Stegeinlage für Epiphone EJ200FM

D-a-N
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Hallo,

ich habe eine Epiphone EJ200FM in der leider eine Stegeinlage aus Kunststoff verbaut welche nicht gut klingt und auch nicht wirklich passt (von der Höhe/Saitenlage).

Nun suche ich eine passende Stegeinlage für die Gitarre, egal ob original J200 oder was anderes, hauptsache passend damit die Saitenlage stimmt.

Nach 2 Internet-Fehlkäufen hoffe ich, dass mir hier jemand sagen kann, woher ich eine passende Stegeinlage für die Gitarre bekomme, am besten ohne schleifen :)

Vielen Dank fürs Lesen
 
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Hallo @D-a-N!
ich habe eine Epiphone EJ200FM
Hübsche Gitarre! Eine solche hab ich auch. Sondermodell aus 2003 - richtig? :great: Optik cool, Sound... naja ;)
hauptsache passend damit die Saitenlage stimmt
am besten ohne schleifen
Die Saitenlage (Höhe zu den Bundstäbchen) wird für jede Akustikgitarre individuell durch Schleifen der Stegeinlage eingestellt. Individuell deswegen, weil jede Gitarre einen geringfügig anderen Halswinkel hat. Daher sind alle Ersatz-Stegeinlagen immer zu hoch, damit man sie auf die passende Höhe runter schleifen kann. Das macht man am besten mit Schleifpapier, das auf einer ebenen Fläche festgeklebt wird. Damit kann man, möglichst gleichmäßig und ohne zu verkanten, die Höhe reduziert. Vorher zeichnet man die gewünschte Höhe mit Bleistift an. Die alte Stegeinlage kann hier als Vorlage dienen.
Vorsicht: man muss dabei immer wieder prüfen, ob's schon passt - zu viel ist schnell mal was weggeschliffen.
https://www.stollguitars.de/de/die-saitenlage-bei-der-akustikgitarre-selbst-einstellen/

Im Zweifelsfall kann man sowas aber auch beim Gitarrenbauer machen lassen - kostet nicht die Welt und der hat meist auch die passenden Einlagen da.

Viel Erfolg & LG,
Anderl
 
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Stegeinlage aus Kunststoff verbaut welche nicht gut klingt
Was erwartest du denn für eine Soundrevolution, wenn du die Stegeinlage austauschst? ;)

Um die Saitenlage anzupassen - selbstverständlich, aber der Stegeinlage eine (hörbare) Klangbeeinflussung zuzuschreiben ... da wirst du mit einer Änderung der Saitenmarke sehr viel mehr erreichen.
 
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Der häufigste Grund für eine neue Stegeinlage dürfte wohl sein, dass man versucht die Saitenlage zu verbessern und dabei über das Ziel hinaus schießt.
Ich kenn das leider nur zu gut! :hat:
 
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Vielen Dank für eure schnellen Antworten,

Ja genau, das 2003 Limited Edition Sondermodell, optisch ein Traum, darum ist sie bis jetzt auch noch hier :)

Habe vor kurzem wieder die Liebe zu Akustikgitarren entdeckt (leider meine einzige), ist mit der aktuellen Saitenlage aber sehr schwer zu spielen. Aber ok, dann mache ich mich schonmal keine Hoffnungen, dass eine Stegeinlage klanglich irgendwas macht, muss wohl doch eine neue her.

Hab mal ein Bild gemacht, was da aktuell drauf ist, vermutlich Acryl?

Bild: https://ibb.co/wz3y9C3

Also am besten einfach zum Gitarrenbauer und machen lassen? Hätte nur gedacht, das lohnt sich bei einer solch "günstigen" einfach nicht.

Viele Grüße

Edit: Da du auch eine hast @DerAnderl und @peter55 andere Saiten vorgeschlagen hat: Hast du eine Saitenempfehlung?
 
Hätte nur gedacht, das lohnt sich bei einer solch "günstigen" einfach nicht
Warum denn nicht? Wenn du die Gitarre ansonsten magst und es nur an der Bespielbarkeit hängt, würde ich mir den "Luxus" von ein paar Euros gönnen. Eine Akustik für ein paar Hundert Euro Neupreis ist zwar Einstiegsklasse, aber doch kein Sondermüll, den keiner anfassen will.
Wie @DerAnderl schreibt, kann man das sogar selbst machen, und bei einem Einzelpreis von wenigen Euro würde ich gleich zwei Rohlinge bestellen, falls ich beim ersten Mal übertreibe. Für ähnliches Geld dann noch ein paar neue Saiten, und du hast eine Klampfe, die man gerne in die Hand nimmt. Oder doch den netten Gitarrenbauer von Nebenan bitten, neben der Stegeinlage auch gleich den Rest vernünftig einzustellen. Kostet zwar a bisserl mehr, ist aber dann wirklich optimal.
Was die Saiten betrifft, hab ich auf meiner Akustik zur Zeit 12er D'Addario Nickel Bronze drauf und bin recht begeistert. Klingen schon seit einigen Wochen wirklich schön klar und ausgewogen, eher oldschool und nicht so "glockig" wie Phosphor Bronze Saiten. Wohl so ähnlich wie Monel Saiten, hab ich gelesen.
 
Servus @D-a-N!
Also sooooo schlecht finde ich die EJ-200 nicht. Sie hat ordentlich Volumen und ich benutze sie gerne für deftiges Strumming. Aber auch das Picken macht Spaß auf ihr, wobei ich da lieber zu einer meiner anderen Gitarren greife.
Die Gitarre wurde bei Peerless in Korea gebaut und der Ruf dieser Firma ist nicht der schlechteste. Auch wenn die Decke laminiert ist, muss sie sich vor den neuen Massivdecken EJ-200 nicht verstecken. Die Verarbeitung ist jedenfalls makellos. Wenn nur nicht diese gräßliche Kopfplatte wäre... aber das ist ein anderes Thema!

20210831-161742.jpg

Deine Stegeinlage ist sicherlich nicht original (ich hoffe, ich durfte Dein Foto hier nochmal hochladen, damit es alle sehen können).
Außerdem ist das Ding wirklich viel zu hoch.

Bei mir sieht das so aus (ich habe leider keine bessere Nahaufnahme parat - die Gitarre liegt derzeit im Koffer im Keller):
20190803_114246 (2).jpg


Es ist schon eine ziemliche Weile her, aber ich glaube, dass ich da mal eine Graphtech Stegeinlage (hier der Link zum großen T) eingebaut habe, bin mir aber nicht mehr sicher, ob es genau die verlinkte war. Da müsstest Du zur Sicherheit nochmal nachmessen, ob die von der Länge und Breite her passt.
Und dann geht's munter an's Schleifen :great: :D Das kann eigentlich jeder. Ich benutze dazu eine 240er Körnung. Der Vorteil von Graphtech gegenüber Knochen ist, dass es nicht so stinkt beim Schleifen. Ein wenig nervig ist, dass man zur Sicherheit immer mal wieder die Stegeinlage einbauen muss, um zu prüfen und auch probespielen.
Da ich auf Deinem Foto im Hintergrund E-Gitarren sehe, gehe ich davon aus, dass Du Dich beim Thema Sattelhöhe und Halskrümmung auskennst. Das sollte man unbedingt vor der Höhenanpassung der Stegeinlage einstellen!
Kleiner Praxis-Tipp: Mach am 1. oder 2. Bund einen Capo drauf, damit die Saiten nach oben zu den Mechaniken fixiert sind. So kann man die Saiten leicht am Steg rausnehmen und die Stegeinlage einsetzen bzw. rausnehmen.

Ansonsten lohnt sich auch für eine solche vergleichsweise günstige Gitarre der Gang zum Techniker. Es kommt schon darauf an, an wen man gerät. Mein kleiner Gitarrenladen in der kleinen Nachbarstadt, bei dem ich mich auch mit Saiten eindecke, macht sowas für 50€ - incl. Sattel feilen und Halskrümmung einstellen. Aber vielleicht ist das auch ein Freundschaftspreis - ich weiß es nicht.

Zum Thema Saiten: Ich denke, dass @peter55 ausdrücken wollte, dass ein Satz neuer Saiten wesentlich mehr zu einem besseren Klang beitragen würde, als der einer neuen, hochwertigeren Stegeinage. Vor allem bei einer solchen Gitarre. Welche Saiten man da nimmt, ist Geschmacksache. Nachdem ich jahrzehntelang Martin-Saiten gespielt habe, bin ich inzwischen bei Elixir angekommen. Die sind zwar anfangs nie wirklich brilliant, dafür halten sie einen guten Klang über eine sehr lange Zeit. Die andere Alternative ist, sich günstigere, unbeschichtete Saiten zu kaufen und die öfter zu wechseln - dazu bin ich allerdings zu faul. :D
Ich spiele auf der EJ-200 einer 013-056er Satz, da ich sie wirklich nur für Strumming einsetze. Empfehlen würde ich Dir allerdings 012er Standard.

LG, Anderl
 

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