Speakersimulation/Gerät zum direkten Anschluss an PA- bzw. FRFR-Systeme?

von DirkS, 02.06.20.

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  1. DirkS

    DirkS HCA Superstrats HCA

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    Erstellt: 02.06.20   #1
    Moin,

    ich habe mal folgende Frage, die sich etwas außerhalb meiner Komfortzone bewegt: Ich habe eine Reihe von Verzerrern als Effektgeräte, die vor einem cleanen Röhrenamp genau die Sounds erzeugen, die ich mir wünsche.

    (Ziemlich) genau diese Sounds hätte ich gern auch dann, wenn ich von den Effektgeräten direkt in die PA oder FRFR-Systeme, etwa Headrush FRFR108, gehe.
    Dann könnte ich für kleinere Jams auf den Verstärker ganz verzichten und stattdessen die FRFR und 1, 2 gute Verzerrer mitnehmen.

    Früher gab es dafür z.B. die Red Box, die aber nur genau einen Speakersound imitierte.

    Was ich suche, ist etwas Vielfältigeres, also im Idealfall ein Effektgerät, das verschiedene Speaker-Simulationen bereit hält, vielleicht sogar noch einen EQ.

    Gibt es so etwas überhaupt? Hat jemand Erfahrungen damit?

    Danke Euch im voraus!
     
  2. DH-42

    DH-42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.20   #2
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  3. DirkS

    DirkS Threadersteller HCA Superstrats HCA

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    Erstellt: 02.06.20   #3
    Danke schon einmal! Sind die auch für den Zweck gemacht, ohne Verstärker zu funktionieren? Ich hatte das bisher so (miss-?)verstanden, dass diese Geräte hinter den Verstärker geschaltet werden und nicht hinter Effektgeräte ohne Verstärker?
     
  4. Dark

    Dark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.20   #4
    Das Strymon Iridium ist quasi ein Amp (eigentlich sogar drei) mit Boxensimulationen in Pedalformat. Das ist eigentlich genau für solche Anwendungen konzipiert.
     
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  5. DH-42

    DH-42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.20   #5
    Das kommt darauf an, wie seht dein cleaner Amp noch den Klang beeinflusst. Eine Simulation der Endstufe und der Speaker sind dabei. Es fehlt ggf. also nur die Vorstufe, wofür du bei Bedarf eines der vielen "Amp in the Box" Pedalen oder vielleicht auch nur einen EQ verwenden kannst. Ansonsten bleiben natürlich noch komplette Modeller, da kannst du dir dann gleich alle Pedal sparen und alles digital machen:

    Günstig:
    [​IMG]

    Klein:
    [​IMG]

    Oder eines der vielen anderen...
    --- Beiträge zusammengefasst, 02.06.20, Datum Originalbeitrag: 02.06.20 ---
    Oder dieses ganz neue analoge Ding:

    https://reverb.com/item/29005844-ds...=website&utm_medium=email&utm_source=sendgrid
     
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  6. Brazolino

    Brazolino Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.20   #6
    Soweit ich weiß, kannst du in die gängigen Geräte über den Line-In auch direkt mit einem Verzerrer rangehen. Ich verwende z. B. den Digitech CabDryVR (hoffentlich richtig geschrieben) einfach am Ausgang meines Tech-21 Fly-Rig-5-V2 (weil mir die eingebaute Simulation nicht so gut gefällt), und das funktioniert völlig problemlos.

    Allerdings ist die Frage, ob ein Overdrive ohne dazwischengeschalteten Pre-Amp (das wurde hier ja schon angesprochen) wirklich so gut klingt, wenn man damit direkt in einen Cab-Simulation geht. Pre-Amps gibt es fast wie Sand am Meer und in allen möglichen Preisklassen (so z. B. die Harley-Benton-Truetone-Pedale für knapp 30 Euro, wenn man es ganz billig und dem Vernehmen nach aber auch ganz ordentlich haben möchte, weil das einfach Clones von Tech-21-Pedalen sind) - da hast du dann auch erheblich mehr EQ-Möglichkeiten und so etwas wie den "Grundsound" eines Amps.

    Du müsstest dir halt überlegen, ob analog oder digital, Preisrahmen, simple oder auch komplexe Bedienung. Ich hätte ja sonst sofort den Tech-21 "Blonde" empfohlen, aber der wird nicht mehr gebaut und ist mit über 200 € recht teuer. Aber der AMT-F1 (bei Thomann 130 Euro) soll auch sehr anständig sein. Das ist im Endeffekt ein "Spezialist", der als sehr cleaner Pre-Amp konzipiert ist und alle möglichen netten Eigenschaften hat. Overdrive => AMT-1 => Cab-Simulator => PA. Der hier bereits vorgeschlagene "Stomp" (digitales Multieffekt-Gerät) ginge natürlich auch. Spielt in der digitalen Oberliga und du hast einen flexiblen IR-Loader schon mit im Gerät. Er ist allerdings doch recht teuer und deutlich leistungsfähiger als du es brauchst. Spielst du hingegen mit dem Gedanken, deinen Sound mit ein paar mehr Effekten zu veredeln, wäre das durchaus eine gute Lösung.
     
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  7. gutmann

    gutmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.20   #7
    Das iridium wird dich glücklich machen!

    Zerrpedale in eine reine speakersimulation sind nicht das Gelbe vom Ei. Es kann natürlich gefallen. beim iridium hast du zb den Cleansound eines fenders oder AC30 und die Pedale davor klingen wie beim echten Amp.
    Das ist genau für diesen Zweck gemacht. Und es klingt hervorragend mit der headrush frfr108
     
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  8. DirkS

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    Erstellt: 04.06.20   #8
    Danke Euch!

    Ich versuche es mal mit der Micro-/Amp-/Speaker-Simulation des Nux Solid Studios, das preislich auch attraktiv ist.
    Das Strymon Iridium ist sicher noch besser, aber mit 450 € gleich 3mal so teuer, das brauche ich für ein Alternativsystem zum Verstärker wohl nicht.

    War aber spannend, die Beiträge hier zu lesen! :great:
     
  9. InTune

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    Erstellt: 05.06.20   #9
    Es ist die Frage, ob ein Zerrer Pedal mit einer Cab Simulation/IR-Loader alleine nicht auch funktioniert.
    Das kann man pauschal IMO nicht beantworten.
    Der Einfluss eines clean eingestellten Amp auf den Sound, ist im Wesentlichen etwas EQ und ggf. etwas Kompression. Wenn der Zerrer selbst eine flexible Klangreglung hat und schon eher den Charakter einer Vorstufe hat, wird man zusammen mit einem IR-Loader auch brauchbare Ergebnisse bekommen.
     
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  10. DirkS

    DirkS Threadersteller HCA Superstrats HCA

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    Erstellt: 05.06.20   #10
    DAs hoffe ich auch. Zumal ich verschiedene Verzerrer hier habe, darunter 2 mit Röhren und so ein Highend-MESA-Teil mit sowohl graphischem als auch zusätzlich parametrischem EQ und weiteren Regleroptionen.
     
  11. DirkS

    DirkS Threadersteller HCA Superstrats HCA

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    Erstellt: 09.06.20   #11
    Kurze Rückmeldung: Die Micro-/Amp-/Speaker-Simulation des Nux Solid Studios funktioniert bestens.
    Sowohl bei Verwendung nur einfacher Effektgeräte, als auch mit Modelern ist die Verbesserung des Sounds enorm. Die Speakersimulationen und die verschiedener Mikrophone sind wirklich unterscheidungskräftig und nicht nur -wie befürchtet- Varianten des selben Sounds.
    Dazu hilfreich sind die Endstufensimulationen (wahlweise 6V6, EL 34 und 84), die Regler von Gain, Master und Presence und vor allem die Simulation verschiedener Mikrofon-Standorte.

    Ich kann nun problemlos direkt in FRFR- (Fullrange-) Systeme oder Mischpulte gehen oder mit der nur 9 kg leichten Headrush FRFR108 Jams bestreiten. Auch ein externer Reverb kann gut zwischen Nux Solid Studio und FRFR-System geschaltet werden.

    Zusammenfassend hat sich die Anschaffung gelohnt. Ich kann nun authetische Sounds auch mal ohne Gitarrenverstärker erzeugen, wenn ich auf die Schlepperei keine Lust habe. Und auch Modeler klingen über die externe Simulation deutlich besser, als über die interne, wobei ich derzeit allerdings gerade keine Hochpreis-Modeler vom Schlage des Axe Fx, Kemper und Helix zum Vergleich hier habe, die das vlt. auch in ähnlicher Qualität leisten würden.

    Danke allen hier für die hilfreichen Tipps! :great:
     
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