Tech21 MIDI Mongoose - Wer hat/kennt das Teil? Ist ein heißer Kandidat...

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Hallo zusammen,

ich besitze aktuell das Rocktron MIDI-X-Change, einen angenehm kleines, kompaktes MIDI-Umschalter. Man hat dort drei Taster: mit dem linken und rechten kann man schrittweise hoch oder runter, mit dem mittleren Taster aktiviert man den neu ausgewählten Programmplatz. Drückt man den mittleren Taster erneut ohne eine neue Programmzahl ausgewählt zu haben, springt man zum zuletzt aufgerufenen Platz zurück. Recht praktisch und auch halbwegs ausreichend. Allerdings nervt es doch ein wenig, wenn man einfach mal schnell umschalten will. In der Regel muss man eben erst den neuen Programmplatz wählen und dann "bestätigen". Ich hatte mir das Teil ausgesucht, weil es so schön klein ist. Mein vorheriges "MIDI-Floorboard" war das X-15 von ART: 10 gummierte Taster für Direktanwahl, zwei weitere zum Hoch- und Runterschalten der Bänke, zwei Expression-Pedale. Also ziemlich ähnlich wie das Behringer FCB1010.

Nun hätte ich evtl. doch gerne etwas mit Direktzugriff auf zumindestens einige Programmplätze. Nach einiger Recherche kam ich auf dieses Teil:


Das sieht mir vom Konzept her sehr clever aus. Statt zusätzlicher Taster für die Bänke ist das durch gleichzeitiges Drücken benachbarter Taster gelöst.
Manch einer schreibt, dass die Distanz zwischen den Tastern sehr gering wäre und man leicht aus Versehen zwei tritt... Nun, die Tasten beim MIDI-X-Change von Rocktron sind auch nicht unbedingt weiter voneinander entfernt soweit ich das grob beurteilen kann.

Hat jemand dieses MIDI Mongoose im Einsatz und kann etwas dazu sagen - oder auch schreiben, wie weit die Taster konkret voneinander entfernt sind?
Das Rocktron-Teil hat den Vorteil, dass es mit einem 7-pol-MIDI-Stecker auch mit Strom versorgt werden kann und ich nur ein einziges Kabel anschließen muss. Das ist mein MIDI Mongoose ja auch so gelöst. ;)

Also lasst doch mal hören, was ihr über das Teil denkt oder wisst. Vielen Dank schon mal... :)
 
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Ich habe kein Mongoose und kann deswegen nur aus den berichteten Features meine Meinung ableiten...

Positiv

zwei kalibrierbare Eingänge für CC#-Controller (Fuss-Controller)
Phantomspeisung über 7-poliges MIDI-Kabel möglich

Negativ

Anschlussbuchsen verteilt auf mehrere Gehäuseseiten
Kein MIDI_In, deswegen auch kein Feedback von einem anderen Effekt-Gerät über dessen aktuelle Einstellungs/Sound/Patch/Programm vorhanden (das Mongoose weiss nicht, welches Patch z.B. auf einem angeschlossenen Effekt-Multi eingestellt ist und umgekehrt.
Tastenabstand unter 6cm
Keine native Unterstützung für z.B. Boss GT-1000 (500 Patches im Boss und 127 patches im Mongoose anwählbar)
 
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suckspeed
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Danke für deine Antwort. Mein Rocktron MIDI-X-Change bekommt das auch nicht mit, was angeschlossene MIDI-Geräte gerade als Programmnummer eingestellt haben. Anders wäre es schöner, aber damit kann ich heute leben und wohl auch in Zukunft. Dass der MIDI-Anschluss seitlich ist und die anderen an der Rückseite, das muss nicht ein Problem sein. Kommt drauf an, wie ich das Teil am Ende positionieren werde. Lässt sich aber bei Bedarf auch umbasteln und ich habe auch einen 7-pol-MIDI-Winkelstecker.

Mir kam noch dieses Gerät ins Visier:

Harley Benton FXL8 Pro


Ist zwar umfangreicher vom Funktionsumfang, aber ich müsste die Looper-Funktionen ja nicht benutzen. Mir scheint es, dass man das Gerät auch einfach nur als MIDI-Umschalter benutzen kann, oder? Vielleicht kennt jemand das Teil ja auch?
Ist natürlich fast doppelt so breit... :(
 
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ich fand dass das Midi Mongoose für den Preis zu wenig bietet.
Auch finde ich die Bedienung ziemlich unpraktisch, weil diese 5er und 10er Sprünge nicht wirklich intuitiv sind. Da mitrechnen zu müssen ist IMO zu kompliziert und z.B. stressigen Momenten auf der Bühne. Wenn man die Reviews durchließt, wird auch von der Gefahr der Fehlbedienung berichtet, weil die Schalter sehr eng zusammenstehen.
Man kann tatsächlich lieber einen günstigen midi-fähigen Looper/Switcher nehmen, der entsprechend Programmierbar ist.

Diese Midi Leiste erscheint mir noch ganz interessant:

 
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Ja, diese Sprünge erfordern schon einiges an Planung, damit man das sinnvoll nutzen kann. Insofern ist das Teil sicher nicht ganz ideal, aber eben schön klein usw... Dieses Live-Logic-Teil hatte ich auch schon mal gesehen. Wenn man da allerdings den Standard-Modus nutzt, dann ist es auch nur teilweise besser. Man hat dann die beiden rechten Taster zum Hoch- und Runterschalten der Bänke und jede Bank hat dann 4 Presets im Direktzugriff. Naja, nicht viel weniger als die 5 beim Mongoose...

Das Teil hier könnte auch noch in Frage kommen:

 
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...aber Konfiguration über BlueTooth und nicht einfaches Schalten durch die Presets von 1-128 oder sowas. Hm, ist echt nicht leicht... Von Harley Benton gibt es noch dieses Teil, was eigentlich auch gut aussieht, klein ist usw... Aber man liest und sieht (YouTube) doch von zahlreichen Qualitätsproblemen...

 
suckspeed
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Hm, und zu dem Blackstar Live Logic habe ich in der Bedienungsanleitung nun auch das hier gefunden:
  • When in patch 1, pressing the Bank up (Switch 6) will change the patch to 5.
  • When in patch 4, pressing the Bank up (Switch 6) will change the patch to 8.
Das heißt, dass genau wie bei der MIDI Mongoose beim Bankwechsel direkt in ein anderes Preset geschaltet wird. Im Prinzip also die gleiche Beschränkung und Notwendigkeit, die Presets so zu legen, dass diese Bankwechsel "Sinn" ergeben beim Spielen. Ist sicher machbar und nicht zwangsweise ein Problem, aber die Freiheit, einfach die Bank zu wechseln und erst danach ein entsprechendes Preset aus der Bank aufzurufen, gibt es bei beiden Geräten nicht... Tja, ich meine zwar, dass ich mittlerweise so ziemlich alle Geräte gesehen habe im Bereich bis zu 200 €, aber ganz durch bin ich noch nicht. Sowas wie der Engl Z12 wäre vom Konzept her wohl das Richtige, aber ich wollte ja eigentlich was Schlankes und Leichtes...

 
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Sowas wie der Engl Z12 wäre vom Konzept her wohl das Richtige, aber ich wollte ja eigentlich was Schlankes und Leichtes...

Ich weiß, weder schlank noch leicht.
Aber wenn Du wirklich Tatsachen schaffen und danach Deine Ruhe haben willst, dann empfehle ich Dir, Dich auf dem Gebrauchtmarkt nach einem Rocktron MIDI Raider zu schauen.

Halt das Gegenteil von schlank und leicht, gebaut wie ein Panzer und unkaputtbar, aber alles an Board, was man jemals brauchen könnte: PCs, CCs, Einschleifweg für ein Expression Pedal, Bank- und Preset Mode mischbar, ebenfalls Phantomspeisung... und und und.
Hammer Gerät.
 
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Echte Bankwechsel gibt es bei MIDI sowieso nicht. Die Anzahl der Programme - PC# sprich Program Change - ist begrenzt auf 128 ... PC# 0...127. Die Bänke sind willkürliche Aufteilungen der Gerätehersteller, die herstellerabhängig oft über Continous Control CC# angewählt werden. Beim Boss GT-1000 wäre das CC# 32 , Wert 0...3. Bei vier Bänken a 125 Patches ergibt das insgesamt 500 Sounds. Das legt aber jeder Hersteller selbst fest.

Wenn man also einen genau passenden Midi-Controller für ein bestimmtes Gerät haben will, dann bleibt nur der Geräte-Hersteller, und wenn der nicht liefert DIY. Hab mich da auch mit einem Arduino durchgewurstelt. Von den Kosten her ca. 80€, plus handwerkliche Fähigkeiten und Programmieraufwand.

Im Board gibts eine tolle Anleitung für einen MIDI-Fav-Switch, der zwischen einem Favoritensound und einem vorwählbaren Sound umschalten.

https://www.musiker-board.de/thread...ierter-midi-fussschalter.590603/#post-7185896
 
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Jau, Bänke sind herstellerspezifische Erweiterungen oder Veränderungen. Ich brauche tatsächlich nur reines Umschalten innerhalb von 128 Programmen. Viele der MIDI-Footcontroller haben eben nicht 10 Tasten, sondern weniger und dadurch ergibt sich dann eben ein gewisses Schema für den Zugriff, was ich ohne Probleme in meinen MIDI-Geräten bei der Verwendung der Speicherplätze berücksichtigen könnte.
Ich bastele zwar auch gerne und habe auch einige Raspberry Pis in Benutzung, kenne auch einige Anleitungen zu MIDI-Fußschaltern mit Hilfe von Arduino oder Pi, aber so ein Projekt reizt mich nun aktuell nicht. Da will ich doch am liebsten was kaufen, was am besten für mich passt. Aktuell bin ich beim Harley Benton hängen geblieben. Qualitätsproblem hin oder her: das Teil ist schon sehr flexibel und auch noch recht klein. Das ist ein Kandidat, aber das Mongoose auch immer noch.

Und ja, @Pie-314 , ich weiß, dass du dieses Rocktron-Teil hast und liebst, aber ich will eigentlich erreichen, dass mein ganzes Pedalboard nicht größer als dein MIDI-Umschalter wird... ;) Ich habe in letzter Zeit ein paar Dinge angesammelt, die neben meinem Rack-Zeug auf einem Board vor mir bereit liegen sollten und da will ich eben einen schlanken Umschalter für die Presets meiner PatchMate und meines Replifex haben. Mehr nicht... Aber danke trotzdem. ;)
 
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Also lasst doch mal hören, was ihr über das Teil denkt oder wisst. Vielen Dank schon mal...
Zur Midigoose kann ich nichts sagen, aber zum Vorgänger dem "Midi Moose", welches ich seit ca. 10 Jahren im Einsatz habe (nicht zu verwechseln mit der Midi Mouse). Davor hatte ich übrigens fast 25 Jahre das ART X11 (welches heute noch funktioniert- und von mir auf Phantompower umgebaut wurde). Der Grund für den Wechsel war jedoch die Anordnung der Bank Up/Down Schalter welche sich beim Tech21 rechts befinden. Somit liegt #1 (mein 80% Sound) ganz links und ich kann z.B. vom Solosound #4 inkl. Pedalboost mit nur einen Tritt wieder auf #1 schalten und meinen Boost mit ausschalten.
Das Teil ist gebaut wie ein Panzer, hat Phantompower und ist nichtmal halb so groß wie das ART Teil. Der Schalterabstand ist wohl Standard, denn mein Valeton Dapper hat exakt die selben Abstände. Habe da noch nie auf zwei gleichzeitig gedrückt.

Die Midigoose hatte ich vor einiger Zeit auch ins Auge gefasst, damit ich bei der Erweiterung meines Board´s Platz spare. Auf die separaten Bank Up/Down´s wollte ich aber dann doch nicht verzichten, ergo: neues Board gebaut ;-)

Guten Gewissens 100% Empfehlung für Tech21 von mir!
 
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Moin!

In Sachen Midi auf uraltes Zeug zurückzugreifen ist in der heitigen Zeit nicht ratsam. Gerade in den letzten Jahren hat sich Midicontroller-mäßig einiges bei den doch eher konservativen Gitarristen getan.
Allen voran Morningstar Enginreeing mit dem MC3, 6 oder 8, dem Nachbau davon von Pirate Midi oder z.B. Jomlabs VLT1.
Klein, knuffig und gut programmierbar und auch ablesbar!

Source Audio hat mit dem Soulman auch mal ein eigenes Gerät herausgebracht.
Ich habe mein Equipment eine ganze Weile mit dem Jomlabs VLT1 geschalten. Das kannst du über Smartphone und Bluetooth "on the fly" programmieren und kostet um die 200,-
Es wurde allerdings inzwischen von einem Helix abgelöst. Das kann nämlich auch sehr gut Midi und klingt obendrein auch noch gut... ;-)

viele Grüße Matze
 
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Was ratsam ist oder nicht, das ist sehr individuell. Ich persönlich vertraue eher den einfachen und etablierten Lösungen. Dazu kann z. B. ein ganz einfaches MIDI-Schaltsystem gehören. Am liebsten unabhängig von irgendwelchen Handy-Apps usw. Die werden in 10 Jahren garantiert nicht mehr unterstützt werden, laufen auf den dann aktuellen Smartphones nicht mehr und in Folge ist die Hardware Schrott, solange man die Konfiguration weiter anpassen möchte/muss. Einen Standard-MIDI-Fußschalter kannst du heute genau wie vor 30 Jahren benutzen und er funktioniert weiterhin mit allen Geräten, die MIDI verstehen. Es läuft aktuell eine verwandte Diskussion hier im Board zum Thema "Moderne Amps", die teilweise auch über Software am Computer mit IRs "beschickt" und konfiguriert werden können. Das ist alles sehr nett und funktioniert erstmal, aber schau mal bei der übernächsten WIndows-Version rein. Lässt sich der ganze Kram dann überhaupt noch starten und mit der Hardware verbinden?

Danke für deine Hinweise, die für viele Musiker sicher auch super passen. Wie du schon lesen kannst, fühle ich mich am Ende sicherer auf der traditionellen Seite ohne moderne App-Anbindung etc. Insofern ist die "MIDI Mongoose" weiterhin ein heißer Kandidat, neben den sich das Harley-Benton-Teil gesellt hat. Aber ehrlich gesagt sind mit die Taster da - vor allem in der zweiten Reihe - zu eng beieinander. Im Sitzen oder auch mit der Hand auf dem Schreibtisch bedient klappt das sicher super, aber bei meiner Schuh- und Fußgröße ist das schon sehr mutig und hätte eher etwas mit Glücksspiel zu tun... ;)

Danke @Morloc für deine Antwort. Klingt von der Zuverlässigkeit her schon mal super. Das Einzige, was noch etwas gewöhnungsbedürftig ist: dass das Tech21-Teil beim Sprung +5, +10 usw. immer direkt schon die Nummer anwählt, statt nur in den entsprechenden Block zu bringen und auf den konkreten Tastendruck auf das gewünschte Preset darin zu warten... Ist sicher lösbar, aber ein wenig einschränkend schon auch. Das kann man beim Harley-Benton konfigurieren...
 
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So, ich habe noch etwas weiter gesucht und nachgedacht. Am Ende kam mir noch ein Boss FC-50 in den Sinn. Die Teile waren eigentlich auch sehr gut, vor allem auch mit relativ großen Fußtastern und so. Gibt es gebraucht relativ günstig, aber für das Umschalten der Bänke gibt es nur zwei kleine Tasten, die für die Bedienung mit den Füßen nicht vorgesehen sind. Habe bei YouTube gesehen, dass sich jemand oben links am Gehäuse noch zwei größere Fußtaster hingebastelt hat, die das Gleiche erledigen können. Sowas wäre auf jeden Fall sinnvoll und einfach zu machen.
Dann aber kam ich nochmal auf mein Anliegen zurück, dass ich das MIDI-Mongoose aufgrund der Größe ins Auge gefasst hatte. Also habe ich mal kurz den Platzbedarf (Fläche) der verschiedenen Kandidaten verglichen, was schon mal sehr hilfreich ist:

Rocktron MIDI-X-ChangeB: 22,9 cmT: 14,0 cmA: 320 cm²
Tech 21 MIDI MongooseB: 29,2 cmT: 6,3 cmA: 184 cm²
Harley Benton MP-100B: 28,6 cmT: 11,0 cmA: 314 cm²
Boss FC-50B: 42,3 cmT: 13,5 cmA: 571 cm²

Klar zu sehen: das Boss-Teil braucht deutlich mehr Platz, während das Harley-Benton-Gerät ungefähr gleich groß ist wie mein aktuelles Rocktron MIDI-X-Change. Nur das MIDI-Mongoose is deutlich kleiner und daher wirklich nochmal interessanter. Ich werde noch nicht sofort wechseln, aber jetzt weiß ich, was es werden wird, sollte es auf meinem Board, was ich mir bald mal bauen will, zu ungünstig oder eng werden... ;)
 
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In Sachen Midi auf uraltes Zeug zurückzugreifen ist in der heitigen Zeit nicht ratsam.
Das sehe ich auch anders. Auf Ebay Kleinanzeigen habe ich eine uralte Midi Leiste von Yamaha für 25€ geschossen, um mein Helix Stomp zu mehr Flexibilität zu verhelfen.
Da Ding ist gebaut wie ein Panzer und feuert einfach nur PC# 1-10, verteilt auf zwei Banke raus. Das reicht auch völlig um dem Modeler live die relevanten Sounds zu entlocken.
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Da Ding ist gebaut wie ein Panzer und feuert einfach nur PC# 1-10, verteilt auf zwei Banke raus. Das reicht auch völlig um...
Genau das meinte ich doch!
Die alten Geräte "feuern" eben nur ein paar feste PC- Befehle raus, bei CC´s hört es meist schon auf. Wenn das ausreicht, ist es doch super!
Komplexere Mehrgerät- Systeme und Parameter in Echtzeit verstellen können, ist in den letzten Jahren durch neue Geräte einfacher geworden. Man muss sich allerdings auch mit dem Thema "Midi" etwas beschäftigen...
Was anscheinend mittlerweile auch bei Gitarristen vermehrt der Fall ist ;-)

viele Grüße
Matthias

PS: Ich habe viele Jahre mit einer Nobels MF-2 gearbeitet und nur Presets geschalten, später kam dann eine Midimate hinzu. Da konnte man immerhin (fest einstellbare) CC´s schalten. Besagte Jomlabs VLT1 ging durch freie Programmierbarkeit dann noch mal einen Schritt weiter, genau wie es das Helix auch tut.
 
Grund: Vollzitat Vorpost reduziert
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Am Ende geht es doch um den Kosten Nutzen Faktor. Da sollte man sich IMO genau überlegen, was man überhaupt braucht. Ja, die neuen Sachen von Morningstar, Desaster Area oder gar RJM sind schon cool und ausgeschlafen, kosten aber so viel, wie Leute für ihr ganzes Pedalboard nicht ausgeben. Wenn man dann trotzdem nur drei weitere Schalter hat hilft eine freie Programmierung auch nur wenig.
(... und ok, optimistisch geschätzt, nutzen vielleicht 10% der Gitarristen, die ein etwas großeres Pedalboard nutzen, überhaupt Midi.
und von denen vielleicht noch mal 2% CC#s... :govampire: . Ich selbst habe mittlerweile insgesamt 5 unterschiedliche Pedalboards im Einsatz, die alle Midi nutzen. Aber bei keinem habe ich etwas über CC# zu steuern wollen/müssen. )
 
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Klar, je genauer man weiß, was man eigentlich braucht, umso treffsicherer kann man dann vorgehen. Meine erste MIDI-Fußleiste (ART X-15) konnte sowohl Program-Changes als auch einzelne Effekte in einem Preset mit MIDI CC aktivieren und deaktivieren. Mittlerweile habe ich ein Rocktron-Replifex, bei dem man Ähnliches machen kann. Vor allem die Tap-Delay-Funktion über MIDI-CC ist extrem sinnvoll. Also ich könnte MIDI CC schon gebrauchen, aber in geringem Umfang. Mir würden die beiden Anschlüsse für Expression-Pedale reichen, an die ich dann je einen Fußschalter und -taster anschließen würde, um zwei solche Dinge außerdem steuern zu können.
Mir ist bei solchen Geräten wichtig, dass ich sie auch noch in Zukunft benutzen kann. Da ist mir dann eine kryptische, aber für mich persönlich gut machbare, Konfiguration über ein kleines Display mit Hilfe von lustigen Tastenkombinationen wichtiger als die Konfiguration üer Smartphone oder PC-Programm, denn ersteres wird auch in 100 Jahren noch funktionieren, weil es einfach keine Abhängigkeit auf irgend eine moderne - kurzlebige - Technologie gibt. MIDI ist uralt und dennoch können entsprechende Geräte immer noch ziemlich problemlos miteinander kommunizieren. Das alleine zeigt eigentlich schon, wie wertvoll so eine stabile und verlässliche Technik ist.

Ok, zurück zum Thema: ich habe gestern mal mit Affinity Designer alle Pedale und Schalter hin- und hergeschoben, um eine Idee zu bekommen, wie groß das Board werden müsste, wie die Teile angeordnet werden können usw...
Dabei fiel mir auch auf, dass ich eigentlich für zwei Use-Cases bereit sein möchte: zu Hause mit Rack und MIDI, aber auch bei Bedarf einfach mal mit nur Pedalen und kleiner Endstufe los... Und dann kam auch schnell der Gedanke, dass man dann ohne MIDI-Zentrale gerne mal zwischen zwei oder drei Loops umschalten will. Zerrpedal mit Noise Gate, dann alternativ Fuzz mit vorgeschaltetem param. EQ, oder aber clean mit ein bisschen "Anfetten" durch ein anderes Pedal... Und bevor man dann noch eine Looper-Schaltung ins Spiel bringt, kam ich doch kurz wieder auf das oben schon gezeigte Looper-MIDI-Pedal zurück:


Das kann ja beides: MIDI-Program-Changes senden und/oder bis zu 8 Geräte/Pedale programmiert schalten. Das Teil ist recht schmal in der Tiefe, dafür etwas länger... Muss ich nochmal genauer anschauen, aber im Prinzip wäre das eine Option, die auch für den "nur-Pedal-Betrieb" super geeignet wäre, weil man vordefinierte Pedal-Kombinationen einfach und schnell umschalten könnte. Was auch nett ist: das Teil schaltet bei einem Bank-Wechsel nicht direkt in ein anderes Preset um, sondern wartet auf das Auswählen eines konkreten Presets in der neuen Bank. Das gefällt mir auch ziemlich gut.

Ich habe dann auch mal die technischen Daten angeschaut und aktualisiere die Tabelle von oben mal hier um dieses Gerät:

Rocktron MIDI-X-ChangeB: 22,9 cmT: 14,0 cmA: 320 cm²
Tech 21 MIDI MongooseB: 29,2 cmT: 6,3 cmA: 184 cm²
Harley Benton MP-100B: 28,6 cmT: 11,0 cmA: 314 cm²
Boss FC-50B: 42,3 cmT: 13,5 cmA: 571 cm²
Harley Benton FXL8 ProB: 54,1 cmT: 6,7 cmA: 362 cm²

Wie man unschwer erkennen kann, nimmt dieses FXL8 noch etwas mehr Platz ein als mein aktuelles Rocktron-Teil, aber das wäre ok... Allerdings wollte ich das Board nicht unbedingt breiter als 55-60 cm machen und links sollte das Wah-Wah stehen. Das wäre mit diesem langen Teil nun kaum zu schaffen. Das Wah-Wah hinter das FXL8? Hm... Irgendwie nicht so gerne... Ach ja, irgendwas ist ja immer, was nicht passt... Nochmal etwas überlegen...
 
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So, nachdem ich nun also ein wenig mehr am Computer meine Pedale und Umschalter herumgeschoben und angeordnet habe, habe ich mich für eine Pedalboard-Breite von 60 cm entschieden. So passt alles gut drauf - und zunächst bleibe ich bei dem Rocktron MIDI-X-Change, würde aber evtl. später auf das MIDI-Mongoose umsteigen.
Zum Pedalboard: erst wollte ich einfach eins bauen. Ist ja kein Akt. Aber ich würde es auch gerne im Fall der Fälle transportieren wollen, also hatte ich nach einer Tasche geschaut. 60 cm Breite ist nicht unüblich und dazu denn 30 cm Tiefe. Eine Tasche fand ich für 89 € glaube ich. Aber ein Set von Palmer mit Pedalboard und Tasche fand ich für 69 €. Das Pendant von Harley Benton mit Tasche gibt es sogar für 59 €. Also habe ich mal zugeschlagen, denn für das Geld inkl. Tasche wäre das dumm, etwas selbst zu basteln.
Vorerst ist meine MIDI-Fußschalter-Recherche also abgeschlossen. Jetzt wird dann mal das Board mit den vorhandenen Teilen bestückt und dann benutzt.
Danke für all die Anregungen und Inspirationen. Das hat auf jeden Fall geholfen, die Optionen kennen zu lernen usw...
 

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