Suche polit-metal Bands

von Mr.Snoop, 08.01.05.

  1. Mr.Snoop

    Mr.Snoop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #1
    Hi

    Ich suche Metalbands die sich mit Politik in ihrer Musik beschäftigen ( Überwachung,Polizeistaat) Also so n bisschen punkmetal :rolleyes: (System of a Down)

    Kennt ihr noch weitere ?
     
  2. eL Tomo

    eL Tomo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #2

    warum suchste da metalbands...kannste punk der sich häufiger mit sowas beschäftigt als metal nicht ausstehen? :p
     
  3. Mr.Snoop

    Mr.Snoop Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #3
    Naja früher hab ich nur so Bands in Richtung Punk gehört. Ich hatte nur letztens die Toxicity Platte von System of a Down bekommen und fands sie genial .
    Halt so fette Gitarrenriffs gepaart mit politischen Texten . Deshalb suche ich solche Metalbands in Richtung der oben gennanten Band.. :rolleyes:
     
  4. clemens

    clemens Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #4
    Sehr empfehlenswert: das (fast schon Konzept-)Album Obsolete von Fear Factory.
     
  5. disillusion

    disillusion Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 08.01.05   #5
    ich würde sogar sagen, dass obsolete definitiv ein konzept-album ist!

    gerade in dem angesprochenen themengebiet (überwachung, polizeistaat) ist dieses album in seiner aufrüttelnden textlichen und musikalischen intensität höchst geeignet. neben einer spannenden und als gelungen zu bezeichnenden geschichte von burton c. bell bietet dieses album einige der nachdenklichsten lyrics in dieser szene: ein imposanter beweis für das kritische potential dieser musik.

    die zugrunde liegende problematik, die sich wie ein roter faden durch die geschichte des albums zieht, behandelt eigentlich ein paradoxon: die helfer, die wir einst riefen, um unser leben angenehmer und beschwerdeloser zu gestalten, diese schöpfung wendet sich immer mehr gegen uns, sie bringt uns einen schritt näher an den abgrund unserer kultur/zivilisation.

    bedeutsame, plakative statements wie "freedom or fire" beschreiben die hoffnungslosigkeit eines unterdrückten bürgers, der sich mit einem kraftvollen akt gegen die herrschenden missstände auflehnt. in der gegenwärtigen - von polizeirobotern und sicherheitskräften kontrollierten - umgebung empfindet die angesprochene person das leben nicht mehr als lebenswert.

    es sind in der person von edgecrusher auch durchaus fragmente christlicher symbolik und erzählstrukturen zu finden (in "resurrection" beispielsweise, ein sanfter, atmosphärischer track von ungeahnter getragenheit - eingebettet in ein korsett von aufrüttelnder aggression), er ist der erlöser, der messias des 21. jahrtausends. eine figur, in der viele menschen ihre hoffnung setzen und deren mut und entschlossenheit als lichtblick in einer von lethargie und gleichgültigkeit geprägten welt gilt. ein couragierter charakter, der ein leuchtendes beispiel für den widerstand der menschen gegen unterdrückung, resignation und die eigene vernichtung durch die maschinen darstellt.
    selbst der letzte absatz der einleitung von resurrection („[…] Now standing adjacent to the statue, he [edgecrusher, anm.] extends his arm with a curious hand to touch the tired-looking face of the forgotten man.“) beschreibt die eindrucksvoll und religiös-rituell aufgeladene bewegung des hand-auflegens, einerseits als beschützender gestus aber auch als segnung interpretierbar. in diesem fall ein letztes, bedeutungsschwangeres symbol für die menschheit vor der auferstehung des edgecrushers („[…] I must remove my skin to see belief in your eyes […]“).

    im musikalisch überragenden titeltrack "obsolete" - meiner meinung nach eine der gelungensten metal-kompositionen der neuzeit! - verschmilzt der verzweifelte schrei der menschheit ("[...] Man is obsolete! / Our world, obsolete! / Man is obsolete! / Erased, extinct! / Obsolete! [...]") gegen die degradierung zum blossen objekt mit der unbeugsamen energie von fear factory's industrial-artigen stakkato-riffing. das wunderbare, präzise drumming von raymond herrera bildet ein solides, maschinelles fundament für bell's wut- und aggressionsgeladenen vocals, die wie ein irritierender fremdkörper in dem technoiden industrial-death-metal von fear factory wirken. und dennoch ist es ein organisches album, ein musikalischer appell an die menschlichkeit in einer seelenlosen - von nullen und einsen regierten - welt.

    in hinblick auf das veröffentlichungsjahr 1998 sieht man in den zugehörigen texten erschreckenderweise viele entwicklungen bereits vorweggenommen, eine entwicklung, die ich im höchsten masse für bedenklich halte.

    ich möchte diesen beitrag mit einem ausserordentlich umsichtigen gedanken von benjamin franklin schliessen - und ihn als denkanstoss für die gegenwärtige generation verstanden wissen:
    "Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety."

     
  6. Comrade

    Comrade Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #6
    Vielleicht noch Rage against the machine und Downset....
     
  7. Steppenwolf

    Steppenwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #7
    Und vielleicht solltest du dir noch die Lyrics der neuen Ministry ansehen (die alten kenn ich nicht), wobei das soweit ich weiß Industrial ist...naja musst du dir selbst anhören ;)

    mfg Steppenwolf
     
  8. DEADdy

    DEADdy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #8
    ich wäre noch für die "alten" NAPALM DEATH,
    für MISERY INDEX (sehr geiler GRIND)
    und natürlich noch DYING FETUS...

    wär so das zeugs was mir einfällt auf der härteren schiene...

    ansonsten probierste ma SODOM und die "alten" KREATOR!!! sollte genug politisches zeugs drinne sein!!!!

    mfg heiko
     
  9. Willi

    Willi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #9
    Wie schon gesagt Napalm Death oder Dying Fetus.
    Ansonsten noch Nasum oder Extreme Noise Terror (falls man die zu Metal zähl).
    Es gibt vor allem im Grindcore Bereich gesellschaftskritische Bands.
     
  10. HellToPay

    HellToPay Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #10
    Assück - sehr geile Grind Band! In Punk/HC Mailordern danach suchen!!!
    Napalm Death - Die Grindcorelegende!
    Misery Index - Haben sich nach einem Assück Album benannt. Sehr coole Band.
    Nasum - Kennt mitlerweile ja wohl jeder
    Burnt by the Sun - Chaos Metal
    Uphill Battle - Chaos HC/Metal
    His Hero is Gone - Metallischer Crust
    Tragedy - Melodischer Crust - Hammerband!!!
    Wolfbrigade - metallischer Crust
     
  11. Aqua

    Aqua Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 08.01.05   #11
  12. hans maulwurf

    hans maulwurf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #12
    Brutal Truth
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  13. catrat

    catrat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #13
    ne menge punk/hardcore/crust/grindbands sind politisch, war ja früher auch mal mehr oder weniger eine szene. hör dir napalm death (anfangs eher der band crass ähnlich), extreme noise terror, world downfall (auf deren seite gibts ihr album komplett zum downloaden), crucial unit, lost world, dirty rotten imbecile (abgekürzt dri), discharge, disrupt, anthrax (hatten sich ganz früher aber ganz ganz anders angehört, als heute), filthkick etc an. da hast du erstmal was.

    edit: bri von doom und mantas von venom spielen jetzt auch zusammen in einer band.
     
  14. GRINDyourMIND

    GRINDyourMIND Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 08.01.05   #14
    Sepultura
     
  15. Peegee

    Peegee Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 08.01.05   #15
    Wow! Das ist ja schon fast eine Review, was du da geschrieben hast, David. Eigentlich zu schade solch ein klasse Statement ins virtuelle Nirvanna verschwinden zu sehen. Überlege dir doch mal, ob du das bereits Geschriebene nicht um ein paar Sätze zu Sound usw. ergänzt und dann als Review erstellst.

    Absolut! Sepultura haben es schon immer gut drauf gehabt, mit prägnanten Worten kritische Inhalte rüberzubringen.

    Auf der neuen Megadeth beschäftigt sich Herr Mustaine (wie schon so oft) recht kritisch mit unserem bürokratisch - geld- und machtgeilem System. Der Titel "The System Has Failed" ist Programm.

    Wenn es denn auch mal deutsche und mitunter auch sehr explizite Texte sein dürfen, stehen Schweisser ganz oben auf der Liste. Allerdings nehmen sie weniger die Politik, als eher die "ganz normalen" Auswüchse unserer Gesellschaft auf´s Korn. Angepasstheit, mangelnde Integrität, Ignoranz sind da nur Beispiele .
     
  16. clemens

    clemens Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #16
    @disillusion:

    Wow, danke für die ausführliche Abhandlung. Der Grund, dass ich "fast" geschrieben habe, war, dass ich das Album nur mehr als episodenhafte Zusammenstellung von Szenen eines Polizeistaates im Gedächtnis hatte. Erst als du es erwähnt hast, ist mir wieder eingefallen, dass im Booklet ja tatsächlich eine Rahmenhandlung erzählt wird. Du hast natürlich recht, es ist zweifelsohne ein Konzeptalbum. Muss es mir auf jeden Fall wieder mal bewusst anhören...

    Nochmal Lob dafür, gäb's mehr Leute von deiner Sorte, hätte die Metalszene nicht den Ruf, den sie hat...
     
  17. Subquisite.

    Subquisite. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #17
    sepultura
     
  18. pUnKy

    pUnKy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #18
    wenn's auch in die HC-richtung gehen darf:

    REFUSED (ganz große band!!!)
    DEATH BY STEREO
    DAYS IN GRIEF
    RAISED FIST
    ...
     
  19. Blubb

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    Erstellt: 08.01.05   #19
    ähm hallo? hier kommt ein punk-hörer der eher auf nu metal steht und dann kommt übelster grind wie nasum als empfehlung?

    ich sach mal Rage Against The Machine, neuere Sepultura
     
  20. JostVonSchmock

    JostVonSchmock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.05   #20
    Aus dem Bereich EMOCORE:

    THRICE
     
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