Vorstellung Selbstbau Projekt MIDI Controller für Boss RC500

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Hallo, für einige die es Interessieren könnte stelle ich hier einmal die Bauphase für
mein selbstgebauten Boss RC500 Controller vor:

Die Idee:
Ich hatte mir einen Boss Looper RC 500 gekauft, um hiermit zu Hause mal eben
ein wenig Jammen zu können, oder einfach mal ein Paar Ideen auf der Gitarre abzuspeichern.

Den Looper fand ich nach einer kleinen Eingewöhnungsphase in die Bedienung
absolut klasse, allerdings mit einigen kleinen Schwächen in der Bedienung (hierzu später mehr).

Eine schnelle Begeisterung stellte sich nach dem Antesten der Drum Patterns ein.
Der RC 500 hat absolut viele Funktionen und Einstellmöglichkeiten an Board, das Problem ist nur,
das hier alles mit nur drei Tasten + die Möglichkeit eines externen Doppeltaster anzuschließen zu bedienen ist.
Die Drum Patterns und Drum Kits lassen sich dann nur umständlich durch die kleinen Bedientasten und einem
Rotary Encoder verstellen.
Ich hatte aber keine Lust, mich beim Bedienen der DrumPatterns ständig zu bücken.
Aber: Der RC 500 hat wahnsinnig viele Möglichkeiten das Gerät per MIDI zu steuern.
Ein günstiger Harley Benton MIDI Footcontroller, den ich bestellt hatte, hat leider den erwünschten Erfolg nicht gebracht,
und die Controller, die den nötigen Funktionsumfang bieten, wie ein Morningstar MC-8, kosten ein mehrfaches des Loopers.


Also: SELBSTBAU!:


Erste Schritte:
Hier habe ich ein wenig getüftelt, welche Funktionen ich überhaupt am Fußtaster benötige. Der Looper bietet die Möglichkeit,
bis zu 8 Funktionen per MIDI zu steuern.
Hier habe ich mich für folgende Kontrollfunktionen (beim Boss Looper heissen diese Assigns) entschieden:
Bank+, Bank-, Drum Pattern+, Drum Pattern-, Drum Kit, Drum Start/Stop, Drum Variation und Drum Fill.
Die Funktion Track 2 Record/Play/Overdub und Track 2 Stop/Clear habe ich hier über
die Externen Control Switches des Loopers gelöst, da diese Kombi-Funktionen, wie sie auch durch die drei Taster am Loopers zu
bedienen sind nicht per MIDI zu steuern sind!
Mit einem alten AKAI MIDI Controller habe ich erst einmal alle Funktionen angetestet, und bin hier auch gleich auf einige Probleme gestossen:
Die MIDI CC Befehle für die Drum Patterns sind hier nicht linear aufgebaut, also Pattern 1 auf MIDI CC Value1, Pattern 2 auf MIDI CC Value2 u.s.w. .
Hier sind die Patterns mit unterschiedlichen Abständen in den Werten aufzurufen.
(die Werte gebe ich weiter unten noch an)
Ebenso verhält es sich mit den Drum Kits. (Auch hier nachher die Werte, die ich beim Programmieren verwende).
Mir war hier noch unklar, das, wenn man per MIDI Befehl z.b. Drum Start/Stop aktivieren möchte, beachten muss, das man hier zuerst einen Value wert
von mindestens 64 senden muss, und danach wieder den Value wert 0.
Das hat mir beim Testen das meiste Kopfzerbrechen gemacht, konnte aber dank einiger Forenmitglieder durch Ihre tollen Tipps gelöst werden. (Hier noch einmal
vielen Dank dafür!!).

Der Aufbau:
Aufgebaut und Programmiert habe ich alles mit einem Arduino Nano, (der nach der Erfindung des Rades, des Feuers und der Wiederverschliessbaren
Käseverpackung eine Bomben Erfindung ist) und einem kleinen TFT SPI Display auf einem Rest Lochrasterplatte.
Beim Nachbau würde ich hier dazu Raten, den Arduino wie hier mit Steckbuchsen aufzustecken, und nicht zu verlöten,
damit ein eventueller Tausch schnell möglich ist.
Ich habe mich bewusst für einen fertigen Arduino entschieden.
Den habe ich bei einigen anderen Projekten mit einem AtMega 328 als Arduino-Nachbau realisiert, macht hier aber nicht wirklich Sinn,
da der Arduino Nano etwa 12 Euro kostet, und der Nachbau mit AtMega + Quartz, zwei Spannungsreglern und ein paar Kleinteilen
bei etwa 8 Euro liegt. Da hatte ich keine Lust für 4 Euro Ersparnis stundenlang eine Platine zu fertigen.
(Bei den Reichhaltigen Platzverhältnissen hätte es auch ein Arduino UNO getan.)

Bevor ich alles in ein Gehäuse eingebaut habe, stand erst einmal ein 1:1 Testaufbau an, um die Funktionen und Lage der Taster auszuprobieren.
( Hatte ich leider vergessen, ein paar Bilder zu machen.)
Leider ist die Größe des Gehäuses hier nicht ganz Optimal, da es etwas zu hoch ist, und um einen größeren Tastenabstand zu realisieren,
etwas breiter sein könnte.
Es ist aber das Größte Gehäuse, welches ich auf dem Markt gefunden habe.:cry:
Wenn jemand hier Alternativen hat, bitte schreiben!!


DSC03421.JPG

Hier die Lochrasterplatte mit allen Anschlußdrähten. Die Relais sind hinzugekommen, um aus den schließenden Tastern offner zu machen...


Beim Testaufbau muste ich leider auch feststellen, das die CTL1/CTL2 Buchse des RC500 nicht mit Schliesser, sondern mit Öffnerkontakten arbeitet!
Ich hatte mir aber 10 einfache schließende Taster bestellt. Deshalb sind auf der Lochrasterplatte noch zwei kleine Wechsler-Printrelais verbaut.
Die Wechsel-Fußtaser, welche ich auf dem Markt so gefunden hatte, waren aber auch fast doppelt so teuer, und erzeugten beim Treten
immer ein deutliches mechanisches Schaltknacksen, weshalb ich mit meiner Wahl absolut zufrieden bin.

Bei der Konfektionierung der Rückseitigen Buchsenleiste konnte ich ein kleines Manko des RC500 beseitigen: Der hat nämlich keinen Ein/Ausschalter.
Hier habe ich eine Hohlsteckerbuchse für den Spannungseingang und eine für den Ausgang zum Looper mit einemSchalter versehen,
um beide Geräte mit einem Schalter zu bedienen. Hinzu kommt eine 6,3 mm Klinkenbuchse für die Schaltfunktion der CTL/1+CTL/2 Buchse.

Bei der Wahl des MIDI Ausgangs habe ich mich hier wie auch am Boss Looper für eine 3,5mm Klinkenbuchse entschieden,
um hier ein günstiges Klinke-Klinke Kabel beim Anschließen zu verwenden.
Ich kann leider nicht nachvollziehen, warum Boss hier eine Klinkenbuchse verwendet, die ja auch nicht der MIDI-Norm entstpricht.
(Vielleicht soll hier das benötigte Boss Klinke/5Pol. DIN Adapterkabel absolut überteuert an den Mann gebracht werden).
Kleiner Tipp: MIDI Kabel für 2,50 Euro und Klinkensstecker für 1,- Euro kaufen und selber löten!

Die Programmierung:
Programmiert ist alles über die Arduino Programmier-Plattform, welche sehr einfach für MIDI Funktionen zu adaptieren ist.
Hier habe ich folgende Werte für die Tasten angenommen(MIDI Kanal 1):

- Bank+ MIDI#CC 1 Wert127 beim drücken, Wert 0 beim loslassen
- Bank- MIDI#CC 2 Wert127 beim drücken, Wert 0 beim loslassen
- Pattern+ MIDI#CC 3
- Pattern- MIDI#CC 4
Hier werden folgende Werte beim drücken hoch- oder heruntergeschaltet:
0,2,4,6,8,11,13,15,17,19,22,24,26,28,31,33,35,37,39,42,44,46,48,51,53,55,57,60,62,64,66,68,71,73,75,77,
80,82,84,86,89,91,93,95,97,100,102,104,106,109,111,113,115,117,120,122,124,126.
(Als Array im Arduino gespeichert)
- Drum Kit MIDI#CC 5
beim drücken werden hier nacheinander folgende werte gesendet:
0,8,17,26,35,43,51,59,68,76,85,94,102,110,118,126
(Als Array im Arduino gespeichert)
- Drum P/S MIDI#CC 6 Wert127 beim drücken, Wert 0 beim loslassen
- Drum Fill MIDI#CC 7 Wert127 beim drücken, Wert 0 beim loslassen
- Drum Variation MIDI#CC 8 Wert127 beim drücken(Var B), Wert 0 beim loslassen(Var A)
(Achtung: Drum Var greift erst, wenn der MIDI Befehl zum Beginn
des Taktes anliegt, Drum Fill hat scheinbar nur bei der Drum Variation B
eine Auswirkung, wenn diese angewählt wird).

Die Kosten:
Gehäuse: 23,-
Arduino Nano: 12,-
10 Fufltaster: 22,-
TFT Display 7,-
Stecker, Buchsen, Kleinteile u.s.w. 5,-
= Summe 69,- Euro (Etwa die Kosten eines Boss Doppel Fußtaster)

Hier noch einige kleine Verbesserungswünsche für den Looper :
- Leider nur 8 Assigns verfügbar, bei dem reichhaltigen Funktionsumfang
können es ein Paar mehr sein.
- Die Assigns sind immer auf die einzelnen ProgramBanks zu Programmieren.
Hier wünschte ich mir auch einige Assigns, die "Global", also
auf alle Programmbänke gleichermaßen zugreifen.
- Beim Umschalten der Programmbänke gibt es scheinbar keine Möglichkeit
immer auf die aktuellen Werte der Track 1+2 Lautstärkepotis zuzugreifen.
(vielleicht habe ich das auch übersehen)
- Kein Ein/Ausschalter
- Ungewöhnliche MIDI Buchsen
- Leider keine Boss Editier Software (Die gibt es nur als Download von Dritten auf Github).

Mal sehen, ob vielleicht irgendwann eine neue Firmware mehr Möglichkeiten bietet.

Zu guter letzt muss der Looper auch auf alle Assigns programmiert werden.
Hier habe ich mir die erste leere Memory Bank gesucht, dort alle Assigns eingestellt, und die Bank auf alle
vorhandenen leeren Bänke kopiert. Bei den bespielten Bänken ist dann etwas Fleiss gefragt, hier habe ich
alle Werte Einteln geändert.

Hier noch die Bilderstrecke:


DSC03424.JPG
Per Zeichenprogramm die Bohrschablone auf Selbstklebende Folie gedruckt, und aufgeklebt.
Geht schneller als alles auszumessen und mit Edding zu markieren

DSC03427.JPG
Alles gebohrt und den Displayausschnitt gesägt.
DSC03433.JPG
Für mich die schlimmste Arbeit: Lackieren:mad:
Zuerst schleifen, dann grundieren und den Lack auftragen.
Ist nicht ganz so doll geworden, ist an einigen Stellen etwas zu dick(kleine Läufer).
Ich kann scheinbar aber besser Fotografieren als Lackieren, denn auf den Bildern sieht man nichts davon...
DSC03435.JPG
Die Beschriftung habe ich auf einer Wassertransfer Folie ausgedruckt und aufgebracht.
Anschließend alles mit Klarlack versiegelt.
DSC03436.JPG
Einbau der Elektronik , Schalter, Buchsen und des Displays,
dann alles verlötet.
DSC03440.JPG

DSC03438.JPG

Endlich alles Fertig...

DSC03444.JPG DSC03445.JPG DSC03446.JPG
Im Display wird dann der Name des Drum Pattern und des Drum Kits angezeigt, welches grade Aktiv ist.
Wenn Drum Fill und Drum Variation gedrückt sind, ändert sich dafür im Display die Farbe.

Den Sketch habe ich mal als Textdatei angehängt.
Gruß an alle hier im Forum!
Andreas
 

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Cool....jetzt brauch ich nur noch einen RC 500 und Deinen Scetch...
 
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Beim Sketch kann ich helfen, habe ich als Textanhang gesendet,
der RC500 fürchte ich wird dann Dein Problem werden...
 
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Kay B.
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Moin Holzauge, Super Projekt, der RC-500 ist schon gut, kann aber immer noch Verbesserungen gebrauchen.

An einer Stelle schriebst Du „Achtung: Drum Var greift erst, wenn der MIDI Befehl zum Beginn
des Taktes anliegt, Drum Fill hat scheinbar nur bei der Drum Variation B eine Auswirkung ..“.
Meine Erfahrungen sind dazu, dass in der Tat die Variation erst zum Taktanfang umschaltet, Der Rhythm-Fill (als momentary) kommt nur, wenn der Befehl nicht! auf der „1“ kommt (dann kommt entsprechend langes Fill bis zum Taktende (bei mir in beiden Variationen)) eigentlich genial gelöst. So können Variation und Fill auf einen Schalter gelegt werden.
Kay
 
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Hallo,
das Dilemma ist leider, das hier der Hersteller keine Angaben über diese Funktionen macht.
Da heisst es probieren und Testen. Dass ist leider oft seeehr mühselig.

Andreas
 
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Sehr schöne Anleitung, die natürlich bekekst werden musste!
Ich nehme an, du hast ein Hammond Alu Druckgussgehäuse verwendet. Die mag ich sehr, weil die sich super bearbeiten lassen.

Du hast ein Grafik-Display verwendet. Welches?
Ein Problem damit ist ja, dass die für ihre Text-Fonts recht viel Speicher brauchen und damit die Microprozessoren schnell vollstopfen. Oder hat das seine Fonts intern? Dann wäre es sehr interessant für mich.
 
Holzauge
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Hallo,
ich habe hier ein 1,8" TFT ISP Display verwendet (war glaube ich von AZ delivery).
Text Fonts ist hier kein Problem, da ich eine einfache Library verwende, die eh nur eine Schriftart hat.
Für andere Projekte hatte ich OLED Displays verwendet, die brauchen schon mehr Speicherplatz.

Das Gehäuse ist in der Tat von Hammond, leider gibt es hier keine gute Auswahl in dieser Größe.
Das Teil hätte gerne etwas flacher und deutlich breiter sein können.
Im Nachhinein würde ich evtl einen Rest flachen Alu-Brüstungskanal verwenden.
 
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Moin,
sehr sehr geil, Danke.
Lg
 
Holzauge
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Ein Problem damit ist ja, dass die für ihre Text-Fonts recht viel Speicher brauchen und damit die Microprozessoren schnell vollstopfen. Oder hat das seine Fonts intern? Dann wäre es sehr interessant für mich.
Falls der Speicher zu viel Platz benötigt, lösche ich einfach in der Library alle nicht benötigten Schriftarten und nicht benötigte Displays raus.
Das Spart extrem viel Speicher!
 
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Tolles Projekt!
Das sieht doch alles ziemlich amtlich aus- hättest du nicht geschrieben, dass du es selbst lackiert hast, hätte ich nicht nach den Lacknasen gesucht;)!
Gute Verkabelung!

Bei mir liegt noch ein ähnliches Projekt auf der Werkbank- ein Midi Controller für den HX Stomp! Auch mit einem Arduino ( die beste Erfindung nach dem Rad!).
Denn wie du schon geschrieben hast- ist mir ein Morningstar leider zu kostspielig.
 
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Müsste ich mir mal anschauen, ob man so den Beatbuddy nicht noch etwas komfortabler bedienen könnte. Der Beatbuddy liefert von Haus aus auch nur die Option eines Doppelfußschalters, mit dem man aber auch immer noch relativ eingeschränkt ist. Programmchanges kommen bei mir vom iPad über WIDI Master, und ich könnte vermutlich auch noch einige Controller oder so steuern, aber mit dem Fuß ist schon komfortabler, vor allem, wenn man beide Hände üblicherweise am Instrument hat.
 
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Die Details zur Nutzung der Wassertransferfolie interessieren mich. Wie aufwändig und stabil ist das?
 
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Die Details zur Nutzung der Wassertransferfolie interessieren mich. Wie aufwändig und stabil ist das?
Hallo Reinhard.
Ist eigentlich kein Problem:
Die gewünschten Beschriftungen einfach auf die Folie ausdrucken (habe ich mit einem Laserdrucker gemacht), und dann die Folie in
Wasser einweichen, bis die sich vom Trägerpapier löst und vorsichtig aufs Werkstück schieben.
Ist ziemlich fummelig, die Folie dann anzudrücken und zu fixieren. Wenns etwas zu nass ist, verschiebt sich das alles sehr gerne.
Die Decals sind aber nicht Kratzfest. (Sind ähnlich der Decals die ich aus meiner Jugend noch von den Revell Plastik Modellfliegern kenne).
Wenn alles gut getrocknet ist, schütze ich alles noch mit einem Klarlack. Hier nehme ich gerne Klarlack, der eigentlich zum Versiegeln von
Kfz-Felgen gedacht ist, der ist extrem kratzfest. Da sollte man erst 1-2 mal ganz leicht drübernebeln, und gut zwischendurch trocknen lassen.
Bei meinen ersten versuchen hatte ich den Lack zu dick aufgetragen, und dann hatten sich einige Decals leider leicht am Rand gelöst und sind
dann leider etwas verzogen...
Ich habe die Erfahrung gemacht, bei größeren Beschriftungen die Decals nicht in zu großen Einzelstücken zu verkleben, die lassen sich extrem blöd
verarbeiten. Lieber mehrere kleine Decals aufkleben.
 

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