Technik für sauberes Umgreifen von Powerchords

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Hallo,

bin erst seit 1 Monat am spielen und habe darum eine ziemliche beginner Frage, konnte aber nicht wirklich was finden wo das erklärt wird.
Ich lerne gerade power chords und kann sie schon gut greifen, ebenso das Abdämpfen der unteren seiten mit dem Zeigefinger klappt ganz gut.

Jedoch etwas sehr Grundlegendes wird in den Videos nie erwähnt:

Wie wechselt man zwischen powerchords um sauber zu klingen? Es wird immer nur erklärt wie man sie statisch greift.

z.B.
Ich spiele einen powerchord auf der tiefen E seite 5 Bund und will zum 7 Bund powerchord wechseln.
Was ist die Technik für den Wechsel, lasse ich alle Saiten los und hüpfe sozusagen dahin? Wenn ja wie macht man das ohne das die saiten klingen?
Das muss ja sowieso so geschehen wenn man z.B. von der E Saite auf die A Saite geht oder?

Oder vermindere ich nur den Druck auf die Saiten und slide auf den 7 Bund, irgendwie ohne einen sound zu machen? Wie geht das ohne Geräusche?

Irgendwie egal was ich mache es gibt immer einen ton, entweder wenn ich die saiten loslasse davon, oder wenn ich slide hört man das sliden leicht?
Ich habe jetzt schon (zum cheaten) mit meinem Handballen gemuted zwischen den chords, aber das scheint mir nicht richtig zu sein weil ich will ja denk ich die Töne nicht "abkappen" währen des wechsels.
Oder fehlt es mir einfach an Geschwindigkeit dass man das dann garnicht mehr hört weil die Töne so schnell aufeinander folgen?

Ich würde mit das nur gern in Zeitlupe vorstellen können das ich weiß wie ich es lernen soll da ich ja noch sehr langsam bin.

Danke und sorry für die dumme Frage :)
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Hab doch noch einen ähnlichen Thread gefunden: https://www.musiker-board.de/threads/problem-bei-powerchords.328429/

Ist somit wahrscheinlich hinfällig, sehe aber keine löschen Button irgendwo!
 
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Ich würde dir empfehlen entweder einen Gitarrenlehrer aufzusuchen, oder wenn das nicht geht einen Onlinegitarrenkurs zu buchen.
Aus meiner Sicht ist es sehr wichtig, gerade zu Beginn die Techniken richtig zu lernen. Ein Umlernen ist immer sehr zeitaufwändig.
 
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Ungewollten Griffgeräuschen begegnet man mit Abdämpfen. Dies geht sowohl mit der linken als auch mit der Rechten Hand.

Allgemein kann man das nicht beantworten, es hängt natürlich davon ab. welchen Sound man erreichen will. Manchmal will man die Akkorde oder Töne verbinden und manchmal will man eben dem Wechsel eher Stakkato-Artig haben.
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Ich habe jetzt schon (zum cheaten) mit meinem Handballen gemuted zwischen den chords, aber das scheint mir nicht richtig zu sein weil ich will ja denk ich die Töne nicht "abkappen" währen des wechsels.

Naja.. doch. Wenn Du nicht willst, dass der Übergang hörbar ist, muss Du eben dämpfen.
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Oder vermindere ich nur den Druck auf die Saiten und slide auf den 7 Bund, irgendwie ohne einen sound zu machen? Wie geht das ohne Geräusche?
Damit dämpfst Du dann mit der linken Hand.
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Oder fehlt es mir einfach an Geschwindigkeit dass man das dann garnicht mehr hört weil die Töne so schnell aufeinander folgen?

Klar spielt die Geschwindigkeit und Zielgenauigkeit eine erhebliche Rolle.

Ich denke, Du bis da gar nicht so sehr auf dem falschen Weg. Teste einfach mal die bereits von dir beschriebenen Techniken weiter und gucke, welchen Klang Du damit erzielst, wenn Du zunehmend genauer wirst.
 
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Du kannst auch die offenen Saiten zwischendurch anschlagen. ;)

Klassikerriff, in dem das passiert: Smells like teen Spirit.

Wenn du ungewollte Töne hingegen vermeiden willst, empfehle ich dir eine einfache Übung (am besten mit Metronom, sehr langsam):

Powerchord 1. Bund greifen und 2x oder 4x anschlagen und dann einen Bund nach rechts rutschen. So weiter bis zum 12. Bund und dann wieder retour.
Das üben üben üben.
Dann Tag 2: einen Bund auslassen, dann 2 Bünde usw usf.

So habe ich damals im Gitarrenunterricht Barree lernen müssen und nach einer Weile war das Thema relativ egal.
 
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Wie die Vorkommentatoren richtig erwähnt haben, hängt es vom Künstler bzw. Musikrichtung ab, wie umgegriffen wird. Manche machen aus fast jedem Umgreifen einen Slide (ein Paradebeispiel aus meinem Gitarrenunterricht ist Lenny Kravitz - Fly Away). Andere Stücke (z.B. The Offspring - Pretty Fly) profieren davon, wenn man wenig Zwischentöne reinbringt.

Mein Rezept für's "leise" Umgreifen: Den Druck weitestgehend von der Seite nehmen, sodass die Finger nur minimal aufliegen. Ganz abheben würde ich nicht: Der leichte Kontakt dämpft Restschwingungen, plus du hast eine Führung für die Finger. Man hört dann zwar ein leichtes "Wischgeräusch" der Finger. Aber: Durch den Tonwechsel wird das gut kaschiert.

Die wichtigste Regel beim Umgreifen: Wenn der neue Akkord mit einem neuen Takt zusammenfällt, dann musst du den neuen Akkord gleichzeitig mit dem ersten Schlag spielen, und nicht erst einen Hauch später. Ein schlechter Rhythmus stört mehr als ein paar Nebengeräusche.
 
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Hast Du nur einen Zeigefinger an der linken Hand ... Du könntest z.B. auch den Mittelfinger oder Ringfinger zum Greifen des Akkordes auf dem 7. (höheren) Bund nehmen. Sliden musst Du dann nicht. Powerchords sind ja meist nur über 3 Saiten gespielte Akkorde.

Aber wie schon hier im Thread schon angesprochen wurde ... suche Dir zumindest zum Anfang einen Lehrer. Einen Onlinekurs würde ich da nicht nehmen, weil Dir da keiner sagt, ob Du Deine Gitarre richtig hältst und richtig greifst. Und ganz wichtig (hab ich leider nie richtig gemacht) ... lerne zumindest, wo welche Noten auf dem Griffbrett und auf dem Notenblatt zu finden sind.
 
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Bin ja im Vergleich zu den anderen hier auch eher der Newbie, aber was mir beim Thema "Nebengeräusche" sehr geholfen hat, war klares Durchdenken und laaaangsames, konzentriertes Üben der verflixten Mikrobewegungen. Also die Moves, die Deine Finger machen um

1. entweder die Saiten zu dämpfen, nachdem Du den Ton (oder Chord) gespielt hast und die Hand woanders hin bewegen willst. So soll's eigentlich sein...

2. oder die blöden Nebengeräusche produzieren, hängenbleiben beim Anheben, das "quieeeek" beim Sliden auf den Umwickelten Saiten oder die Fingerkuppen nicht sauber aufgesetzt und die Nachbarsaite mitgenommen. So soll's eigentlich nicht sein...

Muten mit der rechten Hand ist sicher auch wichtig, aber erst mal hab ich mich auf die Greifhand konzentriert und mich bemüht wirklich sauber zu greifen. Das geht dann eh wieder teilweise verloren, sobald's etwas schneller wird. Aber erstmal wirklich experimentieren, wieviel Druck brauch ich überhaupt, wie bring ich die Saite nach dem Ton zum Schweigen, wie slide ich, ohne dass es "quieeek" macht usw. und krieg ich das auch noch hin, wenn's schneller wird. Überhaupt hat man als Anfänger vieeeel zu viel Druck auf den Fingern! Das ist eine der Hauptgründe für unschöne Nebengeräusche.

Also mach das ruhig erstmal extrem langsam, wiederhole es, so dass du ein Gefühl dafür entwickelst. Ist kein Hexenwerk und wenn Du dir die Zeit nimmst, das von Grund auf anzugehen, kriegst du das auch locker hin. Ne ziemlich flache Saitenlage hilft dabei sehr, der Rest mach die Routine und regelmässiges Üben.

Und zu den Fingern selber: Wenn Du noch nicht so lange spielst, musst du auch erst mal rauskriegen, wie du die Maniküre machst. Klar, die Nägel müssen sehr kurz sein. Aber auch nicht zu kurz, denn du brauchst sie z.B. beim Bending. Die Hornhaut wird am Anfang grob und rissig sein, die schmirgelst du immer etwas ab mit ner Feile und cremst sie schön ein. Fingernägel an den Ecken schön abrunden, damit bleibt man sonst leicht mal hängen.

Kleine Übung: Spiel nen Powerchord, dann nehm den Druck von der Hand, dass die Finger auf der Position bleiben aber den eben gespielten Akkord dämpfen, so dass "Ruhe" ist. DANN hebst du sie an (ohne irgendwo hängen zu bleiben) suchst die neue Position und lässt sie dann präzise auf dem nächsten Chord runter, wieder ohne irgendwo hängen zu bleiben und spielst den nächsten Chord.
 
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Sauberes Spielen ist etwas, das dich viele Jahre – wenn nicht Jahrzehnte – begleiten wird. Das braucht Zeit. Sehr viel Zeit.

Den ersten wichtigen Schritt hast du aber schon gemacht: Du achtest bewusst darauf. Du glaubst gar nicht, wie viele (auch fortgeschrittene) Gitarristen unsauber spielen – im negativen Sinne – ohne es überhaupt zu merken.

Unabhängig davon würde ich dir einen Lehrer empfehlen, zumindest ab und zu ein paar Stunden. Ein gutes Feedback von außen kann enorm viel beschleunigen.

Zusätzlich kannst du Folgendes üben:
Spiel einen Powerchord und stoppe ihn bewusst. Probiere dabei verschiedene Techniken aus:
  • Abdämpfen mit der Anschlaghand
  • Abdämpfen durch Lösen des Drucks mit der Greifhand
  • gezieltes Stoppen mit einzelnen Fingern
Experimentiere damit, nimm die Unterschiede wahr und achte darauf, wie es sich anfühlt. Ziel ist, dass diese Bewegungen irgendwann automatisch passieren, ohne dass du darüber nachdenken musst.

Wenn du das täglich für ein paar Minuten isoliert und ohne Ablenkung durch andere Techniken übst, wirst du relativ schnell Fortschritte merken. Bei powerchords.
 
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Es gibt halt nicht "die" Technik zum Umgreifen.
Richtig ist auch: Abdämpfen ist für ein sauberes E-Gitarrenspiel mindestens so wichtig, wie das Greifen und Anschlagen der Saiten.
Das ist allerdings mal schnell so gesagt...
Beim Abdämpfen sind/können alle verfügbaren Finger und Handbereiche sowohl von Greif- als auch von Schlaghand beteiligt sein.
Wie man das jetzt aber genau, bei welchem Wechsel, bei welchem Anschlagsmuster und welcher Gainstufe, am Besten macht, muss man sich IMO "erarbeiten".

Btw., etwas wurde hier noch noch nicht angesprochen:
Naturgemäß geht das Umgreifen am Anfang beim Erlernen noch relativ langsam. Später geht das wesentlich schneller und das macht viel aus, ob das Umgreifgräusch ein "....sssssssschhhhh....." oder "s" ist... .
 
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Danke für die zahlreichen Infos und Tipps.

Teste einfach mal die bereits von dir beschriebenen Techniken weiter und gucke, welchen Klang Du damit erzielst, wenn Du zunehmend genauer wirst.
Ja werde mal schauen wie es über die nächsten Wochen so geht.
Was mir auch aufgefallen ist, wenn ich den Volume Knob an der Gitarre auf max stelle, sind die Geräusche sehr präsent, gehe ich bisschen runter ists schon um einiges besser, und die Töne sind noch gut zu hören. (Ich verwende ein Forusrite interface und Kopfhörer um die Nachbarn nicht zu stören ;) )

Mein Rezept für's "leise" Umgreifen: Den Druck weitestgehend von der Seite nehmen, sodass die Finger nur minimal aufliegen. Ganz abheben würde ich nicht: Der leichte Kontakt dämpft Restschwingungen, plus du hast eine Führung für die Finger. Man hört dann zwar ein leichtes "Wischgeräusch" der Finger. Aber: Durch den Tonwechsel wird das gut kaschiert.
Ja so ungefähr habe ich es versucht, ich entferne den Druck der Finger, bleibe aber noch leicht auf den Saiten und dann gehe ich in den anderen Bund. Im Gegensatz zu einem echten Slide wo ich die Finger unten lasse (soweit ich das zumindest aktuell verstehe).
Denke dass da wahrscheinlich durch meine langsame Geschwindigkeit im Moment viel "wischen" zu hören ist zwischendurch.

Bin ja im Vergleich zu den anderen hier auch eher der Newbie, aber was mir beim Thema "Nebengeräusche" sehr geholfen hat, war klares Durchdenken und laaaangsames, konzentriertes Üben der verflixten Mikrobewegungen.

Kleine Übung: Spiel nen Powerchord, dann nehm den Druck von der Hand, dass die Finger auf der Position bleiben aber den eben gespielten Akkord dämpfen, so dass "Ruhe" ist. DANN hebst du sie an (ohne irgendwo hängen zu bleiben) suchst die neue Position und lässt sie dann präzise auf dem nächsten Chord runter, wieder ohne irgendwo hängen zu bleiben und spielst den nächsten Chord.
Ja genau das war die ursprüngliche Idee von meinem Post, diese Mikrobewegungen zu spezifizieren sodass ich sie langsam aber richtig einlernen kann. Also klingt so hier als ob der "cleane" Wechsel in zwei steps gelerent werden kann.
1. Druck leicht weg, sodass Saiten quasi keinen Bund mehr anschlagen
2. Saiten ganz loslassen

Und das nur sehr schnell. Klingt das halbwegs richtig?

Aber erstmal wirklich experimentieren, wieviel Druck brauch ich überhaupt, wie bring ich die Saite nach dem Ton zum Schweigen, wie slide ich, ohne dass es "quieeek" macht usw. und krieg ich das auch noch hin, wenn's schneller wird. Überhaupt hat man als Anfänger vieeeel zu viel Druck auf den Fingern! Das ist eine der Hauptgründe für unschöne Nebengeräusche.
Ganz bestimmt bei mir auch so, ich bin generell sehr angespannt. Was mir auch aufgefallen ist, meine Beiden Hände wollen irgendwie die Kraft synchronisieren. Also wenn ich ganz leicht alternative Picking mach ist meine Greifhand auch ziemlich locker, aber sobald ich einen Powerchord aggressiver anschlage, wird auch meine Greifhand angespannter. Liegt vllt auch daran das ich das Gefühl habe ich brauch etwas mehr Druck im Bund umso fester ich die Saiten anschlage.

Unabhängig davon würde ich dir einen Lehrer empfehlen, zumindest ab und zu ein paar Stunden. Ein gutes Feedback von außen kann enorm viel beschleunigen.
Hatte ich vergessen zu erwähnen, ich hatte vor vielen Jahren schon mal einen Gitarrenlehrer für ein paar Stunden, deshalb habe ich noch ein paar Sachen im Gedächtnis, also denke ich im Moment machte ich keine groben Fehler, werde aber bestimmt wieder jemanden aufsuchen um nicht irgendwo anzurennen.
 
Ja genau das war die ursprüngliche Idee von meinem Post, diese Mikrobewegungen zu spezifizieren sodass ich sie langsam aber richtig einlernen kann. Also klingt so hier als ob der "cleane" Wechsel in zwei steps gelerent werden kann.
1. Druck leicht weg, sodass Saiten quasi keinen Bund mehr anschlagen
2. Saiten ganz loslassen
Ja, so in etwa.
Und das nur sehr schnell. Klingt das halbwegs richtig?
Nee, mach erst mal langsam, Fokus auf "keine Nebengeräusche".
Dann andere Übungssession, Fokus auf "schnelle Wechsel" (Nebengeräusche tolerierst du)
Dann wieder langsam... usw.
Beim Üben immer nur ein Detail angehen, also wenn Du schneller werden willst, darf's "schlampig" sein, wenn du präziser werden willst, darf's langsamer sein.
 
Habe darüber nachgedacht, wie ich Powerchords lernte.

Ein richtig gutes Lied dafür ist Aneurysm von Nirvana.

Das Hauptriff nutzt Powerchords, die sehr nah aneinanderliegen. Im Refrain wird beim Wechsel der Powerchords der Zeigefinger vom Griffbrett gehoben, damit die leere E-Saite klingt. Genial effektiv.


View: https://www.youtube.com/watch?v=aIr_IXXLZ8Q
 
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Statt "Aneurysm" wäre für den Einstieg "Cocaine" vielleicht besser geeignet.
 
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