird der backingtrack gemischt. Das funzt eigentlich ganz gut, bloß der Keyboardtrack hat eine Schwäche die wohl auch mit meiner Unerfahrenheit als Tastenspieler zu tun hat: Er ist an manchen Stellen zu laut, an manchen fast nicht hörbar. Anschlagsdynamik halt. Das heißt die Lautstärkekurve des Keyboardtracks muß geglättet werden, Tools wie Limiter und Kompressor können das erreichen.
    Das könnte man durchaus auch mit den Mitteln des Multitrackers angehen aber der große Nachteil ist, daß man die Lautstärkekurve des tracks hier nicht sehen kann. das kann man mit Hilfe des Computers besser erledigen.
    Also den Keyboardtrack mittels Card reader und der Zoom CardManager Software als WAV Datei in den PC importiert, dort in Magix Audio Studio geladen, Kompressor und Limiter drübergejagt, das glättet die Gesamtkurve schon mal erheblich, und einige lästige Lautstärkespitzen noch mit der Normalisierungsfunktion abgeschwächt.
    Die Datei zurückkonvertiert ins Zoom Format, auf die Karte des MRS-8 gespielt und Mix des backingtracks fertiggestellt.
    Klingt jetzt etwas kompliziert aber diese Nachbearbeitung des Key-Tracks am PC hat mit allem Drum und Dran nicht mehr als ca. 10 minuten gekostet.
    So, jetzt kommt noch das Solo. Dafür kann man wunderbar die "virtual tracks" der Multitracker nutzen. Jede Spur des Multitrackers kann 10 virtuelle Spuren speichern die vollkommen unabhängig sind.
    Ich lasse also meinen Ideen freien Lauf, spiele das Solo 4 mal ein und suche mir dann die Version heraus die mir am besten gefällt. jetzt die Solospur noch im Mix an den Rest anpassen.
    Zum Schluß kommt noch ein bisschen Mastering, um dem Gesamtsound etwas Schliff und mehr Lautstärke zu verleihen. Auch dafür gibt es im Multitracker zeitsparende preset patches die gar nicht mal so übel klingen. Weil ich möchte das das Ganze sehr lebendig und authentisch rüberkommt verwende ich einen mastering patch, der mit verschiedenen Tricks ein "Live" Feeling simuliert.
    Die fertige Aufnahme wird dann auf den Master Track des Zoom überspielt, dieser wiederum wie vorher der Key-Track in den PC importiert, mit der Freeware Audacity in ein MP3 konvertiert uind auf den Webspace hochgeladen.

    FERTIG! :great:

    P.S. ist ja fast ein kleiner Multitracker Workshop geworden :)
     
  7. opferstock

    opferstock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.06   #7
    @ KlausP:
    Vielen Dank für die Mühe die du dir hier gemacht hast.
     
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