Stubser - Kurzweil PC3 LE6, Yamaha MOX, MOXF oder doch nen Fantom X61???


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Hallo Zusammen,

ich brauche mal nen kleinen Stubser.
Ich kann mich nicht entscheiden.
Für Kurzauftritte hätte ich gern ein neues Board. Momentan dient mir dazu eine Yamaha PSR S900, die sich aber im Bandkontext (Drum, Bass, Akk-Git, E-Git, Mandoline, Key/Akkordeon) nicht sonderlich gut macht, wie ich finde. Zudem gefällt mir auch die Tastatur nicht.

Ich hab mir als Ersatz eine Workstation in den Kopf gesetzt. Eine der vier genannten soll es werden. Liegen auch alle (bis auf den MOXF) im gleichen Preisspektrum, um die 800,--

Der Kurzweil gefällt mir vor allem wegen der Tastatur. Der Fantom X war früher mal mein Traum. Die Yamahas habe ich ins Auge gefasst, wegen ihres wärmeren Sounds.

Hm, was tun??? Während ich den Kurzweil und die beiden Yamahas im Musikladen antesten kann, ist das mit dem Fantom nicht mehr möglich.

Meine Bedenken: Der Kurzweil ist mit 14 kg schwerer als das jetztige S900 mit Lautsprechern, die Yamahas haben für mich irgendwie ne billige Haptik. Der Fantom X ist zu alt?

Noch zu meiner Situation. Spiele zum größten Teil Akkordeon (nicht auf dem Board). Das Board soll mir im Bandkontext dienliche Sounds wie Piano, Flächen, Streicher, Orgeln bieten.
Vor allem soll mir das Board auch eine gute Masterkeyboard sein, welches Rackmodule vernünftig versorgen kann.

:gruebel: Was könnt Ihr mir raten?

Danke schon mal!!!
 
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Hast du die Geräte schon angespielt? Die drei Hersteller unterscheiden sich in ihrem klanglichen Grundcharakter und auch in der Bedienung so deutlich, dass man da eigentlich schon nach einem kurzen Anspielen einen ersten Eindruck hat, was einem besser oder weniger gut gefällt.

Persönlich würde ich den Kurzweil nehmen, weil er für meinen persönlichen Geschmack am natürlichsten klingt und außerdem das mit Abstand beste Masterkeyboard ist. Ich komme auch mit dem Bedienkonzept sehr gut zurecht. Deshalb spiele ich ja selbst auch einen PC3 ;)
Das heißt natürlich nicht, dass du das genau so sehen musst. Ganz im Gegenteil: Wenn du den Yamaha-Klang als "warm" empfindest, haben wir wohl sogar ziemlich unterschiedliche Soundgeschmäcker - das meine ich jetzt als wertfreie Freststellung, nicht als Vorwurf.

Meine Empfehlung wäre also, unbedingt (nochmal?) in den Laden zu gehen, und die verfügbaren Geräte in aller Ruhe zu vergleichen. Das geht mit dem Fantom natürlich nicht mehr, aber zumindest mit den anderen. Dabei solltest du dann vor allem auf dein Bauchgefühl hören und die ganzen technischen Daten, Erscheinungstermine usw. erstmal vergessen. Das richtige Gerät ist das, auf dem du dich direkt irgendwie wohl fühlst. Wenn es dich dann beim Anspielen schon überkommt und du dich fragst, wo deine plötzlichen kreativen Ergüsse herkommen, dann ist es perfekt ;)
 
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Seh ich genau wie Distance. Anspielen ist wichtig..hatte ich damals auch verpasst und das ist dabei herausgekommen.

https://www.musiker-board.de/synthesizer-workstations-keys/468591-mox8-sound-extrem-digital.html

Hatte mich damals auch von den Features blenden lassen, was aber auf keinen heisen soll dass das Gerät schlecht ist aber eben nicht mein Ding.

Heute spiele ich mein Kurzweil (Pc3x) und bin glücklich. Denn Mox Sound würde mich als sehr klar und sauber bezeichnen im Gegensatz zum Kurzweil, der hat was Mittiges, leicht rotzig warmes.
Aber wie schon gesagt jeder hat da seinen persönlichen Geschmack, deswegen Sie oben.
 
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Hallo,

schon mal Danke.
Der Kurzweil war bisher so auch mein heimlicher Favorit und wird momentan ja auch abverkauft. Angespielt habe ich alle drei schon mal. Aber nur kurz.
Was auch für den Kurzweil spricht ist die Eignung als Supermasterkeyboard.
Der Fantom X ist eher raus glaub ich.
 
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Da ich Live sowohl einen PC3x, als auch einen Fantom X spiele, kann ich dir - bei Schwerpunkt auf A/E-Piano, Streicher, Flächensounds, Orgeln - eigentlich nur zum Kurzweil raten. Ich würde mich sogar eher auf dem Gebrauchtmarkt nach einem PC3 mit KORE64-Karte umsehen. Der sollte im angegebenen Preisspektrum liegen. Unabhängig von Soundvorlieben, ist der PC3 mit seinen Möglichkeiten im Setup-Modus, einem Fantom X überlegen.
 
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Der PC3 ist klanglich mächtig, aber ich werde meinen PC3LE7 am Samstag verkaufen, ich bin mit dem Sound nicht klar gekommen. Der MoXF ist ein Preis-Leistungs-Kracher, aber für Live eher fragwürdig (externes Netzteil und ich weiss nicht, ob der symmetrische Anschlüsse hat). Der Fantom X ist meiner Meinung nach derart unter dem Preis den er wirklich Wert ist zu haben, dass dies mein Favorit wäre. Kurz und gut:

Professionellste Lösung = Kurzweil, aber Achtung - das ist eine Workstation, die ihrem Namen gerecht wird: Man MUSS damit arbeiten, wenn die klingen soll
Einfachste Lösung = MoXF - viele sehr gute Sounds für wenig Geld, sehr brauchbar
Mein Tipp = Fantom X oder G - ja, der X ist alt. Aber es hat sich NICHTS getan in den Jahren vor dem Kronos

Apropos Kronos, was ist mit dem Krome?
 
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Kurzweil, aber Achtung - das ist eine Workstation, die ihrem Namen gerecht wird: Man MUSS damit arbeiten, wenn die klingen soll
Witzig, ich empfinde das genau umgekehrt (und weiß, dass ich nicht der einzige bin): Kurzweil ist m.E. der einzige (Workstation-)Hersteller, der es schafft, bereits live- und bandtaugliche Presets mitzuliefern. Man wählt einen Sound aus, spielt, und sitzt sofort sehr gut im Mix (wenn die Bandkollegen sich benehmen können). Schlimmstenfalls muss man minimal mit dem EQ nachkorrigieren. Das habe ich so noch bei keiner anderen Workstation erlebt.
 
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Danke für die Rückmeldungen.

Krome habe ich angespielt. Sieht Klasse aus, macht was her, aber die Tastatur ist unterirdisch. Die fand ich schlimm.

Wie sind die Erfahrungen beim Fantom X, was die Fähigkeiten als Master angeht? Weiß da einer was?
 
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Wenn du mit "Master" Masterkeyboardeigenschaften im Bereich MIDI meinst: Eher düster.

Ein ganz großes Problem beim Fantom X im Performance-Modus, ist das Transponieren von Tastaturzonen, die externe Klangerzeuger ansteuern sollen. Des geht nämlich schlicht und ergreiftend NICHT. Möchtest du also in der linken Hand einen hohen Streichersound von einem externen Instrument spielen, musst du die Transpose-Einstellungen an diesem Gerät vornehmen. Interne Sounds kann der Fantom ohne Probleme transponieren.

Eine mittlere Katastrophe, ist auch das Zuweisen von Controllern und Spielhilfen. Selbst mit internen Sounds ist das eine echte Fummelei, die ich irgendwann nur mit einem RPS-Workaround einigermaßen zufriedenstellend hinbekommen habe. Kein Vergleich zu den Möglichkeiten und Freiheiten des PC3.

Natürlich ist der PC3 ein mächtiges Instrument, mit dem man sich auseinander setzen muss. Aber der Fantom X krank an zuvielen Kleinigkeiten. Ich mag den Fantom sehr und spiele ihn gerne, weil ich mit seinen Nicklichkeiten leben kann.

Das man beim PC3 an den Standard-Bandsounds groß schrauben müsste, um sie einsetzen zu können, kann ich nicht unterschreiben. Gerade bei den Vintage-Sounds muss man eigentlich gar nichts machen. Die sind "out-of-the-box" sofort einsetzbar. Anders der Fantom. Hier müssen erstmal aus gaaanz vielen Presets diese fürchterlich großen Hallräume entfernt werden, damit man Live damit arbeiten kann. :)
 
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Das stimmt alles, es kommt immer auf den Einsatzzweck und den Anspruch an Funktionen an - und nicht zuletzt der Sound, der bekanntlich Geschmacksaache ist. Tatsächlich gewöhnt man sich auch an Sounds - ich habe z. B. den KORG M3 verkauft, weil mir die Sound nicht gefallen haben - mittlerweile finde ich die gleichen Sounds im Kronos super - ich habe mich daran gewöhnt. Kurzweil ist super für live, keine Frage. Für mich (!) wäre die Bedienung und der Sound von Roland besser geeignet (Fantom). Egal, was Du machst: Gut sind die Teile alle
 
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Danke Euch für die Tipps. Ich werde Samstag noch mal in einem großen Musikhaus testen.
 
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14 kg soll der PC3LE6 wiegen? das glaube ich im leben nicht! der müsst eigentlich deutlich leichter sein...
von soundqualität und bearbeitungsmöglichkeiten ist der kurzweil den anderen deutlich überlegen.
 
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14 kg soll der PC3LE6 wiegen? das glaube ich im leben nicht! der müsst eigentlich deutlich leichter sein...

Ob Du das glaubst oder nicht, spielt keine Rolle; internes Netzteil, halbgewichtete Tastatur und gute Verarbeitungsqualität machen so ein Gerät nicht gerade leichter... ;)

von soundqualität und bearbeitungsmöglichkeiten ist der kurzweil den anderen deutlich überlegen.

Ich finde, solche pauschalen Posts müssten hier gnadenlos gelöscht werden, wenn sie nicht mal anzatzweise differenzieren oder mit dem Tag [persönlicher Geschmack] versehen sind! Wissen wir nicht mittlerweile alle, dass "Sound" zum überwiegenden Teil subjektiv ist?

Viele Grüße, :)

Jo
 
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14 kg soll der PC3LE6 wiegen? das glaube ich im leben nicht! der müsst eigentlich deutlich leichter sein...
von soundqualität und bearbeitungsmöglichkeiten ist der kurzweil den anderen deutlich überlegen.

Leider doch. Hier mal die Specs dazu aus dem Handbuch:

PC3LE6


Höhe: (12,7 cm)


Tiefe: (36,83 cm)


Länge: (105,41 cm)


Gewicht: (14,06 kg)

Ansonsten, zur allgemeinen Info: Es ist tatsächlich nun der Kurzweil PC3 LE6 in der 2. Version geworden. Er hat mich einfach von der Tastatur her überzeugt. Die Sounds finde ich auch super, bleibt noch abzuwarten, wie er sich im Bandkontext schlägt, aber da Kurzweil ja schon immer vorne mit dabei. Was mir auch besonders gut gefällt, ist die übersichtliche Oberfläche, der symetrierte Ausgang und das eingebaute Netzteil, weil das alles super Live-tauglich ist.

Mein Eindruck von den Restkandidaten:

Korg Krome
Sorry, den hab ich mir gar nicht angehört, weil die Tastatur echt ne Frechheit ist. Das Kinderkeyboard von meinem Sohn hat da ne weit aus bessere. So was klapprig und schwammiges habe ich noch nicht erlebt. Vielleicht war das Testgerät im Laden ja schon stark beansprucht worden, aber das wir es ja bei mir auch. Mir nützen kein schönes Display oder geile Sounds, wenn die Tastatur derartig unbrauchbar ist.

Yamaha Mox und MoxF
Sounds auch nicht schlecht. Für mich war die Oberfläche etwas zu unaufgeräumt. Aber auch hier konnte die Tastatur mich nicht überzeugen. Da hat der Kurzweil einfach die Nase um Längen vorn.
Gehäuse der Yamahas fand ich auch nicht so dolle. Mein Board wird zum Teil mehrfach am Abend aus dem Transporter raus, auf die Bühne und wieder zurück geräumt. Da hat der Kurze (wenn auch schwerer) mir den besseren Eindruck gemacht.

Fazit:

Der Kurzweil PC3 LE6 hat mich für´s erste überzeugt. Momentan ist der überall im Abverkauf zu haben. Beide Versionen sind zum mind. in dem großen Musikhaus in Köln noch zu haben. Ich habe einen aus der Retour genommen. Da hat der Kurze statt 799,-- (Abverkauf) nur noch 719,-- gekostet.
 
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Na dann viel Spaß mit dem Kurzen.

Falls du ein paar Sounds suchst, bei Sonikmatter(die Seite gibts leider nicht mehr) gabs haufenweise und dort hab ich auch ne Menge für mich gefunden.
Anbei ein Link wo jemand die Sounds gesammelt hat und zum Download zur Verfügung stellt.

https://www.dropbox.com/sh/5xw4jhqrc0y04ml/_UkE5uVivS
 
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Leider doch. Hier mal die Specs dazu aus dem Handbuch...

Ja, das hatte ich inzwischen selbst auch nochmal nach recherchiert. Hat mich erhlich gesagt doch sehr überrascht. Ich hab ja den PC361, der hat wohl das selbe Gewicht. Kam mir immer deutlich leichter vor...so kann man sich täuschen...oder das Krafttraining schlägt doch langsam an ;)

Auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch zum Kauf und wilkommen in der Kurzweil Familie :)
Hier im Forum gibt es ja eine ganze Menge Experten.
Falls Dein Englisch gut ist, kann ich Dir aber auch die Website cunka.com empfehlen. Das ist ein sehr gutes Forum rund um die Kurzweil Synths. Kostet inzwischen glaub ich ein paar wenige Euro - lohnt sich aber. Hier bekommt man sehr detailierte Hilfe zu allen Fragen, es gibt erweiterte manuals und Video Workshops etc. Falls Du Deinen "Kurzen" also wirklich in der Tiefe erkunden willst (und das lohnt sich!), dann solltest Du dort auf jeden Fall mal vorbei schauen.
 
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