The Gathering / How to measure a Planet / 1998 / CD

von symbolic, 14.03.05.

  1. symbolic

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    Erstellt: 14.03.05   #1
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    Genre: Alternative
    Erschienen bei: Century Media

    Besetzung:

    Anneke van Giersbergen - Vocals
    Frank Boeijen - Keyboards
    Hugo Prinsen Geerligs - Bass
    Hans Rutten - Drums
    Renè Rutten - Guitars

    Tracklist:

    CD 1:

    01. Trail
    02. Great Ocean Road
    03. Rescue Me
    04. My Electricity
    05. Liberty Bell
    06. Red Is A Slow Coloure
    07. The Big Sleep
    08. Marooned
    09. Travel

    CD 2:

    01. South American Ghost Ride
    02. Illuminating
    03. Locked Away
    04. Probably Built In The Fifties
    05. How To Measure A Planet?

    Gesamtspielzeit: ca. 106 Minuten


    Wie schon im Review zu "Nighttime Birds" angekündigt folgt hiermit mein Review zu "How to measure a planet". Schon auf Nighttime Birds war eine klare Abgrenzung vom Metal hin zu experimentellem Rock zu verzeichnen. Trotzdem ist dieses Album enorm gewöhnungsbedürftig geworden. Die Gitarren sind extrem in den Hintergrund geraten was vor allem mit dem Ausstieg von Jelmer Wiersma begründet ist. Auch in Sachen Schlagzeugsound hat sich hier einiges geändert. In Verbindung mit den Gitarren und Synths bildet er ein minimalistisches Grundgerüst für den Gesang von Anneke. Dieser kommt hier noch stärker zur Geltung als jemals zuvor. Gerade hier wird klar dass der Gesang wohl das Aushängeschild der Band ist.

    Insgesamt lebt das Album von starken Trip Hop Einflüssen und legte den Grundstein für "If then Else" und "Souvenirs". Auch der Einsatz von Samples ist hier stärker als noch beim Vorgänger und wird zudem noch effektiver eingesetzt. Mit über 100 Minuten purer und vor allem ehrlicher Musik ermöglichen "The Gathering" hier einen Einblick in ihr weiteres Schaffen und verleiten ein weiteres Mal zum Träumen und Entspannen. Die emotionalen Ausbrüche sind hier nicht mehr ganz so stark vorhanden, viel mehr wird man von diesem Doppelalbum hinfort getragen und hat das Gefühl in einer völlig anderen Welt zu sein.

    Mit Titeln wie "Red is a slow Colour", "My Electricity", "Great Ocean Road" und "Travel" haben sich The Gathering durch eine gelungene Mischung aus progressiven und industriellen Sounds eine eigene musikalische Welt geschaffen die schwer zu kopieren ist, was nicht zuletzt an Anneke`s herausragendem Gesang liegt. Sicher fehlen hier Übersongs wie auf den vorhergehenden Alben aber genau das macht diese Platte aus. Sie ist in sich völlig kompakt und nur so völlig und ganz zu geniessen. Wer dieser Platte nicht seine ganze Aufmerksamkeit schenkt verpasst mit Sicherheit ein sehr gutes Stück Musik. Zu erwähnen ist auch noch der Titeltrack, welcher mit 29 Minuten den längsten Song in der Bandgeschichte von The Gathering darstellt.

    Für mich stellt dieses Album den perfekten Übergang zu "If Then Else" dar welcher in "Souvenirs" seine Vollendung findet und an Atmosphäre kaum noch zu übertreffen ist. Jeden Song einzeln auseinander zu nehmen hätte bei diesem Album keinen Sinn da es wie schon angesprochen als Gesamtwerk anzusehen ist.

    "Your music was to stay forever"

    9/10
     
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