Sterben Keyboarder aus oder verstecken die sich nur?

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Für kurze Bläser-Licks oder Streicher kann man Keyboards immer nehmen, solange zwei Hände insgesamt für den Live-Einsatz reichen ...
Aber ein ausuferndes, künstlerisch verziertes Saxophon-Solo selbst mit einem heutigen Tasteninstrument authentisch wiederzugeben ist schlicht unmöglich ...
so halte ich es auch und auch meine Band so wie das Publikum können da gut mit leben. Das Sax-Solo wird durch Gitarre oder eine Orgel ersetzt - fertig!

Und zu Superstition:
...(und mit zwei Händen geht es auch noch, wenn eine Gitarre die Einwürfe des zweiten Clavis übernimmt), aber nur mit einer Hand das Clavi ist schon schwierig.
Dort, wo die Bläser wichtig sind, in der Bridge, da gebe ich dir recht, da kann man auch die linke Hand im Clavi weglassen, weil da der Groove sowieso "umsteigt".
So ist es! Machen wir seit Jahren schon so.
 
...ist ja nicht so, als wäre das bei Chaka Khan nicht auch immer schon eine Sequenz gewesen ...

Weiß ich ja - dieses Geblubbel am Anfang habe ich halt nie als relevant für den Song empfunden und fange direkt mit dem Hauptthema an...

Und was die Stevie Wonder-Brass angeht: Die Riffs in der Strophe habe ich (bis auf die oktavierten Abgänge - die klingen tatsächlich etwas künstlich) noch nie so gut über eine Tastatur gespielt gehört. Aber klar - die Ausdrucksmöglichkeiten hat man als einziger Keyboarder natürlich nie zur Verfügung, wenn man beidhändig versucht, 5 verschiedene Parts unter einen Hut zu kriegen.

Finde ich aber trotzdem beeindruckend...
 
Das geblubbel am anfang von ain't nobody finde ich wichtig und cool. Da denkt man nämlich erst die zählzeit “1“ wäre woanders. Wenn dann rhytmusgruppe einsetzt muss man sich neu sortieren. So etwas mag ich. Hab natürlich jetzt durchschaut wie sich das zueinander verhält.
 
Weiß ich ja - dieses Geblubbel am Anfang habe ich halt nie als relevant für den Song empfunden und fange direkt mit dem Hauptthema an...
Das Geblubbel ist ja nicht nur am Anfang da. Das läuft die ganze Zeit durch - und das klebt den Groove erst richtig zusammen. Wenn man die Chance hat, sich das mal in der selben Einspielung mit und ohne die Sequenz anzuhören: da liegen groovemäßig Welten dazwischen. Außer im Intro nimmt das niemand wahr - aber wenn man die Spur mal stummschaltet, dann fehlt echt was.
Wir wollten die Nummer erst ohne das Ding spielen, weil das zu der Zeit der einzige Song war, wo es einen Click gebraucht hat (ohne Click mit der Sequenz - geht nicht). Wir haben es versucht - und ich habe wirklich das Glück, mit fantastischen Muckern an Drums und Bass zu spielen, die jede Nummer zum Rollen kriegen. Der Song - sowohl mit als auch ohne Click, aber immer ohne die Sequenz - wollte nicht 100% grooven. Die Sequenz wieder dazu, kein Problem. Der junge Mann am Bass hat die Nummer übrigens schon mit Chaka Khan gespielt, daran kann es also nicht gelegen haben ;)
 
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Ich mach den Song im klavierunterricht. Haben das aufgeteilt, zwei Schüler und ich, macht einfach auch Spaß.

(Anlass war die neue langweilige felix jaehn Version.) ---> mal das original so gut es geht spielen.
 
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Das Geblubbel ist ja nicht nur am Anfang da. Das läuft die ganze Zeit durch - und das klebt den Groove erst richtig zusammen. ... Der junge Mann am Bass hat die Nummer übrigens schon mit Chaka Khan gespielt, daran kann es also nicht gelegen haben ;)

Das kann schon sein - ich habe den Unterschied mit/ohne Sequenz ja nie selber gehört. Und unser Drummer hat eh zu kämpfen mit der Nummer... :D
Das mit dem Basser glaube ich unbesehen - der ist richtig klasse!
 
Aber wie definiert sich heute die Anforderung aus Sicht einer Band ? Vermutlich gibt es da doch unterschiedliche Bands mit unterschiedlichen Anforderungen. Auch aus technischer Sicht, dürfte sich ein wenig verändert haben in den letzten Jahren. Früher (1980) musste eine Band auch wenigstens einen eigenen Song haben - gibt es diese Anforderung heute eigentlich auch noch ? Falls nicht, hat sich das Thema auch bewegt.
Lange vorbei.

Top40-Bands covern nur, die werden nicht vom Veranstalter bezahlt, um ihre eigenen Stücke zu spielen, die dann keiner kennt, sondern um die Mucke zu spielen, die auch von einem DJ kommen würde. Altherren-Blues-Rock-Combos covern auch nur. Der Metal-Schredder-Nachwuchs covert meistens auch nur. Und Tributebands covern konzeptbedingt ausschließlich.

Der Orgel-Spieler aus dem Zeitalter Wunderlich oder die ganzen Wersi-Klone, hätte heute vermutlich keine Zukunft mehr - außer auf einem Senioren-Tanz-Tee. Wobei man Musiker wie Wunderlich sicher heute suchen müsste. Die waren zu ihren Zeiten schon Legende - haben sich aber auch weiter entwickelt.
Wunderlich war einerseits anfangs sehr fortschrittlich, er hat das Multitracking im Overdub-Verfahren aufgebracht. Andererseits war er konservativ-dogmatisch und erzog all seine Jünger zu demselben Dogma: An jedweder Orgel (ich rede hier von elektronischen Heimorgeln, nicht von B3, Vox Continental & Farfisa Compact) darf ausschließlich Sinus gespielt werden, keine anderen Register, erst recht kein Rhythmusgerät und schon gar nicht die Begleitautomatik.

Blöderweise wird die E-Orgel-Szene heutzutage abseits der ganz großen Namen dominiert von Gußeisernen, die genau so denken. Ich hab das selbst gesehen, als ich in der Analogorgelszene noch aktiv war: Die Leute setzten sich an egal was für 'ne Orgel, das konnte eine Wersi Galaxis sein oder oder eine volldigitale Wersi Spectra von Mitte der 80er oder eine Yamaha D-85, und dann wurden nur Sinusregister gespielt, fertig, aus. Orgelsinus auf dem oberen Manual, Orgelsinus auf dem unteren Manual, Orgelsinus auf dem Baßpedal, Rhythmus bleibt aus. Gut, ist der kleinste gemeinsame Nenner, da kommt eigentlich immer einigermaßen, was man erwartet, aber will eine Orgel nicht mal ein bißchen weiter ausgereizt werden?

das kannst Du auch alles mit Bass, 1x Gitarre, Drums, Sängerin und 1 Keyboarder in angesagtem modernen Stil darbieten (90er?) Und das ist noch nicht mal besonders schwer. Da wirst Du bei einem Udo Jürgens Medley z.B. wesentlich mehr gefordert, aber auch das geht ohne "Rock-Version".
LMFAO – "Sexy And I Know It".

Der Keyboarder bricht sich einen ab, um aus seinem rechnerlosen Setup den amtlichen säurespritzenden Sound einer Roland TB-303 inklusive der Slides über eine und zwei Oktaven nachzubauen. Händisch geht diese Bassline überhaupt nicht zu spielen, einmal nicht wegen des erforderlichen hochpräzisen Timings einer Bassline, die in der Originalfassung von einer Maschine gespielt wurde, außerdem nicht wegen der beiden Aufwärts-Slides – Pitch Bend kann man da vergessen und Portamento auch. Das MUSS maschinell nachgespielt werden.

Und wenn der Keyboarder das dann geschafft hat, steht live auf der Bühne der Bassist da und popelt sich in der Nase, weil diese Figur auf einer Baßgitarre schon mal erst recht nicht spielbar ist und er somit nichts zu tun hat.

......., Lake & Palmer.

Der Beste von Allen ist nun gegangen.
Rick Wright. Joe Zawinul. Jon Lord. George Duke. Edgar Froese. Und jetzt Keith.

Scheint die Topic-Frage auf morbide Art zu beantworten, wirklich...

Hä? Sänger und Drummer - klar, aber Keyboard?
Wie auch immer...
Vielleicht hab ich die Albumcredits jetzt nicht richtig auf'm Zettel, aber ich meine, Phil hatte den Propheten auch mal selber unter den Händen.

Ich frage mich bei der Gelegenheit auch immer wieder, ob es bei den Gitarristen mal wieder eine Renaissance der in den 80ern üblichen "Prozessorstacks" geben wird. Ich mag das ja ganz gerne, ab und zu, wenn es dem Song guttut: eine Gitarre, mit dem EQ bis zur Unkenntlichkeit verbogen, Chorus, Phaser, Tapdelay, ordentlich Hallsuppe drauf, vielleicht noch Octaver - und das dann über einen cleanen Amp gespielt. Herrlich.
Einerseits sollte man meinen, daß die Gitarristen langsam mal den Bratsound satt haben.

Andererseits sind die 80er in der Rockmusik pfui-bah (einzige Ausnahmen: AC/DC, Van Halen, The Smiths, Hosen, Ärzte, Prä-Black Album-Metallica), und Shoegaze mit seinem Effektoverkill wird wohl gerade zu Grabe getragen oder ist schon zu Grabe getragen worden. Also wird man weiter die Punk-, Grunge- und Indie-Schiene fahren, Bratsound übers ganze Frequenzspektrum mit Zerre aus Transistor-Tretmine und Röhrenamp gleichzeitig, und dann werden Quintpowerchords auf den Achteln gespielt, natürlich nur Downstroke, weil Upstroke ist 70er.

Auf einen neuen Steve Rothery werden wir lange warten müssen, glaube ich.

Und zwischen dem Gebrate wollen sie dann auch noch, daß ein Keyboarder Flächen legt?!

Das sieht bei den Keyboardern aber auch oft nicht anders aus; ist also eher ein generelles Phänomen und kann den Gitarreros nicht exklusiv angelastet werden. Vieles ist einfach abgegrast, und es wird eher versucht, die alten, legendären analogen Sounds mit modernem Synth-Equipment zu reproduzieren.
Sieht man ja beim Soundschrauben. Was macht der nichtexperimentelle Keyboarder aus Reflex? Verstimmt zwei gleich laute Sägezähne leicht gegeneinander und regelt dann zwischen Brass und Strings mit den Reglern des 24-dB-Tiefpaßfilters und vielleicht noch mit den Hüllkurven.

Wenn ich da alleine an das riesige unerforschte Gebiet denke, das einem eine einzige statische Pulswelle bietet... oder auch das Verstimmen von Oszillatoren zueinander in chromatischen Intervallen zwecks Obertonbeschaffung...

Ich meine, wer stellt sich klanglich unter einem Minimoog je was anderes vor als einen Synthbrass-Lead à la Rick Wright oder Manfred Mann oder vielleicht noch einen wuchtigen Baßsound? Wer kann sich vorstellen, daß das Uhrticken in "Like An Angel Passing Through My Room" von ABBA ein Minimoog ist, daß der sowas kann?

Deswegen haben neue Synthesearten es schwer, wenn man damit nicht die Klassiker nachbauen kann. Und wenn man damit die Klassiker nachbauen kann, macht kein Schwein irgendwas anderes damit. Ich sag nur Korg Z1 und Hartmann Neuron.

Am (sorry, bin wirklich kein Chauvi) Schlimmsten sind die "female fronted", die garantiert alle Hits von Pink dabei haben.
Und mindestens zwei Melissa-Etheridge-Nummern, und zwar "Like The Way I Do" (wir dürften eine von fünf Bands in Deutschland ohne eigene Songs sein, die das nicht spielen trotz Sängerin, obwohl sich daraus eine höllische Funk-Version stricken ließe) und "Bring Me Some Water".

Wo sind die Musiker, die einfach nur eigenes Zeugs komponieren, spielen und ggfs. als Sahnhäubchen mal an einem Bandwochende recorden wollen. Und das als Hobby ohne Allüren oder abgehobenen Zielen und ner Gewichtung, bei der regelmäßige Proben, Zusammensein mehr zählt, als 5 oder 10 Gigs vor Bekannten?
Spielen Alternative Rock ohne Tasten.

Zurück zu Ursprungsfrage: Sterben Keyboarder aus oder haben evtl. immer mehr von Ihnen keine Lust mehr auf Cover, Top40 oder Tanzmucke?
Top40 tun sich nur diejenigen Keyboarder an, die a) mittelfristig das Geld aus professioneller Mucke brauchen, aber kurzfristig das Geld für das Equipment haben, das sie brauchen, um einsteigen zu können.

Jungs ... seid mir mal nicht böse :):) .

Es " klingt " hier sehr .... merkwürdig .

Was ist an Cover oder Top 40 so verkehrt ? ... udn was ist daran verkehrt , es aus Spass zu spielen , ohne großen Aufwand ?

Es liest sich hier so , als wenn das alles nur möglich ist , mit einem riesen Aufwand für den Keyboarder .

Ist es wirklich so ?
Ja. Wenn eine Top40-Band was halbwegs Modernes spielt, und der Keyboarder spielt "irgendwas", das dann auch noch simpel ist, klingt das so dermaßen am Original vorbei, daß der Veranstalter diese Band nicht wieder buchen wird.

Deine Zeit, Achim, war vor dem Siegeszug des Synthesizers. Die Musik der 50er, 60er, 70er war noch von der Gitarre dominiert, an zweiter Stelle kamen Bläser, so vorhanden, und dann kam der Keyboarder mit Piano und Hammondorgel. Kein großes Theater.

Die 80er dagegen waren schon großes Synthesizer-Theater. Der Keyboarder saß nicht mehr zwischen Rhodes, Hammond und vielleicht noch Mellotron und spielte im wesentlichen Akkordbegleitung. Der saß auf einmal zwischen Prophet-5, OB-Xa und Jupiter-8 und fuhr ein synthetisches Soundfeuerwerk ab. Im Studio hatte man dann zusätzlich noch ein Fairlight oder Synclavier, einen Eight-Voice, einen Minimoog, einen Odyssey, einen Polymoog, mehrere Drummachines usw. usf. etc. pp. Wohlgemerkt, wir reden hier von Rockmusik.

Dann kamen auch noch Gruppen auf, die hatten gar keine Gitarristen mehr, keinen Bassisten, keinen Schlagzeuger, das war nur noch ein Sänger oder eine Sängerin und einer, der die Synthesizer bediente. Sogar die Drums waren elektronisch und maschinell. Eurythmics. Yazoo. Erasure. Soft Cell. Oder Leute wie Howard Jones oder Thomas Dolby, die waren beides in Personalunion. Die stürmten aber noch mehr die Charts als die einschlägigen Rockbands, und folglich mußten die hitorientierten Coverbands deren Musik nachspielen.

Heute ist es noch extremer. Da wird das gesamte instrumentale Backing am Rechner produziert mit einem Aufwand, für den man Anfang der 80er eine Garage mit Synthesizern hätte füllen müssen, darunter eine ganze Längswand mit Synclavier-Racks, eine weitere mit Outboard-Effekten, eine dritte mit Achtspur-Bandmaschinen, und in einer Duplexgarage stünde das Mischpult (O-Ton der Typ von Neve: "Seid ihr größenwahnsinnig, oder wofür braucht ihr ein Pult mit 200 Kanälen?"). Nur daß dafür heute nicht mehr eine Bootshalle oder eine Scheune gebraucht wird, sondern ein David Guetta macht das alles auf einem Laptop.

Diesen Overkill hat man dann als Keyboarder in einer Top40-Band bitteschön nachzubilden. Häufig genug wollen es die anderen Bandmitglieder, die nicht den blassesten Schimmer davon haben, was ein Keyboarder kann und was nicht, und was das jeweils für ein Aufwand ist. Und wenn nicht die, dann die Veranstalter. Die wollen dann erst recht, daß es wie auf CD klingt.

Versteh ich nicht wirklich ....

Strings , Piano , Orgel ... das müßte doch für 90 % der Hobby Leute reichen ( die nichtgerade damit Geld verdienen wollen und nur Spass an der Mucke haben ! ) .
Im Hobbybereich vielleicht. Aber wenn man versucht, damit ins Fahrwasser professioneller Tanz- oder Top40-Bands vorzudringen, wird man nicht gebucht, sondern ausgelacht.

Im Top40-Metier wiederum ist es üblich, alleine im Strings-Bereich dutzende verschiedene Sounds am Start zu haben und im Synthbereich hunderte, allesamt auf die jeweiligen Titel zugeschnitten. Vorproduzierte Audio-Zuspielungen nicht mit eingerechnet.

Weiß ich ja - dieses Geblubbel am Anfang habe ich halt nie als relevant für den Song empfunden und fange direkt mit dem Hauptthema an...
Bei uns ist das einer der wenigen Songs, die wir ziemlich umgepflügt haben. Das war, als das noch eine Nummer von der "großen Keule" Chaka Khan war und noch nicht von dem piepsigen britischen Girlie Jasmine Thompson, geschweige denn von Felix Jaehn auf House umeditiert. Und da war ich noch so neu in der Band, daß ich mich da noch an die anderen drangehängt und nicht auf Authentizität bestanden hab.

Das Intro spielt mein Kollege mit einem Layer nach seinem Geschmack – und zwar auch nur die Leadfigur. Die Sequenz gibt's gar nicht. Ich hab damals, damit das schnell ging, einfach zwei Hammondsounds genommen, damit was ziemlich ganz Eigenes gemacht (was geil mit dem Chorgesang im Refrain harmoniert) und irgendwann zur Begeisterung der Band das Geplinkel am Ende des Refrains auf dem MicroKorg nachgebaut.

Jetzt will ich da dann doch nicht mehr auf Authentizität bestehen, denn dann bräuchten wir Click. Außerdem haben wir eh den "First you put your arms around me"-Zwischenteil nicht drin, sondern statt dessen das "liegende" instrumentale Pendant aus der Version der Hermes House Band. Und von dem Song gibt's eh schon eine Zillion Versionen, von den keine wie Rufus klingt.

Das geblubbel am anfang von ain't nobody finde ich wichtig und cool. Da denkt man nämlich erst die zählzeit “1“ wäre woanders.
Damit lassen sich Drummer prima irritieren, gerade bei uns, wo die Eins im Intro imaginär ist, wenn der Basser nicht mitspielt. Interessanterweise nicht der Ersatzdrummer, mit dem wir letztens gegiggt haben, und den wir uns weiterhin warmhalten, weil unser neuer fester Drummer einige Wochen im Jahr keine Zeit hat. Klappern tut die Nummer bei keinem der beiden, auch nicht, wenn sie wie im Original im Groove auf der Drei aussetzen.


Martman
 
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Jau, wenn der Drummer den Beginn des Geblubbles als eins nimmt würde das ganze Ding trotzdem funktionieren. Aber cooler ist es halt, so einzusetzen als Drummer, dass der Start des Geblubbels ab dann eben auf "2" kommt.
 
Jau, wenn der Drummer den Beginn des Geblubbles als eins nimmt würde das ganze Ding trotzdem funktionieren. Aber cooler ist es halt, so einzusetzen als Drummer, dass der Start des Geblubbels ab dann eben auf "2" kommt.

Ziemlich OT, aber: Ich krieg das Geblubbel aus dem Original auf die Schnelle noch nicht mal richtig ausgezählt. :ugly: Würde mich mal interessieren, @.Jens, über wieviele Takte Du das geloopt/gebaut hast bzw. bei wieviel Takten man da irgendwann zu Beginn und am Ende einigermaßen "rund" auskommt für einen Loop.

Viele Grüße, :)

Jo
 
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Damit lassen sich Drummer prima irritieren, gerade bei uns, wo die Eins im Intro imaginär ist, wenn der Basser nicht mitspielt. Interessanterweise nicht der Ersatzdrummer, mit dem wir letztens gegiggt haben, und den wir uns weiterhin warmhalten, weil unser neuer fester Drummer einige Wochen im Jahr keine Zeit hat. Klappern tut die Nummer bei keinem der beiden, auch nicht, wenn sie wie im Original im Groove auf der Drei aussetzen.


Martman

Ich kapier das Problem nicht. 3 Takte Intro.
Drums beginnen auf der "4+" des dritten Taktes.

^ Edit: falsch!, da liegt noch ein 4tel dazwischen

Drummer und bis drei zählen...und dann wundert sich die ganze Welt, woher die Klischeees kommen... :)

^ ja....das stimmt natürlich immernoch...
 
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Der Metal-Schredder-Nachwuchs covert meistens auch nur.
Äh…nein.
Als jemand, der seine ersten Schritte an Vocals und Gitarre in Richtung Metal-Shredder-Nachwuchs gemacht hat und in seiner Jugendzeit ein paar Lokalmatadoren aus diversen […]-Core und Metal-Genres verfolgt hat, habe ich ehrlich gesagt auch keine Ahnung, wie du darauf kommst. Als Zugabe gab es da vielleicht hin und wieder eine Cover-Versionen pro Auftritt, aber das waren meistens eigene Arrangements mit deutlich anderem Charakter, darunter beispielweise Death Metal-Versionen von einem russichen Volkslied (nein, nicht Kalinka) oder mein persönlicher Favorit: eine brütäl verzerrte Version von "Oops, I did it again". Dass das nicht ein ernsthafter Bestandteil der Setlist war und mehr zur Belustigung des Publikums diente, hebe ich zur Sicherheit noch einmal vor.

Im Metal-Bereich sind Eigenkreationen im Bandrepertoire nach wie vor dominant und auf deren Komposition wird auch viel Wert gelegt. Aber als 40jähriger Keyboarder einer Funk/Soul-Band hast du von der Entwicklung der Nachwuchs-Metal-Szene sicherlich mehr Ahnung als ich.:rolleyes:

Andererseits sind die 80er in der Rockmusik pfui-bah (einzige Ausnahmen: […]Prä-Black Album-Metallica),
Was vermutlich auch daran liegt, dass Prä-Black Album-Metallica kein Rock war.

und Shoegaze mit seinem Effektoverkill wird wohl gerade zu Grabe getragen oder ist schon zu Grabe getragen worden.
Äh…nein.
Shoegaze/Post-Rock/Ambient war in dem Sinne nie eine populäre oder massentaugliche Musikrichtung. Die Aushängeschild-Band My Bloody Valentine ist ziemlich unbekannt, deren Loveless ist so ziemlich die Blaupause für Shoegaze und trotzdem ebenso unbekannt. Und dennoch gibt es aktuell genug Bands, die sogar noch deutlich mehr Effekte als damals verwenden. Pedale wie das Freeze und Superego von Electro-Harmonix oder der fast schon klischeehafte Shimmer-Reverb, vor allem des Behringer RV600 sind erst in den letzten Jahren rausgekommen und haben durch technischen Forschritt, vor allem wegen komplexerer Digitaltechnik in kompakter Pedalform, dazugeführt, dass Shoegaze deutlich facettenreicher wurde. Dadurch sind jetzt auch Gitarrenflächen ohne Verzerrung möglich, aber selbst MBV-Sounds werden noch verwendet.

Vergangenes Jahr hat sich das beispielsweise in Deafheavens New Bermuda manifestiert, das dem Genre des Blackgaze zuzuordnen ist, ein Crossover aus Black Metal und Shoegaze, was man den Songs auch anhört. MBV-Gitarrenwände wechseln sich mit Growls und Shouts so wie Double-Bass-lastigen Drumpassagen ab. Dessen Vorgängeralbum Sunbather(2013) ist sogar noch deutlich Shoegaze-lastiger und weniger "aggresiv". Sunbather ist auf Metacritic das bestbewertete Album des Jahres 2013, New Bermuda ist nicht ganz so euphorisch aufgenommen wurden, hat aber dennoch einige positive (>= 8/10) Kritiken bekommen.

In der Indie/LoFi-Abteilung spielt Bradford Cox mit seiner Band Deerhunter oder seinem Solo-Projekt Atlas Sound immer wieder mit Shoegaze- und Dreampop-Effekten, Halcyon Digest(2010) bietet beispielsweise über das Album verteilt immer wieder verträumte Gitarrenwände, auch unter Einfluss des oben erwähnten Behringer RV600. Hall, Delay und teilweise kaum verständliche Texte kommen dazu. Halcyon Digest wurde unter anderem von Pitchfork Media zum drittbesten Album der Jahre 2010-2014 gekürt.

Man muss sich nicht mal nur auf andere Bands beschränken, selbst MBV hat sich 2013 mit einem gleichnamigen Album zurückgemeldet.

Shoegaze-Elemente, sei es nun in Dreampop, Post Rock, Deathgaze oder wo auch immer, sind sicherlich nicht tot und so etwas wie einen "Effektoverkill" halte ich angesichts der ausgiebigen Produktionen, die heutztuage in so ziemlich jedem Genre zu finden sind, als vermeintliche Todesursache für übertrieben. Ganz im Gegenteil bin ich der Überzeugung, dass Shoegaze und artverwandte Genres die letzten Jahre deutlich an Popularität gewonnen haben.

Aber damit erst einmal genug des OT. Genre-Diskussionen halten nur vom Keyboarden ab. ;)
 
Ziemlich OT, aber: Ich krieg das Geblubbel aus dem Original auf die Schnelle noch nicht mal richtig ausgezählt. :ugly: Würde mich mal interessieren, @.Jens, über wieviele Takte Du das geloopt/gebaut hast bzw. bei wieviel Takten man da irgendwann zu Beginn und am Ende einigermaßen "rund" auskommt für einen Loop.

Viele Grüße, :)

Jo

Ein Takt aus meiner Sicht.
 
der loop von jens ist halt nicht ganz original
deshalb passt es in einen takt
der original loop verschiebt sich und besteht aus 9/16

...so aus der erinnerung

gruß
ron
 
der loop von jens ist halt nicht ganz original
deshalb passt es in einen takt

Auch der passt nicht glatt in einen Takt. Scheint mir eher dem Original ziemlich ähnlich zu sein... ;)

der original loop verschiebt sich und besteht aus 9/16

Das kann hinkommen. Weil mich das interessiert hat, habe ich mir die Mühe gemacht und die Version von @.Jens' Truppe mal glatt auf den Takt gesetzt. Rote Linien jeweils gleich Taktbeginn, gelbe Linien jeweils der Beginn des Loop-Musters:

Aint_Nobody.jpg


Nach neun Takten bzw. auf der "1" des zehnten Taktes (sieht man auf dem Screenshot nicht) käme man mit dem Beginn des Musters wieder auf der "1" aus (also genauso wie im Original auch 9/16). So lange (neun Takte) müsste also auch der Loop sein, wenn er "glatt" auf den 4/4-Takt passen soll.

Drums beginnen auf der "4+" des dritten Taktes.

Drummer und bis drei zählen...und dann wundert sich die ganze Welt, woher die Klischeees kommen...

Deine Zählweise verstehe ich ebenfalls nicht! Der Schlagzeug-Auftakt sitzt irgendwo kurz vor der "3"...das lässt sich allerdings aufgrund des 9/16-Arpeggios am Anfang auch schlecht herausfinden, wenn man nicht auf den Track ein Metronom legt...

Viele Grüße, :)

Jo
 
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Auch der passt nicht glatt in einen Takt. Scheint mir eher dem Original ziemlich ähnlich zu sein... ;)






Deine Zählweise verstehe ich ebenfalls nicht! Der Schlagzeug-Auftakt sitzt irgendwo kurz vor der "3"...

Viele Grüße, :)

Jo

Die zwei Rimshots ?

Also Intro 2x 9/8 1x8/8
Dann 30/8 : 3x 4/4 und 1x 3/4

Oder ?
Jetz bin ich verwirrt....
 
Zuletzt bearbeitet:
Die zwei Rimshots ?

Nee, der Auftakt, wo das Schlagzeug auch komplett losgeht sitzt irgendwo kurz vor der "3" (Original und "Jens-Version").

Die beiden Rim-Shots (kurz bevor die Keyboard-Phrase und der Bass beginnt) dagegen sitzen im Original auf dem ersten und dritten 16tel nach der "1" (bei Jens dagegen glatt auf der "1" und dem 8tel danach)

Oder ?
Jetz bin ich verwirrt....

Unter die Schlagzeuger gegangen? :D

EDIT: Vielleicht wird das jetzt so manchem Nicht-Keyboarder mal klar, was hier ab und an mit "großem Aufwand" gemeint ist, wenn es darum geht, das ein oder andere Stück vorzubereiten... ;)

Viele Grüße, :)

Jo
 
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gute arbeit

ich hatte ehrlich gesagt nur gehört, dass es nicht ganz stimmt aber nicht nochmal rein gehört

wusste nur die figur vom original und dass sich das pattern (oder doppelpattern) jeden takt um ein achtel verschiebt
in deinem schaubild scheint das auch so zu sein
 
tolle Beiträge hier ! nochmal kurz OT betr. Chaka Khan, Tell me something good ist auch so ne geile schräge Nummer..erst etwas verwirrend zum zählen, aber live richtig geil, wenn es drum&Bass drauf haben. Kommt super an, gut zum tanzen, echter Tip.



abartig funky die Jungs!!!!

 
Jau, wenn der Drummer den Beginn des Geblubbles als eins nimmt würde das ganze Ding trotzdem funktionieren. Aber cooler ist es halt, so einzusetzen als Drummer, dass der Start des Geblubbels ab dann eben auf "2" kommt.

siehe unten: es ist eigentlich herzlich egal, wann genau der Drummer einsetzt/einzählt. Das Pattern verschiebt sich sowieso dauernd gegenüber dem Rest, und ist auch z.B. in jedem Chorus woanders ;) Wichtig ist, dass es da ist, und dass es sich verschiebt. Das macht den Sound lebendig.

Ziemlich OT, aber: Ich krieg das Geblubbel aus dem Original auf die Schnelle noch nicht mal richtig ausgezählt. :ugly: Würde mich mal interessieren, @.Jens, über wieviele Takte Du das geloopt/gebaut hast bzw. bei wieviel Takten man da irgendwann zu Beginn und am Ende einigermaßen "rund" auskommt für einen Loop.
Das Pattern sind 9 16tel, die sich ständig wiederholen. Wie schon korrekt ausgerechnet wurde, ist das nach 16 Wiederholungen = 9 Takten wieder "rund". Genauso lange geht auch das Drumpattern, das ich als Sequencer-Ersatz benutze - das beinhaltet sowohl den Click für den Drummer (über einen separaten Ausgang) als auch die Sequenz selbst.
Der Drummer hat nun, nachdem ich das Ding starte, den Click auf dem Ohr und ist frei, wann immer er möchte, mir mit den Rimshots das Signal zu geben, loszulegen. Das macht er nicht immer nach exakt derselben Länge (Chaka Khan übrigens auch nicht!), sondern einfach, wenn er Lust dazu hat. Hat den Vorteil, dass man über das Intro auch noch z.B. eine Ansage machen kann o.ä.

der loop von jens ist halt nicht ganz original
deshalb passt es in einen takt
der original loop verschiebt sich und besteht aus 9/16

...so aus der erinnerung
Die Erinnerung ist richtig, und genauso ist es bei uns auch. Das passt auch bei uns nicht in einen Takt, sondern sind genau die 9/16... ;)

Nach neun Takten bzw. auf der "1" des zehnten Taktes (sieht man auf dem Screenshot nicht) käme man mit dem Beginn des Musters wieder auf der "1" aus. So lange müsste also auch der Loop sein, wenn er "glatt" auf den 4/4-Takt passen soll.
Richtöööch :D (Da es bei uns ein simpler Metronomclick ist, ohne Betonung der 1, hätte man auch statt 16 nur 4 Wiederholungen nehmen können und wäre dann zumindest auf der nächsten glatten Viertel wieder rausgekommen... )
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
wusste nur die figur vom original und dass sich das pattern (oder doppelpattern) jeden takt um ein achtel verschiebt
...um ein 16tel, um genau zu sein ;)
 

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