Studio-Kopfhörer ab 120dB für meine Schwerhörigkeit?

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forgoden2

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Ich würde gerne Beyerdynamik DT 770 nehmen aber die können nur bis 96dB ? Oder ist das nur so angegeben und können eigentlich mehr verkraften? Bei den Sennheiser HD 25 ist das ja so.


Bei den Tiefen habe ich einen Verlust von 60dB und die mittleren bis hohen einen Verlust von 100dB, deswegen würde ich bei diesen Kopfhörern wahrscheinlich nur die Tiefen hören können. Wenn der Kopfhörer bis 120dB oder mehr kann, dann hätte ich da ne Restdynamik von 20dB.

Gibt es Studio Kopfhörer ab 120dB?
 
adrachin

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dB Lautstärke, also SPL? Sinnvoller wäre eine EQ Anpassung vor dem Abspielen. Dann ist der Kopfhörer irrelevant. Und die Lautheit, mit der Ausgespielt wird auch.......
 
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Hmm, steinigt mich, aber am sinnvollsten wären dann doch eher eingemessene Hörgeräte.
 
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tubevoltage

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RME ADI-2 Pro FS und Planar Kopfhörer wzB LCD-X würden mit Sicherheit ordentlich Wumms liefern.
Weil RME sogenannte "Extreme Power Kopfhörer" hat. Hohe Ausgangsleistung bei bester Qualität.

http://www.rme-audio.de/products/adi_2-pro.php
http://www.rme-audio.de/download/adi2profs_d.pdf
products_adi-2_pro_be_1.jpg

Handbuch S. 13:
"Ein Ziel der Entwicklung war ein Kopfhörerverstärker mit sehr geringem Klirr, nicht nur unbelastet
(typischer Messvorgang), sondern sehr geringem Klirr auch mit realer Last von 32 oder 16
Ohm. Dies wurde mit der neuen Extreme Power Treiberstufe erreicht. Sie nutzt eine 6-fach
verteilte Leistungstechnik, verbesserte Wärmeableitung, sowie ein spezielles Super Low Distortion
Treiberdesign. Damit erreicht sie THD unter -110 dB bei 32 Ohm Last, selbst nah am maximalen
Ausgangspegel (Clipping), den gleichen Rauschabstand wie der DAC (120 dBA), eine
Ausgangsimpedanz von nur 0,1 Ohm, vollkommen stabilen Betrieb, und einen Frequenzgang
von 0 Hz bis 80 kHz mit nur 0,5 dB Abfall. Das Resultat: kein hörbares Brummen, Rauschen
oder Verzerrung, voll transparenter und kristallklarer Klang bei jeder Lautstärkeeinstellung."
[...]
"Aber sind +22 dBu, im Menü Hi-Power genannt, nicht viel zu laut für aktuelle Kopfhörer? Jein.
Es gibt immer noch Hörer die hohe Pegel benötigen. Musik kann leise sein, aber relativ viel
Leistung benötigen, gerade im Sub-Bass. Und viel Headroom zu haben ist immer gut. Mit Hi-
Power off, entsprechend +7 dBu maximalem Ausgangspegel, moderner Musik und aktuellen
Hörern, wird Hi-Power sicher nicht benötigt. Aber Sie werden feststellen, dass selbst mit Hi-
Power aktiv, welches eine 15 dB niedrigere Lautstärkeeinstellung erfordert, der Klang unverändert
ist. Selbst mit Volume auf -40 dB liefert der ADI-2 Pro perfekte Klangqualität, und ist damit
vollkommen unkritisch bei der täglichen Nutzung und Einstellung."

Technische Daten:

Phones 1/2
• Ausgang: 6,3 mm Stereoklinke, unsymmetrisch
• Ausgangsimpedanz: 0,1 Ohm
• Rauschabstand (SNR) @ +22 dBu: 117 dB RMS unbewertet, 120 dBA
• Rauschabstand (SNR) @ +7 dBu: 114 dB RMS unbewertet, 118 dBA
• Ausgangspegel bei 0 dBFS, Ref Level +19 dBu, Last 100 Ohm oder höher: +22 dBu (10 V)
• Ausgangspegel bei 0 dBFS, Ref Level +4 dBu, Last 8 Ohm oder höher: +7 dBu (1,73 V)
• THD @ +18 dBu, 32 Ohm Last, 1,2 Watt: -110 dB, 0,0003 %
• THD+N @ + 18 dBu, 32 Ohm Last: -107 dB, 0,00045 %
• THD @ +14 dBu, 16 Ohm Last, 0,94 Watt: -110 dB, 0,0003 %
• Maximale Ausgangsleistung @ 0,001% THD: 1,5 W pro Kanal
Siehe Kapitel 34.14 mit detaillierten Diagrammen zu Ausgangspegel und Ausgangsleistung.
Phones 3/4
Wie Phones 1/2, aber:
• Ausgangspegel bei 0 dBFS: Hi-Power off +7 dBu, Hi-Power On +22 dBu

Audeze LCD-X
https://www.audeze.com/products/lcd-collection/lcd-x
LCD-X_0.jpg


StyleOver-ear, open-back
Transducer typePlanar magnetic
Magnetic structureProprietary magnet array
Phase managementFAZOR
Magnet typeNeodymium N50
Diaphragm typeUltra-thin
Transducer size106 mm
Maximum power handling5W RMS
Maximum SPL>130dB
Frequency response10Hz – 50kHz
THD<0.1% @ 100dB
Impedance20 ohms
Sensitivity103dB/1mw (at Drum Reference Point)
Minimum power requirement>100mW
Recommended power level>250mW
[TBODY] [/TBODY]
 
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Ich würde gerne Beyerdynamik DT 770 nehmen aber die können nur bis 96dB ? Oder ist das nur so angegeben und können eigentlich mehr verkraften? Bei den Sennheiser HD 25 ist das ja so.
...

Die 96dB sind der Kennschalldruckpegel bei 1mW. Da der Hörer bis 100mW verträgt ist der max. Schalldruckpegel 116dB.
Der DT250 mit Kennschalldruckpegel ist etwas lauter, max. 120dB
Der HD25 dürfte sich in ähnlichen Größenordnungen bewegen, evtl. etwas lauter. (ich schaffe es nicht die Sennheiser Technischen Daten herunterzuladen)
 
LoboMix

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Wenn der Kopfhörer bis 120dB oder mehr kann, dann hätte ich da ne Restdynamik von 20dB.
Rein rechnerisch wird das stimmen. Ich würde aber dringend anraten, dass du deinen HNO und/oder deinen Hörgerätekakustiker vorher dazu konsultierst.
Nicht dass du dir mit einem breitbandigen Schallpegel von 120 dB SPL dein restliches Hörvermögen zertrümmerst, wenn du den Kopfhörer dauerhaft mit maximaler Lautstärke betreibst. Bedenke, dass du womöglich keine Kontrolle darüber hast, einen auch noch für dich schädlichen Pegel zu spüren.
Moderne Hörgeräte werden hinsichtlich Frequenzband, Kompression usw. exakt an das Resthörvermögen des Trägers angepasst. Da geht es nicht nur um maximalen SPL.

Hier eine Tabelle zum Schallpegel: http://www.sengpielaudio.com/TabelleDerSchallpegel.htm
 
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forgoden2

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Ja man müsste neben EQ noch die Lautstärkegrenze in tiefem Bereich einbauen. Ist das nicht der Kompressor oder so ? Die mittleren und die höhen dürften dann lauter sein. Oder stelle ich mir das immer noch zu einfach vor?
Mit dem Akustiker werde ich natürlich nochmal darüber reden.

Das Problem ist einfach, dass die Hörgeräte die Musik extrem verstellen. Heavy Metal wird zum Beispiel sogar als Störgeräusche registriert und unterdrückt. Die digitalen Hörgeräte sind nicht mal zum Musikhören geeignet, weil die nur für Sprache ausgelegt sind. Und ich suche hier wirklich Studio-Kopfhörer. Und so etwas wie "Studio-Hörgeräte" kommen wahrscheinlich bei den Hörgeräteherstellern nicht mal auf diese Gedanken.
 
andiu

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Mit Schwerhörigkeit wirds schwer... das was LoboMix sagt.
Idee: Evtl. kannst Du mal testen und messen/messen lassen wie das ist wenn Du einen kleinen Equalizer davor nimmst, um die Frequenzen die eigentlich noch gut gehen, runterzuregeln. Was es da auf dem Markt gibt und was da für, sagen wir, Hifi-Genuss tauglich ist, weiß ich nicht. Nur mal als Anregung. (Für Gitarristen gibts Pedal-EQ's,da dürfte aber der Frequenzgang nicht ausreichen...)
 
adrachin

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Heavy Metal wird zum Beispiel sogar als Störgeräusche registriert

Das ist ja auch ein breitbandiges Störgeräusch....... :evil:

Zu dem Problem, ganz verstehe ich das noch nicht. Was muss man denn unter
mittleren bis hohen einen Verlust von 100dB
verstehen. Das ist eine Menge. Untere und mittlere Frequenzen kann auch alles mögliche heissen. Was ist mit hohen Frequenzen? Gibt es das als Frequenzkurve? Am besten gleich noch mit den Tiefen dazu.

Allerdings halte ich es für wenig realistisch bis zu 100 dB Einbusse in der Hörkurve korrigieren zu wollen. Das sind ja Welten.......
 
Signalschwarz

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Ohne Hörgerät hört sich die ganze Welt für den TE wie Trap an.

PS: Hört auf Dr.Adrachin.
 
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Das ist ja auch ein breitbandiges Störgeräusch....... :evil:

Zu dem Problem, ganz verstehe ich das noch nicht. Was muss man denn unter verstehen. Das ist eine Menge. Untere und mittlere Frequenzen kann auch alles mögliche heissen. Was ist mit hohen Frequenzen? Gibt es das als Frequenzkurve? Am besten gleich noch mit den Tiefen dazu.

Allerdings halte ich es für wenig realistisch bis zu 100 dB Einbusse in der Hörkurve korrigieren zu wollen. Das sind ja Welten.......


Hier ist meine Hörkurve. Anhang Bild. Ihr werdet schockiert sein. Beim Linken Ohr sind es wohl nur bis 90dB. Aber ich habe trotzdem einen guten Musikgeschmack und höre ununterbrochen Musik. Mein Problem bleibt einfach beim Abmischen, deshalb glaube ich, liegt es an den Konsumerkopfhörern. Da hört es sich gut an, aus den Boxen dann aber auf einmal Scheisse. Deshalb will ich Studio-Kopfhörer ausprobieren. Studio-Kopfhörer auf Hörgeräte sind keine gute Idee weil sie wiederrum den Klang verfälschen.

Ich müsste halt einfach mehr in Richtung basslastige Musik produzieren. Mit viel 4khz Frequenzen. Darauf steht die junge Generation ja auch. Trotzdem soll es nicht nur Krach und Bumm sein, sondern schon Rhythmen und Melodien haben.

Audeze LCD-X klingt interessant, ist aber auch extrem teuer. Risiko eingehen?
 

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Das Problem ist einfach, dass die Hörgeräte die Musik extrem verstellen. Heavy Metal wird zum Beispiel sogar als Störgeräusche registriert und unterdrückt. Die digitalen Hörgeräte sind nicht mal zum Musikhören geeignet, weil die nur für Sprache ausgelegt sind. Und ich suche hier wirklich Studio-Kopfhörer. Und so etwas wie "Studio-Hörgeräte" kommen wahrscheinlich bei den Hörgeräteherstellern nicht mal auf diese Gedanken.
Es wundert nicht, dass die Hörgerätehersteller nicht auf den Gedanken kommen, so etwas wie "Studio-Hörgeräte" herzustellen.
Allenfalls bei einer milden Schwerhörigkeit könnten die Geräte wie ein linearer Breitbandverstärker arbeiten und (in etwa) ein Hörerlebnis herstellen, wie es vorher mal bestanden hat.
Bei den üblichen Formen echter Schwerhörigkeit ist es aber vorbei mit jeglicher Linearität der Gehörs (bzw. der "Badewannen"-Hörkurve eines normal Hörenden), sondern es schwinden in der Regel sukzessive die höheren Frequenzen. Die Hörgeräte versuchen daher, mit Priorität die Sprachverständlichkeit aufrecht zu halten bzw. wiederherzustellen. Musikgenuss wie bei gesunden Gehör ist beim geschädigten Ohr - leider - ab einem bestimmten Grad der Schwerhörigkeit ohnehin kein Thema mehr, weil das Gehör einfach in den entscheidenden Bereichen nicht mehr empfindlich genug, wenn nicht sogar ganz unempfindlich geworden ist.

Und. sorry, dein Audiogramm zeigt das Bild einer extremen Schwerhörigkeit mit einer schon ab 500 Hz manifesten extremen Unempfindlichkeit. Das würde ich schon als Stufe kurz vor der Taubheit ansehen!*
Ich will hier aber keine weitere Beurteilung abgeben - bekräftige nochmal die Empfehlung der Konsultation des HNO/Akustikers - fürchte aber, dass es für dein Anliegen keine Lösung gibt.



*) Quelle: "Auditory Neroscience", Jan Schnupp, et al, MIT Press 2012
S. 50 "Generally, values between 20 and 40 dB HL are considered diagnostic of mild hearing loss, while 40 to 60 dB HL would indicate moderate, 60 to 90 dB HL severe and more than 90 dB HL profound hearing loss." (Hervorhebung von mir)
 
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Ich höre aber alle Frequenzen doch. Und zwar bis 8000 Herz. Tiefen Hörverlust heisst nur dass es extrem verstärkt sein muss. Die Restdynamik wäre dann 30dB-40dB, wenn der Kopfhörer 130dB laut sein kann. Das ist in etwa so als müsstest ihr Musik produzieren wenn der Kopfhörer nur bis 40dB laut sein kann. Vielleicht nicht ganz optimal aber es geht noch. Dieser Badewanneneffekt lässt sich mit EQ und Kompression wieder glattbügeln.
 
lightsrout

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Ich höre aber alle Frequenzen doch. Und zwar bis 8000 Herz. Tiefen Hörverlust heisst nur dass es extrem verstärkt sein muss. Die Restdynamik wäre dann 30dB-40dB, wenn der Kopfhörer 130dB laut sein kann. Das ist in etwa so als müsstest ihr Musik produzieren wenn der Kopfhörer nur bis 40dB laut sein kann. Vielleicht nicht ganz optimal aber es geht noch. Dieser Badewanneneffekt lässt sich mit EQ und Kompression wieder glattbügeln.

Nochmal: du musst dein Gehör ausgleichen, nicht die Kopfhörer. Lass das vom Fachmann machen. So ein Kopfhörer kann bei hohen Auslenkungen auch relativ warm/heiß werden, das würde ich nicht so ohne weiteres unterschätzen (Quelle: "The Daily Adventures Of Mixerman").
100dB sind tatsächlich viel, darf ich fragen wie man soetwas bekommt?
 
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Wahrscheinlich durch Sauerstoffmangel bei der Geburt.

Wenn der Kopfhörer warm wird, dann lass ich die Tiefen schwächer. Die gleiche ich aus mit SubPac oder Bass Transducer. So wäre der Kopfhörer entlastet. Übrigens tun die Tiefen Wumms selbst mir die Ohren weh. Mir sind nur die mittleren und hohen Frequenzen wichtiger beim Kopfhörer. Mit dem Akustiker bespreche ich das sowieso nochmal.

Der Tipp von tubevoltage könnte doch weiterhelfen. Mit Tontechniksoftware tu ich erst mal die tiefen Frequenzen bis 250 Herz auf beiden Seiten stark absenken. Dann kann ich mit RME ADI-2 Pro FS den Rest ab 500 Herz ausgleichen. Das Gerät hat ja Dual-EQ.
 
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Der Tipp von tubevoltage könnte doch weiterhelfen. Mit Tontechniksoftware tu ich erst mal die tiefen Frequenzen bis 250 Herz auf beiden Seiten stark absenken. Dann kann ich mit RME ADI-2 Pro FS den Rest ab 500 Herz ausgleichen. Das Gerät hat ja Dual-EQ.

Das kannst Du mindestens genauso gut und günstiger in der DAW-Software erledigen.
 
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adrachin

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Wenn ich mit so einem Hörverlust konfrontiert wäre würde ich alles mögliche tun. Aber bestimmt nicht 120 dB SPL aufs Ohr knallen. Da würde ich sorgsam darauf achten, dass der Rest der Hörfähigkeit erhalten bleibt. Lautstärken weit jenseits der Schmerzgrenze sind da sicher kontraproduktiv.
 
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tubevoltage

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Das kannst Du mindestens genauso gut und günstiger in der DAW-Software erledigen.

Das löst aber nicht das Problem, dass er erstmal einen KH Verstärker benötigt, der auch die Leistung bringt. Und dann wäre da noch der Punkt, dass er ja vielleicht auch mal ganz nochmal Musik hören möchte ohne DAW.

Hinsichtlich der Kosten: bei diesen Lautstärken wird man generell das Problem haben, mit den üblichen Lösungen nicht weit zu kommen. Du brauchst eine gut arbeitende Kombination von KH Verstärker und Kopfhörer. Normale Kopfhörern haben generell das Problem, Bass gut und verzerrungsfrei darzustellen.
Da musst Du m.E. schon in den Bereich der magnetostatischen Kopfhörer gehen.
Und auch da gibt es bessere und schlechtere Kandidaten.
Der LCD-X zeichnet sich gerade dadurch aus, im gesamten Frequenzbereich ordentliche Ergebnisse zu erzielen, darum sieht man gerade diesen KH auch in einigen Mastering Studios oder bei Leuten, die gerne R&B hören, weil der Tiefbass Anteil bei einigen dieser Stücke sonst von KH eben nicht sauber dargestellt werden kann.

Ich finde es auch vorteilhaft, dass der ADI-2 Pro beim Einstecken oder Wechsel der Ausgangskanäle (wenn man einen der 4 keys an der front remapped hat) ein Ramp-up der Lautstärke durchführt, falls es aus irgendwelchen Gründen doch zu laut wird. Dann hat man noch Zeit zu reagieren und den KH abzusetzen. Nicht nur zum Schutz für ihn selbst sondern auch anderer, die mit so hoher Lautstärke nicht rechnen.

Das einzige was ich mit dem HNO mal besprechen würde ist, welcher max Schalldruck überhaupt sinnvoll wäre, um den jetzigen Zustand nicht noch zu verschlechtern. Denn die Lautstärkepegel, von denen hier gesprochen wird, wären für ein gesundes Gehör so schädlich, dass gerade in dem Bereich die Gefahr akuter Hörstürze bestünde. Vielleicht doch erstmal ärztlichen Rat einholen, bevor sich die jetzige Situation verschlimmert. Danke auch noch mal an Adrachin, ich sehe gerade, Du hast das auch noch mal auf den Punkt gebracht.

Zum Punkt Hitze. Das Konstruktionsprinzip des magnetostatischen Kopfhörers sollte nicht so sehr Problem mit Erwärmung haben, weil da nur eine wirklich hauchdünne Folie von Neodym Magneten bewegt wird. Wenig bewegte Masse reagiert schneller und erzeugt weniger Wärme. Und dann handelt es sich auch noch um einen offenen KH, da kann sich die Hitze sowieso nicht darart stauen.

Die Extreme Power Ausgänge des ADI-2 Pro wurden in erster Linie dafür konstruiert, dass auch KH mit sehr hoher Ohm Zahl problemlos betrieben werden können. Im Umkehrschluss kann man mit den Ausgängen bei KH mit geringer Ohm Zahl Lautstärkepegel erreichen, für die unsere Ohren einfach nicht gemacht sind.

Je länger ich darüber nachdenke, desto schlechter erscheint mir Deine Idee, mit solch hohen Pegeln abhören zu wollen, es könnte gut sein, dass Du Dein Gehör damit total ruinierst. Sei lieber froh und bewahre das, was noch geht. Es spricht ja nichts gegen ein Gerät, das Dich zumindest insofern unterstützt, in beiden Kanälen mit einem 5-Band EQ nachjustieren zu können. Aber dann solltest Du erst einmal gründlich checken, welche maximalen Pegel für Dich ok wären ohne weiteren Schaden anzurichten.
 
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LoboMix

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Sehr hohe Schalldrücke am Ohr lassen die Cilien brechen, das sind die kleinen Flimmerhärchen in der Innenohrschnecke, die eigentlichen Rezeptoren für den Schall. Da diese nicht regenerieren oder nachwachsen, ist das Hörvermögen in Frequenzbereich der gebrochenen Härchen dauerhaft verloren.
Neben der Schwerhörigkeit durch ein geschädigtes Innenohr gibt es auch Ursachen für Schwerhörigkeit im Mittelohr, wo die Gehörknöchelchen sitzen, die den Schall vom Trommelfell auf das ovale Fenster der Schnecke übertragen und nach dem Prinzip eines Impedanzwandlers auch erheblich verstärken. Als Schutzmechanismus vor zu lautem Schall gibt es kleine Muskeln an den Knöchelchen, die sich anspannen können und deren Bewegung abbremsen. Dieser Schutzreflex ist aber langsam und schützt nicht vor lauten Impulsen und Knallereignissen.

Bei einer Schalleitungsschwerhörigkeit bedingt durch eine Fehlfunktion des Mittelohres, wenn z.B. die Gehörknöchelchen versteift sind wie bei einer Otosklerose [siehe hier: https://www.audibene.de/otosklerose/] kann eine Anhebung der Lautstärke am Ohr tatsächlich dafür sorgen, dass wieder mehr Schall an der Schnecke ankommt. Wenn sie noch entsprechend gut funktioniert, kann es wieder ein besseres Klangerlebnis geben.

Nach deinem Audiogramm, @forgoden2, sieht es so aus, dass das Hörvermögen der Innenohren zwar auch deutlich, nicht ganz so stark beeinträchtigt ist (die ohne Linie verbundenen Pfeile geben die Messergebnisse der Knochenleitung wieder) und es hauptsächlich eine Fehlfunktion des Mittelohrs ist, die den Schall so extrem abdämpft.

Um aber sicherzugehen, dass durch eine lautere Beschallung nicht schließlich doch noch das Innenohr geschädigt wird, würde ich das ganze Vorgehen in die Hände des Hörgeräteakustikers legen. Dieser kann eventuell eine genau passende EQ-Kurve für jedes Ohr festlegen, die dann dafür sorgt, dass auf keinen Fall zu viel Schallenergie im Innenohr ankommt.
Ob er das macht, bzw. kann, weiß ich nicht, aber ich würde auf keinen Fall einfach so in Eigenregie vorgehen.
 
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Du kannst auch anders einen globalen EQ in Windows oder MacOS bringen. Auf Windows zB mit Equalizer APO und der Oberfläche Peace GUI.

Das Magnetostaten nicht heiß werden stimmt allerdings nicht. Die Spulen, die das Magnetfeld erzeugen werden sehr wohl heiß. Was hier der Maximalschalldruck ist weiß ich nicht aber es sollte auch hier bei hohen Auslenkungen zu nichtlinearitäten kommen. Bitte korrigier mich @The_Dark_Lord.
Auch das RnB so besondere Kopfhörer braucht ist blödsinn, die meisten Studiokopfhörer bewegen sich auch bei hohen Spannungen bei unter 2% THD.

Der Ramp-Up ist nett aber dafür gibt es Lautstärkeregler. Einen Kopfhörerverstärker brauchst du sowieso, der hat dann bestimmt einen schönen Poti.

Und zu den Ausgängen: wirklich wichtig ist das nur wenn du Kopfhörer mit kleinem Widerstand betreiben willst, also zB In-Ear Kopfhörer mit 16 oder 32 Ohm. Bei einem Kopfhörer mit 250 Ohm wirst du keine Probleme haben, da geht es nur um Lautstärke. Wie gesagt, dein Hörgeräteakustiker kann dir dein Hörgerät genau auf deinen Hörfehler anpassen und das Gerät arbeitet mit medizinischer Qualität, ist also dafür ausgelegt hohe Schalldrücke über längere Zeit zur verfügung zu stellen. Da setzt du dann entweder einen Kopfhörer drüber auf oder ich glaube sogar es gibt schon Hörgeräte die per Bluetooth bespielbar sind. Bin mir aber nicht sicher wo ich das aufgeschnappt habe.
 

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