Tenorblockflöte-Griffe wie Altblockflöte(?)

  • Ersteller darccord
  • Erstellt am
darccord
darccord
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
28.04.24
Registriert
26.04.06
Beiträge
749
Kekse
828
Ich habe mir eine Plastik Tenorflöte von Aulos gekauft.

Zuhause gleich aus probiert. Ich kann ohne Probleme alle Löcher erreichen. Der Ton ist warm. Da ich im Moment mehr Alt spiele, habe ich versehentlich die Griffe für Altblockflöte gespielt und das Lied hat sich angehört.

Ich wunder mich nur weil viele anmerken, dass der Wechsel von Alt- zu C - Flöte zu aufwendig ist.

Aber man braucht ja einfach nur so tun als wäre Tenor nicht wie C, sondern wie eine Altblockflöte.

Oder habe ich einen Denkfehler.

Die Flöte hat keine Daumenstütze. So sitzt sie nicht immer fest. Bringt die Daumenstütze wirklich hinsichtlich der Stabilität in den Händen?

Toni
 
Eigenschaft
 
Na ja, mit den selben Griffen transponiert das Instrument halt eine Quart nach unten. Aus einem f auf der Alt wird - bei gleichem Fingersatz - ein c auf der Tenor Wenn Du nur für Dich spielst, hat das überhaupt keine Relevanz, falls Du mit anderen Instrumenten zusammen spielst, muss Du andere Griffe als auf der Alt verwenden.

Daumenstütze? Muss man ausprobieren. Ist halt Ergonomie...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Umzulernen ist nicht so aufwendig. Nach ca. zwei Wochen üben kapiert das Hirn, welche Flöte man wie greifen muss.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
... wenn man regelmäßig mit beiden übt ... Sonst verheddert man sich schon mal. Ich selbst spiele vor allem Gitarren, da ist es völlig bescheuert: Neben der "Primgitarre" (= Normale Gitarre, Normalstimmung) spiele ich seit 4 Jahren in Ensembles regelmäßig eine 4saitige und eine 6saitige akustische Bassgitarre mit jeweils längeren Mensuren. Auf der 4saitigen kann ich nach Violin- und nach Bassschlüssel spielen, auf der 6saitigen (die ich aber häufiger spiele) nur nach Violinschlüssel. Wenn ich das 6saitige Instrument in den Händen habe, sagt das Gehirn, aha - 6 Saiten => Gitarre => Violinschlüssel. Auch, wenn's ne Oktave tiefer ist. Völlig gaga... - Ich sitze dann z.T. da und schreibe Stimmen um. Wie bescheuert ist das...

Nachtrag: Flöte ist für mich leider nur ein neben-nebenläufiges Instrument... Den Wechsel von c- und f-Flöten bekomme ich bisher gar nicht flüssig hin.
 
RW ich spiele auch hauptsächlich Gitarre. Mit der Flöte komme ich auch nur zähflüssig voran. Zum Mitnehmen ist die Prima und macht Spaß.

Die C Griffe kann ich eigentlich noch. Ich muss mich trotzdem rein fuchsen. Ich spiele sowieso nur für mich.

Der Daumen, rechts wird schon beansprucht, so dass ich sowieso nur langsam anfangen werde

Toni
 
Ok, für Gitarristen: Wenn die Tenorflöte die normale Gitarre ist, dann ist die Altflöte der Kapo im V. Bund und die Sopranflöte der Capo im XII (oder die Oktavgitarre) :)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ok, für Gitarristen: Wenn die Tenorflöte die normale Gitarre ist, dann ist die Altflöte der Kapo im V. Bund und die Sopranflöte der Capo im XII (oder die Oktavgitarre) :)
Wow. Toll erklärt . Danke
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich habe doch eine Daumenstütze erhalten. Noch mal geguckt. War im Wischer Paket mit eingeschweißt .

Die hilft ein wenig. Gibt es auch ergonomisch geformte, so das der Daumen schön anliegt. Irgendwie finde ich den unpraktisch.

Toni
 
Mir passiert es manchmal, dass ich auf der Tenorblockflöte wie mit der Alt spielen will. Nach dem Motto: groß = F. Aber meistens schaltet das Gehirn gleich um auf die richtige Flöte.

Statt Daumenstütze benütze ich einen Schnürsenkel, in der Art wie von Küng hier beschrieben (ganz unten).
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Das Schnürsenkelkonstrukt probiere ich aus

Danke

Toni
 
Bei meinen Kunststofftenören habe ich anklemmbaren Kunststoff-Daumenstützen; bei meinem Huber (Leihgabe einer Ensemblemitspielerin) nutze ich dann die Schnürsenkelvariante, da die Flöte nicht mein Eigentum ist. Bei der noch größeren gestreckten Holz-Bassflöte habe ich eine stabilere Messing-Daumenstütze mit Öse für einen Gurt.

Ich habe das Problem, unfallbedingt durch unfallbedingte Bewegungseinschränkungen im linken Schultergelenk den Arm nicht hoch genug zu bekommen, dass ich eine stabile Haltung nur durch Auflage der Flöten auf den rechten Daumen und Unterlippe hinzubekommenbekomme; meine Flöte hängt sozusagen etwas nach unten und so wirkt dann die Schwerkraft. Durch die Daumenstütze (bzw. Schnurschlaufe) habe ich dann eine Klarinettenähnliche Haltung.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich habe anfangs Zweifel gehabt, ob ich durch das Erlernen der Altblockflöte die C-Griffweise und die Tin Whistle verlerne — aber es ist nicht eingetroffen. Ich habe, als ich meine erste Altblockflöte geschenkt bekam, zuerst in C-Griffweise gespielt, da ich nicht wusste, wie es "richtig" geht. Aber als dann mein Vater einem älteren Herrn, der auch Blockflöte spielte, erzählte, dass ich jetzt eine Alt hatte, sagte er, er würde gerne mit mir ein Duett spielen, und dann entschied ich, dass ich entweder "richtig" spiele oder gar nicht. Und viele Jahre lang blieb es bei gar nicht. Ich habe mittlerweile festgestellt, dass es sich lohnt, jede Blockflöte in der für sie vorgesehenen Griffweise zu spielen. Ich habe eine einzige Sopran aus Kunststoff und einmal versehentlich etwas aus einem Heft für Alt gespielt, in F-Griffweise, und es klang für meinen Geschmack zu hoch.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Danke Anne, ich kenne die Griffe der Sopran Flöte. Bin dann auf Alt umgestiegen und als ich mir den Tenor gekauft habe, entdeckte ich eben dass ich die Griffe auch so übernehmen kann.

Die Alt lerne ich autodidaktisch und an den Tenor muss ich mich gewöhnen.

Es macht Spaß.

Bis dann

Toni
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben