"sounds from inside" - Vorstellung des Instrumentalalbums

von Luca Hunke, 04.10.16.

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  1. Luca Hunke

    Luca Hunke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.16   #1
    Hallo,
    ich werde euch nun das Soloalbum „sounds from inside“ vorstellen, welches zwischen Ende Februar 2016 bis Ende August 2016 in meinem Wohnzimmer aufgenommen wurde.
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    Allgemeines
    Getreu meiner spirituellen Lebensweise hatte ich keinerlei Erwartungen an das Album. Ich habe die Musik einfach fließen lassen, aufgenommen und abgemischt; Song für Song. Dabei ist Musik für mich nicht nur die (mehr oder weniger) sinnvolle Aneinanderreihung von Tönen, sondern vielmehr Ausdruck dessen, wie bestimmte Dinge auf mich wirken. Die Gitarre als Instrument ist für mich somit nicht nur ein Stück Holz, welches mit Seiten bezogen ist, sondern eher eine Art Erweiterung meiner Persönlichkeit. Die Musik kommt sozusagen von „Innen“, deshalb „sounds from inside“.

    Zum meinen Vorbildern zählt allen voran John Frusciante, dessen Gitarrenspiel oft aussagekräftiger ist als die Lyrics von Anthony Kiedis;) Weiterhin bringt er mit seinen Solos die Atmosphäre der Songs immer sehr gut auf den Punkt (man denke an die Solos von Californication bzw. Scar tissue). Auch haben seine Interviews, besonders aus der Zeit um TROWFTD, überaus großen Einfluss auf mein Denken.
    Weitere Werke, die mein Gefühl für Musik beeinflusst haben, sind bspw. „Maggot Brain“ und „Claire de lune“.
    Was Musikproduktion betrifft, so kann ich Rick Rubin als Inspiration nennen. Seiner Theorie, dass man Musik auf den Kern reduzieren sollte, kann ich nur zustimmen.


    Produktion
    Das Album wurde komplett analog auf einem Tascam 688 aufgenommen. Für die gesamte Produktion wurde kein Computer verwendet. Es ist nicht nur so, dass der Sound lebendig und atmend wirkt, sondern im allgemeinen auch eine besondere Atmosphäre entstand, die es mir ermöglichte, die Songs „frei heraus“ aufzunehmen. Ich hatte zumeist eine Akkordfolge, welche ich in Songstruktur als Grundlage aufnahm. Auf dieser Grundlage probierte und improvisierte ich, während die Aufnahme lief. Wenn es mir nicht gefiel, habe ich einfach noch einmal drüber gespielt, solange bis das Ergebnis gut war. Der Vorteil der analogen Arbeitsweise lag unter Anderem auch darin, dass ich keine zweite Version einer mir gefallenden Overdubgitarre aufnehmen konnte, da ich die erste Version dafür hätte löschen müssen. Mit Cubase habe ich die Erfahrung gemacht, dass man, trotzdessen das einem ein Solo gefällt, immer wieder neue Versionen aufnimmt und so nie zu einem Ende kommt.
    Da auch ansonsten nicht editiert werden konnte, liegt die Musik in einer sehr reinen und ehrlichen Form vor, so wie ich es mir eigentlich auch von anderen Produktionen wünsche.

    Der allgemeine Signalweg sieht wie folgt aus:
    Aufnahme Instrument → Mikrofon → Vorverstärker/Kompressor → Tascam 688
    Abmischen Tascam 688 → Kompressor → Alesis Masterlink ML6900
    Im Masterlink selbst habe ich noch etwas limitiert und normalisiert.
    Das analoge Aufnahmesetup ist auch der Grund, weshalb es das Album ausschließlich auf CD gibt. Um die Songs auf Bandcamp hochzuladen, müsste ich faktisch meine eigene CD rippen, was mit extremen Soundverlust einhergehen und den Sinn der analogen Aufnahme zum Teil ruinieren würde.


    Equipment
    • Gitarren:
      → Fender Am Std Telecaster
      → Martin 00 15M
      → Gretsch White Falcon (für Overdubs)
    • Verstärker: Vox AC 15 C2
    • Mikrofone:
      → Sennheiser e609 (nur für Verstärker)
      → Studio Projects B1 (für Drums, Akustikgitarre und diverse Percussion)
    • Vorverstärker/Kompressor: TL Audio C1
    • Gitarreneffekte: siehe Bilder
    • Tascam 688 und Masterlink ML 6900
    Auch wenn alles auf Kassette aufgenommen wurde, braucht man kein Rauschen zu befürchten, denn die Rauschunterdrückung vom Tascam 688 arbeitet super und nahezu ohne Klangverluste;)


    Musik
    Am ehesten passt Psychedelic Rock, mit progressiven Elementen,
    wobei mir solche Musik, wie sie hier entstanden ist, in so einer Form noch nicht über den Weg gelaufen ist.
    Als roter Faden durchziehen rückwärtsaufgenommene Gitarren das gesamte Album, welche als Teil der Overdubs aufgenommen wurden.

    Jeder Titel hat seine eigene Wirkung; der Name versucht, dieser Ausdruck zu verleihen. Jeden Titel im Einzelnen zu beleuchten würde hier jedoch (leider) zu weit gehen. (ein Hörbeispiel mit Beschreibung befindet sich am Ende des Threads)

    Insgesamt enthält das Album 9 Titel mit einer Gesamtspielzeit von etwa 39 Minuten.
    Titelliste:
    • inside
    • breathing thoughts
    • reflexions of a lucid existence
    • place of magic
    • forever innocent
    • revelation
    • beyond limits
    • leave the loop
    • dark forces
    Am Album außerdem beteiligt waren:
    • Lukman al Hamdan: Schlagzeug auf dem letzten Titel („dark forces“, siehe unten)
    • Toni Linke: Schlagzeug, Klavier und Bongos auf den jeweiligen Titeln

    Das Artwork habe ich selbst erstellt. Dazu habe ich mir eine Leinwand und Farben gekauft, bin in den Garten gegangen und habe, auch wieder „frei heraus“, Farbe auf die Leinwand gespritzt (sozusagen „colours from inside“) :D
    Das entstandene Bild habe ich fotografiert, mit Gimp einen Ausschnitt ausgewählt und etwas bearbeitet.



    Als erste „Single“ (bzw. eher Hörbeispiel) habe ich mich für „dark forces“ entschieden.
    Während das Album insgesamt eine positive und harmonische Ausstrahlung hat, bildet der letzte Titel einen düsteren Abschluss. Durch ungewohnte Akkorde, Rückwärtsdrums- u. Gitarren und einem druckvollen Schlagzeug wird eine Atmosphäre von Disharmonie erzeugt.
    Der Titel reflektiert Situationen aus dem Leben, in denen man gegen seine eigenen Prinzipien handelt und sich in Folge dessen selbst nicht wiedererkennt. Man wird faktisch von „dunklen Kräften“ kontrolliert.
    https://soundcloud.com/warm-tape-records/luca-hunke-dark-forces





    Das Album verkaufe ich für 5€. Musik sollte immer eine Sache des Gebens sein. Wer Musik macht, um einzig und allein Geld und Aufmerksamkeit zu bekommen, hat die Bezeichnung „Musiker“ meiner Meinung nach nicht verdient.
    Aus diesem Grund verlange ich lediglich 5€, ausschließlich, um die Produktionskosten zu decken (Kassetten sind teuer) ;).
    Wer mit den 5€ nicht einverstanden ist, kann sie ja einfach nur als kleine Spende zur Aufrechterhaltung analoger Musikproduktion betrachten. ;)
    Die Versandkosten übernehme ich.

    Danke für's lesen.
     

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  2. adrachin

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    Erstellt: 04.10.16   #2
    Nun ja, zumindest interessant. Wobei das Tascam 688 zumindest Klanglich nicht unbedingt ein Gewinn ist. Und das Hörbeispiel hängt irgendwie zur linken Seite rüber. Zumindest im Kopfhörer. Sonst sehr engagiert. :great:
     
  3. Trommler53842

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    Erstellt: 12.10.16   #3
    Da stimme ich mal zu, recht linksbehaftet...:rolleyes:

    Das Schlagzeug (räusper....) ist jetzt nicht so dolle eingefangen - da hört man den leider sehr viel verbesserungswürdigen Aufnahmeraum mit.

    Wäre Konrad Adenauer ein Schlagzeuger gewesen, hätte er wohl formuliert:

    "Wat interessiert mich ming Jekloppe von gestern?"

    Im Ernst: Das Drumset klingt fast so, als wenn ich es in meinem Keller mit viel zu niedriger Deckenhöhe aufgenommen hätte. (Da kann ich selber einige Leedche von singe...)
    Da kann man durchaus noch einiges verbessern.

    Entweder den Raum akustisch behandeln oder auf andere Räume ausweichen. Das Ausweichen wird wahrscheinlich Geld kosten...hmpf...:o aber höchst wahrscheinlich einen besseren Drumsound liefern.
     
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