Tiefe E, A Saiten eine Oktave runter

A
alibiy
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
21.03.17
Registriert
11.01.09
Beiträge
158
Kekse
0
Hi zusammen,

ich wollte mal nachfragen, ob jemand aus der Runde Erfahrung mit folgender Sache gemacht hat:

Die Tiefe E und A Saite eine Oktave runtergestimmt. Oder quasi als Bass verwendet hat. Um WalkingLines zu spielen.
Habt ihr da stärkere Saiten aufgezogen?

Hat es funktionert?

Über einige Erfahrungen würde ich mich sehr freuen.

LG
 
Eigenschaft
 
G
Gast75843
Gesperrter Benutzer
Zuletzt hier
21.01.15
Registriert
24.10.07
Beiträge
1.612
Kekse
6.566
Um E und A eine ganze Oktave hinuter zu stimmern, brauchst du tatsächlich andere Saiten. Sonst klingt das sehr schlapp. Solch dicke Saiten, puhh! Ich würde mir da schon etwas Sorgen um meine Gitarre machen....und beim Strumming hört sich das bestimmt recht seltsam an.
 
rancid
rancid
Helpful & Friendly User
HFU
Zuletzt hier
04.12.20
Registriert
16.10.07
Beiträge
2.993
Kekse
12.089
Ort
73XXX
Walking geht doch auch in Standardstimmung gut (hab im letzten Jahr fast nix anderes gemacht :D ).

Ansonsten kannst du dich mal nach einer Baritongitarre oder einer Siebensaitigen umschauen, wenn es im Bass unbedingt tiefer gehen soll. :) Zum Runterstimmen bräuchtest du schon sehr dicke Saiten, und dann müsste man auch die Sattelkerben bearbeiten, was die Gitarre dann für normale Saiten wieder mehr oder weniger unbrauchbar machen würde.
 
Corkonian
Corkonian
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
15.08.19
Registriert
05.01.10
Beiträge
4.768
Kekse
17.313
Ort
Cork
Bariton ist im Ganzen tiefer, nicht nur im Bass. Eventuell wuerde ich dann doch lieber drop-D oder drop-C stimmen. Das geht noch mit einer .58 oder .60 E6
 
B
BenChnobli
Mod Emeritus
Ex-Moderator
HFU
Zuletzt hier
29.07.21
Registriert
27.09.06
Beiträge
13.294
Kekse
73.105
Runterstimmen um eine oktave kostet dich rund 75% der zugkraft deiner saite (Richelles formel). Statt ~12kg stehen dann noch ~3kg auf der saite. Das klingt mMn nicht mehr, der hals liesse sich nicht für den schlabbrigen bass und den normalen diskant gleichzeitig richtig einstellen.

Du müsstest da wohl mindestens eine 66er oder noch höher E-saite aufziehen, um den verlust der zugkraft einigermassen auszugleichen. Eventuell loch in der mechanik aufbohren und sicherlich sattelkerbe nachfeilen. Die chance, dass so eine bass-saite auf der kurzen mensur noch halbwegs oktavrein zu kriegen ist, halte ich für relativ gering.

Alternativ könntest du dir mal die Variax Acoustic gitarren ansehen, die haben so ein programm eingebaut, das tut, was du möchtest. Kommt dann halt nur aus dem amp und nicht akustisch :)

Gruss, Ben
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Richelle
Richelle
HFU + HCA A-Gitarren
HCA
HFU
Zuletzt hier
29.07.21
Registriert
30.07.07
Beiträge
1.562
Kekse
14.294
Ort
Tiefebene
Mit folgenden Saiten würde es funktionieren (sollte es bei Saitenkatalog unter Akustik-Bass-Einzelsaiten geben):

  • 0,060 bis 0,065 inch Saite für das um eine Oktave tiefere A (erzeugt 7 bis 8 kg Zugkraft und ist eine brauchbare Saitenspannung für Tonerzeugung)
  • 0,080 bis 0,085 inch Saite für das um eine Oktave tiefere E (ebenfalls etwa 7 bis 8 kg Zugkraft)

Eine kleine Hürde wären die Sattelkerben --> die müssten für die A-Saite auf etwa 1,7 mm und für die E-Saite auf 2,2 mm erweitert werden.
Da würde ich einen Ersatzsattel für dieses Vorhaben verwenden.

Wie es sich anhört ist schwierig vorherzusagen, aber muss nicht zwangsläufig schlecht klingen (ist aber auch subjektiv).

Ich habe derzeit eine meiner Gitarren mit speziell zusammengestellten Saiten auf GDGBDG gestimmt (dies entspricht einem open-D tuning DADF#AD welches um 5 Halbtöne höher liegt --> Verwendete Saiten von dick nach dünn: 042w-032w-024w-016-012-010).
Wenn ich bei diesem Tuning z.B. am zwölften Bund die unteren drei Saiten greife und alle 6 Saiten anschlage --> dann besteht zwischen den "Bass-Saiten" und den Diskantsaiten bzw. genauer zwischen der G und B-Saite auch ein "Oktavsprung" --> dies klingt zumindest für mich keinesfall schlecht sondern interessant.

Ähnlich könnte es sein mit den um eine Oktave tiefergestimmten E- und A-Saiten.
Vermutlich klingt es nur bei wenigen bestimmten Songs interessant oder passend (also universell ist solch eine Stimmung vermutlich nicht).
Wenn man viele Gitarren besitzt wäre es einen Versuch wert mit solch einer Stimmung eine Zeit lang zu experimentieren.

€: Viele die schneller ihre Antworten abschicken haben natürlich viel Richtiges schon geschrieben :redface:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
rancid
rancid
Helpful & Friendly User
HFU
Zuletzt hier
04.12.20
Registriert
16.10.07
Beiträge
2.993
Kekse
12.089
Ort
73XXX
Bariton ist im Ganzen tiefer, nicht nur im Bass.
Schon klar, aber man kann den Rest der Bariton leichter hochstimmen (oder ein partial Capo benutzen), als bei einer normalen Gitarre den Bass (so viel) tiefer.
 
B
BenChnobli
Mod Emeritus
Ex-Moderator
HFU
Zuletzt hier
29.07.21
Registriert
27.09.06
Beiträge
13.294
Kekse
73.105
0,080 bis 0,085 inch Saite für das um eine Oktave tiefere E (ebenfalls etwa 7 bis 8 kg Zugkraft)
Ui, da habe ich mich mit meiner 66er E-saite schwerstens verschätzt, sorry :)

Gruss, Ben
 
A
alibiy
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
21.03.17
Registriert
11.01.09
Beiträge
158
Kekse
0
vielen Dank für Eure Kommentare. Es war sehr hilfreich
 

Ähnliche Themen

Neue Themen

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Oben