[Snare] Wir bauen uns eine eigene Snare

von uw, 12.01.08.

  1. uw

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    Erstellt: 12.01.08   #1
    Hallo zusammen

    Gestern habe ich meine erste eigene Snare fertig gebaut! Das hat einen riesigen Spaß gemacht hat und der "Stolzfaktor" ist enorm, wenn sie die ersten Töne von sich gibt!

    Das Thema ist nicht wirklich neu, aber ich möchte diejenigen zum Bau einer eigenen "custom snare" ermutigen, die schon einmal darüber nachgedacht haben, sich dann aber vielleicht nicht getraut haben... :great:

    Ich stelle Euch hier die etwas einfachere Variante vor. Soll heißen, das Kesselfinish ist bereits fertig und die Kesselränder sind bereit gegratet. Man kann das Finish und die Gratungen natürlich auch selber machen - für die erste Snare wollte ich es aber nicht übertreiben und den Aufwand etwas geringer halten. Steigern kann man sich immer noch... ;)

    Vorab: Jeder normal begabte Mensch kann das!
    Ich bin selber kein Holzfachmann oder Handwerker und Schlagzeug spiele ich auch erst seit ein paar Monaten. Ich hatte einfach Bock drauf! Wie gut oder lange jemand spielt ist auch völlig egal - Spaß soll es machen! Und diese kleine Bastelarbeit war ein Riesenspaß.
    Ich habe versucht, alles so einfach wie möglich zu erklären, damit jeder die einzelnen Schritte nachvollziehen kann. Sollten Fragen offen bleiben, stellt sie bitte in diesem Thread - so haben alle etwas davon. Los geht's...


    Für die Bauanleitung, die ich hier vorstelle, braucht man:
    Eine Holzfeile, Schmirgelpapier, einen Winkel, einen Schraubendreher, einen (Akku-) Schrauber/Bohrer und die entsprechenden Holzbohrer.

    Dazu kommen natürlich noch die anderen Zutaten:
    Kessel, Spannreifen, Stimmböckchen mit entsprechenden Schrauben, Snareteppich, Strainer mit Butt-end (Abhebung für den Teppich), ein Air-vent (das "Luftloch"), Stimmschrauben und natürlich die Felle.

    Kessel und Hardware gibt es bei diversen Anbietern. Da wären z.B. www.customdrums.de oder www.stdrums.de oder www.cube-drums.de um hier nur einige zu nennen. Es gibt sicher auch noch viele andere Anbieter - google hilft weiter.

    Ich habe meine Hardware bei customdrums gekauft, weil die Preise dort stimmen und mir das Angebot dort am besten gefallen hat. Insbesondere bei den Stimmböckchen ist die Auswahl sehr groß - da sollte jeder etwas passendes finden.

    Den Kessel habe ich bei einem privaten Anbieter gekauft. Dieser Kontakt kam über ein großes online-Auktionshaus mit "E" zustande. Er verkauft Kessel, die mit Echtholz furniert sind. Die Qualität die er liefert ist absolut top und sauber garbeitet! Bei Interesse an einem Kessel, könnt ihr mir eine PN schicken.

    Nachdem nun alles bestellt und angekommen ist, sieht die ganze Sache so aus:

    [​IMG]

    Auf die Einarbeitung eines Snarebeds habe ich verzichtet. Das wollte ich selber machen. Snarebed? Was ist das denn?
    Dazu kommen wir im zweiten Teil... :great:
     
  2. uw

    uw Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.01.08   #2
    Sooo - weiter geht's... Wir waren beim "Snarebed".

    Wie alle wissen, wird der besondere Sound der Snare vom Snareteppich erzeugt, der unter dem Resofell gespannt ist. Damit der Teppich aber satt und auf ganzer Länge optimal anliegt, braucht man ein Snarebed.

    Der Snareteppich wird mit Plastikstreifen oder Nylonschnüren gehalten, bzw. gespannt. Diese Streifen werden über den Kesselrand nach oben geführt und vom Strainer (dem "Abhebungsmechanismus", mit dem der Teppich gespannt wird) und dem Butt-end (das Gegenstück auf der anderen Seite) gehalten. Durch dieses "um die Ecke" führen des Plastikstreifens oder der Schnur, kommt es zu einem Effekt, den wir nicht haben wollen. Die Enden des Snareteppichs liegen aufgrund einer gewissen "Steifigkeit" und der eigenen "Dicke" des Plastikstreifens (oder der Schnur) nicht satt auf und vermasseln und den Sound! Also müssen wir den Kessel an diesen zwei Stellen etwas bearbeiten, um das auszugleichen. Die Lösung ist, dass man dort eine Vertiefung in den Kessel einarbeitet, die etwa 2mm beträgt. Diese Vertiefung ist das Snarebed! Der Snareteppich wird also "tiefer gelegt" und entfaltet so seine volle Wirkung. Außerdem wird ungewolltes Nachrascheln, durch nicht richtig anliegende Snarespiralen im Bereich des Kesselrandes, verhindert.

    Soviel zur Theorie... Jetzt kommt die Praxis. :rolleyes: Es wird spannend...
    Vor diesem Augenblick hatte ich mir schon etwas in die Hose gemacht. Wie sich aber herausstellen sollte, ist es nicht wirklich schwierig. Mit Sorgfalt und vor allem Zeit, klappt das!

    Man nimmt ein Maßband (aus Muttis Nähkästchen) und zeichnet am Kesselrand ein, wo das Snarebed eingearbeitet werden soll. Ich habe jedes Bed insgesamt 7cm + 4cm zu jeder Seite (also insgesamt 15cm) breit gemacht.
    Wichtig ist folgendes:
    Die inneren 7cm müssen gerade sein! Die 4cm zu beiden Seiten, sind die "Auslaufzone", damit wir keine Kanten in der Gratung haben. Das ist von besonderer Bedeutung, damit sich das Resofell später optimal an die Kesselgratung anschmiegen und das Fell gut gestimmt werden kann!

    Zunächst bin ich mit einer feinen Holzfeile "auf Tiefe" gegangen, wobei natürlich nur die inneren 7cm bearbeitet werden. Anschließend wird die "Auslaufzone" gefeilt. Auf dem folgenden Bild sieht man meine Markierungen. Das eigentliche Snarebed ist ausgefeilt und die Auslaufzone nach rechts ist auch schon fertig.

    [​IMG]

    Später habe ich da noch einmal nachgearbeitet, um auf die genannten 2mm Tiefe zu kommen.

    Viel wichtiger als die Frage, ob das Snarebed nun 13 oder 15cm breit wird, ist aber der Zeitfaktor! Hier sollte man nicht schlampen und meinen, die Sache muss in 15 Minuten erledigt sein. Nehmt euch Zeit und tut euch die Ruhe an. Feilen, den Kessel auf eine ebene Unterlage stellen und genau kontrollieren, ob das Bed gerade ist. Wenn nicht, wieder feilen, wieder kontrollieren und auf die Tiefe achten. Die 2mm Tiefe sind hier als Anhalt zu verstehen - ein zehntel Millimeter mehr oder weniger macht hier nichts kaputt.

    Hatte ich erwähnt, dass wir zwei gegenüberliegende Snarebeds brauchen...? Die genau gegenüberliegenden Punkte zu ermittlen, ist einfach. Wir nehmen wieder Muttis Maßband und messen den äußeren Keselumfang - bei mir waren es 112cm. Die Mitte des ersten Snarebeds liegt (logischerweise) bei 0cm. Wir markieren also die Stelle, an der uns das Maßband 56cm anzeigt - auch logisch. Und schon haben wir die exakt gegenüberliegenden Punkte (Snarebedmittelpunkte) ermittelt.

    Wenn man das Snarebed fertig hat, ist die Kesselgratung an dieser Stelle natürlich "stumpf" und muss wieder hergestellt werden.
    Das kommt in Teil 3...
     
  3. uw

    uw Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.01.08   #3
    Bei den meisten Kesseln beträgt die Gratung 45 Grad. Andere Gratungen sind aber für das weitere Vorgehen auch wurscht, denn die grundsätzliche Handhabung ist immer gleich.

    Wie bereits erwähnt, ist durch das Ausfeilen des Snarebeds, die Gratung stumpf und muss nachbearbeitet werden. Dazu drehen wir den Kessel um, so dass die Snarededs (wir haben ja zwei davon) oben sind.

    Wenn man nun den Kesselrand ansieht, erkennt man deutlich die verschiedenen Holzlagen. Diese Lagen helfen bei der Wiederherstellung der Gratung. Dazu später...
    Dort, wo der Rand stumpf ist, setzt man nun die Feile im gleichen Winkel der Kesselgratung an, und stellt sie wieder her, indem der Rand "angespitzt" wird. Die Feile sollte dabei von unten nach oben und gleichzeitig ein wenig zur Seite geführt werden. Das verhindert ein Ausreißen des Holzes und durch die Seitwärtsbewegung verhindert man ungewollte Vertiefungen, weil man zu viel an einer Stelle gearbeitet hat.

    Die verschiedenen Holzlagen helfen bei der optischen Kotrolle, ob man ordentlich arbeitet. Es ist etwas schwer zu erklären - ich versuch's trotzdem mal...
    Je nach Winkel der Gratung, verändert sich die sichbare Breite der einzelnen Holzlagen. Wenn man im richtigen Winkel feilt, erscheinen die Holzlagen durchgängig gleich breit. Feilt man zu stupf oder zu spitz, sehen die Lagen schmaler oder breiter aus. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Auch wenn man es jetzt vielleicht nicht richtig versteht, wird es in der Prxis deutlich. Leider habe ich kein Foto, auf dem das zu sehen ist. Ich war auch nicht wirklich scharf drauf, falsch zu feilen... :D
    Nachdem nun die Gratung wieder hergestellt ist, wird sie mit Schmirgelpapier feingeschliffen. Zum Testen, ob alles passt, bin ich die Gratung mit der Fingerspitze "abgefahren". Das macht man am besten mit geschlossenen Augen, weil einem dann am ehesten auffällt, wo noch eine kleine Kante oder Welle ist.

    Auf dem Bild sieht man das fertige Snarebed. Auch die Kesselgratung ist nachgearbeitet.

    [​IMG]

    Nun ist das Schlimmste überstanden und zur Belohnung wäre eine Flasche Bier angebracht! :great:
    Im folgenden Teil werden die Löcher für die Hardware gebohrt und natürlich wird das Zeugs auch angeschraubt.
     
  4. uw

    uw Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.01.08   #4
    Nachdem wir nun die größte Aufregung (Snarebeds und Gratung) hinter uns haben, ist Halbzeit. Was nun kommt, ist der Teil, den ich als wesentlich entspannter erlebt habe... Wir bohren die Löcher für die Hardware.

    Meine Snare sollte zehn Stimmböckchen bekommen. Um die Abstände zwischen den Böckchen zu ermitteln, muss man also den äußeren Umfang der Trommel durch 10 teilen. Ist ja nicht so schwer... 112cm : 10cm = 11,2cm. Also, alle 11,2cm ein Loch bohren. Je nachdem, was man für Böckchen hat, müssen natürlich zwei Löcher gebohrt werden.

    Eine super Anleitung mit Bildern hierzu findet ihr unter http://www.stdrums.de/tips/teilung/teilung.htm und hier: http://www.stdrums.de/tips/snarebau/snarebau.htm (keine Ahnung, wie man das mit diesen "Komfort-Links" macht...)

    Weil ich das nicht besser erklären kann, spare ich mir das. Zu beachten ich aber, dass wir das Snarebed vor dem Bohren gemacht haben. Das Maßband muss also genau in der Mitte eines Snarebeds angelegt werden (Nullpunkt). Dann teilen wir den Böckchenabstand durch zwei (11,2 : 2 = 5,7cm) und markieren vom Nullpunkt aus, je 5,7cm nach links und rechts. Die Punkte habe ich mit einem Bleistift einfach auf den Kesselrand gemacht. Von diesen beiden Markierungen aus, werden alle 11,2cm weitere Markierungen gemacht. So haben wir die Abstände für die Böckchen, bzw. für die Bohrungen festgelegt. Die Snarebeds sollten sich jetzt exakt mittig zwischen zwei Markierungen befinden. Wenn nicht, ist falsch gerechnet oder angezeichnet worden! In diesem Fall, nochmal von vorne...

    Nachdem die Bohrpunkte dann entsprechend der Aneitung angezeichnet sind, gehts los!
    Hier möchte ich einige Tipps zum Bohren geben:

    Die Sache mit dem "Anpieksen" der Lochmitte habe ich mir gespart. Holzbohrer haben eine dornartige Spitze. Ich habe den angesetzt und einfach mal fest aufgedrückt. Dadurch dringt die Spitze etwas in das Holz ein und dann verrutscht der Bohrer auch nicht mehr. Eine etwas ruhige Hand gehört natürlich schon dazu. Also immer nur im nüchternen Zustand Bohren. Mit 2 Promille im Blut wird das nichts... :D

    Zum Bohren habe ich einen Akkuschrauber genommen. Der ist leichter und dadurch viel besser zu handhaben, als der fette Bohrer aus Vatis Werkzeugkiste.

    Also dann - Bohrer ansetzen, drücken und "Gas" geben. Aber langsam! Wenn man direkt volle Pulle bohrt, besteht die Gefahr, dass das Holz ausreißt. Bei niedrigeren Umdrehungen schneidet sich der Bohrer schön ins Holz und man bekommt ein perfektes und sauberes Loch. Damit auf der Innenseite nichts ausreißt, habe ich folgendes gemacht: Wenn die Bohrerspitze durch den Kessel gedrungen ist, habe ich den Bohrer herausgezogen und von der Innenseite nach außen gebohrt. Das kleine Loch der Spitze ist ja da und man kann dort prima ansetzen. Da reißt nichts aus...

    Nun werden Strainer und Butt-End positioniert. Die Markierungen dafür werden genauso angezeichnet, wie man das schon bei dem Löchern für die Böckchen gemacht hat. Zum Schluss noch das Loch für das "Air-Vent" machen und fertig.

    Ach ja... das Air-Vent. Das fiese Ding brauchte ein 12mm großes Loch. Da mein Bohersatz aber nur bis 10mm reicht, habe ich ein 10er Loch gebohrt, das ich dann mit einer runden Schlüsselfeile" auf 12mm aufgefeilt habe. Dann klappt's auch mit dem Air-Vent...

    Und wenn alles gut gelaufen ist, sieht das ganze in etwa so aus:

    [​IMG]

    Fertig zur Endmontage...

    Der Rest ist nun wirklich nicht mehr schwer. Im Gegenteil - jetzt werden so langsam die Glückshormone ausgeschüttet! Aber immer schön aufpassen, dass man sorgfältig arbeitet. Wenn man jetzt "huddelt" und sich vor lauter Vorfreude mit dem Schraubendreher eine Macke in den Kessel semmelt, wäre das äußerst ärgerlich. :eek:

    Wir kommen mit großen Schritten dem Ziel näher...

    [​IMG]

    Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für die zweite Flasche Bier. Was jetzt noch kommt, ist reiner Spaß. Felle drauf, Spannreifen drauf, stimmen (Hilfe dazu gibts hier: http://sdd-dlt.de/dtbible.htm ). Zum Schluß den Snareteppich dran und es ist soweit:

    :D Die erste eigene Custom-Snare ist fertig! :D

    [​IMG]

    [​IMG]

    Ich hoffe, ich konnte den Einen oder Anderen ermutigen, sich auch seine eigene Snare zu bauen. Gut - richtig billig ist das nicht, aber man hat die Gewissheit, ein absolutes Einzelstück zu besitzen.
    Und diese Snare wird immer etwas Besonderes sein und man wird sie mit viel Stolz spielen...


    Viel Spaß, Uli
     
  5. GieselaBSE

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    Erstellt: 12.01.08   #5
    Perfekte Erklärung!!! :great:
    Vielen Dank dafür, ich steh auch kurz davor, mir eine eigene zu bauen.
    Dann gibts auch Fotos davon
     
  6. Ahead Freak

    Ahead Freak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.01.08   #6
    sehr schoenes Exemplar!
    wie viel hast denn jetzt im Endeffekt dafür gezahlt?
     
  7. Haensi

    Haensi Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.01.08   #7
    superklasse dein Workshop:great:
    Die Snare ist auch eine Sahnestückerl. Nicht schlecht!
    Wenn man bedenkt was eine Edel-Snare a la DW kostet (die machen ja auch nichts anderes), ist deine Custom-Snare sicher preiswerter. Was hast du dafür bezahlt?
     
  8. uw

    uw Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.01.08   #8
    Tja... was hat der Spaß gekostet...?

    65,- Euro
    für den Kessel in 14"x6" / Buchekessel mit Echtholzfurnier (indischer Apfelbaum)

    105,- Euro
    für die komplette Hardware und Versand

    32,50 Euro
    für die Felle (Remo Ambassador Hazy / Evans Genera HD)

    ... macht zusammen 202,50 Euro.

    Spaß an der Sache und Stolz beim Spielen... unbezahlbar!!! :D


    OK - für das Geld hätte man sicher auch eine recht ordentliche Snare kaufen können. Diese Snare ist aber ordentlich und ich kann mir nicht vorstellen, dass es für den Preis etwas besseres gibt.
    Nun muss ich aber auch sagen, dass ich nicht nur die billigsten Sachen gekauft habe. Der Snareteppich ist aus Phosphorbronze und ich habe mich für 10 Stimmböckchen entschieden. Da hätte man sicher sparen können, da die Böckchen mit 43 Euro (für 10 Stück) einen ordentlichen Anteil am Gesamtpreis haben. Und so kommt ein Euro zum anderen. Auf der anderen Seite hätte man auch mehr (z.B. für den Kessel) ausgeben können... Auf 20,- Euro sollte es aber nicht ankommen, sonst ärgert man sich am Ende nur. Ach, hätte ich doch...

    Vielleicht zum Kessel noch ein paar Worte.
    Ich komme gerade aus dem Keller und habe da 'ne knappe Stunde gespielt. Zum Ende (wenn man sich an den Snaresound "gewöhnt" hat), habe ich die "alte" Snare daneben gestellt und habe mit der gespielt. Was war das denn...??? :eek::confused:
    Ich war bisher immer der Meinung, dass sich meine "Alte" (Snare - nicht meine Frau :)) völlig einwandfrei angehört hat - wie sich so 'ne Snare eben anhört. Ganz falsch! Ein Unterschied wie Tag und Nacht.
    Gegen die "Neue" kackt meine "Alte" voll ab! Die neue Snare ist viel voluminöser, fetter, sauberer/klarer, hat mehr Attack blablabla... ist einfach um mindestens drei Klassen besser. So deutlich hätte ich den Unterschied niemals erwartet! Und bei der alten Snare handelt es sich um eine PDP. Gut - nicht gerade das HighEnd Teil, aber sicher auch kein Billigschund.

    Was bleibt am Ende festzustellen?
    Für mich war die Sache jeden einzelnen Euro Wert! Der Klang begeistert mich absolut und ich versuche da schon zwischen Stolz und Objektivität zu unterscheiden. Der Vergleich der Snares war mehr als eindeutig.

    Das Ganze hat aber auch einen entscheidenden Nachteil:
    Da steckt viel Suchtpotenzial drin! Am liebsten würde ich gleich morgen neue Kessel und Hardware bestellen, um von vorne anzufangen. :D

    Also dann... fangt an!
    Uli


    Edit: Was soll den dieser Doofmannssmiley da oben? Hab ich den dahin gemacht...?
     
  9. bece

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    Erstellt: 12.01.08   #9
    glückwunsch uli,
    snare gefällt mir und auch wie du die einzelnen schritte beschrieben hast...uw find ich gut!;)

    weiss eigentlich einer,wo ich die klassischen "pork pie" böckchen bekomme?

    grüsse bece
     
  10. Haensi

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    Erstellt: 13.01.08   #10
    Ja eine ordentliche Snare hätte man für den Preis bekommen, aber keine Topsnare. Wenn man sieht was du verbaut hast und in Gegenzug dazu bei den Tophersteller nachschaut ist kein Unterschied festzustellen. Nur eben im Preis. DW und Co. verlangen da halt ab 500,-- aufwärts.
    Ich hab ja bald Geburtstag, da werde ich mir eine selbstgebaute Snare schenken. ;)
    Wenn man noch etwas drauflegt und Gussreifen und z. B. eine Nickelworks oder Trick Abhebung verbaut hat man eine Edelsnare für die z. B. Orange County wohl mindestens 1000,-- € verlangt. Der Materialpreis dürfte da so dann bei max. 400,-- liegen.


    P. S: das mit dem Suchtpotenzial kann ich gut nachvollziehen:D
     
  11. Frawo

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    Erstellt: 13.01.08   #11
    Uli, tolle Arbeit und ein super Workshop, den ich bestimmt nutzen werde, wenn ich mal eine Snare baue!

    Vor allen Dingen bei der Einteilung des Pausenbierchens kann ich noch ne Menge lernen ... ;)
    Nee, Spass beiseite, so eine Snare werde ich irgendwann auch in Angriff nehmen. Zur Zeit baue ich mir gerade ein Shellset aus Rohkesseln zusammen, das muss erstmal fertig werden.

    Übrigens: Zum Löcher bohren habe ich einen Schälbohrer (s. Bild) verwendet. Der macht super saubere Löcher ohne Ausreißen. Noch besser wäre einer in Stufenform, aber den hatte ich gerade nicht da und die Dinger sind sauteuer. Ich kann aber jedem empfehlen, sowas zu benutzen, wenn er es im Haus hat.

    Gruß,
    Frawo
     

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  12. uw

    uw Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.08   #12
    Danke für Euer Lob. Das höre ich natürlich sehr gerne... :D
    Vielleicht konnte ich ja doch einige Leute hier motivieren.


    Ich will mich hier nicht mit Edelsnares aus dem Hause DW oder Spaun oder sonstwelchen Herstellern messen. Außerdem fehlt mir da der Vergleich, da ich noch nie so'n Teil zwischen den Beinen hatte.

    Alles was ich sagen kann ist, dass meine Custom Snare um Klassen besser ist, als die von meinem Set. Sie hört sich auch besser an, als die Yamaha Snare meines Lehrers. Leider weiß ich nicht, was für eine Serie er spielt - ist aber sicher hochpreisig. Werde beim nächsten Unterricht mal drauf achten... Und letzten Endes sind auch hier die Geschmäcker unterschiedlich.

    Meine Snare gefällt mir klanglich und stellt definitiv eine Verbesserung um mindestens drei Klassen dar - darauf kommt's an!
    Über Farbe oder Böckchendesign zu diskutieren ist unsinnig, da es sich hier um den persönlichen Geschmack handelt. Auch das muss nur mir gefallen.
    Wenn sich jemand eine rosa Trommel mit grünen Punkten bauen will, soll er (oder sie) das machen. Ich würde davon Augenkrebs kriegen... Wenn es handwerklich gut gemacht ist, kann ich nur sagen: "Super gemacht - Hut ab!"

    Ich habe übrigens die Kesselgratung der Oberseite etwas runder geschliffen, um die Obertöne zu "bekämpfen". Der eine liebt sie und ich finde sie grausam. Die Snare hat schon noch Obertöne, aber in erträglichem Maß - für mich gerade richtig. Ohne Dämpfung sehr viel Attack mit kurzen Obertönen und mit Dämpfung voller, fetter Rocksound.
    Bei der Resoseite würde ich ein Rundschleifen nicht empfehlen, da das die Teppichansprache negativ beeinflusst.

    @Haensi
    Genau bei der Abhebung habe ich gespart. Was macht eine Abhebung denn? Sie spannt den Teppich... und weiter? Gespannt ist gespannt. Was kann die 60,- Euro Abhebung besser als meine für 7,90 (!!!) Euro. Ja gut - das 60,- Euro Teil ist aus dem Vollen gefräst und sieht zugegebenermaßen geiler aus. Aber eine ordentlichen Mechanusmus mit Feder hat meine auch und nach gut 3 Stunden Spielen, musste ich noch nicht nachregulieren. Es ist auch nicht meine Absicht, teurere Abhebungen schlecht zu reden, nur finde ich die Preise der bekannten Edelabhebungen aus funktioneller Sicht absolut nicht gerechtfertigt. Aus optischer Sicht ist es etwas ganz anderes... Ist vielleicht so, wie bei Voodoo-Zauberei - man muss dran glauben, dann klappts auch. Und wenn einer nur mit einer teureren Abhebung sein Glück findet, ist alles gut.

    Wenn du bereit bist an die 400,- Euro auszugeben, solltest Du die Edelhersteller bei weitem übertreffen! Bei diesem Budget würde ich Dir raten, auf jeden Fall mal ein Auge auf die Stock-Shells bei www.lunarpercussion.com (nicht durch das .com verwirren lassen - ist in Bremen) zu werfen. Das ist HighEnd im Vergleich zu (z.B.) DW, die "nur" ganz normale Ahorn Kessel verarbeiten, was die DW Jungs natürlich perfekt machen.


    Nach einem Stufenbohrer, wie von Frawo genannt, habe ich auch mal geschaut, da ich keinen habe. So ein Teil kostet aber um 30,- Euro und da habe ich mit normalen Bohrern gearbeitet. Wenn man öfter mal Trommeln selber bauen möchte oder einen Kessel wie bei Lunarsnare bohren will, würde ich die 30,- Euro auch investieren. Mir hats erstmal auch so gereicht.

    Grüße, Uli
     
  13. BumTac

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    Erstellt: 13.01.08   #13
    Respekt uw! Tolller Workshop, macht tatsächlich Lust, das auch mal auszuprobieren. Mich würde dann alerdings eher etwas kleineres als Sidesnare interessieren, sollte prinzipiell aber genauso gehen. Wir sieht das aus mit Metallkesseln, z. B. Bronze oder Messing? Gibt es die auch als Rohkessel? Da stelle ich mir die Einarbeitung des Snarebeds durchaus schwieriger vor, oder?

    BumTac
     
  14. b0zzen

    b0zzen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.08   #14
    Schönes Ding!
    Die Snare gefällt mir total, der Workshop ist auch klasse.
    Vielleicht mach ich mich auch mal dran, meine pdp-Snare zu modifizieren..

    Ne Neue klingt immer anders als die Alte :p

    BTW: Schönes Set *g*
     
  15. Haensi

    Haensi Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.01.08   #15
    Dein Argument in Sachen Abhebung stimmt schon. Prinzipiell macht eine Trick- o. ä. Abhebung auch nichts anderes als eine einfache. Sie sehen halt schön edel aus - ob das den 5-fachen Preis rechtfertigt wage ich auch zu bezweifeln. Wichtig ist der Teppich an sich. Da macht z. B. Sonor ganz gute (sind zwar etwas teurer, lohnt sich aber). Und als Tipp: Vergiss die Plastikstreifen, Nimm lieber Schnüre bzw. Stoffbänder. Ich habe gemerkt, dass sich damit die Ansprache verbessert.

    P. S: Ein Kessel in Fassbauweise (a la Troyan) wäre auch noch eine Option. :D
     
  16. uw

    uw Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.08   #16
    @BumTac
    Die Vorgehensweise ist bei allen Kesselgrößen gleich. Eine schöne Sidesnare wäre also überhaupt kein Problem. Wichtig ist nur, dass sich die Länge des Snarebeds nicht nach der Kesselgröße, sondern nach der Breite des Teppichs richtet.

    Für Stahlkessel habe ich mich nicht interessiert - von daher weiß ich nicht, ob man die auch bekommen kann. Irgendwo sollte so etwas aber schon aufzutreiben sein... Tut mir leid, dass ich da nichts genaueres sagen kann. Das Problem bei Metallkesseln ist wahrscheinlich wirklich das Snarebed. Soweit ich weiß, sind die Fellauflagen bei Metallkesseln umgebördelt und nicht einfach nur geschnitten und dann gerundet. Wenn man nicht bördelt, kann man sich natürlich mit Klebeband (eher nicht) oder einem Monoschlitzrohr (das könnte klappen) behelfen, um die Kesselgrat zu "entschärfen".
    Nur für den Fall...: Monoschlitzrohr ist ein dünnes, flexibles Kunststoffrohr, das der Länge nach aufgeschlitzt ist. In etwa so, wie die Schaumstoffröhren, die man auf Heizungsrohre steckt, um sie zu isolieren.


    @b0zz
    Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Ich habe noch nie das Resofell meiner PDP Snare abgemacht und kann von daher nichts zur Beschaffenheit der Gratung oder des Snarebeds sagen. Ich habe aber heute mit einem Trommelbauer (macht das seit 20 Jahren) telefoniert und er bot mir an, die PDP Schnarre zu überarbeiten. Originalton: "Wenn du sie von mir wiederbekommst, wirst du sie nicht wiedererkennen." Da sollte also einiges drin sein!
    Interessant war auch seine Aussage zum Holz von Snares (bei Toms ist es etwas anderes). Er meinte, das Holz mache "nur" etwa 10% des Klangs aus. Der Rest kommt von den Fellen und dem Teppich. Er selber könne bei einer fertigen Snare (fast) nicht sagen, um was für Holz es sich handelt. Bei speziellen Kesseln anderer Bauart (z.B. Faßbauweise oder one-ply) ist der Unterschied hörbar, weil diese Kessel dicker sind und der Eigenklang des Holzes zunehme.


    @Haensi
    Klar sehen manche teureren Abhebungen besser aus. Ich stehe auch voll aus massive Sachen - schön aus dem Vollen gefräst ist geil. Mit den Böckchen und der Abhebung wollte ich einen klassischen Look erreichen. Da hätte ein HiEnd nicht gepasst. Und der Preis...
    Mein Snareteppich ist mit einer Schnur befestigt. Stoffbönder gehen auch - aber nur, wenn sie aus Nylon sind. Baumwolle oder ähnliches längt sich und hält die Spannung nicht. Ein super Tipp (vom Profi) als Ersatz für Plastikstreifen sind... tataaa: Rollladen-Gurtbänder! :great:


    Absolute Pflicht für alle Selbstbauer ist auch die Site www.schlagzeugbetreuung.de !


    Ahoi, Uli
     
  17. Haensi

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    Erstellt: 14.01.08   #17
    Rolläden-Gurte? Sind die nicht zu breit und zu dick? Naja, da wird es wohl auch verschiedene geben.
    Zu Schnurbefestigung: ich nehm immer Maurerschnur. Die hat die richtige Stärke (so 1,5 - 2 mm und ist sehr reissfest (Maurer sind ja an sich keine Filigranarbeiter:D). Die ist fast unkaputtbar. :great:

    Ja die Seite ist gut. Auch Pflicht für Selbstbauer: die Tipps und Tricks-Seite vom Vintage-Guru Gerd Stegner www.stdrums.de
     
  18. rubberbeat

    rubberbeat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.08   #18
    Ähem. Wo hast du das her. Je dicker der Kessel, desto träger = weniger Kesselklang. Starker Attack-Sound. Bei Faßbauweise ist der Maserungsverlauf vertikal, darum kann das Holz besser schwingen. Allerdings sind Faßbaukessel konstruktionsbedingt meist etwas dicker. Da wird dann gerne mit Verstärkungsreifen gearbeitet, um den Kessel nicht allzu dick bauen zu müssen.
    gruß rubber
     
  19. uw

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    Erstellt: 15.01.08   #19
    Die Info habe ich von jemandem, der es wissen sollte, weil er solche Kessel baut. Ich lasse mich aber auch gerne belehren, wenn ich da etwas durcheinander geworfen haben sollte. Der Ausdruck "hörbar" ist dabei auch relativ zu sehen - ich denke, dass ich persönlich eher nichts hören würde. Dafür bedarf es wohl wesentlich mehr Erfahrung oder ein geschulteres Ohr, als ich es habe.

    Deine Aussage erscheint mir aber etwas verworren...
    dickerer Kessel - weniger Eigenklang
    Faßbauweise (also dicker) ist vertikal - also doch mehr Schwingung (und dadurch Eigenklang)
    Faßbauweise meistens dicker - also Verstärkungsring, damit man nicht so dick bauen muss

    Die Kessel in Faßbauweise von z.B. Schoenberger, Pommerenke oder Stevendrums, die ich bis jetzt gesehen habe, hatten alle keine Verstärkungsringe... Und sooo dick sind die (professionell hergestellten) auch nicht.

    Meiner Meinung nach hat ein dickerer Kessel auch nicht unbedingt etwas mit weniger Klang zu tun, sondern eher etwas mit anderer Klangfarbe. Aber auch da lasse ich mich gerne belehren.

    Ich möchte hier auch keinen Streit entstehen lassen, sondern berufe mich auf Aussagen von Menschen, die mehr davon verstehen als ich.

    Grüße, Uli
     
  20. rubberbeat

    rubberbeat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.08   #20
    Ich hab's auch von Leuten, die es wissen sollten. Das Trommelbauer-Forum kennst du ja. Für dir mal diesen Thread oder diesen zu Gemüte. Insbesondere die posts von Gabriel und Pommes. Ich bin ein bißchen neidisch auf deine Flipper.
    Das sind 2 Faktoren, die man in Beziehung setzen muß. In der Tendenz sind Stave-Shells dicker. Inwiefern das durch den vertikalen Maserungsverlauf ausgeglichen werden kann entscheidet dann der Einzelfall. Jedes Holz hat da seine eigenen Eigenschaften. Solch dünne Kessel wie z.B. beim sonor Delite hab ich in Faßbauweise noch nie gesehen.
    Das meine ich mit starken Attack und mehr Fellklang. Andere Klangfarbe einer Trommel durch andere Bauweise, aber im Gesamtbild weniger Kesselklang.
    Streiten will ich auch nicht (aber ein bißchen klugschei**n:o). Im Gegenteil. Deine Snare find ich klasse und noch mehr, daß du dich gleich selbst ans Snarebed gewagt hast. Das nächste mal auch mit eigener Gratung?

    beste Grüße
    rubber
     
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