Stimme im Bauch erzeugen

von JJansen91, 18.07.07.

  1. JJansen91

    JJansen91 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.07   #1
    Hallo zusammen!
    Ich singe schon länger, aber nur für mich. Also singe einfach meine Lieblingsstücke mit. Ich habe eine Band (Punkrock). Dort spiele ich Bass und singe, soll aber bald nur noch singen. Deswegen beschäftige ich mich in letzter Zeit etwas mehr mit Gesangstechnik, um meine Fähigkeiten zu verbessern. Ich denke, zur Zeit ist mein Hauptproblem, dass ich die Stimme noch zu sehr im Kehlkopf habe und viel mehr im Bauch machen muss...Nur wie bekomm ich das hin? Welche Übungen sollte ich dazu machen, usw.?Mir ist bewusst, dass man das nich von heute auf morgen mal so eben schafft. Aber ich will langfristig wissen, was ich ändern muss, damit ich mich mit der Zeit verbessern kann...
    Ich wäre für Hilfe dankbar

    P.S.: Ich weiß, dass Gesangsunterricht das beste wäre. Das mache ich ganz vielleicht auch mal. Aber erstmal nicht...Ich muss erstmal versuchen, mich selber etwas weiterzubilden
     
  2. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 18.07.07   #2
    Hallo !
    Eins vorweg: Im Bauch kannst Du keine Stimme erzeugen; Töne entstehen immer und ausschließlich durch Schwingungen der Stimmlippen, sprich im Kehlkopf. Es geht darum, sie zu stützen, wobei der Begriff "Bauch" auch wieder zu ungenau ist, denn mit dem Bauch stützt Du eher nicht.
    Bestimmte Übungen zu empfehlen ist schlecht möglich, ohne Deine Stimme gehört zu haben. Vielleicht brauchst Du zunächst vor allem Atemübungen, vielleicht aber auch gar nicht - und so lässt sich diese Aufzählung noch lange fortsetzen.
    Bevor ich jetzt weiter aushole, kannst Du dich ja mittels Suchfunktion schlau machen - zum Stichwort "Stütze" müsstest Du einiges finden.
    Einen anderen wichtigen gesangstechnischen Aspekt Aspekt findest Du hier:
    https://www.musiker-board.de/vb/ges...-tiief-sollte-kehlkopf-beim-singen-gehen.html
    schöne Grüße
    Bell
     
  3. JJansen91

    JJansen91 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.07   #3
  4. Bell

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    Erstellt: 18.07.07   #4
     
  5. JJansen91

    JJansen91 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.07   #5
    Ich habe die Übungen gemacht. Aber ich denke das Körpergefühl, was dazu nötig ist, bzw. das diese Übungen erzeugen soll, hatte ich bereits. Nur weiter bin ich halt noch nicht...Ich muss nun lernen, wie genau die Atmung beim Gesang kontrolliert wird, denke ich.

    Um den File kümmer ich mich nochmal. ich weiß grad nicht, woran es lag..
     
  6. Buddy Polly

    Buddy Polly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.07   #6
    Du kannst mal versuchen durch die Nase einzuatmen - die meisten Menschen atmen dabei in den Bauch, d.h. die Schultern heben sich nicht. Frauen atmen häufig automatisch in den Bauch, Männer sind eher Brustatmer...
    Du darfst n icht zu tief atmen, aber auch nicht zu wenig. Das klingt alles wahnsinnig kompliziert, ist es aber nicht. Manchmal muss man sich das Nachdenken klemmen und einfach singen üben. Bei mir is das so, die Technik ist gut, alles was gefehlt hat ist Übung.
     
  7. Search 4 Sense

    Search 4 Sense Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.07   #7
    Gesang ist ja wie du wahrscheinlich weißt das schwierigste Instrument...
    Wusstest du nicht?!
    Ganz einfach, das liegt daran: Du kannst beim Gesang nicht wie z.b. beim Gitarre spielen an Sachen wie der Fingerhaltung rumdoktorn, sondern du musst quasi alles "erfühlen"...
    Was ich dir raten kann ist folgendes:
    Hör auf in "hoch" und "tief" zu denken, Vergiss "aus dem Bauch heraus" und alles! Stell dir deine Stimme einfach als ein Fass mit Energie gefüllt vor. In dem Moment wo du singst, drehst du einfach für eine kontrolliert lange Zeit den Zapfhahn auf. Wichtig an dem Fassbild ist, dass du deinen Körper ein bisschen fassähnlich ausrichtest...
    d.h. richtige Stützhaltung, gerade stehen, beine leicht auseinanderm locker in den Knieknehlen, Kopf gerade mit Blick geradeaus und und und!
    So hilft dir das Fassbild nämlich auch bei der "richtigen Körperhaltung" auch wenn die jeder selber finden muss...
    Hoffe ich konnte helfen!
    mfg tomess, search 4 sense
     
  8. JJansen91

    JJansen91 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.07   #8
    Vielen Dank für die letzten Antworten!
    Ich denke, DAS Geheminrezept, was man einmal machen muss, damit es klappt, gibt es eh nicht...Ich werde mal eure Tipss beherzigen und mein bestes versuchen...Aber noch eine Frage zu dem Thema: Ist es nicht letzendlich Ziel, dass der Kehlkopf in einer Position bleibt oder laber ich grad scheiße??^^ Ich meine, mal gelesen zu haben, dass sich der Kehlkopf in allen Lagen gleich verhalten muss. Aber wenn ich mit der hand beim singen am hals fühle, spüre ich, dass bei tiefen tönen der kehlkopf nach unten geht und sich bei hohen tönen stark nach oben bewegt. ist das normal oder muss ich das ausstellen?
     
  9. Tanita

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    Erstellt: 09.08.07   #9
    Moin,

    wichtig ist vor allem, dass du dir mit dem Kehlkopf nicht die Töne abquetschst. Er sollte also eher tief als hoch sein, auch und gerade bei hohen Tönen. (Gute Übung: kräftig Gääääähnen und dabei Töne machen, dann ist der Kehlkopf ganz tief).

    Aber auch hier gilt - nicht zu viel drüber nachdenken oder den Kehlkopf krampfhaft runterdrücken.

    Das Beispiel von Seach4Sense mit dem Energiefass finde ich schon ganz gut. Aber Energie heißt nicht, dass du beim Singen ohne Ende Luft rausschleuderst. Mit der richtigen Technik brauchst du nur wenig Luft um einen vollen Ton zu produzieren.
     
  10. Bell

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    Erstellt: 09.08.07   #10
    Hallo !

    Als generelle Regel gilt: wenn Du in die Höhe gehst, will der Kehlkopf meistens nach oben steigen, dann wird die Stimme aber gepresst und eng, deshalb soll man ihn beim hoch singen unten halten. Die Gähnstellung ist schon mal eine gute Hilfe.
    Ob nun Faßgefühl, nach unten denken, oder sich eine weite Ebene vorstellen - das muss jeder selbst ausprobieren. Es gibt keine allgemein gültige Regel, jeder Mensch hat andere Assoziationen, arbeitet mit anderen Bildern und Vorstellungen - finde heraus, was für Dich am besten passt. Und es passt dann, wenn Du beim Singen ein freies Gefühl hast, wenn es ohne Anstrengung geht und auch so klingt. Dann bist Du auf dem richigen Weg.
    schöne Grüße
    Bell
     
  11. JJansen91

    JJansen91 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.07   #11
    Also das mit der Gähnstellung hab ich mal gemacht. das is schon ziemlich gut! also ich wei´ß jetzt, was mit dem kehlkopf passieren soll und wo er sein soll, wenn ich singe. aber ich habe ihn noch eindeutig zu hoch bei hohen tönen. ich schaffe es aber auch nicht, ihn runterzumachen. wie mach ich das???
     
  12. Bell

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    Erstellt: 10.08.07   #12
    Hallo !
    Mach bloß nicht zuviel.... und vergiss nicht, dass der Stimmumfang anatomisch vorgegeben ist. Er kann sich mit der Zeit, durch Übung und eine bessere Technik, erweitern - aber innerhalb seiner Grenzen. Hab Geduld, das geht nicht von heute auf morgen.
    schöne Grüße
    Bell
     
  13. JJansen91

    JJansen91 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.07   #13
    Das ist mir klar! Aber die Bewegung des Kehlkopfes hat doch erstmal gar nix damit zu tun oder? Zuersteinmal muss ich doch gucken, dass der Kehlkopf möglichst wenig nach oben und unten geht, damit ich eine vernünftige und gesunde Stimme habe, oder?
     
  14. Bell

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    Erstellt: 11.08.07   #14
    Hallo !
    Dein Kehlkopf muss nicht unbeweglich sein; er darf nach oben gehen, wenn Du abwärts oder tief singst. Er soll möglichst tief stehen, wenn Du aufwärts bzw. hoch singst, weil sonst die Stimme eng und gepresst klingt und besonders gesund ist es auch nicht unbedingt.
    Die Gähnstellung ist schon mal ganz hilfreich; Du kannst Dir auch vorstellen, dass Dein Mund am Brustbein sitzt und Du dort singst; oder Du stellst Dir die hohen Töne am Boden vor, also alles, was eine tiefe, weite Einstellung begünstigt.
    schöne Grüße
    Bell
     
  15. Tanita

    Tanita Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.07   #15
    Moin,

    meine Lehrerin sagt immer bei hohen Tönen "Staunen und Gähnen". Mit Staunen ist gemeint, dass bei hohen Tönen die Augen ganz weit geöffnet sind, eben als würde man erstaunt gucken. Dann kannst du die Kopfresonanzen besser nutzen.
    Wichtig ist gerade bei hohen Tönen, dass du nicht auf die Stimme drückst. Ich hab mich anfangs vor den Spiegel gestellt und mich ganz bewusst "angestaungähnt" :D (sieht ultrabescheuert aus) und dabei dann einfach mal in einer mittleren Lage auf -dü- angefangen habe Töne zu produzieren, die ich dann langsam und vor allem leise immer mehr nach oben geschraubt habe. Der Ton muss vom Gefühl her ganz weit vorne im Mundraum und unter der Schädeldecke sitzen und nicht im Hals. Wenn der Ton nach hinten rutscht, dann aufhören und nicht erzwingen. Erzwingen ist generell bei der Stimme ganz schlecht.
     
  16. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 18.08.07   #16
    Mir hilft bei hohen Tönen auch mich auf meine Haltung zu konzentrieren. Die Knie bewußt nicht durchstrecken (locker mit leicht gebeugten Knien stehen) und den Ton richtig in den Boden singen. Du holst Dir die ganze Energie aus dem Boden. Dabei aber ganz aufrecht bleiben. Wenn Du Dir das vorstellst, sollte auch der Kehlkopf richtig mitspielen. :)
    Zur Gähnstellung ist ja schon alles Wichtige gesagt.
    Viel Erfolg,
    Elisa
     
  17. miss-sophi

    miss-sophi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.07   #17
    so guten tag^^
    also mit dem gähnend singen is so ne sache. ich habs im klassischen gesangsunterricht auch so gelernt. mittlerweile hab ich au noch rock/pop dazugenommen (dass da bissi mehr abwechslung rein kommt;)) und da das bei dir ja au für ne band dienen soll........
    der ton sitzt beim klassischen weit hinten(was nicht hals heißt).....wie beim gähnen eben.
    beim rock/pop singen sitzt der ton sehr weit vorne. nimm am besten deine hand zur hilfe und zieh die töne bildlich raus...
    oder doch lieber der klassiche sänger in der punkband???^^.. hatte am anfang au nur klassisch und hab mich teilweise sehr schwer getan
     
  18. moniaqua

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    Erstellt: 26.08.07   #18
    Hinten? Det is mir neu. Es heisst doch, "in die Maske singen". Die vor dem Gesicht ist. Wenn ich mich so zurueckerinnere, singen viele doch natuerlicherweise eher hinten als vorne?
     
  19. holyman

    holyman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.07   #19
    Hinten/Vorne/Oben/Unten...
    Diese räumlichen Beschreibungen sind mit Vorsicht zu genießen, weil ein jeder was anderes darunter versteht.
    Beim klassischen Gesang versucht man eher alle Resonanzräume zu verbinden, trotzdem singt man sehr stark nach vorne. Durch den "Ng"-Laut (=Gähnende Singen) entsteht aber eher der Eindruck, als käme der Klang von weiter "hinten". (Gar zu weit ist aber sicher ein Zeichen falscher Ausführung!) Außerdem bleibt die Oberlippe auch bei hohen Tönen immer über die Schneidezähne gezogen.
    Beim popularen Gesang konzentriert man sich extremer auf die Maskenresonanz, singt also mehr in die Nase ("Ne"-Laut) und vernachlässigt fast sogar die Brustresonanzen.
    Dazu zieht man noch die Mundwinkel an und präsentiert im Idealfall alle 32 Zähne mit einem überdimensionierten breiten Lächeln (belting), was den Klang schärfer und klarer macht.
    Prinzipiell gibt es sehr wenige Sänger, die beides können. Der klassische Gesang ist stimmfreundlicher, da meist nicht gar so laut gesungen wird, der meist doch eher "gepreßtere" Populargesang führt mit der Zeit zu Abnutzungen (Stimmbandknötchen) und einer rauhen Stimme, weswegen kaum Sänger die einmal auf Pop/Rock eingeschossen sind, je wieder klassisch singen können werden.
     
  20. miss-sophi

    miss-sophi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.07   #20
    ja so kann man(n)s auch sagen^^
     
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