- 28.10.26
- 29.08.06
- 8.309
- 234.845
- Salzburg
Liebe Musiker-Board Leser,
Heute möchte ich euch in diesem Review das Paradise Guitar Studio von Universal Audio vorstellen.
Das Paradise Guitar Studio, folgend kurz PGS genannt, ist eine Gitarrenampsimsammlung das 6 Verstärkersimulationen und zahlreiche Effektpedale beeinhaltet
Die Verstärkersimulationen sind:
Woodrow 55
Dream 65
Ruby 63
Showtime 64
Lion 68
Enigmatic 82
mit der dazugehörigen Auswahl an Speakern und Mikrofonkombinationen wie man sie aus den indviduellen Plugins und Hardwarepedalen kennt (alle abgesehen des Showtime 64, welcher bislang nur als Plugin erhältlich ist
die Amp/Speaker Ansicht im Plugin
Auswahl der Verstärker
was auch noch sehr cool ist, sobald man den Verstärker ändert, ändert sich damit auch die Farbe des Plugins
alles so schön bunt hier
das Besondere an der PGS nun ist, das frei zwischen allen Lautsprecher und Mikrofonkombinationen gewählt werden kann, sprich, ich kann nun auch einfach beim Lion Vestärker die Speakerabnahme vom Dream, oder vom Showtime, oder vom Enigmatic, usw, verwenden. das ging mit den Einzelnen Plugins gar nicht. und alleine das schon bringt eine schier unübersichtliche Möglichkeit an Kombinationen mit.
Ebensoschier unübersichtlich und riesig ist die Sammlung der mitgelieferten Werkspresets, insgesamt 333 an der Zahl sind mit dabei, aber dazu später mehr.
Vor dem Verstärker/Cab können bis zu 5 PreFX hinterlegt werden, und danach noch bis zu 5 PostFx.
Die Effekte sind zahlreich, klanglich erstklassige UA Qualität und lassen kaum Wünsche offen, wobei mir schon etwas fehlt, und zwar fehlt mir ein WahWah, bzw Autowah und ein Octaver, das wäre noch nice gewesen, und gerade ein Octaver würde doch super in das Konzept des PGS passen
ein Shimmer Reverb wäre auch noch praktisch gewesen, aber vielleicht ist sowas schon "zu modern" für das Konzept der PGS.
PreFX Ansicht
PostFX Ansicht
Die Effekte können in Pre oder Post nicht doppelt hinterlegt werden, wenn ich zb schon einen 1176 in der Pre Sektion habe, kann ich keinen zweiten dazu geben, dieser ist dann ausgegraut:
Ich bin ja schon länger grosser Fan der Einzelnen Ampsims, bzw UAFX Hardware Pedale und habe auch den Dream 65 und Lion 68 als Pedal hier stehen und angeschlossen. Klang und Spielgefühl finde ich sowohl bei den Plugins als auch Pedalen hervorragend, und das PGS ist da nicht anders.
Wenn man das PGS Plugin öffnet, gleich das erste Preset klingt schon sehr gut.
Die Masse an mMn hervorragenden Werkspresets ist aber sehr gross. Klanglich eher Vintage orientiert, Moderne glatte Sounds finden sich hier eher weniger.
Mit dabei ist auch noch ein integriertes Stimmgerät, das auch noch zwischen 430hz und 450hz eingestellt werden kann, auch das ist neu im Vergleich zu den einzelnen Ampsimplugins.
Ebenso kann man ein Noise Gate am Eingang, wie auch auch einen Limiter am Ausgang aktivieren.
die Plugin Oberfläche ist skalierbar, wenn auch nicht frei skalierbar, aber man hat hier einige Auswahlmöglichkeiten wenn man einen Monitor mit hoher Auflösung verwendet, das man sich das schön skalieren kann.
Es stehen zahlreiche Speaker und Mikrofonkombinationen zur Auswahl, ein IR Loader allerdings fehlt um eigene IRs in das Plugin zu laden. Dennoch kann man die Cab Sektion auch deaktiveren, wenn man also eine eigene IR mit einem extra IR Loader Plugin verwenden möchten
Zahlreiche Auswahl und schön sortierbar All / 1 Speaker, 2 Speaker, 4 Speaker
Presetbrowser
sobald man in der UI Mitte oben auf den Presetnamen klickt, öffnet sich links der Preset Browser
Oben gibt es dann eine Filter Section, nachder man die lange Liste filtern kann.
Man kann dort nach den verwenden Amps Filtern, aber auch nach Type bzw Kategorien, Genre und Beschreibung
Das funktioniert prinzipiell schon ganz gut, was mich aber stört das ich in der Filter Section einen Scrollbalken habe und hier scrollen muß, bzw den oberen Teil nicht grösser machen kann.
Aber was ich noch mehr stört, jedes mal wenn ich in das Plugin klicke und zb einen Parameter verstelle, verschwindet der Presetbrowser wieder, dann muß man wieder in oben auf den Presetnamen klicken damit der wieder auftaucht, und wenn man gerade das Pech hat, das man ein Preset ausgewählt hat, das nicht auf der ersten Seite angezeigt wird, muß man die ganze Liste runterscrollen damit man wieder zu diesem Preset bekommt, das finde ich sehr schlecht gelöst, das ist man von Universal Audio* eigentlich besser gewohnt, den in der UA Apollo Console gibts diese Probleme nicht und auch bei den Virtuellen Instrumenten (Ravel, Polymax, B3 Waterfall, usw) gibt es diesen automatisch verschwindenden Presetbrowser nicht.
Presets gefiltert nach Enigmatic und Favoriten
Wenn man das Pluginfenster schliesst und wieder öffnet, ist leider auch die Filtersektion im Preset Browser zurückgesetzt und man muß sich die Selektion wieder neu setzen.
Was mich auch noch stört, wenn man im UI die Pfeiltasten Rechts und Links verwendet um zwischen den Presets zu zappen, aber immerhin geht das über den Presetbrowser mit den Pfeil nach oben und unten Tasten
Es gibt auch keine Möglichkeit im UI das man das Preset als Favoriten markierst, wenn man das von den aktuellen Neural DSP Plugins gewohnt ist, wie dem John Mayer, fehlt das Herzsymbol im UI irgendwie sofort
Eine weitere Eigenheit der Presetverwaltung ist, wenn man zb ein Preset das als Favorit markiert ist, neu speichert, verliert das neue Preset dabei seine Favoritenmarkierung, man muß es dann neu setzen
und, eigene User Presets können nicht mit Tags hinterlegt werden, zumindest habe ich nicht gefunden wie. Das finde ich ziemlich blöd, weil wenn ich zb in den Tags nach Enigmatic filtere um mir alle Enigmatic Presets anzuzeigen, werden meine eigens erstellten User Presets welchen den Enigmatic Amp verwenden, gar nicht angezeigt
Dieses Verhalten ist übrigens nicht exklusiv bei PGS so, sondern bei allen UADx Plugins, aber bei PGS fällt es halt aufgrund der massigen Werkspresets besonders auf und weil ich ich ja beim Gitarrespielen gerne und viel durch die Presets wechsle
Weiters kann man noch in dem Preset Feld suchen, was ich sehr praktisch finde, da ich meine eigenen Presets immer bestimmte Namen gebe, kann ich die zumindest so sehr schnell filtern und finden.
Steuerung:
Man kann viele Parameter über Midi steuern, wenn man es allerdings mit der Maus arbeitet dann braucht man auch hier einige Extra Clicks, auch das hätte man smoother machen können.
Zb wenn man einen einzelnen FX Block ausschalten will, geht das in dem man etweder in die FX Block ansicht wechselt und dann auf den Ein/Ausschalter am virtuellen Pedal klickt, oder aber wenn man oben in der Übersichtsleiste mit "SHIFT+linker Mausclick" auf das Quadrat mit dem Effekt klickt, wenn ich aber die Gitarre am Schoss liegen habe, habe ich üblicherweise nur eine Hand frei, mit der ich die Maus bedienen kann, die linke hält die Gitarre am Hals fest, wenn ich also nun mit der linken auf die Tastatur greifen muß um die Shift Taste zu drücken, gefällt mir das nicht so. auch das haben zb Neural DSP besser gelöst, dort lässt sich der Effektblock nämlich ganz smooth mit der rechten Maustaste aktivieren/deaktivieren
Wie schon erwähnt, sehr vieles kann man über Midi Steuern, was man leider nicht steuern kann sind Vorheriges Preset/Nächstes Preset und Favoriten setzen, das wäre cool wenn das auch gehen würde, weil dann könnte man das mit einem Footswitch oder anderen Midi Controller machen und bräuchte nicht die Maus dazu. weil man hat ja doch meistens eine Gitarre in der Hand wenn man das Plugin bedient.
Die Midi Mappings werden Global temporär gespeichert, ich kann das Mapping als Datei speichern und jederzeit wieder laden, ich kann auch verschiedene Mapping Konfigurationen machen.
Die Mappings werden hingegen nicht mit dem Preset gespeichert, das hat seine Vor, wie auch Nachteile.
Beispiel, ich habe mein Lehle Expression Pedal auf CC#0 eingestellt, nun mappe ich diesen CC#0 auf das Volume Pedal FX Volume und kann so praktisch das Volume Pedal innerhalb PGS mit meinem Expression Pedal steuern. wenn ich nun ein Preset lade, und dort ist noch kein Volume Pedal enthalten, und ich zieh eines rein, dann ist es mit dieser Mapping Konfiguration schon auf CC#0 gemapped und ich brauche keine weitere Konfigurationsarbeit machen.
Nachteil dieser Weise: ich kann mein Lehle Expression Pedal nur fürs Volume Pedal verwenden und nicht in einem anderen Preset für eine andere Funktion, es sei denn ich speichere mir dann wieder extra eine eigene Midi Mapping Konfiguration dafür ab.
Dann muß ich das Preset laden und extra wieder das Mapping dafür.. sind auch wieder mehrere clicks mehr die man manchen muß. praktisch wäre es, wenn man es auswählen könnte, das es ein Globales Mapping gibt, aber falls es ein Mapping im Plugin bereits gibt, das dieses eine höhere Priorität hat, dann wäre man am Flexibelsten.
Was mir auch noch dabei aufgefallen ist, es gibt wohl keine Default Midi Mapping Konfiguration, wenn ich das Plugin neu auf eine Spur lade, ist kein Midi Mapping mehr hinterlegt, ich muß es es wieder neu aus der Datei laden, ist das bei euch auch so?
hier findet man die Midi Mappings
Klang und Spielgefühl
Klang und Spielgefühl der PGS ist mMn hervorragend, alleine bei den Werkspresets sind soviele Presets dabei, die mir sehr gut gefallen haben, das ich gar nicht erst grossartig angefangen habe, neue Sounds und Presets zu basteln. Eher kommt dann vor das man ein Preset als Ausgangspunkt nimmt, und das dann noch etwas abändert.
Die Plugin Latenz der Suite reicht von 0.8ms bis ca 2ms, je nachdem wieviel und welche Effekte in Verwendung sind, das sind mMn auch hervorragende Werte.. wenn man im Vergleich dazu lauter einzelne Effekte separat in der DAW als Inserts lädt, hat man am Ende oft eine deutlich höhere Latenz, also auch das hat Universal Audio* sehr gut hinbekommen.
mit dem Gainstaging muß man aufpassen, fährt man das Plugin zu heiss an, klingt es durchaus anders als wenn man den Pegel eher gering hält, aber ich sag immer so, erlaubt ist was gefällt und was für die eigenen Ohren gut klingt, im Zweifel hier einfach etwas experimentieren
CPU mässig braucht die Suite ordentlich an Leistung, also meine DAW hat Schwierigkeiten bei 64 Samples Buffergrösse ohne Knacksen wiederzugeben, mit 128 samples läuft es aber ganz gut.
Kommen wir zum Fazit:
Pro:
Klangqualität und Spielgefühl
Umfang Ampsims/Cabs/Effekte
Contra:
Verhalten und Eigenheiten des Presetbrowsers sehr nervig
eigens erstellte Presets können nicht getagged werden
invasive und aufgeblähte UA Connect Software
nur als Native Version und nicht als UAD-2 DSP Version erhältlich
Geboten an dem Umfang des Pakets finde ich den Preis fair, de vorallem im Sale aufgerufen wird (niemals ein UA Plugin zum vollen Preis kaufen, nach dem Sale ist vor dem Sale, einfach ein paar Wochen Geduld haben).
Tipp:
Weiters empfehle ich, das Plugin nicht direkt bei UA zu kaufen sondern bei einem Reseller wie Thomann*, Audiodeluxe, Plugin Boutique, usw. weil bei UA im Webshop kommt auf den angezeigten Verkaufspreis noch die Mwst oben drauf, während bei den Resellern diese üblicherweise schon im Preis enthalten ist, dh es ist dort in der Regel etwas günstiger.
Jetzt bin ich gespannt, ob die noch ausständigen Pedale Knuckles und Anti auch bald als Plugin veröffentlich werden, oder vielleicht sogar als Upgrade in die PGS aufgenommen werden, oder gar eine eigenes Sammelplugin wie das PGS wird. es bleibt spannend. ich glaube eher, UA wird noch 2-3 weitere HighGain Amp Plugins veröffentlichen und dann zusammen mit dem Knuckles und Anti als High Gain Suite veröffentlichen
Falls nun die Neugierde geweckt wurde, das Plugin kann man kostenlos 14 Tage in vollem Umfang testen.
Ich hoffe euch hat das Review gefällen, wenn ihr Fragen und Anregungen habt, lasst gerne ein Kommentar hier
Liebe Grüsse
Chris
Heute möchte ich euch in diesem Review das Paradise Guitar Studio von Universal Audio vorstellen.
Das Paradise Guitar Studio, folgend kurz PGS genannt, ist eine Gitarrenampsimsammlung das 6 Verstärkersimulationen und zahlreiche Effektpedale beeinhaltet
Die Verstärkersimulationen sind:
Woodrow 55
Dream 65
Ruby 63
Showtime 64
Lion 68
Enigmatic 82
mit der dazugehörigen Auswahl an Speakern und Mikrofonkombinationen wie man sie aus den indviduellen Plugins und Hardwarepedalen kennt (alle abgesehen des Showtime 64, welcher bislang nur als Plugin erhältlich ist
die Amp/Speaker Ansicht im Plugin
was auch noch sehr cool ist, sobald man den Verstärker ändert, ändert sich damit auch die Farbe des Plugins
alles so schön bunt hier
das Besondere an der PGS nun ist, das frei zwischen allen Lautsprecher und Mikrofonkombinationen gewählt werden kann, sprich, ich kann nun auch einfach beim Lion Vestärker die Speakerabnahme vom Dream, oder vom Showtime, oder vom Enigmatic, usw, verwenden. das ging mit den Einzelnen Plugins gar nicht. und alleine das schon bringt eine schier unübersichtliche Möglichkeit an Kombinationen mit.
Ebensoschier unübersichtlich und riesig ist die Sammlung der mitgelieferten Werkspresets, insgesamt 333 an der Zahl sind mit dabei, aber dazu später mehr.
Vor dem Verstärker/Cab können bis zu 5 PreFX hinterlegt werden, und danach noch bis zu 5 PostFx.
Die Effekte sind zahlreich, klanglich erstklassige UA Qualität und lassen kaum Wünsche offen, wobei mir schon etwas fehlt, und zwar fehlt mir ein WahWah, bzw Autowah und ein Octaver, das wäre noch nice gewesen, und gerade ein Octaver würde doch super in das Konzept des PGS passen
ein Shimmer Reverb wäre auch noch praktisch gewesen, aber vielleicht ist sowas schon "zu modern" für das Konzept der PGS.
PreFX Ansicht
PostFX Ansicht
Die Effekte können in Pre oder Post nicht doppelt hinterlegt werden, wenn ich zb schon einen 1176 in der Pre Sektion habe, kann ich keinen zweiten dazu geben, dieser ist dann ausgegraut:
Ich bin ja schon länger grosser Fan der Einzelnen Ampsims, bzw UAFX Hardware Pedale und habe auch den Dream 65 und Lion 68 als Pedal hier stehen und angeschlossen. Klang und Spielgefühl finde ich sowohl bei den Plugins als auch Pedalen hervorragend, und das PGS ist da nicht anders.
Wenn man das PGS Plugin öffnet, gleich das erste Preset klingt schon sehr gut.
Die Masse an mMn hervorragenden Werkspresets ist aber sehr gross. Klanglich eher Vintage orientiert, Moderne glatte Sounds finden sich hier eher weniger.
Mit dabei ist auch noch ein integriertes Stimmgerät, das auch noch zwischen 430hz und 450hz eingestellt werden kann, auch das ist neu im Vergleich zu den einzelnen Ampsimplugins.
Ebenso kann man ein Noise Gate am Eingang, wie auch auch einen Limiter am Ausgang aktivieren.
die Plugin Oberfläche ist skalierbar, wenn auch nicht frei skalierbar, aber man hat hier einige Auswahlmöglichkeiten wenn man einen Monitor mit hoher Auflösung verwendet, das man sich das schön skalieren kann.
Es stehen zahlreiche Speaker und Mikrofonkombinationen zur Auswahl, ein IR Loader allerdings fehlt um eigene IRs in das Plugin zu laden. Dennoch kann man die Cab Sektion auch deaktiveren, wenn man also eine eigene IR mit einem extra IR Loader Plugin verwenden möchten
Zahlreiche Auswahl und schön sortierbar All / 1 Speaker, 2 Speaker, 4 Speaker
Presetbrowser
sobald man in der UI Mitte oben auf den Presetnamen klickt, öffnet sich links der Preset Browser
Oben gibt es dann eine Filter Section, nachder man die lange Liste filtern kann.
Man kann dort nach den verwenden Amps Filtern, aber auch nach Type bzw Kategorien, Genre und Beschreibung
Das funktioniert prinzipiell schon ganz gut, was mich aber stört das ich in der Filter Section einen Scrollbalken habe und hier scrollen muß, bzw den oberen Teil nicht grösser machen kann.
Aber was ich noch mehr stört, jedes mal wenn ich in das Plugin klicke und zb einen Parameter verstelle, verschwindet der Presetbrowser wieder, dann muß man wieder in oben auf den Presetnamen klicken damit der wieder auftaucht, und wenn man gerade das Pech hat, das man ein Preset ausgewählt hat, das nicht auf der ersten Seite angezeigt wird, muß man die ganze Liste runterscrollen damit man wieder zu diesem Preset bekommt, das finde ich sehr schlecht gelöst, das ist man von Universal Audio* eigentlich besser gewohnt, den in der UA Apollo Console gibts diese Probleme nicht und auch bei den Virtuellen Instrumenten (Ravel, Polymax, B3 Waterfall, usw) gibt es diesen automatisch verschwindenden Presetbrowser nicht.
Presets gefiltert nach Enigmatic und Favoriten
Wenn man das Pluginfenster schliesst und wieder öffnet, ist leider auch die Filtersektion im Preset Browser zurückgesetzt und man muß sich die Selektion wieder neu setzen.
Was mich auch noch stört, wenn man im UI die Pfeiltasten Rechts und Links verwendet um zwischen den Presets zu zappen, aber immerhin geht das über den Presetbrowser mit den Pfeil nach oben und unten Tasten
Es gibt auch keine Möglichkeit im UI das man das Preset als Favoriten markierst, wenn man das von den aktuellen Neural DSP Plugins gewohnt ist, wie dem John Mayer, fehlt das Herzsymbol im UI irgendwie sofort

Eine weitere Eigenheit der Presetverwaltung ist, wenn man zb ein Preset das als Favorit markiert ist, neu speichert, verliert das neue Preset dabei seine Favoritenmarkierung, man muß es dann neu setzen
und, eigene User Presets können nicht mit Tags hinterlegt werden, zumindest habe ich nicht gefunden wie. Das finde ich ziemlich blöd, weil wenn ich zb in den Tags nach Enigmatic filtere um mir alle Enigmatic Presets anzuzeigen, werden meine eigens erstellten User Presets welchen den Enigmatic Amp verwenden, gar nicht angezeigt

Dieses Verhalten ist übrigens nicht exklusiv bei PGS so, sondern bei allen UADx Plugins, aber bei PGS fällt es halt aufgrund der massigen Werkspresets besonders auf und weil ich ich ja beim Gitarrespielen gerne und viel durch die Presets wechsle

Weiters kann man noch in dem Preset Feld suchen, was ich sehr praktisch finde, da ich meine eigenen Presets immer bestimmte Namen gebe, kann ich die zumindest so sehr schnell filtern und finden.
Steuerung:
Man kann viele Parameter über Midi steuern, wenn man es allerdings mit der Maus arbeitet dann braucht man auch hier einige Extra Clicks, auch das hätte man smoother machen können.
Zb wenn man einen einzelnen FX Block ausschalten will, geht das in dem man etweder in die FX Block ansicht wechselt und dann auf den Ein/Ausschalter am virtuellen Pedal klickt, oder aber wenn man oben in der Übersichtsleiste mit "SHIFT+linker Mausclick" auf das Quadrat mit dem Effekt klickt, wenn ich aber die Gitarre am Schoss liegen habe, habe ich üblicherweise nur eine Hand frei, mit der ich die Maus bedienen kann, die linke hält die Gitarre am Hals fest, wenn ich also nun mit der linken auf die Tastatur greifen muß um die Shift Taste zu drücken, gefällt mir das nicht so. auch das haben zb Neural DSP besser gelöst, dort lässt sich der Effektblock nämlich ganz smooth mit der rechten Maustaste aktivieren/deaktivieren
Wie schon erwähnt, sehr vieles kann man über Midi Steuern, was man leider nicht steuern kann sind Vorheriges Preset/Nächstes Preset und Favoriten setzen, das wäre cool wenn das auch gehen würde, weil dann könnte man das mit einem Footswitch oder anderen Midi Controller machen und bräuchte nicht die Maus dazu. weil man hat ja doch meistens eine Gitarre in der Hand wenn man das Plugin bedient.
Die Midi Mappings werden Global temporär gespeichert, ich kann das Mapping als Datei speichern und jederzeit wieder laden, ich kann auch verschiedene Mapping Konfigurationen machen.
Die Mappings werden hingegen nicht mit dem Preset gespeichert, das hat seine Vor, wie auch Nachteile.
Beispiel, ich habe mein Lehle Expression Pedal auf CC#0 eingestellt, nun mappe ich diesen CC#0 auf das Volume Pedal FX Volume und kann so praktisch das Volume Pedal innerhalb PGS mit meinem Expression Pedal steuern. wenn ich nun ein Preset lade, und dort ist noch kein Volume Pedal enthalten, und ich zieh eines rein, dann ist es mit dieser Mapping Konfiguration schon auf CC#0 gemapped und ich brauche keine weitere Konfigurationsarbeit machen.
Nachteil dieser Weise: ich kann mein Lehle Expression Pedal nur fürs Volume Pedal verwenden und nicht in einem anderen Preset für eine andere Funktion, es sei denn ich speichere mir dann wieder extra eine eigene Midi Mapping Konfiguration dafür ab.
Dann muß ich das Preset laden und extra wieder das Mapping dafür.. sind auch wieder mehrere clicks mehr die man manchen muß. praktisch wäre es, wenn man es auswählen könnte, das es ein Globales Mapping gibt, aber falls es ein Mapping im Plugin bereits gibt, das dieses eine höhere Priorität hat, dann wäre man am Flexibelsten.
Was mir auch noch dabei aufgefallen ist, es gibt wohl keine Default Midi Mapping Konfiguration, wenn ich das Plugin neu auf eine Spur lade, ist kein Midi Mapping mehr hinterlegt, ich muß es es wieder neu aus der Datei laden, ist das bei euch auch so?
hier findet man die Midi Mappings
Klang und Spielgefühl
Klang und Spielgefühl der PGS ist mMn hervorragend, alleine bei den Werkspresets sind soviele Presets dabei, die mir sehr gut gefallen haben, das ich gar nicht erst grossartig angefangen habe, neue Sounds und Presets zu basteln. Eher kommt dann vor das man ein Preset als Ausgangspunkt nimmt, und das dann noch etwas abändert.
Die Plugin Latenz der Suite reicht von 0.8ms bis ca 2ms, je nachdem wieviel und welche Effekte in Verwendung sind, das sind mMn auch hervorragende Werte.. wenn man im Vergleich dazu lauter einzelne Effekte separat in der DAW als Inserts lädt, hat man am Ende oft eine deutlich höhere Latenz, also auch das hat Universal Audio* sehr gut hinbekommen.
mit dem Gainstaging muß man aufpassen, fährt man das Plugin zu heiss an, klingt es durchaus anders als wenn man den Pegel eher gering hält, aber ich sag immer so, erlaubt ist was gefällt und was für die eigenen Ohren gut klingt, im Zweifel hier einfach etwas experimentieren
CPU mässig braucht die Suite ordentlich an Leistung, also meine DAW hat Schwierigkeiten bei 64 Samples Buffergrösse ohne Knacksen wiederzugeben, mit 128 samples läuft es aber ganz gut.
Kommen wir zum Fazit:
Pro:
Klangqualität und Spielgefühl
Umfang Ampsims/Cabs/Effekte
Contra:
Verhalten und Eigenheiten des Presetbrowsers sehr nervig
eigens erstellte Presets können nicht getagged werden
invasive und aufgeblähte UA Connect Software
nur als Native Version und nicht als UAD-2 DSP Version erhältlich
Geboten an dem Umfang des Pakets finde ich den Preis fair, de vorallem im Sale aufgerufen wird (niemals ein UA Plugin zum vollen Preis kaufen, nach dem Sale ist vor dem Sale, einfach ein paar Wochen Geduld haben).
Tipp:
Weiters empfehle ich, das Plugin nicht direkt bei UA zu kaufen sondern bei einem Reseller wie Thomann*, Audiodeluxe, Plugin Boutique, usw. weil bei UA im Webshop kommt auf den angezeigten Verkaufspreis noch die Mwst oben drauf, während bei den Resellern diese üblicherweise schon im Preis enthalten ist, dh es ist dort in der Regel etwas günstiger.

Jetzt bin ich gespannt, ob die noch ausständigen Pedale Knuckles und Anti auch bald als Plugin veröffentlich werden, oder vielleicht sogar als Upgrade in die PGS aufgenommen werden, oder gar eine eigenes Sammelplugin wie das PGS wird. es bleibt spannend. ich glaube eher, UA wird noch 2-3 weitere HighGain Amp Plugins veröffentlichen und dann zusammen mit dem Knuckles und Anti als High Gain Suite veröffentlichen
Falls nun die Neugierde geweckt wurde, das Plugin kann man kostenlos 14 Tage in vollem Umfang testen.
Ich hoffe euch hat das Review gefällen, wenn ihr Fragen und Anregungen habt, lasst gerne ein Kommentar hier
Liebe Grüsse
Chris
Grund: Rechtschreibfehler, Bilder eingefügt
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