@fretless bassist
naja wenn du in diese Richtung halbwegs Technikaffin wärst, dann hättest du schon längst den schluss gefasst, dass du folgende Möglichkeiten hast:
Möglichkeit 1. IEM Mix einfach vom FOH geben lassen, je nach verfügbaren Kanälen kann das MONO oder Stereo sein.
Vorteil: kompakt und Einfach
nachteil: du hast je nach verfügbaren Auxwegen am FOH mal Mono, mal Stereo und du bist 100% auf den FOH angewiesen.
Möglichkeit 2. vom FOH ein Monitor signal geben lassen und deinen Bass mit Splitter abzwacken, das ganze dann auf eigenen Gerät mischen und aufs IEM geben, hier wurde
Behringer* Flow und dieser ART IEM Mischer bereits genannt
Vorteil: einfach und halbwegs kompakt, du kannst den Anteil zwischen Bass und Monitorsumme selber regeln,
Nachteil: ist aber nach wie vor ein Kompromiss, da du die Summe vom FOH bekommst und die ja auch laufend anders klingen wird
Möglichkeit 3. komplett eigenes IEM System (Pult+Splitter+komplett eigene Signale, etc.)
Vorteil: wenn im Proberaum alles perfekt eingestellt ist brauchst du für dich keinen Soundcheck mehr
Nachteil: nach dem was bisher geschrieben wurde bist du mit so einem System zumindest anfangs höchstwahrscheinlich absolut überfordert und du musst absolut alle signale die du im Proberaum hast komplett reproduzierbar auch live haben, z.B. wenn deine Gitarristen über Modeler mit komplett fertigen Signal >Effekte+Ampsim+Cabsim< auf dein Splitter und damit aufs IEM Pult gehen.
geht theoretisch auch mit eigenen Mikrofonen vor der Gitarrenbox, kostet dich aber Zeit zum aufstellen und Einpegeln, wenn nicht identische Boxen wie im Proberaum an den Gitarren hängen musst du EQs neu Setzen, das kostet dich zeit, aus meiner sicht nur Praktikabel wenn du echt sehr routiniert und erfahren mit deinem Equipment umgehen kannst, an sonsten dauert dein soundcheck ewig.
wir haben live immer
- ein Modeler für Saiteninstrumente
- eigenes Vocal Mikrofon
- eigene Drummikros an Snare und Overhead
- An der Kick nen Trigger, weil maximale Reproduzierbarkeit
Soundcheck für unser IEM ist quasi nur den Stereofader der Overheads hoch oder runterschieben, da die das einzige im Setup sind was zwecks Reproduzierbarkeit nicht so gut gewährleistet werden kann, ich seh die aber auch nur als Nice to have, das snare mikro ist ein kondenser, d.h. Alles relevante kommt da auch halbwegs mit.
Struktur:
die sehe ich bei dir auch nicht wirklich, wir wissen nach wie vor nichts über euer Bandsetup.
- gehen deine Gitarristen über Modeler oder Kemper direkt ins FOH oder nutzen die Amps?
- falls Amps, hast du möglichkeiten das Signal via Line Abzugreifen um das dann auf ne IR Box zu legen um die dann in deinen IEM Mix einzupflegen? habt ihr vernünftige Mikros für Live?
- nutzt euer Drummer einen trigger an der Kick den du dir als Split abzwacken kannst?
- was nutzt du am Bass?
im endeffekt musst du dir zuerst im Klaren sein wie viele- und welche Signale du mit welcher Technik selber abgreifen willst und dementsprechend musst du deine Equipmentanschaffungen planen.
und wie gesagt, wenn dir das mischen zwischen Monitorsignal und Bassignal reicht, dann kannst du Möglichkeit 2 ja nutzen, wenn dir der FOH die gitarre aber dann auf dein Monitorsignal versehentlich verstellt, oder dein Gitarrist einfach nochmal lauter dreht, dann hast du halt das gleiche Problem wie bisher, nur dass du im Falle von IEM egal wo auf der Bühne den gleichen Sound hast, mit Moitorspeakern kannst du dich im Zweifel näher an deinen Bassamp stellen, bei IEM musst du halt mit dem was kommt leben.
es kann ja durchaus sein, dass du hervorragend mit deinem Bassequipment und deiner DAW umgehen kannst, aber Live sind halt paar dinge anders als das Setup am Heimrechner und im Proberaum.
so ich bin jetzt aber aus dem Thema vermutlich raus, da ich echt nicht sicher bin, ob das hier vermittelte Knowhow, Erfahrungen und Hilfestellungen wirklich bei dir ankommen oder nicht