Studium Grundschullehramt- Musik?

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MeJuLeH

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Hallo ihr Lieben!
Ich hatte schonmal einen Thread geöffnet, in dem ich nach Infos für ein Musikstudium gefragt habe. Ich habe erkannt, dass ich dafür wahrscheinlich nicht gut genug bin.
Jetzt habe ich mir überlegt Grundschullehrerin zu werden. Demnächst habe ich auch ein Praktikum an einer Grundschule.
Wisst ihr wie hoch die Ansprüche an ein solches "kleines" Musikstudium sind?
Ich spiele seit ungefähr viereinhalb Jahren Querflöte und singe seit fast sechs Jahren im Chor. Meint ihr das reicht?

Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Dankeschön schonmal im Voraus!
Liebe Grüße
Julia
 
Griffbrett Brad

Griffbrett Brad

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Um als Grundschullehrerin Lieder a la "Bruder Jakob" zu begleiten braucht man doch kein Musikstudium :confused:

Meint ihr das reicht?
Ja, aber es wäre vielleicht ganz praktisch, wenn du noch ein wenig Akkordgeschrammel auf der A-Gitarre lernen würdest. Gleichzeitig singen und sich auf der Querflöte selbst begleiten ist nicht ganz so einfach :D - außerdem wirkt eine Gitarre bei den Kleinen vermutlich viel "cooler" als eine Querflöte.
 
Effjott

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Du wirst an jeder Uni eine Aufnahmeprüfung im Fach Musik absolvieren müssen, wobei die Anforderungen für das Grundschullehramt deutlicher niedriger sind als für das Gymnasium. Du solltest Dich bei verschiedenen Unis, die für Dich in Frage kommen, danach erkundigen.
Ein Akkordinstrument zu erlernen würde ich auf jeden Fall anraten, da die Liedbegleitung einen bedeutenden Teil des Musikunterrichts ausmacht.
Schulpraktisches Klavierspiel(dafür gibt es eigene Kursangebote) oder auch, wie vorgeschlagen, akkordisches Gitarrenspiel sind im praktischen Musikunterricht von großem Vorteil.
 
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MeJuLeH

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Weiß jemand denn z.B. wie die aufnahmeprüfungen so sind?
 
Effjott

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Es gibt sicherlich geringfügige Unterschiede zwischen den Universitäten, was den Schwierigkeitsgrad der Aufnahmeprüfungen betrifft.

Ich habe Dir mal ein paar Beispiele herausgesucht:

Aufnahmeprüfung:

http://www.uni-kassel.de/fb3/musik/Html/Merkblatt/Merkblatt L1.pdf


http://www.musik.uni-oldenburg.de/download/Muster_Eingangstest.pdf


http://www.musik.uni-oldenburg.de/download/Anmeldebogen-Aufnahmepruefung.pdf



Zur Studienordnung:

http://tu-dresden.de/die_tu_dresden...che_fakultaet/stu/stu/lehr/mus/SOLAGS2002.pdf
 
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MeJuLeH

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Das war schonmal sehr hilfreich, hat jemand noch ein paar Infos?
Bitte Leute, es ist mir wirklich seeehr wichtig!
 
The Spoon

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Ich kann mir kaum vorstellen, dass man an einer Grundschule ausschließlich Musik unterrichten kann. Außerdem steht ein Grundschullehramt doch auch immer (?) in Verbindung mit einem Hauptschullehramt.
 
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Nur Musik unterrichten wird nicht drinn sein. Mathe und/oder Deutsch wirst du schon noch dazunehmen müssen.
 
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MeJuLeH

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Ich weiß, werde Deutsch und Englisch zusätzlich nehmen.
 
void

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muss nicht jeder grundschullehrer mathe und deutsch sowieso unterrichten?
 
The Spoon

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Ich habe zwar keinerlei Ambitionen, selbst Lehrer zu werden, und daher auch keine Ahnung von der Materie, aber rein aus meinen Erinnerungen an die Grundschulzeit würde ich dir davon abraten, Lehrerin zu werden, wenn es dir in erster Linie um die Musik geht. Deine eigentliche Motivation sollte es sein, mit kleinen Kindern umzugehen, der Musikunterricht ist in der Grundschule ja wirklich nur Entspannung für die Kids, wo sie ein bischen singen dürfen. Zumindest zu meiner Zeit (und ich bin jetzt gerade mal 19) war es so, dass wir noch nicht einmal Noten lesen gelernt haben; einfache Rhythmen klatschen o.Ä. war wirklich das anspruchsvollste. Dass das einen ausfüllt, wenn man beruflich etwas mit Musik machen möchte, kann ich mir nicht vorstellen. Und wegen der Instrumente: Zumindest von Gymnasiallehrern glaube ich zu wissen, dass man Klavier können muss (da reicht auch Gitarre nicht aus).
Also, wenn du sagst: "Ich arbeite gerne mit kleinen Kindern und als Lehrerin könnte ich da ja sogar mein Hobby (also Musik) mit einfließen lassen", ist das sicherlich keine schlechte Wahl.
Wenn du aber sagst: "Für ein normales Musikstudium reicht's nicht, werd ich halt Lehrerin", würd ich echt die Finger davon lassen.
Soweit meine Meinung dazu, auch wenn ich dich nicht kenne und zugegebener Maßen noch nicht allzuviel Lebenserfahrung mitbringe...
 
Effjott

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... aber rein aus meinen Erinnerungen an die Grundschulzeit würde ich dir davon abraten, Lehrerin zu werden, wenn es dir in erster Linie um die Musik geht. Deine eigentliche Motivation sollte es sein, mit kleinen Kindern umzugehen, der Musikunterricht ist in der Grundschule ja wirklich nur Entspannung für die Kids, wo sie ein bischen singen dürfen. Zumindest zu meiner Zeit (und ich bin jetzt gerade mal 19) war es so, dass wir noch nicht einmal Noten lesen gelernt haben; einfache Rhythmen klatschen o.Ä. war wirklich das anspruchsvollste. Dass das einen ausfüllt, wenn man beruflich etwas mit Musik machen möchte, kann ich mir nicht vorstellen. Un

Da muss ich deutlich widersprechen:
Ich glaube, die Einstellung zur musikalischen Arbeit mit Kindern hängt in erster Linie von der eigenen Motivation und den persönlichen musikalischen Fähigkeiten ab.

Natürlich ist die Ausstattung des Musikraums inklusive vorhandener Instrumente ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt, das ist von Schule zu Schule sehr unterschiedlich.
Der Stellenwert des Faches Musik wird auch stark beeinflusst durch die an der Schule unterrichtenden Kollegen und die Schulleitung, aber hier steckt natürlich auch eine Chance für den engagierten Musiklehrer, das Fach zu gutem Ansehen zu bringen. Hier kann man im wahrsten Sinne des Wortes Pionierarbeit leisten.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass gerade bei den Grundschülern sehr viel musikalisches Potenzial vorhanden ist, das geweckt und gefördert werden muss, weil viele Eltern sich darum nicht kümmern. Wer sollte es sonst tun, wenn nicht der Musiklehrer?!
Die musikalische Grundausbildung in der Schule hat für mich einen sehr hohen Stellenwert und genau aus diesem Grunde brauchen wir fähige Fachlehrer, die in der Lage sind, den Kindern eine gute elementare musikalische Bildung zu vermitteln. Viel zu häufig kommt es vor, dass Klassenlehrer mangels ausgebildeter Musiklehrer fachfremd Musik unterrichten müssen.

Es ist erstaunlich, welche musikalischen Fortschritte bei manchen Grundschulkindern zu beobachten sind, wenn sie qualifizierten Musikunterricht genossen haben.
Was die eigene persönliche Erfüllung betrifft, so gibt es doch massenweise Möglichkeiten, diese im privaten Bereich(Ensemblespiel, Band etc.) zu pflegen und zu entwickeln.
Man sollte auch nicht unterschätzen, wie herrlich es sein kann, mit kleinen Kindern zu musizieren. Die Begeisterung bei den Kleinen für Musik ist ein Schatz, den es zu heben gilt.

Edit: Hier noch ein paar Infos für MeJuLeh:

http://www.zsb.uni-bremen.de/studiengaenge/pdf/Bachelor_Master_Schule.pdf

http://www.ph-ludwigsburg.de/filead...ufnahmepruefungen_KuMuSpo/M_Musikpruefung.pdf
 
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MeJuLeH

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Dankeschön für die vielen Links! Die waren mehr als hilfreich!
Liebe Grüße
Julia
 
Effjott

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Gern geschehen :) und viel Glück beim Studium!
 
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Hallo,

studiere jetzt im 3. Semester Deutsch und Musik auf Grundschullehramt in Köln.
Das Studium gliedert sich in verschiedene Bereiche.
Du musst zwei Haupfächer, eines muss Deutsch oder Mathe sein, haben.
Das andere Fach kann sein: Kath. oder evang. Religion, Sport, Kunst, Musik, Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt, gesellschaftswissensch. Schwerpunkt.
Wenn du Deutsch als großes Fach hast, musst du Mathe als kleines Fach haben, hast du Mathe als großes Fach, hast du automatisch Deutsch als kleines Fach.
Zusätzlich zu den drei Fächern absolvierst du noch ein Erziehungswissenschaftliches Studium.
In Köln galt bei der Aufnahmeprüfung für das Fach Musik, dass du zwei Instrumente spielen können musst. Eines davon muss ein Akkordinstrument sein, d.h., es kann Gitarre, Klavier, Orgel etc sein. Das andere Fach ist frei wählbar. Hast du jetzt zum Beispiel Querflöte als Hauptfach und Klavier oder Gitarre als Nebenfach, musst zu zusätzlich noch Gesang als drittes Fach nehmen. Hast du Gesang als Haupt- oder Nebenfach, entfällt das dritte Fach.
Auf deinem Hauptfach spielst du drei mittelschwere Stücke aus unterschiedlichen Epochen vor, auf deinem Nebenfach zwei leichtere Stücke.
Diese Prüfungen sind Teil der Einzelprüfung. In der Einzelprüfung machst du weiterhin Gehörbildung, Tonsatz und "Vom Blatt-Spielen" auf deinem Haupt- und Nebeninstrument. Danach erfolgt ein Kolloquium, in dem du etwas zu einem deiner gerade gespielten Stücke sagen kannst. Auch werden sie dich fragen, warum du Lehramt studieren möchtest.

Der andere Teil der Aufnahmeprüfung besteht aus einer Gehörbildung und einer Tonsatzklausur. Die Anforderungen variieren hier aber von Uni zu Uni.

Hoffe, ich konnte dir helfen!
 
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MeJuLeH

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Jaa das war ja mal meeehr als hilfreich!
Vielen,vielen Dank!
 
ninanna

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Wo Wagner und Liszt sich gute Nacht sagen.
außerdem wirkt eine Gitarre bei den Kleinen vermutlich viel "cooler" als eine Querflöte.
stimmt definitiv nicht! meine musiklehrerin konnte klavier und querflöte. letzteres hat sie sehr oft einfließen lassen und ich war total fasziniert von dem klang und der flöte und.... hach^^

aber leider is dann nix mehr daraus geworden querflöte zu lernen aus 1000 gründen ^^

danke übrigens auch von mir für die links ^^ ist einer der berufe, den ich in erwägung ziehen könnte ^^

wie siehts eigentlich so arbeitsmarkt mäßig aus? Man hört ja immer, dass für Musiklehrer für Gymnasien viele Arbeitsplätze da sind, aber wie ist das für Grundschulen?
 

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