Studium in Richtung Musikproduktion (House / Electro / Pop) möglich?

von AsaltoOfficial, 01.11.10.

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  1. AsaltoOfficial

    AsaltoOfficial Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.10   #1
    Hallo zusammen,

    da ich derzeit die 13. Klasse besuche und kurz vor'm Abi stehe, habe ich mir natürlich Gedanken gemacht, was nun nach dem Abi kommt. Dass ich studieren werde, steht schon fest. Nur die Richtung weiß ich noch nicht so genau.
    Da ich (zwar erst seit einem Jahr) selbst Musik digital mit Fruity Loops produziere, wäre es mein Traum, soetwas zu studieren. Leider weiß ich nicht ob es überhaupt möglich ist, digitale Musikproduktion zu studieren. Und ob ich unter dem Begriff "digitale Musikproduktion" überhaupt das richtige verstehe ;)

    Ich träume eben von einem Studium, in dem meine Fähigkeiten in den Bereichen Komposition, Mastering etc. verbessert werden. Ist das nur eine Utopie oder gibt es soetwas wirklich?

    P.S.: Habe mich schon einmal umgesehen, habe aber leider nur Studiengänge in Richtung Jazz-Musik gefunden, was absolut nicht mein Fall ist. Mich würden eher die Genres House / Electro / Pop, welche ich selbst seit 'nem Jahr produziere, interessieren.

    Ich hoffe, ihr wisst was ich meine & könnt mir weiterhelfen!
    Danke im Voraus für Antworten.
     
  2. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 01.11.10   #2
    Wenn du Musikproduzent werden willst, muß das überhaupt nicht feststehen. Um Musikproduktion zu lernen oder beruflich zu betreiben, brauchst du nicht zwingend ein Studium. Das kann jeder machen, und faktisch machen es auch alle möglichen Leute. Mit einem Studium kannst du zwar Teile des Business professioneller bewältigen, aber eine Erfolgsgarantie gibt es in keinem Fall.

    Viele Musikproduzenten brauchen Kenntnisse aus der Betriebswirtschaftslehre, von daher wäre das keine schlechte Grundlage. Thematisch naheliegend wäre natürlich ein Musikstudium wie Keyboards&Music Production in Münster, aber wenn du dich bisher nicht langfristig als Musiker und Musikproduzent gefühlt hast, wird das schwierig bis unmöglich. Inhaltlich wäre es vermutlich auch nicht dein Fall, denn Musikstudiengänge erfordern stilistische Offenheit.

    Toningenieur oder Tonmeister sind auch Studiengänge, auf die man sich langfristig vorbereiten muss. Von daher wäre vielleicht die zielführendste Maßnahme für dich, BWL zu studieren und nebenher gleichzeitig deine Produktionen zu vermarkten.

    Harald
     
  3. AsaltoOfficial

    AsaltoOfficial Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.10   #3
    Vielen Dank ersteinmal für deine Antwort! Mit der Aussage, dass ich studieren werde meinte ich nur, dass ich es auf jeden Fall will. ;) Denn wenn ich schon mein Abi mache, will ich das auch sinnvoll nutzen. Außerdem sehe ich durch's Studium größere Berufschancen, als beispielweise freischaffender Musiker. Natürlich gibt es keine Garantie, dennoch schätze ich meine Möglichkeiten durch ein Studium größer ein.

    Betriebswirtschafts- & Volkswirtschaftslehre habe ich beides in der Schule, da ich auf einem Wirtschaftsgymnasium bin. Studieren wollte ich BWL bzw. VWL eigentlich nicht, ich denke dennoch, dass mir die Grundkenntisse schon sehr viel weiterhelfen werden. Denn schlecht bin ich in BWL & VWL nicht, das dürfte hinhauen.

    Ich weiß zwar nicht 100%, was genau du mir damit sagen willst, dennoch weiß ich, dass ich mit Leib & Seele Musik produziere & auch sehr ausdauernd sein kann. Ich verliere nie schnell die Lust, es macht mir unheimlich viel Spaß und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass täglich zu machen.


    Bin um weitere Antworten dankbar!
     
  4. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 02.11.10   #4
    Das Studium ist bei freiberuflich tätigen Musikern lediglich ein möglicher Qualitätsindikator für potentielle Auftraggeber, erhöht aber nicht unbedingt die Chancen auf einen Auftrag. Viel mehr ist ein funktionierendes Netzwerk, also Vitamin B notwendig. Das gilt insbesondere auch für Musikproduzenten, denn so jemand muss die Entscheider bei den Vermarktern (Plattenfirmen, Webportalen, TV und Radio) persönlich kennen und solche Kontakte pflegen. Die Qualität der Musikproduktion muss natürlich auch stimmen, aber die persönlichen Beziehungen überwiegen meiner Erfahrung nach oft bei der Entscheidungsfindung.

    Du schreibst ja selbst, daß du dich bisher nur ein Jahr mit Musikproduktion auseinandergesetzt hast. Für ein Musikstudium brauchst du aber eine bestandene Aufnahmeprüfung und spielerische Fähigkeiten und dementsprechend 4-5 Jahre Vorlauf. Ich will damit nur sagen: wenn du nicht die letzten 4-5 Jahre mit Leib und Seele Musiker warst, solltest du jetzt kein Musikstudium anstreben. Denn du würdest im Wettbewerb um die Studienplätze eben gegen die Bewerber konkurrieren, die die letzten Jahre zielgerichtet daraufhin gearbeitet haben.

    Aber wie gesagt, als Electro/House-Musikproduzent brauchst du auch nicht unbedingt ein Studium - lies dir mal die "Hip-Hop-Formeln" von Volkmar Kramarz durch, da sind viele sehr lesenswerte Interviews mit erfolgreichen Musikproduzenten drin, die ihren Background und ihre Arbeitsweisen darstellen.

    Harald
     
  5. katschmarek

    katschmarek Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.11   #5
    Es gibt ab WS 2011 einen neuen Studiengang Musikproduktion an der Hochschule Osnabrück, wo man Popmusikproduktion aber auch Electro/Club Produktion als Bachelorstudiengang studieren kann:
    http://www.ifm.hs-osnabrueck.de/25770.html
     
  6. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.04.11   #6
    @Threadstarter
    Es ist keine Schande sich ein Jahr Auszeit zu geben und sich in der Zeit zielgerichtet auf ein Studium vorzubereiten.

    Mach ein freiwilliges Jahr und lerne nebenbei - jeden Tag 3-4 Stunden. Dann dürfte es an einigen Unis reichen.
    In Trossingen gibt es auch einen Musikdesign Studiengang. Auch wenn keine Vorraussetzungen offiziell angegeben sind: ohne Notenkentnisse und mindestens ein Instrument das man ordentlich spielt kommt man aber auch da schnell ins Hintertreffen da auf breiter ebene ausgebildet wird (Klassik/Pop/Kazz) - wichtig ist es, das da gute Hörproben eingeriecht werden. Und mit Gut meine ich nicht 3 fantastisch produzierte Housetracks.

    Pop studieren geht an vielen Einrichtungen allerdings gehört da Jazz eigentlich immer mit dazu - bzw ist schon Grundlage in der Aufnahmeprüfung. Da spielen aber auch die Instrumentalen Fähigkeiten eine Rolle.
     
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