Tipps für das Spiel mit einem Plek

von Ralf85, 24.08.07.

  1. Ralf85

    Ralf85 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.07   #1
    Habe bis jetzt immer nur mit den Fingern gezupft. Jetzt wollte ich anfangen Melodien und Akkorde mit dem Plektrum zu schlagen/ zupfen. Welche Tipps könnt ihr mir geben? Wo finde ich Schlagmuster, wie muss ich das Plek halten, bzw. welche Haltung ist vorteilhafter,wie schaffe ich es z.B. nur die Diskantsaiten zu treffen? Wie halte ich die anderen Finger, die nicht das Plek halten, ausgestreckt oder zu ner Faust? Und zu guter Letzt: Wenn ein Gitarrist z.B. nur 2 Saiten anklingen lassen will, wie schafft er das mit einem Plek die beiden Saiten anzuschlagen, sodass sie gleichzeitig klingen. Hoffe mir können ein paar Tipps gegeben werden. Wäre euch sehr verbunden. Weiß, sind viele Fragen ;-) Danke! :nix:
     
  2. stickyfinger

    stickyfinger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.08.07   #2
    also letzte frage ganz einfach beantwortet:

    er dämpft die anderen saiten mit der pickhand und/oder greifhand ab. (ganz nach eigenen style)

    zu deinen anderen fragen bezüglich pick-haltung etc. kann ich dir nur raten entweder einen lehrer für ein paar stunden zu buchen oder entsprechende literatur zu besorgen.
     
  3. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.08.07   #3
    ich glaube das nennt sich hybrid picking. dabei kann man das plektrum zwischen den fingern halten und so mit plek+daumen 2 saiten anzupfen. ich mache das aber anders: ich klemme das plektrum zwischen zeige und mittelfinger und zupfe dann mit daumen +ring (+klein).

    wie du das plektrum hälst ist dir überlassen. spiel einfach und die geeignete haltung wird sich schon irgendwie einpendeln. ich halte es mit daumen+zeige+mittel. die meisten nur daumen+zeige. ich glaube das kann jeder machen wie er will. auch was die restlichen finger machen sollten findest du am besten durch ausprobieren raus. jeder so wie ihm beliebt.

    nur die diskantsaiten zu treffen finde ich persönlich recht schwer. funktionieren tut das einmal natürlich mit sehr viel übung und gefühl, andererseits kann man die saiten die man nicht schwingend hören will auch mit der greifhand abdämpfen. gibt dann natürlich aber das geräusch der dead notes...

    eine wichtige sache beim plekspiel die du gar nicht angesprochen hast ist der wechselschlag. wenn du tonleitern und was weiß ich was für melodien spielst solltest du immer im wechsel von oben nach unten (oder umgekehrt :) ) spielen. möglichst streng diesen wechsel beibehalten und lass dir nix von den metallica freaks erzählen die meinen man müsste bestimmte songs nur mit abschlägen spielen.

    viel erfolg
     
  4. zionfan

    zionfan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.07   #4
    also eine der einfacheren plekübungen für den anfang ist, wenn du mal die pentatonische rauf und runterspielst und darauf achtest, immer schön im wechselschlag zu bleiben. das heisst abschlag folgt auf aufschlag und darauf wieder abschlag etc.
    ausbauen kannst du es wenn du jeden ton doppelt, dreifach, vierfach etc. spielst.
    der wechselschlag ist grundsätzlich mal das wichtigste um das gefühl fürs plek zu entwickeln. dabei sollte die hand eigentlich immer durchlaufen, d.h. immer schwingen. so kannst du dann auch rhytmisch komplexerer sachen durch muten/abdämpfen oder leer schwingen ohne probleme und sauber spielen.
    muten (mit der linken wie der rechten hand) solltest du auf jeden fall auch üben, dies ist nötig um eben bspw. zwei seiten alleine schwingen zu lassen.
     
  5. Yannik

    Yannik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.07   #5
    Hab ich auch 'ne Frage: Wechselschlag sollte man doch nur spielen wenn man beim Spielen die Saite wechselt, wodrauf der Ton liegt. Kann man das auch machen, wenn man auf einer Saite bleibt?
     
  6. zionfan

    zionfan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.07   #6
    wechselschlag hat nichts mit saitewechseln zu tun sondern bezeichnet eigentlich nur das man jeweils auf- und abschlägt und eben nicht alles mit downstrokes/abschlägen spielt. natürlich kannst du wechselschlag deshalb auch nur auf einer seite spielen.
     
  7. Gast 120987345

    Gast 120987345 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.07   #7
    Hi Leute,

    ich versuche Euch mal einen kleinen Einblick in Anschlagtechniken zu verpassen :)

    HybridPicking ist nicht das was Ralf oben beschreibt. Hybridpicking ist das Verwenden von weiteren Fingern der Pickenden Hand zum Plectrum dazu.
    1. Pick Welches nimmt man

    Meine Empfehlung: Ein hartes, sprich 1 mm oder drüber. Wieso? Hart Anschlag, guter Ton, max. Kontrolle und Speed. Ich selber spiele Dunlop Jazz III (1.38 mm)

    2. Pickhaltung

    Es ist ralle wie du das Plektrum anfasst. Es sollte halt mit der Spitze die Saiten anschlagen, halte es annäherdn im rechten Winkel zu den Saiten udn finde deinen eigenen Weg. Die Bewegung sollte aus dem Handgelenk und nicht aus dem ganzen Arm kommen. Es kann hilfreich sein, wenn man seine Handballen auf dem Tremoloblock LEICHT auflegt ohne zu dämpfen oder den Block runterzudrücken.

    3. Wechselschlag // Alternate-Picking

    Gewöhne Dir generell an, jedem Downstroke ein Up folgen zu lassen.

    E---2---4---5---------------------------------------------------------------- (runter rauf runter)
    A----------------2---4---5--------------------------------------------------- (rauf runter rauf)
    D-----------------------------2---4---5-------------------------------------- (runter rauf runter)
    G------------------------------------------2---4---5------------------------- (rauf runter rauf)
    H-------------------------------------------------------2---4---5------------ (runter rauf runter)
    E--------------------------------------------------------------------2---4---5 (rauf runter rauf)

    Egal ob man auf einer Saite spielt -> e-----------5--7--8--7--5 (runter rauf runter rauf runter) oder auf mehreren, egal ob drei Töne pro Saite oder 10 einem Runter folgt immer ein rauf.

    2. Economy Picking
    Dies ist eine Kombo aus Sweeppicking und Alternate Picking, hier wird das Wechselschlagmuster durchbrochen und beim Saitenwechseln zweimal runter gepickt. DAS EMPFIEHLT SICH NCHT FÜR ANFÄNGER!!

    3. Sweep-Picking
    Hier werden Töne (meisstens einer pro Saite) mit nur runterschlagen oder hochschlagen gepickt, das heisst

    Hier ein Amoll-Arpeggio (Arpeggio= nOtes of a Chord played seperatly)


    e-------------------------12 (down)
    h---------------------13 (down)
    g-----------------14 (Down)
    d-------------14 (Downn)
    a---12---15 (erster Ton Down, zweiter Hammer on)

    und wieder zurück. Dies ist allerdinsg eine komplizierte Technik, die man erst üben sollte wenn man den Wechelschlag beherrscht.

    Besorg der bei "ultimate-guitar.com" das 10-hour workout von Steve Vai und dann üb es.

    LG
     
  8. Ralf85

    Ralf85 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.07   #8
    Dankeschön für die Antworten. @ Kazaam: Hast du den Link mal für die 10 hour Lesson von Steve Vai? Finde auf ultimate-guitar leider nichts...
     
  9. Gast 120987345

    Gast 120987345 Gesperrter Benutzer

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  10. doschdn

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    Erstellt: 27.08.07   #10
    Zum Wechselschlag ist noch zu sagen:
    Es folgt nicht generell immer jedem Up- ein Downstroke und umgekehrt, sondern die Anschlaghand macht konstant die Up/Down-Bewegung (auch in der Luft, wenn grade keine Note zum anschlagen da ist) und je nachdem, auf welcher Zählzeit eine Note ist, wird eben aufwärts oder abwärts angeschlagen. Der Clou ist nämlich, dass man nichtmehr überlegen muss, ob man jetzt auf- oder abschlägt, weil die Pickhand eben immer konstant die gleiche Bewegung durchführt. Dadurch hat man ein sehr exaktes Timing.

    Beispiel: (Viertel, Achtel, Sechzehtel, ^ down, v up)
    Code:
    |  1   +   2   +   3   +   4   +    |
    |: S S S S S A   S V       A   S S :|
    |  ^ v ^ v ^ v   v ^       ^   ^ v  |
    
    Ob Up oder Down hängt also wie schon gesagt nicht von der Saite ab, sondern nur von der Zählzeit.
     
  11. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.08.07   #11
    na gut ich "schwinge" in der luft nicht weiter sondern nur da wo auch gespielt wird. das einzige wo ich den wechselschlag nicht konsequent anwende sind bendings. da benutze ich immer downstrokes. ist wahrscheinlich auch ne unsitte...
     
  12. Gast 120987345

    Gast 120987345 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.07   #12
    Dodschn was Du da sagst ist nicht so zu verallgemeinern. Der korrekte Wechselschlag, den sich ein Anfänger zulegen sollte, ist down/up zu picken und das in Bezug auf anzuschlagende Noten und net auf ne Zählzeit. Wieso sollte man Noten anschlagen die es gar nicht gibt? Luftgitarre?
     
  13. Gast 120987345

    Gast 120987345 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.07   #13
    Also folgt, wenn man Wechselschlag anwendet IMMER einem up ein down!
     
  14. BlueChaoz

    BlueChaoz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.07   #14
    Also ich mach das eigentlich immer so...

    1) Akkordgeschrammel spiel ich mit der durchgehenden Pendelbewegung! Heißt: Mein Down oder Upschlag hängt von der Zählzeit bzw der Notenlänge ab! Wenn ich also permanent 8tel spiele hab ich immer Down, Up, Down, Up etc! Bei 8teln und 4teln gemischt sieht das eben anders aus - Analog zu 16teln!

    Angenommen ich schrammel zu folgendem Schema (Also die ersten 2 sind Viertel, dann 4 mal achtel!):
    1 2 3+ 4+

    Dann Schlag ich auf eins an, pendel nach oben, schlage die 2 an, pendel nach oben (weil ja das "und" nicht gespielt wird!!!) schlage die 3 an und schlage per upstroke das "und" an! Das selbe bei 4+!

    Das hilft auch im Rhythmus zu bleiben...

    2) Reines Alternatepicking: Immer Down, Up abwechselnd!
    Das spiel ich immer bei Licks oder sowas in der Art! Stur, ungeachtet den Zählzeigen, DOWN UP DOWN UP!

    Wenn man das beide kann, kann nich mehr viel schief gehn :D

    Grüße Chaoz
     
  15. doschdn

    doschdn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.07   #15
    Da hast du natürlich Recht. Bei langsamen Sachen macht es z.b. keinen Sinn, Luftbewegungen zu machen, da man dadurch auch nicht viel gleichmäßiger spielt. Auch bei Melodien mit viel Phrasierung und rhythmischen Feinheiten ist es oft nicht sinnvoll, weil es die Sache unnötig verkompliziert. Wenns sehr schnell wird oder besonders beim Akkorde spielen (Rhythmusgitarre) sollte man aber sich normalerweise dran halten.

    Dadurch, dass die Anschlaghand eine konstante Bewegung macht, die immer gleich bleibt, ist sie immer perfekt in Time. Außerdem ergibt sich ein gleichmäßiger Sound, weil Auf- und Abschläge immer auf die gleichen Zählzeiten verteilt sind, wodurch es auch leichter fällt die richtigen Betonungen zu setzen (im Normalfall 1 und 3). Der Sinn des Wechselschlags ist ja, dass der Anschlag in gewisser Weise automatisiert ist, sodass man sich aufs wesentliche konzentrieren kann ohne nachdenken zu müssen, in welche Richtung man als nächstes schlägt.
     
  16. Hexxium

    Hexxium Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.07   #16
    Down- und Upstrokes klingen im Normalfall unterschiedlich, Downstrokes sind betonter. Daher mache ich als Rythmusgitarrist meist auch die "Leerbewegungen" mit. Das gibt nicht nur besseres Timing sondern klingt auch besser.

    Edit: Daraus ergibt sich auch die Spielweise, auch mal bewusst nur Downstrokes zu spielen (wird oft mit Palm Muting verwendet), wenn es eben entsprechend klingen soll.
     
  17. Everrock

    Everrock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.09   #17
    Mhh...ich frage das mal einfach in diesem Thread, um nicht unnötig einen Neuen zu machen:

    Gibt es generelle Tips bezüglich Beschaffenheit der Plectren in Bezug auf den angestrebten Musikstil oder das zu bespielende Instrument?

    Oder sind die verschiedenen Stärken und Größen reine Geschmackssache?
     
  18. GWC

    GWC Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.09   #18
    Ja!

    Natürlich kann man den verschiedenen Dicken auch spezifische Eigenschaften zuweisen, wie z. B. dass n dickes Plek genaueres Picking erlaubt und nen härteren Ton erzeugt. Ein weiches Plek flatscht ja mehr über die Saiten und du hast zu den Schwingungen auch noch das Flatschgeräusch dabei. Auf der Western wird z. B. gerne mit nem weicheren Plektrum gespielt.

    Ich spiel alles mit nem Dunlop Tortext 1.14.

    Kauf dir einfach n paar verschiedene Dicken und probiers aus. Irgendwann kristallisiert sich dann dein Favorit raus.

    /e: Noch ein nützlicher Tipp:

    Mach mit nem normalen Papierlocher Löcher in dein Pick. Ich hab bei ungelochten immer das Problem, dass die sich bei nem stürmischen Wechselschlag verdreht haben. Anschleifen, anrauhen usw. hat nix gebracht, weil das im Nu wieder abgespielt war. Seit ich Löcher drin hab, rutscht da gar nix mehr!

    [​IMG]
     
  19. Mr96

    Mr96 Registrierter Benutzer

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