Steinberg UR22 - Welche Latenz habt ihr?

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Hey! :)
Ich hab seit Kurzem ein Steinberg UR22.
Damit erreiche ich mit Cubase 6 oder auch mit Scuffham S-Gear 3,6ms Input und 4,6ms Output Latenz.
Da ich den PC auch ganz gerne zum üben nutzen würde, wäre eine möglichst niedrige Latenz ja von Vorteil.
Durch einen POD oder normalen Amp klingt alles aber noch etwas direkter.

Welche Latenzen habt ihr ?
Würde sich diese durch USB 3.0 verbessern lassen auch wenn das Interface diesen Standard nicht unterstüzt ? (Nachrüsten einer PCI Karte im PC)
Gibt es andere Interfaces in der Preisklasse, welche besser geeignet sind ?


Liebe Grüße
 
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djbobo
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Besser wird es nur bei niedrigerer Pufferung, dann riskierst Du Dropouts oder bei höherer Sample Rate, mehr CPU Load besonders bei virtuellen Instrumenten und mehr Festplattenspeicher bei der Aufnahme.
Das ist der Wert den Cubase ausweist, stimmt er auch ?
Messtool: http://centrance.com/downloads/ltu/
 
ars ultima
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Damit erreiche ich mit Cubase 6 oder auch mit Scuffham S-Gear 3,6ms Input und 4,6ms Output Latenz.
Hast du es nachgemessen? Wahrscheinlich nicht ;) Eine Software kann die tatsächliche Latenz gar nicht messen, dass dürfte einfach das sein, das der Treiber ausspuckt. Bei gleicher Buffereinstellung (und natürlich gleicher Samplerate) müsste daher bei jedem das gleiche stehen. Wobei mich das auch mal interessieren würde, ob das echt so ist :)

Welche Puffergröße entspricht denn das? Und wenn du sagts "ich erreiche..." dann heißt das, dass du da schon die niedrigste eingestellt hat, die bei dir noch problemlos funktioniert?

Würde sich diese durch USB 3.0 verbessern lassen auch wenn das Interface diesen Standard nicht unterstüzt ? (Nachrüsten einer PCI Karte im PC)
Nein. Zum einen würde eben nur eine USB 2.0-Verbinung aufgebaut werden, zum anderen hat aber ja die Geschwindigkeit/Datenübertragungsrate nichts mit der Latenz zu tun. Also auch ein echtes USB3.0-Interface ist latenzmäßig nicht besser.

Sofern du mit der niedrigsten Puffergröße fehlrerfrei arbeiten kannst, kannst du auch nichts an deinem PC verberssern. Weil bei dem ganzen Latenzthema geht es in der Regel nicht darum, dass die latenz unmittelbar/von sich aus höher oder niedriger ist, sondern dass irgendwlche Unterbrechungen/Störungen/Auslastungsspitzen/... dafür sorgen, dass Datenpuffer (vor allem eben er ASIO-Puffer, den man selbst einstellen kann, aber USB selbst hat auch noch einen) größer eingestellt werden müssen. Und dadurch wird dann die Latenz ensprechend größer.

USB-Interfaces sind aber wohl tendenziell eh etwas schlechter als z.B. PCI-Interfaces.
 
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Die gemessene Latenz liegt bei 8,39ms mit 96kHz. Wenn ich die Sample Rate auf 44.1kHz stelle wird die Latenz leicht höher, aber der minimal einstellbare Puffer wird kleiner.

Der minimale Puffer mit dem Yamaha/Steinberg Treiber liegt bei 128 Samples mit 44.1kHz und bei 96kHz bei 64 Samples.

Kann man damit jetzt zufrieden sein? Ein POD soll angeblich um die 2ms Latenz haben.
Wie sieht es mit anderen Interfaces aus?

Gruß
 
djbobo
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Mit 8,39ms bei 96kHz wäre ich unzufrieden, nicht weil das ein schlechter Wert ist, der Wert ist ja akzeptabel ABER rein rechnerisch dürften es dann bei 44,1kHz ungefähr doppelt so viel sein. Und wenn der niedrigste Pufferwert bei 44,1kHz gar nicht verfügbar ist könnten es ja sogar noch mehr werden.

96kHz bei Virtuellen Instrumenten kostet extrem viel CPU Power, bietet klanglich kaum Vorteile.
Da die wenigsten mit 96kHz arbeiten solltest Du man prüfen wie hoch die gemessene Latenzzeit bei 44,1kHz bei.

Mein uraltes Fast Track Pro macht 10,4ms bei 44,1kHz. Und das ist von 2006.
Mein C600 unter 10ms. Bei 96kHz unter 6ms.
 
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Ich glaube ich habe die minimalen Samples vertauscht. Ich werde zu hause noch einmal nachgucken.

Die beiden Latenzen waren annähernd gleich bei unterschiedlicher Sample Rate und das Gitarren VST welches ich benutze unterstützt wohl 96 kHz

Das c600 kostet natürlich auch fast das doppelte. Aber dann muss ich mich wohl noch nach einem anderen Interface umsehen und das Steinberg zurücksenden...
 
djbobo
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Das C400 (gleicher Chip, Latenz, Preamp, Wandler, etc.) hat halte weniger Preamps und kostet 'nen 10er mehr als das Steinberg.
 
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Ich hab zwar das UR824, bin bei 256 Samples bei 11ms. Fürs recorden ok. Könnte auch auf 128 Samples runtergehen, möchte aber meine PU net stressen :)
 
ars ultima
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Wenn dir Latenz so wichtig ist und du beim DesktopPC bleibst, würde ich ja glatt eine M-Audio Delta Audiophile2496 empfehlen.

Das du die Mindeslatenz anhand von Puffergröße und Samplerate ausrechnen kannst, ist dir bewusst? Und ich würde auch einfach mit 44.1khz arbeiten.
 
djbobo
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Ausrechnen kann man nur den Wert nur bedingt.
Theoretisch hat ein Audio-Interface eine Mindest-Latenz von Pufferwert geteilt durch Sample Rate, also sagen wir 128 Samples durch 44100Hz gleich 2,9ms.

Jetzt nicht vergessen: Du brauchst einen Eingangspuffer und einen Ausgangspuffer, also schon mal doppelt so viel wenn das Eingangssignal durch die Software auf den Ausgang ausgegeben wird*).
Ein "schlechtes" Audio-Interface erkennt man jetzt daran, wenn in der Software ein solcher "geschönter" Wert steht, das Interface aber tatsächlich bzw. sogar recht sicher eine noch höhere Latenzzeit hat - und der Treiber dies nicht ausweist. Denn zusätzliche Latenzzeiten entstehen durch:
- Protokoll-Overhead, also USB (hoch), FireWire (geringer) und auch PCI (am geringsten)
- AD/DA Wandlung (in den wenigsten Interfaces sind Wandler verbaut die praktisch keine Latenzzeit haben)
- Komponenten wie Digitalmixer, digitale Effektsektionen. So schön "DSP" immer klingt, ich hatte ein Interface mit DSP Mixer, da hat das Routing im Audio-Interface den Rechner sicher entlastet, weil nicht die Musiksoftware durch die ganzen Busse ein Software Monitoring machen muss, aber der DSP Mixer hatte eine Latenz von 177 Samples, das sind schlicht 4ms on top.

Deshalb ist das erste was ich bei der Neuanschaffung prüfe, welche Latenz hat denn das Interface, besonders wenn es irgendwie offensichtlich stört obwohl ein toller Wert in der Audio-Software steht. Kleine Abweichungen sind OK, aber Rountrip-Angabe 5,8ms und tatsächlich 18ms sind frech.

*) Bei virtuellen Instrumenten bleibt es bei der einfachen Latenz, weil da praktisch nur Wiedergabe stattfindet. Die MIDI Latenz ist an dieser Stelle vernachlässigbar.
 

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