Suche Amp für gute Indierock, Alternative-Akkord-Sounds

von mampfer, 07.01.08.

  1. mampfer

    mampfer Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.08   #1
    Moin,

    ich suche verzweifelt nach einem Amp, um für Recordingzwecke so gute Akkordsounds hinzubekommen, wie man das von aktuellen Alternative Rock.Produktionen her kennt.
    Ich dachte soundmäßig eher an sowas wie Placebo, Killers, Muse usw.
    Zumindest sollte es einigermaßen amtlich und vorzeigbar klingen!

    Der Amp soltle auch noch für Proben genutzt werden können. Er darf aber nicht zu laut sein, weil zu Hause recordet wird. Aber er muss auch Reserven haben für Proben.
    Entweder also ein Amp der wenig Watt hat oder eben schnell zerrt oder bereits mit Vorstufenzerre aufnahmetauglich klingt.

    Es soll nicht nach einem Metalbrett klingen, aber auch nicht so "schrammelig" wie diese Retrosachen.


    Mein Problem ist, dass viele Röhrenamps gut klingen bei Einzeltönen und bei Oktaven und das sowohl clean als auch verzerrt. Ich hatte einen Laney LC-15, einen Valveking 112.

    Einen brauchbaren Clean-Sound und Sound für hohe Solotöne kriegt man bei vielen Amps hin. Aber nicht mehr bei Akkorden, Riffs und Gitarrenwänden. Die Verzerrung klingt dann oft zu sehr nach Alt-Rock/Metal und 70igern. Oder erst bei ohrenbetäubenden Lautstärken gut.
    Andere Amps klingen zu sehr nach High-Gain-Metall mit zuvielen Höhen und "sägen" nur noch.

    Ich hab sehr gute Humbucker, daran liegt es nicht. Nur allein mit Tretmienen will ich den Zerrsound nicht erzeugen. Der Grundcharakter sollte schon vom Amp kommen. Viele Tretmienen klingen mir selbst vor einem Clean-Kanal noch zu kalt, sind ja auch viele digital oder mit Transistortechnik aufgebaut.
    Es ist auch schade, wenn ein 2-Kanal-Amp nur clean brauchbar klingt und im Gain-Modus dann erst tausend Pedale das ganze richten müssen.

    Ein Modeller klingt mir zu statisch, obwohl einige Recti-Sounds bei solchen Geräten immer erstaunlich gut gelingen und bei oberflächlichem Hören einen schon beeindrucken.


    Ich hatte die folgende gelisteten Amps in Erwägung gezogen und auch nach Soundsamples geguckt. Leider sind überall Schrammelhannes gewesen, die nur die ganze Zeit clean und Solis in ihren youtube-Videos gespielt haben...

    - Orange Tiny Terror
    - T.Vex Nano-Valve (hab ich kein Soundbeispiel gefunden und muss man mit nem Kabinett betreiben)
    - Ashdown Fallen Angel (in der Vollröhrenversion, - der wär was, aber zu teuer...)

    - Fame GT15 (eine technisch gesehen 1:1 Fender Junior Pro Copy, könnte evtl. mit nem Booster/Verzerrer davor was sein)

    - Fame CS40 (sieht aus wie ein VOX AC-Amp - wird also auch irgendein Nachahmung von was Bekanntem sein, leider kein Soundbeispiele gefunden)

    - Fame Studio 84 (ein Soundbeispiel entdeckt, aber der Typ hat nur clean gespielt)

    Preislich sollte das ganze bis 600,- gehen.

    Ich hatte auch von folgenden Amps gehört, weiß aber nicht, ob die passend wären:

    - Peavey Classic 30 (angeblich gut für Indie?)
    - Marshall MS2 Microben-Amp (so ein Mini-Amp, der aber angeblich sehr gut klingen soll...?)

    Mich würde auch interessieren, ob es evtl gute Miniamps mit 1-5 Watt gibt, denen man eine gute Zerre entlocken kann oder ob es einen überzeugenden Modeller gibt.

    Liebe Grüße

    Mampfer
     
  2. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.01.08   #2
    Hi mampfer,

    ehrlich gesagt, glaube ich, dass Du es etwas schwer haben wirst, diese eierlegende Röhren-Wollmilchsau für 600 € rum abzuschießen.

    Kennst Du die Liste von uncle reaper?
    https://www.musiker-board.de/vb/amp...euro-bereich-topteile-combos.html#post2027369
    https://www.musiker-board.de/vb/rac...n-im-1000-euro-bereich-zumeist-gebraucht.html

    Spontan fällt mir ein gebrauchter switchblade ein.

    Generell würde ich aber auch einen Bodentreter nicht ausschließen - da gibt es ja auch Röhren-Ausführungen im Bereich um 300 € - die möglicherweise für den kombinierten Einsatz Aufnahmen zu Hause bei geringer Lautstärke aber guter Verzerrung und für den Proberaum vor nem durchsetzungsfähigen Amp überzeugen könnten.

    x-Riff
     
  3. comanche

    comanche Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.08   #3
    Offene oder Barre-Akkorde "brachial" klingen zu lassen ist nicht einfach mit "einem" Verstärkersound machbar. Da werden meist mehrere Spuren übereinander gelegt, die alleine für sich nicht besonders brachial klingen. Auch kommt es darauf an, wie ein Akkord gespielt wird. Einfach einen A-Dur-Barre über 6 Saiten mit hoher Verzerrung zu spielen klingt immer Schei***. Wenn Du mit Homerecording eine "Gitarrenwand" haben möchtest, dann hast Du entweder sehr viel Erfahrung oder es haut einfach nicht hin. Schon garnicht in Zimmerlautstärke ^^ Vielleicht schaust Du doch nach einer Softwarelösung?

    Gruß,
    Andreas
     
  4. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.01.08   #4
    Hatte ehrlich gesagt auch etwas in die Richtung von comanche gedacht ...

    Wie lange spielst Du denn schon Gitarre und wie viel Erfahrung hast Du mit homerecording?
    Aus eigener Erfahrung weiß ich halt, dass das was aus einem amp rauskommt sich noch mal deutlich unterscheidet von dem, wie es auf ner fertigen Produktion oder einer CD klingt - also ob ein amp das überhaupt leisten kann, so zu klingen ...

    Andersrum: welches Equipment spielen denn die Bands, deren sounds Du so präferierst?
    Da sollte doch zumindest eine Orientierung möglich sein ...

    Und wo comanche softwarelösungen angesprochen hat:
    In der vorletzten guitar war eine Besprechung von guitar rig (reine software so um 250 €, mit Fußleiste also für live-Einsatz über 400 €) die recht vielversprechend klang - vielleicht schaust Du mal in dem Bereich etwas intensiver?

    x-Riff
     
  5. stam

    stam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.08   #5
    Was auch sehr an deinen Sound kommen könnte wäre ein Gerät, das einerseits Verzerrt und trotzdem noch den Cleanen Sound durchlässt. Hatte das mit dem Mesa VTwin Preamp. Da hat man eine schöne verzerrung und trotzdem setzt sich das unglaublich durch, weil man beide Kanäle gleichzeitig laufen lassen kann.
    Also vielleicht ist nicht wirklich der Amp die einfachste Lösung. Mir fällt leider auf anhieb kein Amp ein der sowas von Haus aus kann, aber es gibt sicher genug nutzer hier die dir da helfen könnten und für sowas was ich vorgeschlagen habe eine Lösung kennen.
     
  6. nighthawkz

    nighthawkz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.08   #6
    Die genannten Bands benutzen vor allem Vox, Marshall und fender. Ich würde mal mit einem HotRod Deluxe und einem AC30 bzw. AC15 rumprobieren. Und nicht zuletzt liegt es auch an dir. Du musst schon anständig spielen und den Amp akzeptabel einstellen können, für mich klingt es ein wenig, als ob du zu viel Gain reindrehst.
     
  7. pl010

    pl010 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.08   #7
    @Mampfer
    Der AC30 (meiner Meinung nach auch der AC15) ist für Homerecording definitv viel zu laut. Bezweifle dass Du mit einem (Röhren-)Amp glücklich wirst.

    Ich habe für ein bisschen Homerecording und Üben einen Vox Tonelab (Desktopversion) Modeler. Damit kriegst Du mit ein bisschen Erfahrung super Sachen hin.

    Grüsse / pl010
     
  8. mampfer

    mampfer Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.08   #8
    @x-Riff

    hab mir diese liste mit den amps schon zuvor angesehen, aber die preise sind teils gebraucht viel teurer und es steht da nichts, für welche rock- und metalrichtungen die amps genau gut sind!

    die bands, die ich nannte, spielen z.B. fender twin reverb mit nem fetten marshall-head. oder jmp-1 mit mesa boogie-endstufe und mesa boogie cabinetts. dazu meist noch ein sehr gutes muff davor.

    oder einen recti... oder einen ada mp-1 mit ner marshall-röhren-endstufe.

    neu kostet jedes setup schon über 2000 euro (!!) und die bands können das ja auch im studio live abnehmen und haben dann eben einen geilen grund-sound. zig mirkos zum abnehmen.
    selbst ein 15 watt-amp wie der laney lC-15 wäre für homerecording schon zu laut. mann müsste dann einen silencer dazwischenschalten. aber die kosten ja auch schon immer 300 bis 400 euro.

    guitar rig kenn ich, aber das hatte mir von den soundsamples her nicht gefallen. klingt mir nicht authentisch genug. ich hatte auch mal mit einem modelleling amp...X v-amp von behringer der einen guten recti-sound hatte was aufgenommen. das klingt beim ersten hören fett und sauber, aber eben nicht lebendig. es klingt wie ein "synthesizer-sample", aber nicht wirklich echt. zudem wird es verschlimmert, weil die aufnahmeumgebung ja eh digital ist. vielleicht klingen modeller analog bearbeitet besser, analog EQen, komprimieren, mastern usw. und dann wird der sound evtl. musikalischer.

    ich will eine gitarrenaufnahme mit authentischem sound. dann hat man wenigstens ne grundlage, die man später immer nochmal in einem studio mit guten equipment bearbeiten und mastern kann.

    @pl010

    kannst du davon einmal bitte ein demo posten?

    @stam

    das teil von mesa boogie kostet ja schon soviel wie ein kleiner tube-amp. also wenn ich davon irgendwo ein sound-demo hätte, könnte ich das besser entscheiden.

    ______________

    also momentan spiel ich einen tube-amp, der mir zur kratzig klingt. der amp ist gut für clean etc. aber der charakter der zerrer gefällt mir nur bei oktaven und einzeltönen.

    auch das doppeln bringt hier leider nix.

    egal ob die spuren mit wenig oder viel zerrer eingespielt werden! das ding hat 50 watt, klingt aufgedreht bestimmt besser, aber selbst in so mancher band sind 50 watt voll aufgedreht beim proben zu laut. der drummer haut dann noch mehr rein und alles geht unter...

    ______________

    was mir auffiel: soundworks.com

    Little Lanelei... kann man leiser mit recorden und auf ne höhere wattzahl umschalten und damit dann sogar giggen...
    hat sogar nen internen 6-zoll-speaker.

    das teil klingt recht gut, aber hat keine richtige endstufe. beim sound-demo waren zudem radiofrequenzen zu hören... andererseits nutzt der metallica-sänger auch das teil und meint, damit kriegt man was hin...

    der grundsound ist aber gut und mit nem verzerrer davor, könnte das was werden.
    mich schrecken bloß die evtl. langen lieferzeiten ab. der preis ist mit ca. 360 euro aber ein schnäppchen, wegen der vielseitigkeit!

    der tiny terror klang aber noch besser, wäre aber wieder zu laut...

    dann gibt es einige selbstbauprojekte von low-watt-tube-amps... die teils erste sahne klingen. aber muss man halt selber zusammen-löten und hat dann nur 1 watt...

    zahlen wir zuviel?

    ich glaube, wir zahlen alle viel zu viel für diese röhren-sachen. fame vertreibt super-billig recht gute röhrenamps, die sich mit großen marken messen können, manchmal nahezu kopien davon sind... manche sind aber auch soudnmäßiger schrott..

    andere bastler bauen sehr schöne amps selbst, die dann manchmal erheblich weniger kosten, als die großen marken
    auch manche DIY-tubeamp-kits scheinen viel zu bieten für das geld.

    ich frag mich, wieso niemand einen guten amp baut, der für proben und giggen genug leistung bringt, flexibel klingt und einen eingebauten attenuator für aufnahmen hat. und dass dann für so 600 euro. muss doch möglich sein..

    ich seh mich schon verzweifelt für 600 euro einen kleinen 15 watt class-a-amp + attenuator kaufen... ;-)
    nur für diese endröhren-zerre...

    wenn also jmd hier einen guten kleinen amp kennt, der bei voller leistung mit nem zerrer-pedal angefahren richtig gute distortion-sounds liefert...


    rockige grüße!

    mampfer
     
  9. comanche

    comanche Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.08   #9
    Nimm doch sowas:
    http://www.musik-schmidt.de/osc-schmidt/catalog/peavey-windsor-studio-roehrencombo-p-21488.html

    Und zu Deiner Frage: nicht jedes (Heim-) Studio hat beim Aufnehmen Probleme mit den Nachbarn wegen der Lautstärke. Manchmal will einfach Luft bewegt werden und die Raumakustik ihr übriges tun, um einen Gitarrensound auf Band oder Festplatte zu bannen. Wäre die Nachfrage nach diesen Amps größer, dann wäre wohl auch das Angebot der Hersteller größer, denn die wollen nur eins: verkaufen.
     
  10. mampfer

    mampfer Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #10
    @comanche

    hi,

    danke für den tip!
    leider hab ich mit peavey keine guten erfahrungen. - der normale windsor hat auch "nur" bewertungen bei 7,6 rum auf harmony-central. was soll man da für 299,- tacken erwarten? sowas wäre "made in china" von nem no-name hersteller für 200,- zu haben und wir im einkauf für den händler wohl auch nicht mehr als 200,- kosten....

    klar, die bestückung der endstufe mit unterschiedlichen röhren ist gut. aber wenn der grundsound nicht stimmt, der ja mehr in der vorstufe entsteht wäre es augenwischerrei.

    den amp kann man zwar leiser schalten, aber der 15watt-modus soll auch nicht mehr laut genug zum proben sein. jedenfalls liest man das von leuten, die das teil haben.
    also wäre er nur zum recorden interessant und dann hätte die den gleich in ner low-watt-ausführung bauen können.

    ich will jetzt auch nicht lästern, den ich kenn den amp nicht. aber ich frage mich, wie das für den preis gut klingen soll, wo doch sonst ein attenuator und der billigste amp zusammen schon 600 kosten würden...
    wenn er aber soundmäßig so gut ist wie ein laney lc-15 oder ein fender junior, wäre er für das geld ein schnäppchen, da man den attenuator für das recorden gespart hätte!

    ich such mal nach nem sound-demo. dann könnte man mehr sagen...
     
  11. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.01.08   #11
    Fällt Dir was auf?

    Warum ist denn beispielsweise ein Röhrenamp mit 5 oder 15 Watt nicht wesentlich billiger als einer mit 30 oder 50 Watt?

    Und warum sind schon die Grundteile, mit denen die von Dir genannten Bands anfangen, ihren sound zu machen, schon etwa 3 bis 4 mal so teuer wie das was Du auslegen willst?

    Ich denke, Du solltest Dich damit abfinden, dass das, was Du für Dein Geld bekommst, nur Annäherungen an den sound sind, den Du willst.

    Von da aus gesehen ist einfach die Frage, bei was Du am wenigsten Abstriche machen musst. Das ist auch eine persönliche Frage, die sich mit dem Anhören von sound samples nicht erledigt.

    Bei Modellern bist Du halt transportmäßig im Vorteil, in Kombination mit ner software wie guitar rig und einem amp+box, wo einfach nur laut macht, kannst Du bei Proben und im homerecording-Bereich schon weit kommen. Im semiprofessionellen Bereich, versteht sich.

    Die Spuren kannst Du im Übrigen auch trocken einspielen und dann zum richtig Fett machen ins Studio gehen. Spart Zeit und Geld.
    Da bin ich eben sehr skeptisch. Sound kommt aus den Fingern und kostet Geld. Letztlich ist der sound eine bestimmte Verarbeitung des Original-Tones - also dem, was direkt aus der Gitarre kommt. Warum nimmst Du das nicht auf, gehst damit in ein Studio und läßt das über die fetten amps laufen, die dort stehen? Wäre doch viel einfacher.

    Anzusprechen wäre auch ein Röhren-Bodentreter, den man auch als kleinen Vorstufen-amp für Aufnahmen nehmen kann und den Du im Proberaum einfach vor Deinen "MACH LAUT"-Amp packst.

    Oder Du läßt Dir halt einen basteln.
    Oder Du kaufst Dir jetzt erst mal ne Komponente, die Du sowieso brauchst (z.B. Röhrenvorstufe) und baust dann je nach Geldbeutel Deine Traumanlage so langsam auf.
    Oder Du schraubst Deine Ansprüche auf ein realistisches Maß runter.
    Tja - was soll man für knapp 300 Tacken erwarten?
    Irgendwas was 300 Tacken oder weniger wert ist?

    Aber vielleicht hat ja jemand den ultimativen Tipp für Dich und alles löst sich in Wohlgefallen auf.

    x-Riff
     
  12. comanche

    comanche Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #12
    Ich hab' den Windsor selbst noch nicht gespielt. Soundsamples sind ja immer so eine Sache .

    Ein separater Attenuator ist auf jeden Fall flexibler als die eingebaute Variante in einem – wie man vermuten kann – mittelmäßigen Amp ^^ .

    Wenn Du eine praktikable Lösung findest, schreib's doch bitte hier in den Thread. Würd' mich interessieren ...

    Grüße,
    Andreas
     
  13. mindlessjay

    mindlessjay Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #13


    Du kannst zuhause aufnehmen, und das ohne wirkliche Investitionen.

    Man kriegt mit Homerecording vernünftige Sachen hin, die vor ein paar Jahren undenkbar gewesen wären(zu dem Preis).
    Ich recorde auch und freue mich, das ich das ohne ne Kreditaufnahmne machen kann.

    Ich versteh manchmal die Einstellungen zu gewissen Sachen einfach nicht?!
    sorry für halbes OT...
     
  14. mampfer

    mampfer Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #14
    moin,

    ja, da hast du natürlich recht. ich weiß auch, dass ich da bei dem budget nicht soviel erwarten kann. aber hey 600 euro...das wären 1200 DM... dafür bekam man früher schon nen 20 watt highes & kettner tube irgendwas... damit hat man nen amtlichen metal-sound hinbekommen...im klassischen sinne...genauso für alt-rock...



    klar kommt der sound aus den fingern, erstmal. und ich könnte mit trocken eingespielten spuren ins studio rennen? aber meinst du, wenn die jede spur einzeln dann durch einen amp jagen... das wird was? eine bereits recordete clean-spur nochmal nachträglich durch nen amp?
    :screwy:

    und das wird im studio dann auch was kosten.
    ich finden deinen vorschlag aber insofern gut, dass man in einem tonstudio die spuren einzeln besser nachbearbeiten lassen kann.

    ich lass mir einen amp von chinesischen kindern bauen..:great:

    ich hab lange das ganze durchdacht.
    ich finde eine praktikable lösung wäre theoretisch ein röhren-pre-amp in kombination mit einer low-watt röhren-endstufe.

    dazu ein 1x12'', gibt für recording und proben.
    für den proberaum/gigs holt man dann erstmal eine transistor-endstufe zum bloßen laut machen des preamps. und später dann mal eine genügend lauten röhren-endstufe...

    statt des attenuators also die low-watt-röhren-endstufe... falls sie existiert...:D
    statt nen 300 euro scheiß-combo den röhren-pre-amp
    dazu ein seperater 1*12 vintage 30.
    statt neben einem reinrassigen recordingamp nich nen zweitamp zum giggen zu holen, nimmt man die seperate röhren-endstufe.

    ca. 800 euro, aber dafür für recording und proben geeignet und flexibler als z.B. ein tiny terror mit 1*12 und attenuator. wo man ja auch auf ca. 800,- käme..

    bei pre-amps fallen mir da ein:
    marshall jmp-1
    mesa boogie recording pre-amp
    ada mp-1 (mit recti-mod...)
    kriegt man gebraucht alles so so von 300-400 euro.
    und auch das sind teile die viele bands für ihren grundsound eingesetzt haben. also relativ kompromisslos....


    es ist also eine lösung, die aufeinander aufbaut und flexibel ist für recording und proben/giggen. an einer komponente hängt nicht das ganze system wie bei einem combo.

    pre-amps kann man wegen der midi-fähigkeit auch live gut einsetzen.

    die andere alternative wäre gewesen:
    den laney lionheart 5-watt... in den USA ab umgerechnet 729,- EUR zu haben... traum-sound aber eben nur 5 watt..
    selbst an nem 4*12 wird das wohl nicht zum proben reichen - IMO...


    andere möglichkeiten:
    der soundworks little lanelei... der klingt auch sehr gut, aber ist ein one-trick-pony ohne echte endstufe (eine vorstufen-röhre dient hier als "endstufen"-röhre... für ca. 390 euro.
    bedient auch mehr sound aus den 70igern.

    oder man nimmt ein DIY-kit entsprechender qualität. ich hatte eins gefunden, das hat mich umgehauen vom sound her. bräuchte man aber noch nen gehäuse und nen speaker für....

    für den little lanelei spricht, dass man ihn an ner 4*12 auch zum proben und giggen nehmen kann (kann man auf 33 watt hochschltlen...). der wäre also eine günstigere lösung.

    unter den dual-amps wäre der mesa boggie express amp 50:5 auch sehr gut. kann man für recording mit 5 watt, ansonsten mit 50 fahren. aber für 1700 euro... :rolleyes:

    der orange tiny terror einigt sich IMHO nicht für das recording, weil der auch bei 7 watt noch zu laut ist. aber mit nem attenuator wäre das ein super head für recording und proben/giggen. - wenn man mit nem einkanaler auskommt.
    der orange hat schon einen geilen sound. wundervoller chrunch-sound. integriert sich gut in viele musikrichtungen. auch die großen von orange sieht man immer wieder mal.
    aber mit nem atenuator und ner box kommt man locker auf 800,-.


    @mindlessjay

    ja, stimmt ja auch. aber du siehst wie gut man es jetzt hat, - ich sehe, wie schwer man es damals hatte...;)

    und heute auch, denn: ich kann aufnehmen ohne große geldanlagen... aber die berufsmusiker und profi-musiker u.ä. sind auch nicht stehen geblieben und heute klingen die gitarrensounds bei heutiger moderner rockmusik ganz anders als früher. allein die produktionsmöglichkeiten tragen ihren anteil dazu bei. klar, ich kann das mit ampmodelling vertuschen, aber dafür kling es steriler und immer noch deutlich billiger.

    auch wenn teils noch die selben amps verwendet werden. diese klassiker sind häufig auch kostspielig gemoded, werden kombiniert, effekte dran usw. das schafft andere sounds als das puristische marshall-fullstack von früher.

    dennoch sind viele der heutigen tube-amps auf damalige hard-rock und vintage-amp-vorbilder ausgelegt. bluesige cleanen sounds und im drive-kanal nur alt-rock möglich. würde ich sowas wollen, dann wäre ich schnell mit nem billigen laney-amp glücklich, denn bis AC/DC könnte ich da vom charakter der zerrer her alles mit rausholen...
    dann orientieren sich viele amps auch am alt-metal der 80iger.

    aber diese amps machen es den leuten schwer, die eben nicht genauso so klingen wollen, wie sachen aus den 70igern, 80igern...

    heute spielen die meisten modernen bands mit rectis an oder ganz neuen marken oder kombinationen von klassischen amps mit irgendwelchen botique-effekten.
    das sind dann sounds, die man nicht mehr dem alt-rock und alt-metal zurechnen kann.
    aber ein grundsound, der so entsteht und auf sündhaft teuren amps beruht, baut einem keiner so schnell nach....

    dennoch messen viele hörer heute aber einen guten gitarrensound grade an diesem hohen UND modernen klangnivau solcher amps und das nicht nur im new metal und core-bereich sondern auch im rock bis rock-pop-bereich (foo figthers, nickelback, blink 182, avril alvigne, placebo). diesne typischen sudiomäßigen gitarrenwand-sound halt. ich sag nicht, dass ich die bands alle gut finde, aber mal als beispiel. jedenfalls klingt da keine produktion nach alt-rock oder 80er metal-distortion-sound von den gitarren her.

    man sieht das doch beim little lanelei. jeder mitt-40er würde sagen, geiler sound. weil das jeder noch so von seinen altrock-platten her kennt. zeppelin, stones, black sabbath, hendrix... was auch immer.. und wird es geil finden. in der tat - das ist ein geiler gitarrensound vom little lanelei, aber nur gemessen an dem damaligen verständnis eines guten sounds. es ist kein zeitloser sound. der lanelei orientiert sich an alten plexis und dem bassmann.

    aber ich find solche sachen scheiße, weil ich mit anderen gitarren-bands aufgewachsen bin.

    lieben gruß

    mampfer
     
  15. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.01.08   #15
    Hi mampfer,

    ich meinte das schon ernst:
    Möglichst trocken die Spuren aufnehmen und in einem Studio mit dem sound bearbeiten lassen, den man sich nicht leisten kann. Klar kostet das - aber halt weniger als sich die Amps und Effektgeräte selbst anzuschaffen.

    Hat übrigens ein Freund von mir, der Tontechniker ist, gemacht:
    Alle Spuren digital aufgenommen, nur Gesang haben die direkt im Studio aufgenommen, dann im Studio alle Spuren nachbearbeitet (man sollte natürlich ein recht genaue Vorstellung davon haben, wie es klingen soll ...) und gemastert.
    Sehr gutes Ergebnis bei Einsparung all dessen, was man nicht selbst machen kann.

    Für eine sehr gute Demo-Qualität hätte er übrigens gar nicht ins Studio gemußt ...

    Die Gitarre haben wir über einen Röhrenvorverstärker direkt reingespielt, dann hat er es nachbearbeitet.

    Insofern denke ich, bist Du - was Deine letztgenannten Vorstellungen angeht - bei dem gelandet, was Dir momentan am meisten bringt und Dir auch perspektivisch am meisten Vorteile verschafft.

    x-Riff
     
  16. mampfer

    mampfer Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #16
    hi nochmal!

    ja, das klingt doch gut! und wenn das shcon mit dem preamp geht... super.

    ich hab grad nen gerät gefunden, was neben einem röhren-pre-amp auch eine interne 0,5 watt röhren-endstufe drin hat... das für weniger geld als ein jmp-1 + mini-röhren-endstufe wohl zusammen kosten würden.
    wenn man also jetzt keine mini-röhren-endstufe finde, wär das teil evtl. was.

    live fährt man damit dann eine großen transistor- oder röhren-endstufe an und fertig.

    greetings

    mampfer
     
  17. mampfer

    mampfer Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #17
    ok, der ist doch scheiße... die 0,5 watt "endstufe" wird durch eine vorstufen-röhre erzeugt... hört man auch bei den sound-demos, nicht ganz so toll.
     
  18. mindlessjay

    mindlessjay Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #18
    Ich verstehe was du meinst...
    Generell wird dir aber immer was zu sonem sound fehlen, da diese studios mit mitteln arbeiten(erfahrung, ganz wichtig, mal aussen vor gelassen!), die man sich kaum vorstellen kann. Aber das ist dir sicher alles bewusst.
    ich empfehle dir mal die tech21 sansamp psa anzutesten, da ist alles drin was man braucht.
    habe auch grad alles damit aufgenommen und bin relativ zufrieden.
    aber bei deinen angebenen bands brucht man diese "wand" ja eigentlich nicht.
    und es gibt ja auch die "gegenbewegung" wie arctic monkeys usw. die nen relativ altmodischen sound haben, der aber modern klingt. die produktion halt.

    naja, generell würd ich dir zu nem preamp+speaker sim raten.
     
  19. mampfer

    mampfer Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #19
    ich hatte grade gehofft, dass das jetzt mit sansamp was wäre.
    der sound ist auch ok. aber ich finde diese sachen klingen wie die musik zu nem pornofilm.;) es klingt nach amps, die man schon 100mal gehört hat, so das ein gewisses klischèe erfüllt wird, aber es fehlt irgendwie der charakter, das organische.

    der röhrensound ist da, aber dann wieder auch nicht. verstehst, wie ich das mein!? es ist so wie mit erdbeeren. die aus der tiefkühl-truhe vom kuchen schmecken auch gut, aber ne echte erdbeere schmeckt ursprünglich, echt halt.. auch wenn die mal weniger süß ist, aber die schmeckt "echt".

    ich mag modeller für ihre flexibilität und sie machen vielen transistor-amps was vor.

    also, ich werde mir wahrscheinlich doch keinen pre-amp + endstufe + 1*12''er holen denn..:
    1) ich finde keinen stand-alone low-watt power-tube-amp... :confused: und schon gar keinen, der richtige endstufenröhren hat. wenn einer nen link hat... wäre cool. also kann ich das mit vollröhren-recording über tube-preamp und mini-röhren-endstufe auf zimmerlautstärke vergessen... :-(

    2) für das geld, was ein guter pre-amp + überhaupt die billigste normale transistor- oder vollröhren-endstufe kostet, bekommt man ebenso gut schon viele interessante amps gebraucht, wo oft die box schon dabei ist.
    ein guter tubepoweramp kostet nochmal ordentlich und die gehen erst bei 50 watt los, soviel power muss es gar nicht sein... so, dass dann live evtl. noch ein attenuator fällig wäre, um auch die endstufen-zerre mal ganz rauszukitzeln.

    deswegen hol ich mir wahrscheinlich einen gebrauchten combo und einen attenuator.. mit dem attenuator kann ich mit jedem amp auf erträglichen lautstärken gute aufnahmen machen... hoff ich mal...:rolleyes:
    und man kann damit auch beim proben den amp voll zum klingen bringen, ohne dass es zu laut wird.
    durch den attenuator kann man aus fast jedem amp einen recordig-amp machen.

    ich dachte an folgende amps z.B. fender blues deluxe, marshall jtm 30, vox ac15, fame studio 84 u.a. oder eben doch den orange tiny terror mit ner 1*12'' (in der hoffnung, dass es auch ohne attenuator geht...)

    am liebsten wäre mit ein fender twin reverb. - ein hammer sound! es sind alles klassische amps, aber die man im gegensatz zu anderen auch so einstellen kann, dass sie nicht nur für blues und alt-rock taugen. ich hab es auch aufgegeben, einen amp zu suchen, der den alternative-rock-studio-sound in einem channel liefert. ich denke, das muss man zur not mit einem bosster und nem zerrer so hinformen. der rest ist dann recordng-magie... solange der grundsound stimmt, klappt es schon.

    der einzige (recording-)amp, der gleich auf anhieb einen geilen verzerrten-sound hatte, der sehr interessant klingt, war für mich der laney lionheart... (samples auf der laney homepage!)
    und in gewisser weise auch der orange, aber da eher bei chrunch-sounds. als brett klingt er mir zu alt-metallig. findet man bei youtube soundclips zu...

    nächster punkt: bei den meistens amps kann man auch nen pre-amp einschleifen. so kann man zur not später mal nen pre-amp über die endstufe eines combos betreiben und die klangplaette dadurch erweitern.

    es ist einfach nur die frage, ob man die 300-400 euro die so ein attenuator kostet nicht lieber für nen recording-amp in dem preisbereich ausgibt und dann hat man gleich nen guten aufnahmesound (oder nicht), aber eben nix zum proben...

    oder: ob man den attenuator nimmt und dann mit einem amp sowohl recorden als auch giggen kann.

    liebe grüße

    mampfer
     
  20. mindlessjay

    mindlessjay Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #20
    Du solltest dir deine Meinung nicht aufgrund von Samples bilden...
    Von Koch gibt es den Studiotone, der ganz praktisch sein soll... such mal nach dem, allerdings nicht ganz billig.

    Und leise nen mikrofonierten Amp aufzunehmen ist auch nicht das wahre, die Lautsprecer müssen arbeiten, sonst klingt es sehr mau.
    Dann kannste auch nen Modeller, pC Programm oder sonstwas nehmen.

    grüße
     
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