Suche Ersatzhals für Fender Telecaster 52 RI

Johnmoe
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Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem Ersatzhals für meine Fender American Vintage 52RI aus dem Jahr 2003 mit Ahorngriffbrett.

Grund:

Die Trussrodschraube lässt sich leider nicht weit genug drehen um den Hals wieder in eine gute Lage zu bringen. Ich habe sie von einem erfahrenen Gitarrenbauer soweit richten lassen, dass man sie spielen kann. Der Hals hängt aber immer noch ordentlich durch und die Saitenlage lässt sich nicht mehr vernünftig einstellen.

Ich frage mich jetzt welche Optionen es gibt. Da es sich um meine erste vernünftige Gitarre handelt und mir einiges an ihr liegt bin ich durchaus bereit ein paar Euro in die Hand zu nehmen. Ich hatte mir da mal grob ein Limit von 500€ gesetzt.

Auf Ebay habe ich neue originale Hälse von Fender Mexico gesehen. Die liegen bei ca. 280 €. Soweit ich das erkenne konnte bis auf die Mechaniken und die Abrichtung des Sattels spielbereit.

Ein Gitarrenbauer aus NRW hat mir angeboten einen Hals von Allparts für mich zu "bauen". Hier bestünde die Möglichkeit, den Halsshape noch selbst auszusuchen. Der Preis läge um die 500€.

Da ich am Hals selber nicht groß Hand anlegen will/kann suche ich also einen fertigen Hals (Mechaniken kann ich montieren und den Sattel würde ich durch meinen Gitarrenbauer abrichten lassen) oder eine bezahlbare Anfertigung von einem Gitarrenbauer.

Wo könnte man noch einen qualitativ guten Hals finden oder bauen lassen? Eventuell auch nach einem gebrauchten Ausschau halten?

Ich freue mich auf Eure Ideen!

Grüße Mo

20140307_120808.jpg
 
Eigenschaft
 
Du bekommst neue Fender Hälse (US und Mexiko) z.b. beim Musicstore. Ansonsten wäre Stratosphere auch eine Möglichkeit. Warmoth oder USACG wären dann noch eine Idee für lizensierten Nachbau, aber natürlich ohne Fender Decal.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was heißt....lässt sich nicht weit genug drehen....lösen oder anziehen?

Wenn der Hals nicht vollkommen verzogen...oder der Trussrod gerissen ist, bekommt man den Hals wieder hin.

@murle oder @smartin helfen dir sicher weiter.
 
@nitrogen - danke für den Link. Beim Musicstore habe ich den passenden Hals noch nicht gefunden.

@Günter47 - Ich meine anziehen. Der Gitarrenbauer hatte wohl versucht den Hals oder Halsstab mit Hitzeeinwirkung gängig zu machen. Laut seiner Aussage kann man da nicht mehr machen. Wahrscheinlich weil der Hals zu stark verzogen ist. Es wäre aber natürlich toll, wenn man den Hals retten könnte!
 
Hallo,
muss das Fender Logo darauf stehen?? Bestell Dir einen Tele Hals bei Rockinger (oder Göldo). Die sind erstaunlich gut und sehr nahe am Original. Preis um die 180€
Oder ein Gitarrenbauer fräst das Griffbrett ab, setzt einen vernünftigen Halsstab ein und leimt ein neues Griffbrett auf. Das alles sollte unter 500!! € möglich sein.
 
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Ich meine anziehen. Der Gitarrenbauer hatte wohl versucht den Hals oder Halsstab mit Hitzeeinwirkung gängig zu machen. Laut seiner Aussage kann man da nicht mehr machen. Wahrscheinlich weil der Hals zu stark verzogen ist. Es wäre aber natürlich toll, wenn man den Hals retten könnte!

Es gibt genau zwei Methoden um einen oldschool Fender-Trussrod wieder gängig zu machen: Schraube raus und Vaseline auf's Gewinde, soll bei manchen schon reichen, oder Schraube raus (Vaseline auf's Gewinde schadet auch hier nicht!) und Unterlegscheibe(n) drunter- Schraube wieder rein.
In Folge hast du a) eine wieder gängige Trussrodschraube, die vorher verklemmt war oder b) wieder ein paar Milimeter mehr Gewinde, was bei allen Fenderhälsen zur Halsbegradigung reichen sollte. Letzteres kommt durch Verzugdurchaus vor, Holz arbeitet schließlich, und ist auch Fender nicht unbekannt.
 
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@Pleasure Seeker Ich gehe davon aus, dass der Gitarrenbauer das gecheckt hat. Aber bevor ich mir einen Hals bestelle sehe ich mir das nochmal an.

@murle1 & @Darkdonald Es muss kein Fenderhals sein und für die Optik könnte man ja noch ein Decal ergänzen. Mal sehen. Ich denke Rockinger oder Göldo kommen dann eher in Betracht, da ich mir so die Versandkosten, Zoll und Einfuhrumsatzsteuer sowie die Wartezeit erspare.

Wäre denn Rockinger oder Göldo deine erste Wahl, @murle1 ? Kann man den alten Sattel wieder benutzen oder sollte man besser einen neuen nehmen und den nach Einbau des Halses vom Gitarrenbauer abrichten lassen?
 
Ich gehe davon aus, dass der Gitarrenbauer das gecheckt hat. Aber bevor ich mir einen Hals bestelle sehe ich mir das nochmal an.

Ohne passende nichtrostende Unterlegscheiben (die gibt's sogar passend original von Fender) wird es mit dem Prüfen schwierig.
Denk daran, dass du den Hals beim anziehen der Trussrodschaube auch ein Stück weit gegen die Biegung dehnst.

Falls du dir nicht sicher bist, wie all das geht, Erlewine macht's hier zwar an einem Fender Bass, im Prinzip ist's aber das Gleiche:
Für die Schmierung nimmt er Wachs und die Unterlegscheibe lässt er jedoch weg:
 
500 € für die Bearbeitung eines Allparts-Halses finde ich auch heftig.
Meine (mittlerweile vier) Allparts-Hälse waren "ab Werk" spielbereit. Lackieren etc. kann man ja selber machen.
 
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von einem erfahrenen Gitarrenbauer soweit richten lassen

Der Gitarrenbauer hatte wohl versucht den Hals oder Halsstab mit Hitzeeinwirkung gängig zu machen. Laut seiner Aussage kann man da nicht mehr machen.

Hab´ ich noch nie gehört. Ich richte nur die Hälse mit Hitze, die keinen trussrod enthalten. Auf den Halsstab hat die Hitze eh keinen Einfluss (ausser man verbrennt den Hals).

Schraube raus (Vaseline auf's Gewinde schadet auch hier nicht!) und Unterlegscheibe(n) drunter- Schraube wieder rein.

So einfach kann das sein. Mach´ ich Dir für 505,- €. Die fünf € Aufpreis sind für das Privileg die Gitarre mit ihrem Original-opm-neck weiter spielen zu dürfen.

Alternativ kaufe ich Dir den kaputten Hals gerne ab.
 
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Ich habe noch einmal geschaut, die Unterlegscheiben von Fender werden wirklich als "Truss Rod Washers" verkauft: Fender part# 0022335049
 
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Es gibt genau zwei Methoden um einen oldschool Fender-Trussrod wieder gängig zu machen: Schraube raus und Vaseline auf's Gewinde, soll bei manchen schon reichen, oder Schraube raus (Vaseline auf's Gewinde schadet auch hier nicht!) und Unterlegscheibe(n) drunter- Schraube wieder rein.
In Folge hast du a) eine wieder gängige Trussrodschraube, die vorher verklemmt war oder b) wieder ein paar Milimeter mehr Gewinde, was bei allen Fenderhälsen zur Halsbegradigung reichen sollte. Letzteres kommt durch Verzugdurchaus vor, Holz arbeitet schließlich, und ist auch Fender nicht unbekannt.

Wenn ich aber sehe, das Fender immer noch mit Halsstäben "aus dem Mittelalter" arbeitet, dann frage ich mich ob das denen wirklich klar ist, das Hälse sich auch einmal in eine andere Richtung verbiegen? Wobei der Aufpreis zu einem Doppelweg Stab minimal ist!!
Der Fehler bei Fenderhälsen liegt oft darin, das ein Anker, also das Gegenlager im Holz, nachgibt. Und da ist eine Hilfe meist nicht machbar - nur bedingt mit Unterlegscheiben.
 
Wenn ich aber sehe, das Fender immer noch mit Halsstäben "aus dem Mittelalter" arbeitet, dann frage ich mich ob das denen wirklich klar ist, das Hälse sich auch einmal in eine andere Richtung verbiegen? Wobei der Aufpreis zu einem Doppelweg Stab minimal ist!!

Wer eine '52 RI Tele kauft, will keinen modernen Halsstab, den hat Fender doch auch im Sortiment..

Der Fehler bei Fenderhälsen liegt oft darin, das ein Anker, also das Gegenlager im Holz, nachgibt.

Das Holz selber gibt nach...
 
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Hi,
würde auch eher mutmaßen, dass der Hals nicht so stark verzogen ist, sondern das Gewinde nicht mehr reicht weil das Holz am Gegenpart nachgegeben hat. Unterlegscheibe-Ok, doch oft gibt`s dann schnell wieder nach, da da schon zuviel Instabilität ist an der Stelle.
Hälse die wirklich so stark verzogen (und in diesem Zustand auch noch sehr starr-) sind laufen dann allerdings bei ultrafestem Anziehen des Trussrod in Gefahr, daß irgendwas reißt/bricht-entweder das Gewinde, oder der Trussrod oder der Hals selbst.

Selbst wenn man solche Kandidaten durch regelrechtes "Festknallen" des Trussrod wieder gerade bekommt stehen sie ungesund stark unter Spannung und bekommen nach einiger Zeit eine S-Form.

Deswegen rate ich immer vor dem Kauf einer Gitarre auszutesten wie fest der Trussrod angezogen ist, denn ein guter Hals sollte mit nur leicht angezogenen Trussrod in Form sein.

Ein Hals der für seinen Normalzustand schon stark gespannt werden muss kann sehr gut so ähnlich enden wie der in deiner Vintage Tele-das habe ich leider schon öfter erlebt.

Gruss,
Bernie
 
Wer eine '52 RI Tele kauft, will keinen modernen Halsstab, den hat Fender doch auch im Sortiment..



Das Holz selber gibt nach...

Nichts Anderes habe ich gemeint!
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Wer eine '52 RI Tele kauft, will keinen modernen Halsstab, den hat Fender doch auch im Sortiment..

Das ist Dummheit. Dann darf man sich auch nicht wundern oder beklagen....


Das Holz selber gibt nach...
 
doch oft gibt`s dann schnell wieder nach, da da schon zuviel Instabilität ist an der Stelle.

Na ja Holz lässt sich ja nicht unendlich komprimieren. Das funktioniert schon mit den Umterlegscheiben.

Nebenbei und weil der liebe murle1 es "Dummheit" genannt hat, oute ich mich mal als Verfechter der guten alten singletrussrods. In meinen Augen stellen sie das Optimum dar und doubleaction braucht man nur in einem schlecht gebauten Hals, denn in einem guten gibt es keinen backbow.
 
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....bekommt von mir einen Druck auf den "gefällt mir" Button, mit dem Hinweis, dass dem bei Westerngitarren nicht unbedingt so ist. Auf Grund der höheren Saitenspannungen sind die Hälse hier (je nach Hersteller) oft robuster und bleiben dann bei 011er Sätzen oder dünner oft einfach gerade, was bei Akustikgitarren die mit kräftigem Anschlag gespielt werden dann doch hörbares Scheppern verursacht. Um dann etwas "Bodenfreiheit" zu holen ist ne halbe-dreiviertel Umdrehung n die andere Richtung oft sehr segensreich.
Ich kenne einige oft auftretende Gitarristen, die 011er und sogar 010er Sätze spielen weil sie viele Soloparts in ihren Akustiksets spielen und hab deren Klampfen eingestellt. Ohne Double Trussrod wär das nicht möglich.

Gruss,
Bernie
 
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Frag mal bei UniCut Guitars nach, ob er nicht so etwas machen würde. Ich habe bisher sehr gute Erfahrungen mit dem Herrn aus Oberbayern machen können.
 
@OldRocker: Lass ich gelten den Hinweis, obwohl ich dünner als 12er auf Westerngitarren inakzeptabel finde. ;)
 

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