Studium in Richtung Musik

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Tru3St0ry
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Also... da ich in keinem Thread konkrete Antworten auf meine Fragen gefunden hatte, erstell ich einfach einen eigenen :)

Ich komme jetzt nach den Sommerferien in die Jahrgangstufe 1 eines Gymnasiums und habe mich schon mit dem Gedanken eines Studiums in Richtung Musik auseinandergesetzt.
Da ich den Ansprüchen wahrscheinlich nicht gewachsen bin, schließt sich ein reines Musikstudium wohl aus.
Ich hab mit ungefähr 8 Jahren angefangen Klavieruntericht zu nehmen, leider nicht sehr enthusiastisch. Nach ca. 2 Jahren gab ich das Klavier spielen auf und nahm Keyboardunterricht, was ich leider nach ein paar Jahren auch wieder aufgab.
Aber irgendwann hab ich wiederangefangen so für mich Klavier zu spielen und hat mir immer mehr Spaß gemacht und jetzt nehme ich seit ca. einem halben Jahr wieder Unterricht. Außerdem hab ich den Musik-Leistungskurs an meiner Schule gewählt.
Ich spiele auch ein bischen Gitarre und singe dazu (anscheinend nicht mal schlecht, wenn man ein paar Freunden glauben schenken kann :) )

Da ich mich als eher musikalischen Menschen einschätze, würde ich später gerne etwas mit Musik machen.
Da ich auch schon ein, zwei Stücke für Klavier selbst komponiert habe und das komponieren mir viel Spaß macht und ich musiktheorethisch sehr interessiert bin,
ist mir der Gedanke an ein Kompositionsstudium oder etwas ähnliches schon durch den Kopf gegangen. Leider hab ich auch gehört, ein reines Kompositionsstudium sei auch instrumentalistisch sehr anspruchsvoll.
Mein größter Traum wäre momentan wohl Filmmusik zu studieren und als selbstständiger Komponist zu arbeiten und Musik für Filme zu schreiben und zu arrangieren. Leider ist mir auch bewusst, dass das wohl sehr anspruchsvoll sei und man
eventuell vor einem Filmmusikstudiums einen Bachelor in einem anderen Fach haben müsste oder so (zb. HFF Potsdam).
Ich könnte mir auch ein Studium vorstellen, in dem ich viel mit Musik zu tun habe, und zb. auch Ton- und Aufnahmetechnik und die Arbeit in einem Tonstudio oder Musikmanagment/produktion.
Leider bieten staatliche Hochschule und Universitäten wenig solcher Studiengänge an, zumindest nach meinen Recherchen, mehr private Ausbildungsinstitute (zb. Akademie der media http://www.media-gmbh.de/musikmanagement/), bei denen die Studiengebühren
eher hoch ausfallen, was im besten Fall zu vermeiden wäre :).

Fazit: Ich bin mir relativ sicher später etwas mit Musik machen zu wollen, und denke über ein Studium in Richtung Musik nach, kenne mich aber leider nur ansatzweise mit dem Studienangebot in Deutschland diesbezüglich aus und
würde mich über ein wenig Hilfe und Ratschläge bezüglich versch. Studiengängen und ob mir andere Möglichkeiten offen stehen sehr freuen.

Viele Grüße
Tru3St0ry
 
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Leitgeb
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Hallo!
Meine Ratschläge: Lehramt, Musiktherapeut, MuWi oder was "technisches" im Umfeld...
Warum nichts mit Komposition? - Kurze Antwort: Wolltest Du komponieren, würdest Du nicht hier nach Rat fragen (müssen).
Grüße!
 
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ColdDayMemory
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Bei Lehramt sind die Aufnahmeprüfungen aber auch nicht ohne.
Und warum will jeder, der nur ein bisschen was auf einem Instrument kann und irgendwann mal zwei Stücke geschrieben hat Filmmusik studieren?
Filmmusik studiert man nicht, sondern macht es einfach ;-)
Vielleicht interessiert dich aber auch Sound design/ bzw. audio design.
Ich würde aber von allen privaten Studiengängen abraten. Meiner Meinung nach kosten die nur Geld und sind auch nicht besser. Klar gibt es so tollklingende Studiengänge wie Filmmusik oder Music producing, aber mit ein wenig Fantasie bekommt man das auch für umme (etwas überspitzt) an einer staatlichen Einrichtung.

Nur als Tip nebenbei: Arbeitsämter beschäftigen auch sog. Berufsberater, die sich meistens sehr gut auskennen und gut beraten können. Ich hatte nur positive Erfahrungen dahingehend.
 
Fastel
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Ich stimme Coldday zu bis auf das:
Nur als Tip nebenbei: Arbeitsämter beschäftigen auch sog. Berufsberater, die sich meistens sehr gut auskennen und gut beraten können.

Filmmusik finde ich als Studiengang auch irgendwie etwas seltsam. In dieser Branche arbeiten viele normal ausgebildete Musiker und Quereinsteiger. So ein Studium kann sicherlich Vorteile im Berufsfeld geben aber ich glaube kaum jemand macht ausschließlich Filmmusik. Ein normales Musikstudium bietet Dir viel mehr möglichkeiten.

Was das Studium Komposition betrifft: Du must ordentlich Klavier spielen können. Einen Bachchoral (mindestens?) sofort vom Blatt spielen und wirst eine verschärfte Gehörbildungprüfung machen müssen: Da is nix mit Melodiediktat sondern: "sie hören jetzt ein Stück. Welche Figuren und Wendungen hören sie?" (etwa pachelbell-figuren, immitationen, harmonische Verbindungen) usw... dann musst Du auch Werke einreichen. Vielleicht bekommst Du einen Ausschnitt einer komposition den Du analysieren musst auf Musikepoche, Stilistik usw... Oder direkt eine Stilkopie schreiben.

Musiktheorie-Regeln ist meistens nur das, was andere Komponisten so gemacht haben. Es gibt kein Naturgesetz, das die Quintparallelen verhindert. Eigentlich ist der Grund, warum wir beim "typischen" Choral die Quintparallelen verbieten der, dass Bach und andere wesentliche Komponisten der Zeit es vermieden haben. Und so sieht auch der Alltag des Kompositionsstudenten aus.
kannst Du einen typischen Bachchoral komponieren? Oder eine Renaissance-Motette? Vielleicht irre ich mich da aber ich habe so den eindruck erhalten. Natürlich machen die auch ihr eigenes Zeug, und rennen dann durch die Hochschule und suchen nach Musikern, die das aufführen wollen :D
Frag mal den "LordAbstellhaken" - der ist so verrückt und studiert das.

Es gibt in Trossingen (der haarige Arsch der Welt) einen toll klingenden Studiengang für nicht so elitär ausgebildete:

http://www.mh-trossingen.de/studium/musikdesign.html


 
Derjayger
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"Was das Studium Komposition betrifft: Du must ordentlich Klavier spielen können. Einen Bachchoral (mindestens?) sofort vom Blatt spielen und wirst eine verschärfte Gehörbildungprüfung machen müssen: Da is nix mit Melodiediktat sondern: "sie hören jetzt ein Stück. Welche Figuren und Wendungen hören sie?" (etwa pachelbell-figuren, immitationen, harmonische Verbindungen) usw... dann musst Du auch Werke einreichen. Vielleicht bekommst Du einen Ausschnitt einer komposition den Du analysieren musst auf Musikepoche, Stilistik usw... Oder direkt eine Stilkopie schreiben."

Wo ist das so? Bei uns in Hannover kann das aus der Kompositionsklasse niemand (insb. den letzten Punkt), aber vielleicht ist das Niveau auch niedrig, keine Ahnung. Jedenfalls sind die Profs namhaft, falls das etwas ausmacht. Aus der Theorieklasse kann das auch niemand alles beim Studieneinstieg, und dort ist das Niveau laut einer vergleichenden Untersuchung sehr hoch. E
rst bei der Bewerbung zum Master ist das völliger Standard.
Nach meiner Erfahrung mit Komponisten aus anderen Hochschule würde ich ebenfalls sagen, dass kaum jemand sowas sicher genug kann, dass er es bei einer Aufnahmeprüfung zum Studienbeginn hinbekommen hätte.

Kompositionsprofs achten nach meiner Erfahrung auf den persönlichen Drang zu Komponieren und eigenständiges Denken. "Alte Musik" spielt dabei kaum eine Rolle.

Versuch doch mal in den Fächerübergreifenden Bachelor in Hannover reinzukommen, das ist eine Art Studium Generale, du machst im Bachelor quasi alles und entscheidest dich im Master für eine Spezialisierung (Lehramt, Komposition, Theorie...)
 
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Tru3St0ry
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Danke für die vielen Antworten :)
 
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Vielleicht bekommst Du einen Ausschnitt einer komposition den Du analysieren musst auf Musikepoche, Stilistik usw... Oder direkt eine Stilkopie schreiben."

Wo ist das so? Bei uns in Hannover kann das aus der Kompositionsklasse niemand (insb. den letzten Punkt), aber vielleicht ist das Niveau auch niedrig, keine Ahnung.
Hmm ich sag nur was ich so mitbekomme. Letztendlich stehen die Bedingungen und Prüfungen ja auch auf den Hochschulseiten. Aber ein Blatt aus einer Komposition verrät eigentlich viel über Epoche und Komponisten. Bei uns machen das sogar ( ! :) ) die Muwis in nem gemütlichen Seminar. Macht sogar richtig Spaß. Ob das in ner Aufnahmeprüfung dran kommt weiß ich nicht. Aber ich halte es nicht für abwegig.

Also ich hatte schon den Eindruck, dass die Kompositionsstudenten sich gut mit dem auskennen mussten, wie man früher komponiert (gedacht) hatte (daher der Gedanke, dass man damit auch in ner Aufnahmeprüfung konfrontiert werden). Stilkopien werden da sozusagen zum üben erstellt. Allerdings kann das sicherlich überall extrem unterschiedlich sein. Das was zur Aufführung kommt sind dann natürlich die modernen Sachen... ihr wisst schon... wenn ihr gefragt werdet wie ihr es fandet sagt einfach "interessant" :D

Am besten ist es also wie immer mal in die Aufnahmeprüfungsmuster zu gucken.

Ich weise auch nochmal auf das leidige Thema "Blattsingen" hin. Den Komponisten werden da wohl eher weniger Fehlern verziehen als den Schlagzeugern :D

@Threadersteller
kannst Du nicht mal was von Dir hochladen?


Grüße
 
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Tru3St0ry
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Ich werd mal versuchen was hochzuladen :)
 
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An der UdK-Berlin gibt es den Studiengang "Komposition". Soll wohl sehr gut sein.
Und, dass du als Filmkomponist einfach nur aus der Inspiration heraus komponierst ist kompletter Quatsch. Das ist Arbeit und Handwerk. Du kannst noch soviel Inspiration haben und ein gewisses Know-How wie Satzlehre etc. wird dir nicht zufliegen.
Desweiteren stört mich auch mal wieder der Ton, den einige hier drauf haben. Wer von euch ist denn wirklich Berufsmusiker und verdient seine Brötchen mit Musik? Ja, wahrscheinlich keiner, da muss man einem Interessierten doch nicht die Illusion zerstören. Illusion in dem Sinne weil es extrem hart ist und du noch so gut sein kannst aber trotzdem Ewigkeiten bei Rewe die Regale putzen musst, aber wenn du es willst. Mach es. Verbietet dir keiner. Was das mit dem Upload werden soll weiß ich auch nicht. Wollt ihr jetzt voten, ob er das Zeug zum Filmkomponisten hat? Ist das Forum jetzt zu DSDS verkommen? Das hat nichts mit Können zu tun. Es ist reines Marketing. Entweder du bist selbst BWLer oder hast soviel Glück jemanden zu finden, der das Marketing und Management übernimmt.
Wer anderes Behauptet, soll mir das bitte erklären. Ich habe es noch nie anders kennengelernt.

An den Threadersteller: Mach dein Ding, lass dich nicht von irgendwelchen Hobbymusikern unterkriegen. Klappt schon - wenn nicht - auch mit 27 bist du nicht zu alt um dich anderszuentscheiden. Außer deine Freundin will sesshaft werden, aber das ist ein anderes Thema ;)
So Leute, nichts für ungut, aber ich hatte mich an der Stelle des TE ziemlich angegriffen gefühlt. Dinge wie "muss denn jeder Filmkomponist werden nur weil er mal zwei Stücke auf dem Klavier komponiert hat" sind einfach fehl am Platze.
 
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@nevani22:
Ich wollte mit dieser sehr provozierenden Aussage eher auf das Missverhältnis zwischen Information und Illusion hinweisen, welchem wohl so mancher Board-User unterliegt.
Es war einfach nur eine, zugegeben polemische, Zusammenfassung, eine Art Quintessenz, von all denen, die Filmmusik studieren wollen. Aber auf die Idee, dass man auch
einfach Komposition und Dirigat an einer staatlichen studieren kann ist wahrscheinlich noch niemandem in den Sinn gekommen, da steht ja nichts von Filmmusik.

neviani22 schrieb:
Und, dass du als Filmkomponist einfach nur aus der Inspiration heraus komponierst ist kompletter Quatsch
Hat auch niemand behauptet.

Das mit dem Upload verstehe ich allerdings auch nicht. Aber der TE sollte wissen, was er sich dadurch möglicherweise anhören muss.
Niemand braucht eine Einschätzung von einer zusammengewürfelten Forencommunity, sondern eher von einem Dozenten, bei dem man
dann möglicherweise sein Studium beginnt.
 
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@nevani22:

Hat auch niemand behauptet.

Z.b "Warum nichts mit Komposition? - Kurze Antwort: Wolltest Du komponieren, würdest Du nicht hier nach Rat fragen (müssen)."
hört sich doch etwas nach "wenn du komponieren könntest, müsstest du nicht fragen!"
 
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Hallo...
Nö, aber so ähnlich.
Das von Bernstein kennt Ihr doch...

Übrigens sind hier natürlich Berufsmusiker unterwegs 😉


Grüße!
 
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Natürlich muss man als Kompositionsstudent bei der Aufnahmeprüfung fortgeschrittene Gehörbildung drauf haben. Auch Stilkopien werden selbstverständlich verlangt, z.B. die Komposition einer Fuge.
Und ja: Man kann Filmmusik studieren :)) macht auch Sinn, oder
 
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Klar, Gehörbildung ist verschärft und Stilkunde ebenfalls. Aber Stilkopien in der Aufnahmeprüfung nach bloßem Hörbeispiel anzufertigen ist ein Märchen. Und wenn man eine Fuge abliefern muss, dann ist es höchstens eine Schulfuge, der Anspruch ist nahe Null. Ich möchte dem Irrtum entgegnen, dass Kompositionsstudenten (Neue, Popular- oder Filmmusik) wirklich Ahnung von Klassik haben müssen. Basics reichen. Lass dir keine Angst einjagen, TE ;) Kontaktiere ruhig einen Kompositionsprof und bequatsche das mit ihm.
 
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Hier mussten wir für den Komp.-Bach. zu dissonanter Klavierbegleitung Blattsingen. Juhu...:rolleyes:

@ den Threadersteller: wenn's in Richtung Filmmusi gehen soll, dann würde ich eher den Studiengang "Musiktheorie" einschlagen. Dort lernst du, vertiefender nochmal als bei Komposition, alles über Tonsatz, Orchestrierung, Stilkopien, Partiturspiel, etc. Alles hilfreich. Insofern du dich offenbar, wie der Rest der gesunden Menschheit, für zeitgenössische E-Musik (Quitsch! Kratz! Fauch! Heul!) nicht interessierst oder zumindest bisher nicht mit ihr beschäftigt hast, ist das Kompositionsstudium auch nichts für dich.

;)
 
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@Neviani
Hi, also ich verstehe Deinen Einwand.
Die Erfahrung zeigt, dass Leute die in einem Forum eine Frage dieser Art stellen, vielleicht etwas anderes erwarten.
Filmmusik komponieren ist halt etwas ganz anderes als ein staatliches Kompositionsstudium und meinem Eindruck nach ist das in den meisten Fällen sein sehr elitärer Studiengang. Die Bewerber sind krass vorgebildet, Mitwirkung in Orchester oder Ensembles wird teilweise erwartet. Asiatisch sein ist wie so oft von Vorteil ;) - scheint es zumindest.

Hier sind sehr wohl Berufsmusiker und Studenten unterwegs. Und das nicht zu knapp!

Ein Upload einer Arbeitsprobe im Kompositionsforum wird schon Aufmerksamkeit erwecken. Ein Professor wird natürlich ein klareres Feedback geben aber was ist so verkehrt daran? So dumm sind die Leute hier auch nicht. Die Frage war auch aus reinem persönlichen Interesse gestellt alá "Hey lass doch mal hören".
 
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Um Missverständnissen vorzubeugen: Du kannst im Musiktheoriestudium einen Schwerpunkt auf Komposition legen. Einem ''Kompositions'' also Neue Musik-/Quietsch-Studium steht das in keinster Weise nach, ganz im Gegenteil. Übrigens: An deiner Stelle würde ich Studiengänge meiden, bei denen atonale Elemente in der Aufnahmeprüfung eine große Rolle spielen. Die Ausbildung in tonaler Musik (was du ja machen willst) wäre höchstwahrscheinlich schlechter, weil die fachliche Ausrichtung eine andere ist.
Und: Sowas wie ''Kompositionsstudium ist elitär'' würde ich auch schnell aus meinem Kopf verbannen.
 
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Um Missverständnissen vorzubeugen: Du kannst im Musiktheoriestudium einen Schwerpunkt auf Komposition legen. Einem ''Kompositions'' also Neue Musik-/Quietsch-Studium steht das in keinster Weise nach, ganz im Gegenteil.

Kommt auf die jeweilige Uni an. Ob das funktioniert, den Schwerpunkt auf Komposition zu legen, in dem Sinne, dann durchgehend auch seine zwei Semesterstunden Einzelunterricht in Komposition SP zu erhalten...hmm. Und schließlich hängt halt noch vom jeweiligen Lehrer in dem Fach ab, ob man da dann auch wirklich jede Woche mit einer neuen Filmmusikpartitur antanzen kann, da bin ich eher skeptisch. Ich würde den SP als Filmkomponist viel eher in der Richtung "elektronische Musik" oder so wählen, weil man als solcher die Arbeit mit Sequenzerprogrammen, Sampling, Arrangment usw. aus dem Effeff beherrschen muss.
 
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Die Stundenzahl ist gleich. Das Werkzeugargument stimmt, allerdings sind solche Lehrer weniger in musikalischen Dingen (im engsten Sinne) geschult als Theoretiker (da habe ich schon viel krasses erlebt). Und da man sequencer & co. auch problemlos alleine lernen kann, Musikalisches aber kaum, ist Theorie vorzuziehen.
Es geht in diesem Ausbildungsmodell um einen Schwerpunkt auf stilbasierter Komposition mit einem Schwerpunkt nicht so sehr auf historischer Genauigkeit, sondern mehr auf den damals viel stärker als heute ausgeprägten Dingen wie Ausbalanciertheit, Energieverläufen, u.ä. Damit und dem theoretischen Know-How wird es ein leichtes, selbstständig Filmmusik zu analysieren und zu ''kopieren''.
Jede Woche mit einer neuen Partitur anzutanzen sollte auch niemandem Probleme bereiten.
Ich habe mich vor einiger Zeit mal über dieses Thema mit einem Teil unserer Theoretiker unterhalten (ca. 8, alle mit unterschiedlichen Ausrichtungen) und versuche die Ergebnisse weiterzugeben, das als Quelle.

Klar ist aber, dass dieser Weg eher ungewöhnlich ist. Trotzdem bin ich mir sicher, dass er gut funktionieren wird.
 
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